Helene Cixous

Helene Cixous

Hélène Cixous (* 5. Juni 1937 in Oran, Algerien) ist eine französische Schriftstellerin. Die Mutter, in Deutschland geboren, stammt aus einer aschkenasischen Familie, die Familie des Vaters, der früh verstirbt, ist sephardisch. Die Schreibweise Cixous ist die korrekte, wobei die meisten (gut geführten) OPACs von der Eingabe Cixious auf die richtige umleiten.

1955 kommt Cixous nach Frankreich, wo sie 1959 ihre agrégation besteht. Nach Stationen als maître de conférences an verschiedenen Universitäten in Bordeaux und Paris promoviert sie 1968 mit der Arbeit L'Exil de James Joyce ou l' art du remplacement. In Folge der Studentenproteste gründet sie mit anderen das experimentelle Studienzentrum in Vincennes (heute Paris VIII St. Denis), wo sie von nun an lehrt und 1974 ein Zentrum für Études Féminines gründet - das erste seiner Art in Europa.

Ihre Werke umfassen Romane, Theaterstücke und Dichtungen. Zentrale Themen ihrer sich an der Sprache abarbeitenden und mit der Sprache spielenden Schriften gestaltet sie in der Arbeit mit Psychoanalyse, Traum, Mythologie, wo sie Begriffe wie Identität, Liebe, Tod, Männlichkeit, Weiblichkeit, die Schrift, das Schreiben, den Körper schreibend berührt und nahezu 'umrührt', 'aufrührt'.

Diese Thematiken wurden in ihren Forschungsgruppen an der Universität weiterverfolgt, wo es unter anderem auch um Themen wie: das Imaginäre, den weiblichen Körper, Ausdrucksweise und Verbindungsweise von Trieb-Ökonomie und politischer Ökonomie geht, um Analyse und Praxis des Schreibens, um weibliche Schrift.

Werke

  • Innen. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1971.
  • Weiblichkeit in der Schrift. Berlin: Merve Verlag, 1980. ISBN 3-88396-014-4
  • Die schreckliche, aber unvollendete Geschichte von Norodom Sihanouk, König von Kambodscha. Köln: Prometh-Verl., 1988. ISBN 3-922009-90-5
  • Die unendliche Zirkulation des Begehrens. Berlin: Merve Verlag, 1977. ISBN 3-920986-90-3
  • Veils. Gem. mit Jacques Derrida (in engl. Sprache). Stanford University Press, 2001. ISBN 0-8047-3795-9
  • Voiles. Schleier und Segel, gem. mit Jacques Derrida (dt. Übersetzung von Markus Sedlaczek), Wien: Passagen Verlag, 2007. ISBN 978-3-85165-782-1
  • Benjamin nach Montaigne. Was man nicht sagen darf. Passagen Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-85165-844-6
  • Der Tag, an dem ich nicht da war. Passagen Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-85165-878-1

Literatur

  • Verena Andermatt Conley: Hélène Cixous. University of Toronto Press, Toronto; Buffalo 1992, ISBN 0-8020-2879-9
  • Leo Truchlar: Hélène Cixous: Vivre l'orange/To live the Orange. In: Leo Truchlar: Über Literatur und andere Künste. Böhlau Verlag, Wien 2000, S. 71ff.
  • Jacques Derrida: Genesen, Genealogien, Genres und das Genie. Das Geheimnis des Archivs. Passagen Verlag, Wien 2006, ISBN 978-3-85165-746-3
  • Jacques Derrida: H.C. für das Leben, das heißt.... Passagen Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-85165-760-9
  • Elisabeth Schäfer: Die offene Seite der Schrift. J.D. und H.C. Côte à Côte. Passagen Verlag. Wien 2008, ISBN 978-3-85165-865-1

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