Heinz Buschkowsky


Heinz Buschkowsky
Heinz Buschkowsky, 2009

Heinz Buschkowsky (* 31. Juli 1948 in Berlin-Neukölln) ist Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln und seit 1973 Mitglied der SPD. Bekannt ist er unter anderem für die offene und öffentliche Thematisierung von Problemen der Integrationspolitik.[1] Bundesweit wurde er 2004 mit der These bekannt: „Multikulti ist gescheitert“.[2] Als Bürgermeister eines Berliner Bezirks mit einem hohen Anteil an ausländischen Einwohnern vertritt er einen Mittelweg zwischen staatlichen Förderungen (Transferleistungen) und Sanktionen.[3] Mit besonderem Nachdruck engagiert er sich für eine gute Ausbildung von Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunft, die er vor allem mit einer Kindergartenpflicht und einem flächendeckenden Angebot an Ganztagsschulen durchsetzen will.[4]

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Heinz Buschkowsky ist der Sohn eines Schlossers und einer aus Schlesien stammenden Sekretärin.[5] Die insgesamt vierköpfige Familie lebte in Rudow in einer Einzimmerwohnung im Keller.[6]. Später konnte sie in der Gropiusstadt ein Eigenheim beziehen.

Buschkowsky machte eine Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt und arbeitete ab 1973 in mehreren Senatsbehörden. Für die SPD war er zunächst ehrenamtlich in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) tätig. 1979 wurde er zum BVV-Mitglied gewählt, 1985 zum Fraktionsvorsitzenden der SPD in der BVV Neukölln. Buschkowsky zählte vor der „Wende“ zum „Britzer Kreis“,[5] einer einflussreichen rechten Fraktion in der Berliner SPD.[7] Heute (2008) definiert er seine politische Position als Anhänger von Helmut Schmidt.[6] Buschkowsky ist Mitglied im Bundesparteirat der SPD.[8]

1989 wurde er Finanzstadtrat, in den Jahren 1991 und 1992 Bezirksbürgermeister, von 1992 bis 1995 stellvertretender Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Finanzen, Personal und Sport. Von 1995 bis 1999 übte er das Amt des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters und Bezirksstadtrats für Jugend und Sport aus. Darüber hinaus übernahm er von November 1999 bis November 2001 die Aufgaben eines Bezirksstadtrats für Gesundheit, Umwelt und Sport. Seit dem 1. Dezember 2001 ist er Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln und Leiter der Abteilung Finanzen, Wirtschaft und Sport.

Am 30. September 2010 wurde er von der Neuköllner SPD einstimmig zum Spitzenkandidaten für die Wahl zur BVV 2011 gewählt[9].

Buschkowsky wohnt mit seiner Ehefrau Christina in Rudow.

Politische Stellungnahmen

Zuspitzungen als politisches Mittel

Buschkowsky ist als ein Politiker bekannt geworden, der soziale Probleme wie Jugendkriminalität und -arbeitslosigkeit, Zwangsheirat und Ehrenmorde zum Zentrum seiner öffentlichen Stellungnahmen gemacht hat. Dabei stoßen seine Stellungnahmen sowohl auf große Zustimmung als auch schroffe Ablehnung. Er polarisiert damit unter seinen Wählern und innerhalb seiner Partei. Er bezeichnet seine zugespitzten Stellungnahmen als „Grenzverletzungen“, die „ein zulässiges Mittel in der Politik“ seien. Trotz teilweiser Übereinstimmungen in der Integrations- und Sozialpolitik äußerte sich Buschkowsky mehrfach kritisch zu den Thesen seines Parteifreundes Thilo Sarrazin und warf diesem eine Nähe zum Rassismus vor.[10]

