Heinersbrück


Heinersbrück
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heinersbrück
Heinersbrück
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heinersbrück hervorgehoben
51.82361111111114.512562
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Spree-Neiße
Amt: Peitz
Höhe: 62 m ü. NN
Fläche: 23,69 km²
Einwohner:

632 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km²
Postleitzahl: 03185
Vorwahl: 035601
Kfz-Kennzeichen: SPN
Gemeindeschlüssel: 12 0 71 176
Adresse der Amtsverwaltung: Schulstraße 6
03185 Peitz
Bürgermeister: Horst Gröschke
Lage der Gemeinde Heinersbrück im Landkreis Spree-Neiße
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Über dieses Bild

Heinersbrück, niedersorbisch Móst, ist eine Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße im Süden des Landes Brandenburg und ist Teil des Amtes Peitz.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden. Das Gemeindegebiet umfasst insbesondere den Ortsteil Grötsch (niedersorbisch: Groźišćo) und die Wohnteile Radewiese (niedersorbisch: Radowiza) und Sawoda. Durch die Gemeinde fließt die Malxe.

Geschichte

1411 wurde die Gemeinde als Henrichsbrugk („Siedlung eines Heinrich an der Brücke“) erstmals urkundlich erwähnt und gehört somit zu den ältesten Siedlungsgebieten der Niederlausitz. Der Ortsteil Grötsch wurde sogar 1344 als Grods (Burgstätte) urkundlich erwähnt.

Wie der Name bereits bezeugt, ist die Geschichte des Ortes untrennbar mit dem Flüsschen Malxe verbunden. Der sorbische Ortsname „Most“ bedeutet ins Deutsche übersetzt ebenfalls „Brücke“. Heinersbrück ist als typisches, lang gezogenes Straßendorf angelegt, wohingegen der ehemalige Ortskern des Dorfes Grötsch einem Angerdorf entspricht.

Jahrhundertelang war das Dorf durch große Bauernwirtschaften geprägt, wohingegen heutzutage der angrenzende Tagebau Jänschwalde das Bild der Umgebung prägt.

Am 26. Oktober 2003 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Grötsch im Zuge der Gemeindegebietsreform Brandenburgs in die Gemeinde Heinersbrück als Ortsteil eingegliedert.[2] Der Ort Radewiese gehört seit dem 1. Juli 1950 zu Heinersbrück.[3]

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung besteht aus 7 Gemeindevertretern:

  • WG Feuerwehr: 3 Sitze
  • WG Heinersbrücker SV: 1 Sitz
  • Einzelmandatsträger: 4 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 28. September 2008[4])

Wappen

Das Wappen wurde am 17. Februar 2010 genehmigt.

Blasonierung: „In Rot über erniedrigtem blauen Schildfuß eine goldene Bohlenbrücke, darauf auf einem golden-gesattelten und -gezäumten silbernen Pferd linkshin reitend ein golden-bekrönter und -gegürteter, hersehender silberner König mit einem aufgerichteten und golden-begrifften silbernen Schwert in der Rechten; im rechten Obereck begleitet von einem goldenen Hochkreuz.“[5]

Hintergrund: Der Ortssage nach geht die Bezeichnung des Ortsnamens auf Heinrich II. (HRR) zurück. Er ließ einen Knüppeldamm und eine Holzbrücke erbauen, um die Überquerung der morastigen Malxe und ihrer Uferregion zu erleichtern und auch mehrmals bei Feldzügen Heinrichs II. gegen Polen benutzt worden sind.[6]

Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Flagge

Die Flagge ist Rot - Weiß - Rot (1:4:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In der Liste der Baudenkmale in Heinersbrück stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburgs eingetragenen Baudenkmale.

Museen

Museum Sorbische Bauernstube, mit dem Schwerpunkt die sorbisch/wendischen Handwerkstechniken zu erhalten.

Bauwerke

  • Backsteinkirche, neu erbaut in den Jahren 1900/1901.

Weblinks

 Commons: Heinersbrück – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2010 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2010. (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Wahlen zu den Gemeindevertretungen. Endgültiges Ergebnis. Statistischer Bericht B VII 3 - 5 – 5j/08, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, S. 135, abgerufen am 27. Juni 2011
  5. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  6. Informationen über die Gemeinde Heinersbrück auf den Seiten des Amtes Peitz (abgerufen am 6. Mai 2010)

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