IDEAL


IDEAL
Ideal
Gründung 1980
Auflösung 1983
Genre Neue Deutsche Welle
Gründungsmitglieder
Gesang, Keyboard Annette Humpe
Bass, Gesang Ernst Ulrich Deuker
Gitarre, Gesang Frank Jürgen Krüger (†)
Schlagzeug Hans-Joachim Behrendt

Ideal war eine Berliner Band der Neuen Deutschen Welle, die zu den erfolgreichsten Kräften dieser Musikrichtung zählte. Besonders bekannt wurden ihre Stücke Blaue Augen, Berlin, Eiszeit und Monotonie.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Im Frühjahr 1980 schlossen sich Annette Humpe, Ernst Ulrich Deuker, Frank Jürgen „Eff Jott“ Krüger und Hans-Joachim „Hansi“ Behrendt "offiziell" als Ideal zusammen.

Annette Humpe spielte zusammen mit ihrer Schwester Inga Humpe bei den Neonbabies, bevor sie mit Eff Jott Krüger von den X-Pectors zu Ideal wechselte. Im Mai 1980 veröffentlichte Ideal die erste, für das bandeigene Eitel-Imperial-Label produzierte Single „Wir stehn auf Berlin / Männer gibt's wie Sand am Meer“, die schnell vergriffen war.

Die britische Rockband Barclay James Harvest, vor allem in Deutschland erfolgreich, gab am 30. August 1980 vor dem Berliner Reichstagsgebäude ein Free-Open-Air Konzert als Dankeschön für die treuen zahlenden deutschen Fans. Die 150.000 Besucher sahen auch Ideal, die im Vorprogramm spielten, was für die Band ein wichtiger Schritt in eine größere Medienöffentlichkeit war.

Im November erschien die erste LP mit dem Titel „Ideal“ auf dem Label „IC“ des deutschen Elektronikers Klaus Schulze. Die Platte stieg bis Juni 1981 auf Platz 3 der deutschen LP-Charts. Eine Besonderheit dieser Langspielplatte war, dass sie auf 45 Umdrehungen pro Minute (also der eigentlich für Singles vorgesehenen Geschwindigkeit) abgespielt werden musste; man erwartete dadurch Klangvorteile, behielt diese Technik für weitere Veröffentlichungen aber nicht bei. Es folgten die ersten Auslandskonzerte in Österreich und der Schweiz. Im August 1981 trat Ideal vor 22.000 Fans in der Berliner Waldbühne auf. Dieser Auftritt im Rahmen der SFB-Rocknacht wurde bundesweit ausgestrahlt.

Danach begann die Studioarbeit am zweiten Album. Gemeinsam mit Produzent Conny Plank entstand „Der Ernst des Lebens“, das im Oktober veröffentlicht wurde. Gleichzeitig erhielten Ideal die erste goldene Langspielplatte für ihr Debüt-Album. Damit wurde zum ersten Mal in Deutschland ein Produkt einer unabhängigen Plattenfirma vergoldet.

Die Fans sahen Ideal bei 27 ausverkauften Konzerten während der Reise 1981/82, die im November und Dezember über die deutschsprachigen Bühnen ging. Beim Abschlusskonzert zugunsten der Berliner Hausbesetzer erhielt Ideal die zweite goldene Schallplatte, diesmal für „Der Ernst des Lebens“.

Im Herbst 1982 entstand in Wien das dritte Album „Bi Nuu“ unter der Regie von Micki Meuser. Im Dezember 1982 stieg es in die Charts ein, erreichte allerdings nur den 20. Rang. Die Umsätze blieben hinter den Erwartungen der Plattenfirma zurück. Eine geplante weitere Deutschlandtournee wurde abgesagt.

Am 31. März 1983 erreichte ein Telex der Gruppe die Medien: „Die Gruppe Ideal löst sich auf. Ideal war von Beginn an als ein Projekt geplant, eine Arbeitsgemeinschaft, die so lange bestehen sollte, wie die Unterschiede der einzelnen Mitglieder die Arbeit spannend und kreativ machte. Unsere Musik war immer ein Resultat der Auseinandersetzung von vier verschiedenen Persönlichkeiten, nicht um Kompromisse, sondern um Songs zu (er-)finden, auf die jeder stehen konnte. In drei tollen Jahren haben wir aus dieser Konstellation das Beste rausgeholt.

Erst im Juni erschien mit „Zugabe“ ein Livealbum der Berliner Band, ein „Andenken, Abschiedsgruß und Dankeschön an die Fans“ (Ideal).

Am 26. April 2007 verstarb Frank Jürgen Krüger im Alter von 58 Jahren an den Folgen eines langen Krebsleidens.[1]

Diskografie

Alben

Alle Titel auf den Alben sind Gruppenkompositionen.

  1. Berlin - 3:09
  2. Irre - 3:54
  3. Telepathie - 5:27
  4. Blaue Augen - 3:27
  5. Hundsgemein - 2:14
  6. Luxus - 4:03
  7. Rote Liebe - 2:36
  8. Da leg ich mich doch lieber hin - 4:28
  9. Telephon - 3:24
  10. Roter Rolls Royce - 3:15
  • Der Ernst des Lebens (1981)
  1. Eiszeit - 2:53
  2. Schwein - 3:00
  3. Sex in der Wüste - 3:38
  4. Herrscher - 3:41
  5. Feuerzeug - 4:19
  6. Immer frei - 2:27
  7. Erschießen - 3:40
  8. Monotonie - 4:44
  9. Ich kann nicht schlafen - 3:32
  10. Spannung - 3:00
  11. Spion - 5:00
  1. Keine Heimat - 3:29
  2. Ask Mark Ve Ölüm - 2:59
  3. Tränen am Hafen - 4:45
  4. Schöne Frau mit Geld - 3:02
  5. Die zweite Sonne - 3:07
  6. Wir zerstören unser Glück - 3:31
  7. Leiden und Wissenschaft - 3:48
  8. Ich bin nervös - 2:15
  9. Ganz in Gummi - 2:17
  10. Müde - 5:49
  1. Blaue Augen - 4:21
  2. Ich kann nicht schlafen - 3:22
  3. Monotonie - 4:55
  4. Acryl (Kopf Aus Chrom) - 3:51
  5. Gemein - 2:21
  6. Berlin - 3:13
  7. Telepathie - 5:39
  8. Erschießen - 3:37
  9. Schöne Frau mit Geld (Remix) - 3:24
  10. Männer gibt es wie Sand am Meer (Remix) - 1:58

Kompilationen

  • Eitel Optimal - Das Beste (1992)
  • Monotonie (2000)
  • Eiszeit (2000)
  • The Platinum Collection (2007)

Quellen

  1. Online-Ausgabe der Welt vom 28. April 2007 zum Tod von Frank-Jürgen Krüger

Weblinks


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