Israelische Luftwaffe

Israelische Luftwaffe
Hel HaAvir / Israelische Luftstreitkräfte

Aufstellung 1948
Land Israel
Streitkräfte Israelische Streitkräfte
Typ Teilstreitkraft (Luftstreitkräfte)
Leitung
Oberbefehlshaber Aluf Ido Nehuschtan
Insignien
Kokarde
Flagge

Die israelischen Luftstreitkräfte (hebräisch: חיל האוויר Cheil haAwir, englisch: Israeli Air Force, abgekürzt IAF) bilden die Luftwaffe der Israelischen Streitkräfte. Seit der Gründung der IAF während des Arabisch-Israelischen Krieges von 1948 spielte sie eine tragende Rolle in den meisten Kampfhandlungen, an denen Israel beteiligt war.

Inhaltsverzeichnis

Auftrag

Sicherung der territorialen Integrität Israels, Luftverteidigung und Bereitstellung der Luftkomponente der israelischen Streitkräfte in den Haupteinsatzgebieten Mittelmeer im Westen und im Golf von Aqaba, im Luftraum über dem Rote Meer und über dem Golf von Sues im Süden.

Organisation

Organisation der IAF

Rekrutierung und Ausbildung

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Ausrüstung

F-16I Sufa
F-15I Ra'am
Gulfstream G500 "Nachshon-Shavit"
King Air B-200
IAI Heron Drohne aus israelischer Produktion
Sikorsky S-65C "Yas`ur"
UH-60 "Yanshuf"
AH-64D "Saraf"
Eurocopter AS.565MA "Atalef"
IAI "Tzukit"
Grob G-120A "Snunit"

Aktives Fluggerät

Die Ausrüstung der IAF gehört zu den modernsten weltweit. Hier eine Übersicht über die aktuell verwendeten Maschinen:

Die Flugzeuge kommen mittlerweile hauptsächlich aus US-amerikanischer Fabrikation. Die von den USA gelieferten Flugzeuge werden meist von der IAF optimiert. Durch die in Israel vorgenommenen Modifikationen konnten teilweise tatsächlich Leistungssteigerungen erzielt werden, so hat beispielsweise die F-16i eine höhere Reichweite als die amerikanische Version und eine höhere Rüstmasse.

Kampfflugzeuge

Transportmaschinen

Elektronikflugzeuge

Drohnen

  • IAI Scout
  • IAI Heron / "Shoval"

Ausbildungsflugzeuge

Kampfhubschrauber

Mehrzweckhubschrauber

Raumfahrzeuge

Der IAF untersteht auch die kleine Zahl israelischer Raumfahrzeuge:

Ausgemustertes Fluggerät

Luftabwehr

In der Flugabwehr hat die IAF, nachdem sich die amerikanischen Patriot-Luftabwehrsysteme bei den irakischen Scud-Angriffen auf Tel Aviv im Jahre 1991 als weitgehend wertlos erwiesen hatten, auf eigene Produktionen umgestellt.

Das Ergebnis war das Barak-Luftabwehrsystem.

Geschichte

Entstehung

Die IAF hat ihren Ursprung im Jahre 1945. Als der Sieg der alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg kurz bevor stand, wurde neun Mitgliedern der (Palmach), des paramilitärischen Ablegers der Hagana eine Flugausbildung in der Flugschule "Awiron" zuteil. Am 10. November 1947 wurde entschieden, reguläre Luftstreitkräfte aufzubauen, die "Scherut Awir" (Air Service). Dazu wurden alle jüdischen Piloten aufgefordert, sich einzuschreiben. Unter den Piloten waren auch viele erfahrene Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg. Die "Scherut Awir" wurde am 27. Dezember 1947 offiziell gegründet. Das Gros der wenigen verfügbaren Flugzeuge – hauptsächlich Restbestände aus den russischen, amerikanischen und britischen Luftstreitkräften – wurden nach Sde Dow (nahe Tel Aviv) gebracht. Dazu mussten viele Landebahnen und Rollfelder in kürzester Zeit provisorisch angelegt werden. Zwischen Dezember 1947 und Mai 1948 wurden vor allem aus den USA und Europa neue Flugzeuge beschafft - die ersten waren ausgerechnet ein Derivat der Messerschmitt Bf 109, die tschechische Avia S.199, von der 25 Exemplare geliefert wurden. Sowohl jüdische als auch nichtjüdische Piloten aus aller Welt meldeten sich freiwillig, um bei den neuen Luftstreitkräften zu dienen. Anfang Mai 1948 wurden die ersten Piloten auf dem Flugplatz Planá in der Tschechoslowakei an der Avia S.199 ausgebildet. Nach der offiziellen Staatsgründung Israels wurde die "Scherut Awir" umbenannt in die bis heute gültige Bezeichnung Cheil Awir.

