Hermann von Pfister-Schwaighusen

Hermann von Pfister-Schwaighusen

Hermann von Pfister-Schwaighusen (* 2. August 1836 in Kassel; † 6. Juli 1916 in Darmstadt) war ein deutscher Germanist. Er zählte zur völkischen Bewegung.[1]

Hermann von Pfister studierte Germanistik an der Universität Jena und widmete sich hier bereits der vergleichenden Sprachforschung. Er lehrte deutsche und russische Sprache an der Technischen Hochschule Darmstadt. Insbesondere untersuchte er auch den hessischen Dialekt und führte die Arbeit von August Friedrich Christian Vilmar fort.

Er soll um 1875 die Bezeichnung „völkisch“ als deutsches Synonym für das Wort „national“ vorgeschlagen haben.[2] Er zählte 1905 zu den Gründungsmitgliedern der Guido-von-List-Gesellschaft. Er trat für Sprachpurismus ein und fand im Allgemeinen Deutschen Sprachverein einen Verbündeten. Hermann von Pfister war ein Gegner der Antiqua-Schrift; er plädierte 1887 für die Fraktur als „bewahrenswerte Eigentümlichkeit des deutschen Volkstums“.[3]

Als Major a.D. war er an der Technischen Hochschule in Darmstadt Privatdozenten für Waffentechnik. 1903/04 gründete er hier mit dem Ingenieur Egon Neumann die Kriegstechnische Sammlung. [4]

Werke

  • Sagen und Aberglaube aus Hessen und Nassau. 1885
  • Alldeutsche Stammeskunde nach Mundarten und Geschichten mit genauen Grenzen aller Stämme. 2. Auflage, 128 Seiten, Verlag Luckhardt, Berlin, 1905
  • Ueber Verfehlung gothischer Aussprache. In: Gotica Minora

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Walter Schmitz, Clemens Vollnhals: Völkische Bewegung - Konservative Revolution - Nationalsozialismus. Aspekte einer politisierten Kultur. 421 Seiten, w.e.b. Universitätsverlag, April 2006, ISBN 3935712189
  2. Uwe Puschner: Die völkische Bewegung im wilhelminischen Kaiserreich. Sprache – Rasse – Religion. (Auszug)
  3. Hartmann 1998, zitiert nach Jürgen F. Schopp
  4. http://publicus.culture.hu-berlin.de/sammlungen/detail.php?dsn=1077&view=2

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