Erfahrungen aus Rotterdam und London

Nach einer Reise durch die sozialen Brennpunkte der Großstädte London und Rotterdam im Sommer 2008 hält er eine Mischung von Prävention und Repression gegenüber Störerfamilien am wirksamsten. Er empfahl, erfolgreich angewandte Maßnahmen der Stadtverwaltung von Rotterdam auch in Berlin einzuführen.[11] Das wichtigste Kriterium sei die Regelmäßigkeit des Schulbesuchs der Kinder; bei sozial auffälligen Kindern sollten die Zeugnisse an die Eltern ausgegeben werden, um ein Gespräch mit ihnen zu erzwingen.[12] Eine partei-interne Darstellung seiner Vorschläge wurde zunächst von der Landes-SPD verhindert, da seine Widersacher wie etwa Thomas Kleineidam[13] grundsätzlich gegen neue Repressionen sind und aus einem Integrationsproblem kein Kriminalitätsproblem machen wollen.[6]

Der innerparteilichen Kritik und Abwehr gegenüber Buschkowskys Vorschlägen steht bei Teilen der Berliner Presse eine zunehmende Ablehnung und Unverständnis entgegen.[14] [15] [11] Seine Erfahrungen aus Rotterdam und London konnte er sowohl bei der Berliner CDU und FDP als auch in mehreren öffentlichen Auftritten in Medien und Podiumsdiskussionen einer größeren Öffentlichkeit vermitteln.

Die Häußermann-Studie

Eine Arbeitsgruppe der Humboldt-Universität um den Sozialwissenschaftler Hartmut Häußermann untersuchte Neuköllner Gebiete über einen Zeitraum von 2001 bis 2006 und stellte eine Verschlechterung der sozialen Lage bei den Zuwanderern fest. Häußermann nahm Buschkowsky gegen Vorwürfe in Schutz, ein „Alarmist“ zu sein,[16] da in Neukölln die Entstehung einer nicht mehr integrationsfähigen Unterschicht verhindert werden müsse.[17]

Betreuungsgeld

Das sogenannte Betreuungsgeld, das in den Koalitionsverhandlungen der CDU-FDP-Regierungskoalition im Oktober 2009 für sozial schwache Familien vereinbart wurde, lehnt Buschkowsky ab.[18] Nach den Plänen von CDU, CSU und FDP sollen Eltern ab 2013 150 Euro im Monat erhalten, wenn sie ihre Kinder bis zu drei Jahre zu Hause betreuen und nicht in eine Kindertagesstätte (Kita) schicken.[19] Anstatt die Integration der Migrantenfamilien zu fördern, belohne die Koalition mit Prämien ihren Verbleib in der sozialen Isolation. Notwendig sei dagegen eine Vorschul- oder Kitapflicht, um eine Zweisprachigkeit der Kinder zu fördern.

Kindergeld

Seit mehreren Jahren kritisiert Buschkowsky die bundesdeutsche Familien- und Bildungspolitik, die er strukturpolitisch für völlig verfehlt hält und daher hier einen „Paradigmenwechsel“ fordert.[20] In diesem Zusammenhang spricht er häufig das Kindergeld an, da er es zum großen Teil für ineffizient eingesetzt hält. Anstelle von Transferleistungen als Auszahlung von Kindergeld sollte mehr davon als Sach- und Dienstleistungen in die vorschulische Erziehung und in die Bildungsinfrastruktur investiert werden. Geldleistungen würden oft sachfremd ausgegeben werden. Seit 2009 schlägt er weiterhin eine Halbierung des Gesamtbudgets für Kindergeld (35 Milliarden Euro) zugunsten von tiefgreifenden Verbesserungen im primären und sekundären Bildungsbereich vor.

Das Kindergeld empfiehlt er auch als ein Mittel zur sozialen Disziplinierung von notorischen Schulschwänzern: „Kommt zum Beispiel das Kind nicht in die Schule, kommt auch kein Kindergeld auf das Konto.“[21]