Kriegseinsätze

1948: Arabisch-Israelischer Krieg von 1948

Ursache für den Palästinakrieg war der UN-Beschluss vom 29 . November 1947, der eine Teilung des ehemaligen britischen Mandatsgebiets "Palästina" in einen israelischen und einen palästinensischen Teilstaat vorsah. Die arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Transjordanien, Saudi-Arabien und Irak lehnten dies ab und marschierten am 14. Mai 1948 in den am gleichen Tag gegründeten Staat Israel ein.

Zu Beginn sahen sich die Israelis chancenlos gegen die arabischen Truppen; Tel Aviv wurde ohne Unterbrechung bombardiert. Die nur unzureichend ausgerüstete IAF konnte jedoch bald Erfolge gegen die arabischen Luftstreitkräfte erringen. Kurz darauf wurde die IAF auch zur Unterstützung der Bodentruppen herangezogen und trug so maßgeblich dazu bei, den Verlauf des Krieges zu wenden.

1956: Die Suezkrise

Die Suezkrise nahm ihren Anfang in der Verstaatlichung des Suezkanals durch Präsident Gamal Abdel Nasser. Nachdem Großbritannien, Frankreich und Israel in mehreren Geheimgesprächen eine Koalition gebildet hatten um gemeinsam dagegen vorzugehen, griff Israel am 29. Oktober 1956 Ägypten an. Die IAF hatte in der Frühphase die Aufgabe, die Kommunikation der ägyptischen Kommandoebenen zu zerstören. Im Lauf dieser Operation gelang es den israelischen Luftstreitkräften, fast die gesamte feindliche Kommunikation im Sinai zu unterbinden.

Zur gleichen Zeit brachten 16 DC-3-Transporter 295 Fallschirmspringer an den Mitla-Pass im Sinai; die bis heute größte Fallschirmjäger-Operation in der israelischen Geschichte.

Im Laufe der Luftgefechte gelang es der IAF, sieben ägyptische Flugzeuge abzuschießen, ohne eigene Verluste zu erleiden. Die IAF trug wesentlich dazu bei, die ägyptischen Nachschublinien auch außerhalb des Sinai zu unterbrechen. Bei diesen Angriffen wurden auch B-17-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt.

Allerdings wurden insgesamt 15 israelische Rettungsflieger abgeschossen, die zur Abholung der Fallschirmtruppen eingesetzt wurden.

1967: Der Sechstagekrieg

Als Reaktion auf Drohungen aus Ägypten und Syrien führte Israel einem umstrittenen Präventivschlag gegen die arabischen Staaten durch (Sechstagekrieg). Die IAF griff dabei Stützpunkte der völlig unvorbereiteten ägyptischen Luftstreitkräfte an und erreichte innerhalb von drei Stunden deren komplette Zerstörung. Kurz darauf wurden die Luftstreitkräfte Syriens, Jordaniens und Iraks angegriffen und ebenfalls nahezu komplett vernichtet.

Nachdem die IAF so die Lufthoheit erkämpft hatte, begann sie mit der Unterstützung der Bodentruppen aus der Luft. Insgesamt konnten 391 Jets am Boden zerstört, 26 Stützpunkte der Luftstreitkräfte einsatzunfähig gebombt, und in Luftgefechten 60 feindliche Kampfjets abgeschossen werden. Auch kamen Fallschirmspringer bei der Eroberung der Golanhöhen zum Einsatz.

Die Operation Moked ist bis heute Gegenstand bei taktischen Ausbildungskursen der meisten modernen Luftstreitkräfte.

1968-1970: Der Abnutzungskrieg

Im Laufe des so genannten Abnutzungskrieges befand sich Israel in erster Linie mit Ägypten im Kriegszustand, führte aber auch Angriffe auf Ziele in Jordanien aus.

