Helge Stadelmann


Helge Stadelmann
Helge Stadelmann

Helge Stadelmann (* 15. Februar 1952) ist evangelikaler Theologe mit Schwerpunkt in Praktischer Theologie. Außerdem ist er Rektor der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH) in Gießen und dort Dozent und Abteilungsleiter für die Praktische Theologie.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Helge Stadelmann studierte von 1970 bis 1974 an der Freien Evangelischen Theologischen Akademie, heute Staatsunabhängige Theologische Hochschule (STH), in Basel. Nach seinem Studium dort absolvierte er 1975-1976 einen Master-Studiengang im Bereich Neues Testament am Dallas Theological Seminary in Dallas/Texas. Dort erhielt er 1976 den Henrie-Thiessen-Preis für Neues Testament. An dieses Graduiertenstudium schlossen sich Doktoralstudien im Bereich Neues Testament an, von 1976-1978 in Cambridge in England und anschließend von 1978-1979 in Basel. In Basel promovierte Helge Stadelmann 1980 zum Doktor der Theologie. Von 1979 bis 1982 arbeitete er als Dozent für Neues Testament und Homiletik an der Bibelschule Brake. Danach unterrichtete Stadelmann von 1982-1986 die Fächer Neues Testament, Homiletik und Heilsgeschichte an der Bibelschule Wiedenest. 1986 wechselte er als Dozent an die Freie Theologische Akademie (FTA) in Gießen, in der er schon seit 1981 als Gastdozent tätig war. Zunächst unterrichtete er in den Fächern Neues Testament und Hermeneutik, ab 1990 dann im Fachbereich Praktische Theologie. 1986-1994 war er Dekan und amtierender Leiter der Akademie. 1994 wurde er dann zum Rektor der FTA berufen.

Neben seiner Tätigkeit an der Freien Theologischen Hochschule ist Stadelmann seit 1997 Mitglied des Doktoralkomitees und Gastprofessor der Evangelischen Theologischen Fakultät (ETF) Leuven und seit 2003 ist er dort auch Mitglied des Board of Trustees. Zudem ist er seit 1998 aktives Mitglied und Mitbegründer der Facharbeitsgruppe Praktische Theologie der Arbeitsgemeinschaft für evangelikale Theologie (AfeT).

Im Bereich der Praktischen Theologie widmet er sich vor allem der Frage nach Schnittpunkten zwischen Praktischer Theologie und Hermeneutik. Weitere Interessengebiete sind Gemeindebau und Gottesdienstlehre.

Schriften

Monographien

  • Ben Sira als Schriftgelehrter. Eine Untersuchung zum Berufsbild des vor- makkabäischen Sofer unter Berücksichtigung seines Verhältnisses zu Priester-, Propheten- und Weisheitslehrertum, (WUNT II/6), Tübingen 1980
  • Das Okkulte. Sein Wesen und seine Erscheinungsformen nach der Heiligen Schrift, (Theologie und Dienst 25), Gießen 1981
  • Evangelikales Schriftverständnis: Die Bibel verstehen – der Bibel vertrauen, Hammerbrücke 2005
  • Evangelikale Predigtlehre: Plädoyer und Anleitung für die Auslegungspredigt, Wuppertal 2005
  • Der Epheserbrief, (Edition-C-Bibelkommentar 14), Neuhausen-Stuttgart 1993

Herausgeber und Mitherausgeber

  • Epochen der Heilsgeschichte. Beiträge zur Förderung heilsgeschichtlicher Theologie, Wuppertal 1984
  • Glaube und Geschichte. Heilsgeschichte als Thema der Theologie, Gießen 1986
  • Was Evangelikale glauben: Die Basis der Evangelischen Allianz erklärt, Wuppertal 1989
  • Bausteine zur Erneuerung der Kirche: Gemeindeaufbau auf der Basis einer biblisch erneuerten Ekklesiologie, Gießen 1998
  • Liebe zum Wort: Das Bekenntnis zur Biblischen Irrtumslosigkeit als Ausdruck eines bibeltreuen Schriftverständnisses. Zum Gespräch mit Heinzpeter Hempelmann, Nürnberg, 2002
  • Bibelauslegung praktisch: In zehn Schritten den Text verstehen, Wuppertal 2006
  • Den Sinn von Texten verstehen: Rezeptivität und Kreativität im hermeneutischen Prozess, Gießen 2006

Weblinks


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