Ganztagsschulen als Modellprojekte

Albert-Schweitzer-Schule

Das humanistisch ausgerichtete Albert-Schweitzer-Gymnasium nahe dem Hermannplatz war wegen der stetig sinkenden Anzahl von Schülern im Jahr 2005 von der Schließung bedroht. Buschkowsky wollte die Schließung und damit die negativen Folgen für die Lebensqualität Neuköllns verhindern, weshalb er gemeinsam mit dem Bildungsstadtrat Wolfgang Schimmang für eine Erweiterung des Gymnasiums zu einer Ganztagsschule sorgte. Der tschechische Schulleiter Georg Krapp, der in Prag tschechische Schüler zum deutschen Abitur geführt hatte, wurde 2005 als neuer Rektor eingestellt.[22] Schulhelfer vom Deutsch-Türkischen Zentrum (DTZ) mit Migrationshintergrund übernahmen die Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung. „In nur drei Jahren verdoppelte sich die Schülerschaft auf 600, die Zahl der Abiturienten vervierfachte sich, und der Abiturdurchschnitt der Schüler – 90 Prozent haben Migrationshintergrund – liegt bei 2,5.“[23] Das Bildungsministerium hielt dieses Projekt im Jahr 2009 für einen erfolgreichen Modellversuch, der nun auf alle Gymnasien in Berlin übertragen werden soll.[24]

Rütli-Schule / Campus Rütli

Eine jahrelange negative Entwicklung an der Rütli-Schule gipfelte mit einem am 30. März 2006 veröffentlichten Hilferuf von überforderten Lehrern und einer entsetzten Berichterstattung.[25] Buschkowsky setzte daraufhin ein hochrangiges Gremium von Schul- und Bildungsexperten ein und machte die Angelegenheit zur Chefsache. Gemeinsam wollten sie eine Verbesserung des Schulangebots und -klimas in Gang bringen und durchsetzen.[26] Die Ausarbeitung der Konzeption war getragen von dem alten sozialdemokratischen Grundgedanken der Bildung als dem wichtigsten Weg für den sozialen Aufstieg und sah vor, das Areal um die Rütli-Schule zu einem hochqualitativen Bildungszentrum umzugestalten. Benachbarte und bisher rivalisierende Schulen wurden im Schuljahr 2008/2009 zu einer Gemeinschaftsschule aus zwei Oberschulen und einer Grundschule vereint (Rütli-, Heinrich-Heine-Schule und Franz-Schubert-Grundschule) und zu einer Ganztagsschule erweitert. Neubauten für eine Schulmensa, zwei Kindertagesstätten und den Jugendclub „Manege“ mit einer Musikschule und einer Beratungsstelle zur Berufswahl kamen hinzu. Das Projekt heißt nun Campus Rütli – CR² und soll einen Geist des Miteinanders und der Zusammenarbeit fördern. Durch eine Kooperation mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium wird den Schülern auch der Weg zum Abitur erleichtert. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Berliner Senatsverwaltungen für Bildung und Stadtentwicklung konnte der Gesamtplan zügig umgesetzt werden. Die Berichterstattung reagierte auf die Veränderungen erstaunt und positiv.[27] Heute gilt die früher kritisierte Schule als ein vorbildliches Modell für ein sozial-integratives Bildungssystem.[28] Viele Pädagogen nichtdeutscher Herkunft bewerben sich für eine Stelle beim Campus Rütli.[29]

Initiative für Wachschutz an Schulen

Buschkowsky plante für Herbst 2007 die Einstellung von privaten Wachleuten. Während dieses Vorgehen Vorbehalte in seiner Partei auslöste, unterstützten Bezirksamt und Bezirkselternausschuss seinen Plan.[30] Zunächst informierte sich der damalige Schulstadtrat Wolfgang Schimmang mit zuständigen Gremien und örtlichen Fachkräften über die Notwendigkeit eines Wachschutzes; tatsächlich betrug der Anteil von Gewalt durch schulfremde Personen etwa 1/6 aller schulischen Gewaltvorfälle; trotzdem beschlossen die Gremien im Bezirk mehrheitlich den Einsatz - als Versuch. Danach bemühte man sich schließlich auch um die Zustimmung der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.[31] Ab Mitte Oktober 2007 werden die Wachschützer an bislang 21 der 70 staatlichen Schulen im Bezirk eingesetzt;[32] alle Beteiligten betonen den Versuchscharakter des Wachschutzes.[33] 18 von 24 Oberschulen (das sind Schulen mit den Klassen 7 bis 10 bzw. bis 12 oder 13) im Bezirk nahmen das Angebot an.