Die neuen A-4-"Skyhawk"- und McDonnell F-4-Kampfflugzeuge erwiesen sich als äußerst schlagkräftig, da sie in der Lage waren, mehr Waffen ins Ziel zu bringen.

Die IAF flog über tausend Einsätze entlang des Sueskanals und drang tief in ägyptisches Gebiet ein. Im Juni 1969 kam es zum ersten Mal seit dem Sechstagekrieg wieder zu Luftkämpfen zwischen israelischen Jets und neuen ägyptischen MiGs (hauptsächlich MiG-21), die gerade aus der Sowjetunion geliefert worden waren. Im Laufe dieser Luftgefechte konnten alle neun MIG-21 abgeschossen werden.

Anfang September 1969 begann die IAF SA-2 Guideline Flugabwehrbatterien zu bombardieren, bis alle ägyptischen Luftabwehrstellungen zerstört waren. Dabei kam eine neue Taktik zum Einsatz bei der israelischen Jagdbomber im Sturzflug oberhalb des Zielverfolgungsradarkegels der arabischen SAM-Stellungen angriffen und ihnen so die gezielte Vernichtung der Luftabwehrstellungen gelang. Um Ägypten zur Beendigung des Krieges zu zwingen, wurden auch strategische Ziele in Ägypten bekämpft. In einer ganzen Serie von Angriffen zwischen Januar und April 1970 wurden 118 derartiger Einsätze geflogen. Ihre Ziele waren Radarstationen, Raketenbatterien und Armeestützpunkte im gesamten ägyptischen Gebiet.

Nachdem Ägypten diesen Angriffen nichts mehr entgegenzusetzen hatte, intervenierte die Sowjetunion mit eigenen Flugzeugen und Piloten. Am 30. Juli 1970 kam es zu massiven Luftkämpfen zwischen der IAF und sowjetischen Piloten, deren Ausgang aber ausgeglichen war.

Insgesamt wurden während des Konflikts ca. 98 gegnerische Flugzeuge abgeschossen. Die IAF verlor nach eigenen Angaben nur 11 Maschinen.

1973: Der Jom-Kippur-Krieg

Douglas A-4N Skyhawk

Der Jom-Kippur-Krieg begann am 6. Oktober 1973 mit einem Überraschungsangriff Ägyptens und Syriens auf den Sinai und die Golanhöhen. In der ersten Phase des Krieges hatte die IAF den Auftrag, den israelischen Luftraum zu sichern und die vorrückenden Bodentruppen der Angreifer zu stoppen.

Im kompletten Kriegsverlauf gelang es nach israelischen Angaben keinem einzigen feindlichen Flugzeug, in den israelischen Luftraum einzudringen, dies wird aber von Experten bezweifelt. Allerdings musste die IAF dafür einen hohen Preis bezahlen, denn an einem einzigen Tag, dem 7. Oktober, wurden sechs IAF-Jets über der syrischen Front vernichtet. Im Gegensatz dazu gelang es israelischen Piloten, in Ägypten 32 Raketenbatterien zu zerstören und weitere elf schwer zu beschädigen.

Als die Israelischen Verteidigungskräfte zum Gegenschlag ansetzten, wurde die IAF sowohl an der ägyptischen, als auch an der syrischen Front eingesetzt und es gelang ihr, etliche Flugzeuge am Boden zu zerstören. So konnten die feindlichen Luftoperationen fast gänzlich unterbunden werden.

Am 9. Oktober, wurde als Vergeltung für den Abschuss von Boden-Boden-Raketen auf zivile israelische Ziele, das syrische Oberkommando mitten in Damaskus bombardiert. Außerdem wurden die Brücken über den Sueskanal von der IAF zerstört.

Zum ersten Mal spielten auch Hubschrauber eine zentrale Rolle in den Kampfhandlungen. Sie wurden beispielsweise genutzt, um verwundete Piloten aus feindlich kontrolliertem Gebiet zu retten. Außerdem wurden Eliteeinheiten hinter den feindlichen Linien abgesetzt und schwere Artillerie an die Front transportiert.

Insgesamt wurden im Laufe des Krieges etwa 300 ägyptische und über 150 syrische Jets abgeschossen. Die Verluste auf der eigenen Seite betrugen nach israelischen Angaben nur rund 100 IAF-Jets und etwa 60 gefangene oder getötete Besatzungen.

