Huckenohlstadion

Huckenohlstadion
Huckenohlstadion
Huckenohl.JPG
Daten
Ort DeutschlandDeutschland Menden, Deutschland
Koordinaten 51° 25′ 53″ N, 7° 48′ 42″ O51.4313888888897.8116666666667Koordinaten: 51° 25′ 53″ N, 7° 48′ 42″ O
Eigentümer Stadt Menden
Renovierungen zuletzt 2005 (Erneuerung der Tartanbahn)
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 6.300
Spielfläche 105 × 72
Verein(e)

BSV Menden, LG Menden

Veranstaltungen

Leichtathletik:

Das Huckenohlstadion (oder kurz Huckenohl) ist ein Fußball- und Leichtathletikstadion der Stadt Menden im Sauerland. Es befindet sich am Oesberner Weg zwischen den Ortsteilen Zentrum, Rauherfeld, Horlecke, Lendringsen und Oesbern. In dem Stadion finden 6.300 Zuschauer Platz. Es ist die Heimat des BSV Menden und der LG Menden.

Inhaltsverzeichnis

Die Anlagen des Stadions

Das gesamte Gelände rund um das Huckenohlstadion ist 16.000 Quadratmeter groß. Das eigentliche Stadion hat auf den beiden Längsseiten jeweils eine Tribüne. Das Stadion verfügt über 1.500 Sitz- und 3.600 Stehplätze auf der Haupttribüne, sowie weiteren 1.200 Stehplätzen auf der Gegentribüne. Somit beläuft sich das Fassungsvermögen auf insgesamt 6.300 Zuschauer. Es sind keine überdachten Plätze vorhanden.

Das Stadion hat einen Rasenplatz (105 x 72 Meter), eine Tartanbahn mit sechs Rundbahnen und weitere leichtathletische Anlagen wie einen Diskuswurfring, eine Kugelstoßanlage, eine Hoch-, Stabhoch- und Weitsprunganlage, sowie einen Wassergraben zum Hindernislauf. Eine weitere Kugelstoßanlage befindet sich auf einem Nebenplatz. Die Tartanbahn wurde im Sommer 2005 komplett erneuert. Auf dem Stadiongelände gibt es darüber hinaus einen weiteren Fußballplatz, der oberhalb des Hauptplatzes gelegen ist und seit Oktober 2008 über einen Kunstrasenbelag verfügt. Zudem gibt es auf dem Gelände eine Gymnastikhalle, einen Schießstand und einen Multifunktionsraum, sowie das Vereinsheim des BSV Menden. Im Stadion sind sechs Fluchtlichtmasten errichtet worden, weitere sind am Kunstrasenplatz und am Kugelstoßplatz. Das Stadion verfügt über zwei große Parkplätze – einen am Oesberner Weg, einen weiteren bei der Firma Eichelberg an der Balver Straße.

Wettkämpfe im Stadion

Stadionrekordhalter Thomas Wessinghage

Der BSV Menden trägt im Huckenohlstadion seine Landesligaspiele aus, ebenso wie die überkreislich spielenen Jugendmannschaften des BSV. In den Wintermonaten werden alle Spiele auf dem Ende Oktober 2008 eingeweihten Kunstrasen-Nebenplatz oberhalb des Rasenplatzes ausgetragen, auf dem die restliche BSV-Jugendabteilung das ganze Jahr über spielt.

Zudem dient das Stadion als Trainings- und Wettkampfstätte der LG Menden. Die Leichtathleten tragen zahlreiche Wettkämpfe in dem Stadion aus. Die letzten überregionalen Meisterschaften waren die Westfälischen Jugendmeisterschaften 2003. Zuvor wurden hier 1999 die Westfälischen Langsreckenmeisterschaften ausgetragen. Am 17. Mai 2007 fand hier zudem das Westfalen- und das Nordrheinfinale der Deutschen Altersklassen-Mannschaftsmeisterschaften statt. Im Mai 2008 wurden im Huckenohl die Deutschen Meister über die 10.000-Meter-Distanz ermittelt.

In der Vergangenheit – vor allem in den 1970er und 80er Jahren – wurden in Menden von internationalen Spitzenleichtathleten hervorragende Ergebnisse erzielt. Insbesondere die Mittel- und Langstreckenrennen, sowie die Rennen über die Sprintdistanzen lockten viele gute Leichtathleten in das Huckenohlstadion. So hält die Stadionrekorde über 2.000 Meter (5:01,0 Minuten) und 3.000 Meter (7:53,94 Minuten) der Männer seit dem Jahr 1983 Thomas Wessinghage, deutscher Olympiateilnehmer und deutscher Rekordhalter über 1500 Meter. Der 100-Meter-Läufer Dirk Schweisfurth (TV Wattenscheid) erreichte hier 1990 mit 10,2 Sekunden eine seiner besten Leistungen seiner Karriere überhaupt und hat ebenfalls bis heute den Stadionrekord inne. Nur fünf Tage später lief Dirk Schweisfurth im Huckenohl noch einmal eine Zeit von 10,45 Sekunden über die 100 Meter. Die schnellsten 200 Meter der Stadiongeschichte schafften die beiden Olympiamedaillengewinner Carl Kaufmann und Franz-Peter Hofmeister, die beide die halbe Stadionrunde in 20,9 Sekunden liefen. Im Jahr 2002 sprintete der Japaner Hisashi Miyazaki die 200 Meter in 21,15 Sekunden und gehört damit ebenfalls in die Stadionrekordliste.