Kurz vor Beginn der Schutzmaßnahmen sprang der bestellte Dienstleister Dussmann ab, weil es sich nicht in der Lage sah, die weit gesteckten Ziele mit dem wenigen Personal zu erfüllen. Buschkowsky machte für den Rückzug Landespolitiker verantwortlich[34] und hielt an seinem Vorhaben fest.[35] Dann wurde eine Bielefelder Firma beauftragt.[36] Innensenator Ehrhart Körting (SPD) kritisierte die Initiative grundsätzlich: Disziplin sei an Schulen „nicht durch paramilitärische Einheiten, sondern nur durch Pädagogik herzustellen“.[37] Buschkowsky verwahrte sich dagegen, die Kontrolle von Schülerausweisen als paramilitärisch zu bezeichnen und hielt diesen Vergleich für einen „sprachlichen Missgriff“.[38] Am 10. Dezember 2007 traten unter großer Aufmerksamkeit der Medien erstmals Wachschützer ihren Dienst an den Schulen an.[39] Das Wachschutz-Programm wurde 2008 auf weitere Schulen in Neukölln ausgeweitet.[40]

Kulturelles Engagement

Buschkowsky entwickelte und fördert mehrere kulturelle Projekte, um die Lebensqualität von Neukölln zu erhöhen.

Schloss und Gutshof Britz

Als ehrenamtlicher Vorstand der Kulturstiftung Schloss Britz entwickelt er den am Schloss Britz angrenzenden Gutshof Britz zu einem weiteren kulturellen Zentrum im Bezirk Neukölln.[41] Die Neuköllner Paul-Hindemith-Musikschule zog dort 2009 in dreizehn neue Probenräume um. Er ordnete an, die Wartelisten für Musikschüler abzuschaffen und jedem Neuling ein Instrument zur Verfügung zu stellen, was für Berlin im Jahr 2008 einmalig war.[41] Weiterhin setzte er sich für den Umzug des Neuköllner Museums für Stadt- und Regionalgeschichte in das Anwesen ein, wodurch die bisher verstreuten Sammlungen zusammengeführt werden konnten. Eine kleine Opernbühne mit Sitzplätzen für rund 300 Besucher wird im ehemaligen Kuhstall eingerichtet und soll am 3.September 2011 eröffnet werden.

Bereits seit 1989 veranstaltet die Stiftung im Schloss Britz Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Aufgrund einer Initiative von Buschkowsky führen seit 2009 die Jahrgangsbesten der Auszubildenden vom Neuköllner Estrel, Deutschlands größtem Hotel, das dortige Restaurant und ein kleines Hotel in vollständig eigener Verantwortung. Diese Form der Ausbildung ist bundesweit ein bislang einmaliges Unternehmen.[42]

Mitmachzirkus Neukölln

Anlässlich der 300-Jahr-Feier für das Schloss Britz im Mai 2006 initiierte Buschkowsky das Konzept einer Zirkusprojektwoche für und mit sozial benachteiligten Kindern aus jenen Grundschulen, die vom Neuköllner Quartiersmanagement gefördert werden. Der in Neukölln ansässige Circus Mondeo wurde als Partner für das Projekt ausgewählt.[43] Im Laufe einer Schulwoche erlernen Schulklassen Grundkenntnisse in Artistik – unter anderem Jonglieren, Clownerie, Bodenakrobatik, Trampolin, Trapez – und der künstlerischen Darbietung von Tieren. Am Sonnabend schließlich zeigen die Schüler ihre Fähigkeiten und Kunststücke vor ihren Eltern und Verwandten.[44] Ziel ist die „Integration durch die Förderung von Selbstvertrauen und Stärkung der Persönlichkeit, das Wecken von Kreativität und Entdecken der eigenen Fähigkeiten von Kindern im Grundschulalter sowie die Förderung der gegenseitigen Akzeptanz.“[45] Vom Sommer 2006 bis 2008 nahmen 11.000 Neuköllner Grundschüler an den Zirkusprojektwochen teil.[45] Das Projekt MitMachZirkus wird vom Bund-Länder-Programm Soziale Stadt und vom Bezirksamt Neukölln gefördert.[43]

