John R. Galvin


John R. Galvin
John R. Galvin

John Rogers Galvin (* 13. Mai 1929 in Wakefield, Massachusetts) ist ein ehemaliger General der US Army, von 1987 bis 1992 9. Supreme Allied Commander Europe und zugleich Kommandeur des US European Command, sowie vormaliger 6. Dekan der Fletcher School of Law and Diplomacy an der Tufts University.

Militärische Laufbahn

Von 1948 bis 1950 diente Galvin im 182. US-Infanterieregiment der Massachusetts Army National Guard. Er erhielt dann die Chance an der US Military Academy in West Point zu studieren, welche er 1954 mit einem Bachelor of Science in Ingenieurwissenschaften abschloss; im selben Jahr erhielt er sein Offizierspatent als Second Lieutenant. Galvin hat zudem einen Master of Arts der Columbia University, arbeitete an der University of Pennsylvania und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fletcher School of Law and Diplomacy. Seine militärische Weiterbildung schließt den Infanterieoffizier-Grundkurs, den Panzeroffizier-Fortgeschrittenenkurs, sowie das Command and General Staff College und das US Army War College ein.

Galvin diente 1959 in verschiedenen Infanterieeinheiten in Puerto Rico und war Ranger-Ausbilder in Kolumbien. Später diente er zwei Runden (tour of duty), also zwei Jahre, im Vietnamkrieg, das erste Mal mit der 1. US-Kavalleriedivision und beim zweiten Mal mit dem 1. Bataillon des 8. US-Kavallerieregiments. Galvin diente in einer Vielzahl von Auslandsverwendungen. Er war zudem Gastprofessor an der US Military Academy in West Point, militärischer Assistent und Adjutant des Secretary of the Army, assistierender stellvertretender Stabschef für Ausbildung in Fort Monroe, Virginia, sowie Kommandierender General der 24. US-Infanteriedivision (mechanisiert) in Fort Stewart, Georgia.

1973 begann für Galvin ein siebenjähriger Aufenthalt in Europa, welcher in seiner Ernennung zum assistierenden Divisionskommandeur der 8. US-Infanteriedivision (mechanisiert) in Mainz gipfelte. 1983 kehrte er nach Deutschland, genauer Stuttgart, zurück um als Kommandierender General das Kommando über das VII. US-Korps zu übernehmen. Danach wurde er nach Panama versetzt, zum General befördert und übernahm von 1985 bis 1987 das Kommando über das US Southern Command. Am 25. Juni 1987 wurde ihm das Kommando über das US European Command übertragen und einen Tag später wurde er zudem zum Supreme Allied Commander Europe ernannt. Am 23. Juni 1992 übergab er das Kommando schließlich an General John M. Shalikashvili und ging kurze Zeit später in den Ruhestand.

Galvin spricht Spanisch und Deutsch fließend und hat drei Bücher veröffentlicht: Minute Men, eine Studie der ersten Schlacht des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, Air Assault, eine Analyse der Entwicklung der Luftbeweglichkeit im 20. Jahrhundert, und Tree Men of Boston, eine Studie der politischen Ereignisse, die zum Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg führten.

Seine Auszeichnungen umfassen u.a.: die Defense Distinguished Service Medal, die Distinguished Service Medals der Army, Navy und der Air Force, den Silver Star, das Legion of Merit mit zweifachem Eichenlaub, das Distinguished Flying Cross, den Bronze Star mit zweifachem Eichenlaub, sowie die Air Medal mit Tapferkeitsauszeichnung. Zudem ist er Inhaber folgender ausländischer Auszeichnungen: Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland, Großkreuz der Orden del Merito Militar des spanischen Königreichs, zudem ist er Großoffizier der französischen Ehrenlegion.

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Fred F. Woerner Kommandeur des US Southern Command
1985–1987
Paul F. Gorman
Bernard W. Rogers Supreme Allied Commander Europe
1987–1992
John M. Shalikashvili
Kommandeur US European Command
1987–1992

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