Die aus Menden stammende Olympiateilnehmerin Silvia Hollmann (OSC Thier Dortmund) hält den Stadionrekord über 400 Meter Hürden der Frauen. 1980 lief sie im Huckenohl eine Zeit von 57,5 Sekunden. Sigrid Wulsch lief 1981 – im Trikot des SV Menden – die 1000 Meter in 2:47,0 Minuten und steht damit bis heute in der Stadionrekordliste. 1999 erzielte Luminita Zaituc den Stadionrekord über 3000 Meter. Die sieben einhalb Runden absolvierte sie in 8:53,72 Minuten, persönliche Bestleistung der Vizeeuropameisterin von 2002 im Marathonlauf.[1] Im Jahr 2007 stellte bei einem Läuferabend der LG Menden Monika Gradzki (TV Wattenscheid) einen neuen Stadionrekord über 800 Meter auf. Die zwei Stadionrunden lief sie in 2:02,01 Minuten.[2]

Bildergalerie

Weblinks

 Commons: Sport in Menden – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. LG Menden: Stadionrekorde Frauen
  2. LG Menden: Neuer Stadionrekord über 800 Meter

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужно сделать НИР?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Huckenohl — In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Es fehlen Belege, seitdem einige Links gelöscht werden mussten Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst …   Deutsch Wikipedia

  • Huckenohl-Stadion — In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Es fehlen Belege, seitdem einige Links gelöscht werden mussten Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst …   Deutsch Wikipedia

  • Gradzki — Monika Merl nach ihrem Stadionrekord im Mendener Huckenohlstadion. Monika Merl (geb. Gradzki, * 21. September 1979 in Sztum, Polen), deutsche Leichtathletin, die ihre größten Erfolge mit den Gewinnen der Deutschen Meisterschaft …   Deutsch Wikipedia

  • Monika Gradzki — Monika Merl nach ihrem Stadionrekord im Mendener Huckenohlstadion. Monika Merl (geb. Gradzki, * 21. September 1979 in Sztum, Polen), deutsche Leichtathletin, die ihre größten Erfolge mit den Gewinnen der Deutschen Meisterschaft …   Deutsch Wikipedia

  • DFB-Jugend-Kicker-Pokal — Der DFB Jugend Kicker Pokal ist ein Fußballwettbewerb für männliche A Jugend Fußballmannschaften. Teilnehmer sind die Sieger der A Jugend Verbandspokale. Der Wettbewerb wurde erstmals 1987 ausgespielt und hieß bis 2002 DFB Jugend Kicker Pokal.… …   Deutsch Wikipedia

  • Menden — Wappen Deutschlandkarte …   Deutsch Wikipedia

  • Zaituc — Luminita Zaituc (auch Luminita Zaituc Zelaskowski, * 9. Oktober 1968 in Bukarest) ist eine deutsche Langstreckenläuferin rumänischer Herkunft, die ihre größten Erfolge auf der Marathonstrecke hat. 1990 zog Luminita Zaituc nach Deutschland und… …   Deutsch Wikipedia

  • BSV Menden — Der Ball Sportverein Menden (kurz: BSV Menden) ist der höchstklassig spielende Fußballverein der Stadt Menden im Sauerland. Er spielt in der Landesliga. In der Saison 2005/ 2006 gelang der Mannschaft der Aufstieg von der Landesliga in die… …   Deutsch Wikipedia

  • DFB-Junioren-Vereinspokal — Der DFB Jugend Kicker Pokal ist ein Fußballwettbewerb für männliche A Jugend Fußballmannschaften. Teilnehmer sind die Sieger der A Jugend Verbandspokale. Der Wettbewerb wurde erstmals 1987 ausgespielt und hieß bis 2002 DFB Jugend Kicker Pokal.… …   Deutsch Wikipedia

  • Dirk Schweisfurth — (* 24. Oktober 1965 in Siegen) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Olympiateilnehmer. Bei einer Körpergröße von 1,84 m betrug sein Wettkampfgewicht 78 kg. Dirk Schweisfurth startete für die Bundesrepublik Deutschland von 1985 bis 1990… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”