Projekt Stadtteilmütter

Eines der erfolgreichsten Projekte der interkulturellen Sozialarbeit ist das Pilotprojekt „Stadtteilmütter in Neukölln“, das Buschkowsky vom Quartiersmanagement Schillerpromenade übernahm und 2006 auf den ganzen Bezirk Neukölln ausdehnte.[46] Frauen nichtdeutscher Herkunft machen Hausbesuche und beraten Familien aus ihrer Heimat über Möglichkeiten zur Bildung, Sprach- und Gesundheitsförderung sowie Erziehung.[47] Da bei den Elternabenden in den Schulen fast niemand mehr erschien, wurde ein sogenanntes niedrigschwelliges Angebot entwickelt. Anstatt auf die Familien zu warten, besuchen Sozialarbeiterinnen Migrantenfamilien.[48] Seit 2008 stehen den Sozialarbeiterinnen auch Schulstationen mit Elterncafés als Anlaufstelle für ratsuchende Eltern zur Verfügung. Das Projekt erhielt 2008 den „Metropolis Award“, eine Auszeichnung für herausragende Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Lebensqualität in Großstädten und weitere Auszeichnungen.[49] Die Finanzierung war zunächst bis zum Jahr 2008 befristet und wurde dann von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bis zum Jahr 2010 verlängert. Im Rahmen des Förderprogramms Aktionsräume wird das Projekt weiterhin bis einschließlich 2011 unterstützt.[50]

Auszeichnungen

  • Am 19. April 2010 erhielt Buschkowsky den Gustav-Heinemann-Bürgerpreis, der ihm vom SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel überreicht wurde.[51][52] Das Preisgeld spendete Buschkowsky an zwei Neuköllner Projekte.[53]
  • Am 21. Mai 2010 empfing er den Markgräfler Gutedelpreis für seinen „öffentlich wirksamen, kreativen Eigensinn“.[54] Sein Verdienst sei es, „konkreten Problemen machtvoll Gehör zu verschaffen und dadurch auch denen in Politik und Medien das Wegschauen nicht zu ermöglichen, die sich viel lieber mit den globalen Fragen der ‚großen‘ Politik befassen wollen […].“[55]
  • Von einer Jury der Berliner Morgenpost und des Senders 104.6 RTL wurde Buschkowsky Anfang Januar 2011 zum „Berliner des Jahres 2010“ gewählt[56]