1982: Der erste Libanonkrieg

Da die PLO nach ihrer Festsetzung im südlichen Libanon immer wieder Angriffe auf Israel unternahm, begann Israel am 6. Juni 1982 den ersten Libanonkrieg (zweiter siehe Libanonkrieg 2006).

Die PLO antwortete darauf mit schwerem Artillerie- und Raketenbeschuss nördlicher israelischer Siedlungen.

Am 6. Juni wurde die Operation Frieden für Galiäa gestartet, in deren Rahmen es Israelischen Verteidigungstreitkräften gelang, innerhalb kürzester Zeit bis nach Beirut vorzurücken.

Bei dem Vormarsch wurden massiv Hubschrauber, vor allem Cobra-Kampfhubschrauber, eingesetzt. Außerdem unterstützte die IAF mit ihren Jagdbombern die Bodentruppen der israelischen Streitkräfte und zerstörte Artilleriestellungen, Aufklärungsposten und gepanzerte Fahrzeuge des Feindes.

Am 9. Juni wurden 19 syrische Flugabwehrraketenstellungen angegriffen und konnten fast alle zerstört werden.

In heftigen Luftkämpfen gegen syrische Kampfjets gelang es, 29 feindliche Flugzeuge, hauptsächlich MiG-23, abzuschießen (nach israel. Angaben). Insgesamt wurden etwa 100 feindliche Flugzeuge zerstört, ohne dabei selbst Verluste zu erleiden. Auch diese israelische Darstellung wird von Chronisten kritisch gesehen.

Andere Einsätze

Erbeutung des P-12-Radarsystems

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Eine der erfolgreichsten Operationen der IAF war die Erbeutung eines neuen sowjetischen Radarsystems aus Ägypten.

Das P-12-Radarsystem war das modernste, das die Ägypter im Abnutzungskrieg (1968-1970) gegen die Israelis von den Sowjets geliefert bekamen und einsetzten. Das System wurde auf einem Aufklärungsfoto aus einer Höhe von 10.000 m identifiziert, und am 26. Dezember 1969 wurden drei Hubschrauber mit Fallschirmjägern sowie zwei Transporthubschrauber zur Erbeutung des Radarsystems über den Sueskanal geschickt. Gleichzeitig flog die IAF einen Ablenkungsangriff auf ägyptische Stellungen.

Die Soldaten wurden sechs Kilometer von ihrem Ziel abgesetzt, erreichten ihr Ziel um 1:30 Uhr morgens und sicherten die Radaranlage und bereiteten sie für den Transport in den Hubschraubern vor.

Die Transporthelikopter verließen um 2:30 Uhr ihre Basis in Israel und erreichten um 3:00 Uhr die Radarstellung. Dann wurde begonnen, die Radaranlage in die Luft zu heben. Da die Hubschrauber für einen Transport von 2,9 Tonnen ausgelegt waren, die Radaranlage jedoch 4,3 Tonnen wog, fiel beim Start das primäre Hydrauliksystem des Haupttransporters aus.

Der Pilot des Helikopters ignorierte aber die Notfallwarnung, die ihn zum sofortigen Landen aufforderte, und führte die Mission zum Abschluss. Er flog den gesamten Weg in extrem niedriger Höhe, sein Flugoffizier bediente die Triebwerke bis zur endgültigen Landung manuell. Der Hubschrauber überquerte den Sueskanal mit Hilfe seines Reservesystems, und schließlich gelang ihm die sichere Landung mit der gestohlenen Radaranlage auf israelischem Boden.

Überschallknall über Nassers Haus

Um dem ägyptischen Staatschef Gamal Abdel Nasser im Abnutzungskrieg seine Verwundbarkeit vor Augen zu führen, drangen drei israelische F-4E Phantom II-Jagdbomber unbehelligt durch feindlichen Luftraum bis nach Kairo vor und durchbrachen um 6:00 Uhr morgens über Nassers Haus im Tiefflug die Schallmauer.

1981: Der Angriff auf die irakische Atomanlage

Angriffsweg der Operation

Am 7. Juni 1981, gegen 17:30 Uhr bombardierten israelische F-16-"Fighting Falcon"-Jagdbomber die irakische Atomanlage Osirak in der Nähe von Bagdad, etwa 1000 km von Israel entfernt.

