Ignaz Sonnleithner

Ignaz Sonnleithner
Ignaz von Sonnleithner, Lithographie von Josef Eduard Teltscher, 1827

Ignaz Sonnleithner, ab 1828 Ignaz Edler von Sonnleithner (* 30. Juli 1770; † 27. November 1831 in Wien), Dr. jur., war ein österreichischer Jurist und Autor.

Inhaltsverzeichnis

Familie

Sonnleithner war verheiratet mit Anna Putz (* 1773; † 1824). Er war der Sohn von Christoph Sonnleithner und von Anna Maria Franziska Doppler (Dobler) (* 1739; † 1810). Sein Sohn war Leopold von Sonnleithner. Sechs weitere Kinder sind nicht namentlich bekannt. Sein Bruder war Joseph Sonnleithner. Seine Schwester Anna Franziska Sonnleithner (* 1767; † 1819), verheiratet mit Wenzel E. J. Grillparzer, (* 1760; † 1809) war die Mutter von Franz Grillparzer. Sieben weitere Geschwister von Ignaz von Sonnleithner sind nicht namentlich bekannt.

Sonnleithner wurde am 20. April 1828 in Wien mit Diplom vom 14. Juni 1828 in den österreichischen Adelsstand erhoben.

Leben

Sonnleithner war k. k. Rat, ab 1795 Advokat, ab 1803 Notar und ab 1801 Professor für Handels- und Wechselrecht an der Universität Wien. Außerdem war er Schriftsteller und Gründer der Allgemeinen Versorgungsanstalt. Er führte von 1815 bis 1824 einen musikalischen Salon, in dem zahlreiche Lieder von Franz Schubert uraufgeführt wurden („Schubertiaden“). Seine witzigen Aussprüche waren legendär und machten noch lange nach seinem Tod in Wien die Runde. In seinen Erinnerungen schreibt Eduard von Bauernfeld: „Grillparzers Onkel von mütterlicher Seite war ein berühmter Wiener Witzbold.“

Er wurde 1831 auf dem Matzleinsdorfer Friedhof im 5. Wiener Gemeindezirk begraben. 1890 wurde die Sonnleithnergasse in Wien-Favoriten nach ihm benannt.

Bibliografie

  • Versuch eines Leitfadens über das Oesterreichische Handlungs- und Wechselrecht, Verlag Anton Gassler, Wien 1801
  • Gedanken über Banknoten, und öffentliche Fondsobligationen. Zur Beruhigung seiner Mitbürger. Verlag Andreas Gassler, Wien 1810
  • Lehrbuch der Handelswissenschaft zum Gebrauche der Schüler des k. k. polytechnischen Institutes in Wien, Verlag Carl Gerold, Wien 1819
  • Lehrbuch das österreichischen Handels- und Wechselrechtes, verbunden mit den gesetzlichen Vorschriften über die gewohnlichsten Rechtsverhältnisse der Handelsleute, Wien 1820 (Erstauflage), 1832 (2. Auflage)

Literatur

Weblinks


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