Literatur

Weblinks

 Commons: Heinz Buschkowsky – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Radio-Interview, SWR1, 11. Januar 2010
  2. Jan Thomsen: Der Ausländerbeauftragte. In: Berliner Zeitung, 29. März 2005, S. 3
    Werner van Bebber: Neuköllns Bürgermeister: Multi-Kulti ist gescheitert. In: Der Tagesspiegel, 13. November 2004 (im Artikel wird das "Zitat" nicht belegt!)
  3. „Drohkulisse heißt nicht, Menschen auf der Straße verhungern zu lassen. Ich glaube nur: Eine Gesellschaft muss so viel Selbstbewusstsein haben, dass sie regelkonformes Verhalten im Interesse aller durchsetzt. Die Formel von Rotterdam – „Keine Prävention ohne Repression“ – die hat was. So eine Formel gab es bei uns auch: „Keine Leistung ohne Gegenleistung“ Die stammte übrigens von Barbara John…“ Im Interview im Tagesspiegel, 1. Juli 2008
  4. Tissy Bruns und Werner van Bebber: Praktiker stören meist nur. In: Tagesspiegel, 9. Juli 2006, Interview
  5. a b Claudia Keller, Ulrich Zawatka-Gerlach: Wer ist Heinz Buschkowsky?. In: Tagesspiegel, 13. Juli 2008
  6. a b c Gilbert Schomaker: Berliner Spaziergang. Bürgermeister findet sein Neukölln „affenscharf“. In: Die Welt, 13. Juli 2008
  7. Karsten Hintzmann: In der SPD tobt ein Kampf am rechten Flügel. In: Berliner Morgenpost, 10. Juni 2008
  8. http://www.spd.de/Partei/Organisation/1646/parteirat.html
  9. Buschkowsky erneut SPD-Spitzenkandidat in Neukölln. In: Die Welt, 1. Oktober 2010
  10. Buschkowsky wirft Sarrazin Rassismus vor. In: Die Welt, 2. März 2010
    Alke Wierth:Buschkowsky vs. Sarrazin. Derbe Ansagen aus Neukölln. In: taz, 28. Oktober 2009
  11. a b Gilbert Schomaker: Der Mann, der die SPD das Fürchten lehrt. In: Die Welt, 4. Juli 2008
  12. Peer Göbel: Erst entgleiten die Stadtgebiete, dann die Menschen. In: Tagesspiegel, 27. Juni 2008, Interview
  13. Rot-Rot will von Buschkowsky nichts wissen. In: Tagesspiegel, 8. Juli 2008
  14. Jochim Stoltenberg: Heinz Buschkowsky, Buhmann der SPD. In: Berliner Morgenpost, 6. Juli 2008
  15. Gerd Appenzeller: Mehr Buschkowskys für Berlin. In: Tagesspiegel, 7. Juli 2008
  16. Plutonia Plarre und Alke Wierth: Ich bin der Anwalt der Neuköllner. In: taz, 6. März 2006, Interview
    „Positiv formuliert bringe ich die Dinge auf den Punkt. Negativ ausgedrückt rede ich alarmistisch. Letzteres sagt immer Herr Piening [d.i. Günter Piening, Integrationsbeauftragter des Berliner Senats], was mich wirklich schmerzt.“
  17. Problemkiez. Bürgermeister kämpft gegen Absturz Neuköllns. In: Berliner Morgenpost, 10. Juli 2008
  18. Buschkowsky, Neukölln zum Betreuungsgeld. „Das ist Zynismus pur“. In: Tagesspiegel, 27. Oktober 2009, Interview
  19. Betreuungsgeld: Bar oder als Gutschein In: Die Zeit, Oktober 2009, dpa
  20. Roman Heflik: Das Geld wandert eher in Zigaretten. In: stern, 11. Februar 2010, Interview mit Buschkowsky
  21. T. Öchsner: Reden wir über Geld. Bußgelder für Schulschwänzer. In: Süddeutsche Zeitung, 31. Juli 2009, Interview
  22. Joachim Fahrun: Das Buschkowsky-Programm. In: Die Welt, 10. Oktober 2008
  23. Inge Kloepfer: Der Poltergeist aus Berlin-Neukölln. In: FAZ, 1. November 2009
  24. Berliner Albert-Schweitzer-Gymnasium erfolgreich mit Modellversuch Ganztagsbetrieb, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), 2. Juli 2009
  25. „Brandbrief“ des Lehrerkollegiums der Rütli-Schule. In: netzeitung, 30. März 2006 (leicht gekürzt) Originalbrief (Microsoft Word)
  26. Stefan Jacobs: Campus Rütli – Exzellenzinitiative für Neukölln. In: Tagesspiegel, 4. November 2007
  27. vgl. Berichterstattung in: Chronologische Dokumentation, Bezirksamt Neukölln von Berlin, „Campus Rütli – CR²“
    Ulrich Zawatka-Gerlach: Der Rütli-Ruck. In: Tagesspiegel, 27. August 2008
    Daniela Martens: Rütli-Campus wird zum Vorbild. In: Tagesspiegel, 8. Februar 2010