Die Jets wurden von einer Gruppe F-15-„Eagle" begleitet und flogen unentdeckt durch jordanischen, saudi-arabischen und irakischen Luftraum. Der Reaktor wurde von der israelischen Regierung als schwerste Bedrohungen angesehen, da der damalige irakische Diktator Saddam Hussein kurz davor war Atom-Waffen herzustellen und das sogar öffentlich verkündete.

Die Konstruktionsweise des Reaktors in Form einer Betonpyramide erschwerte einen Luftangriff erheblich. Der Angriff musste von unten erfolgen und die Bomben in einer nach oben weisenden parabelähnlichen Flugbahn abgeworfen werden, um die ebenfalls nach oben gerichteten Betonplatten zu durchschlagen. Trotz dieser erschwerenden Bedingungen gelang die Operation und es gab bei diesem Angriff keine Verluste auf israelischer Seite.

1987-2005: Intifada und al-Aqsa-Intifada

Seit Beginn der Ersten Intifada 1987 wird die IAF häufig zu Vergeltungsaktionen für Terroranschläge eingesetzt. Hierbei spielen die Hubschrauber eine zentrale Rolle. Von der Weltöffentlichkeit werden die zahlreichen zivilen Opfer dieser Angriffe heftig kritisiert.

Kontroversen

Gerade seit Beginn der palästinensischen Intifada bombardiert die IAF als Vergeltung für Terroranschläge häufig Ziele in zivilen Gebieten. Obwohl die Führung der Luftstreitkräfte stets angibt, dass es sich bei den Zielen um Waffenlager oder Unterkünfte von Terroristen handle, werden häufig Zivilisten verletzt und getötet. Das führte sogar dazu, dass einige Piloten sich weigerten, solche Ziele zu bombardieren.[1]

Heftige Diskussionen löste ein Interview[2] der israelischen Tageszeitung Haaretz mit dem damals amtierenden Generalstabschef der Israelischen Luftstreitkräfte, Dan Chalutz, nach der gezielten Tötung von Scheich Ahmad Yasin aus. Die Operation fand in dicht besiedeltem Gebiet statt, es gab mindestens 6 weitere Tote.

Liste der Kommandeure

Generalmajor (Aluf) Ido Nehuschtan, Oberbefehlshaber der israelischen Luftwaffe
Abzeichen der IAF
Name Amtszeit Besonderheiten
Israel Amir Mai 1948 - Juli 1948 war kein Pilot
Aharon Remez Juli 1948 - Dezember 1950 -
Schlomo Schamir Dezember 1950 - August 1951 war auch Kommandeur der israelischen Marine und des Zentralkommandos
Chaim Laskow August 1951 - Mai 1953 kam nicht von den Luftstreitkräften und wurde später der 5. Generalstabschef der israelischen Streitkräfte
Dan Tolkowskie Mai 1953 - Juli 1958 -
Ezer Weizmann Juli 1958 - April 1966 wurde später der 7. Präsident Israels
Mordechai Hod April 1966 - Mai 1973 -
Benjamin Peled Mai 1973 - Oktober 1977 -
David Iwri Oktober 1977 - Dezember 1982 -
Amos Lapidot Dezember 1982 - September 1987 -
Avihu Ben-Nun September 1987 - Januar 1992 -
Herzl Bodinger Januar 1992 - Juli 1996 -
Eitan Ben Elijahu Juli 1996 - April 2000 -
Dan Chalutz April 2000 - April 2004 war später 18. Generalstabschef der Israelischen Streitkräfte
Eljezer Schkedi April 2004 - Mai 2008 -
Ido Nehuschtan Mai 2008 - -

Verweise

Literatur

  • Chaim Herzog: Kriege um Israel. 1948 bis 1984, Ullstein Verlag GmbH (1984), ISBN 978-3-550-07962-7
  • Peter Scholl-Latour: Lügen im Heiligen Land: Machtproben zwischen Euphrat und Nil, München 2000, ISBN 3-442-15058-2

Weblinks

Einzelnachweise

  1. David Grossman: Wir zerstören uns selbst aus Die Zeit vom 16. Oktober 2003, Nr. 43
  2. Haaretz-Interview (engl.)

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