Heinrich Mataja


Heinrich Mataja

Heinrich Mataja (* 14. März 1877 in Wien; † 23. Jänner 1937 ebenda) war ein österreichischer Rechtsanwalt und Politiker der Christlichsozialen Partei. Viktor Mataja war sein Halbbruder.

Inhaltsverzeichnis

Leben und politische Laufbahn

Heinrich Mataja war von 1910 bis 1918 Mitglied des Wiener Gemeinderats. Dazu war er von 1913 bis 1918 Mitglied des österreichischen Reichsrats. Ab 1918 war er zuerst Mitglied der Provisorischen Nationalversammlung, ab 1919 Mitglied der Konstituierenden Nationalversammlung und dann von 1920 bis 1930 Abgeordneter zum Nationalrat.

In diesem Zeitraum war er weiterhin von 1918 bis 1919 Staatssekretär für Inneres und vom 20. November 1924 bis zum 14. Januar 1926 österreichischer Außenminister. 1931 wurde er aus allen politischen Funktionen gedrängt.

Er begrüßte den christlichen Ständestaat, näherte sich auch den Vorstellungen einer österreichischen Nation und war im Ständestaat wieder anerkannt. Er war Mitglied der Burschenschaft Olympia.[1]

Mataja wurde am 22. Jänner 1937 mit Anzeichen eines Schlaganfalls in das Wiener Allgemeine Krankenhaus eingeliefert[2], wo er in den frühen Morgenstunden des Folgetags verstarb[3]. Am 27. Jänner 1937 wurde der Verstorbene auf dem Wiener Zentralfriedhof[4] in einem Ehrengrab der Gemeinde Wien zur letzten Ruhe bestattet. [5]

Werke

  • Zehn politische Aufsätze aus den Jahren 1911–1913. Opitz, Wien 1913. [6]
  • — (Hrsg.): Christlichsoziale Landstraßer Zeitung. Hollinek, Wien 1913–1915. [7]
  • Die Abstimmung über den Finanzplan. Loibl & Patzelt, Wien 1914. [8]
  • Die Entstehung des Weltkrieges. Schriften für politische Aufklärung. Zentral-Europäischer Verlag, Berlin-Steglitz 1921. [9]
  • Europa zwischen zwei Kriegen. Herold, Wien 1923. [10]
  • Deutsch-Oesterreich. In: Ferdinand Schönemann (u.a.): Felix Hase: England. Ferdinand Schönemann: Nordamerika. Robert van Sint-Jan: Belgien. Heinrich Mataja: Deutsch-Oesterreich. Regensberg, Münster i. W. 1924, S. S. 113–272. [11]
  • Österreichische Politik im XIX. und XX. Jahrhundert. Ein geschichtlicher Überblick. Berichte zur Kultur- und Zeitgeschichte, Band 10.1934/35 (= Nr. 225/226). Reinhold, Wien 1934. [12]
  • Memorandum zur Donaufrage. S.n., Wien 1935. [13]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Webseite der Olympia
  2. Schwere Erkrankung des früheren Außenministers Dr. Mataja. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt (Nr. 25995 M/1937), 23. Jänner 1937, S. 4, Mitte rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  3. Minister a. D. Dr. Heinrich Mataja gestorben. In: Neue Freie Presse, Abendblatt (Nr. 25995 A/1937), 23. Jänner 1937, S. 3, unten rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  4. Das Leichenbegängnis Minister a. D. Dr. Heinrich Mataja. In: Neue Freie Presse, Morgenblatt (Nr. 26000 M/1937), 28. Jänner 1937, S. 6 Mitte. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  5. Inland. Ehrengrab für Dr. Heinrich Mataja. In: Neue Freie Presse, Abendblatt (Nr. 25996 M/1937), 24. Jänner 1937, S. 6, unten links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  6. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek.
  7. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek.
  8. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek.
  9. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek.
  10. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek.
  11. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek.
  12. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
  13. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
  14. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.

Weblinks


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