  28. Sozialer Brennpunkt. Verrufene Rütli-Schule wird Modellprojekt. In: Berliner Morgenpost, 4. Juni 2008
    Stefan Strauss: Alles Rütli. Vor drei Jahren galt die Schule als ein Ort des Schreckens. Jetzt entsteht dort ein kleines Paradies. In: Berliner Zeitung, 17. Januar 2009
  29. Fabian Dietrich: Nachhilfe. In: SZ-Magazin, Heft 14, 2010
  30. Claudia Keller: Wachleute sollen Neuköllns Schulen schützen“. In: Tagesspiegel, 30. Juni 2007
  31. Alke Wierth: Da ich nicht Kanzler werden konnte, wurde ich Bildungsstadtrat. In: taz, 17. Mai 2010, Interview mit Schimmang:
    „Wir hatten in 2 Jahren 53 Überfälle in Schulen des Bezirks von Tätern, die von außen kamen. Da haben wir uns gesagt: Das geht so nicht weiter, die Schulleiter bitten um Hilfe und es passiert nichts. Meine Idee war: Das geht nur mit Zustimmung der Schule. Dann bin ich durch die Gremien gelatscht: Lehrer, Eltern, Schüler, zack. Als das klar war, haben wir das in der SPD-Fraktion abgestimmt. Dann haben wir den Rest der Bezirksverordnetenversammlung ins Boot geholt, dann kam die Landesregierung. Die SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus hat mich dreimal einbestellt – ich dachte, die wollten sich informieren! Beim dritten Mal haben sie zu mir gesagt: ,Das hat ja keinen Zweck, du gehst von deinem Kurs nicht ab.' Und haben sich mit dem Wachschutz abgefunden.“
  32. Jon Mendrala: Wachschutz kommt. In: taz, 14. September 2007
  33. Alke Wierth: Security statt Sozialarbeit. In: taz, 26. September 2007
  34. Buschkowsky: „Wachschutzkündigung war abenteuerlich“. In: Tagesspiegel, 23. Oktober 2006
  35. Schulprojekt. Buschkowsky hält an Wachschutz fest. In: Tagesspiegel, 24. Oktober 2006
  36. Stefan Strauss: Arminia-Bewacher aus Bielefeld schützen nun Neuköllner Schulen. In: Berliner Zeitung, 2. November 2007
  37. Rolf Lautenschläger: Buschkowsky kriegt Prügel. In: taz, 24. Oktober 2007
  38. Schule ist keine private Veranstaltung, inforadio, 10. Dezember 2007, Interview
  39. Wir Lehrer können die Schule nicht nach außen verteidigen. In: Spiegel Online, 10. Dezember 2007, mit Video
  40. Wachschutz an Neuköllner Schulen wird ausgeweitet. In: Berliner Morgenpost, 14. August 2008
  41. a b Karin Erichsen: Britz komm raus. In: Tagesspiegel, 11. Juli 2008
  42. Restaurant Schloss Britz, 2010
  43. a b Entstehung des Mitmachzirkus, ErlebnisCircus e. V., Mai 2010
  44. Ungethüm: „Manege frei – Zirkusferien für Gropiusstädter Kinder“, walter. Nachrichten aus Gropiusstadt, 21. April 2009
  45. a b Mitmachzirkus Neukölln, Bezirksamt Neukölln, 2010
  46. Stadtteilmütter – Offizielle Internetseite
  47. Ulrike Schnellbach: Die Frauen mit dem roten Schal. In: Badische Zeitung, 20. Juli 2009
  48. Ferda Ataman: Neuköllns Türöffner. In: Tagesspiegel, 25. März 2009
  49. Berlin gewinnt den Metropolis Award 2008 – „Stadtteilmütter“, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, 22. August 2008
    Metropolis Award 2008, Metropolis, 2007
  50. Werner van Bebber: Stadtentwicklung. 20 Millionen Euro mehr für die soziale Stadt. In: Tagesspiegel, 24. März 2010
  51. Walter Bau: SPD-Querdenker geehrt. Klare Worte aus Neukölln: Buschkowsky. In: Der Westen, 16. April 2010
  52. Sigmar Gabriel: Laudatio Preisverleihung Gustav-Heinemann-Bürgerpreis 2010 an Heinz Buschkowsky, 19. April 2010
  53. Daniel Freudenreich: Gustav-Heinemann-Bürgerpreis: Die SPD ehrt Berlins Bezirks-Bürgermeister Buschkowsky. In: Der Westen, 19. April 2010
  54. Buschkowsky erhält Markgräfler Gutedelpreis. In: Berliner Zeitung, 20. Mai 2010, dpa
  55. Pressemitteilung, Bezirksamt Neukölln, 20. Mai 2010
  56. Heinz Buschkowsky ist der Berliner des Jahres, in: Berliner Morgenpost, 3. Jan. 2011

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