Guns N' Roses


Guns N' Roses
Guns N’ Roses
Guns N' Roses (Finck, Stinson, Rose, Fortus) live beim Download-Festival (9.–11. Juni 2006)
Guns N' Roses (Finck, Stinson, Rose, Fortus) live beim Download-Festival (9.–11. Juni 2006)
Gründung 1985
Genre Hard Rock
Website http://www.gunsnroses.com/
Gründungsmitglieder
Gesang Axl Rose
Lead-Gitarre Tracii Guns (1985)
Rhythmus-Gitarre Izzy Stradlin (bis 1991)
Schlagzeug Rob Gardener (1985)
Bass Ole Beich (1985)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Klavier/Keyboard Axl Rose
Lead-Gitarre Ron Thal (seit 2006)
Lead-Gitarre DJ Ashba (seit 2009)
Rhythmus-Gitarre Richard Fortus (seit 2002)
Bass Tommy Stinson (seit 1998)
Keyboard/Klavier Dizzy Reed (seit 1990)
Schlagzeug Frank Ferrer (seit 2006)
Keyboard Chris Pitman (seit 1998)
Ehemalige Mitglieder
Bass Duff McKagan (1985–1997)
Lead-Gitarre Slash (1985–1996)
Schlagzeug Steven Adler (1985–1990)
Schlagzeug Matt Sorum (1990–1997)
Rhythmus-Gitarre Gilby Clarke (1991–1994)
Schlagzeug Josh Freese (1997-1999)
Rhythmus-Gitarre Paul Tobias (1999–2001)
Lead-Gitarre Buckethead (1999–2004)
Lead-Gitarre Robin Finck (1997–2008)
Schlagzeug Bryan Mantia (2000–2008)

Guns N’ Roses ist eine amerikanische Hard-Rock-Band, die 1985 in Los Angeles gegründet wurde. Sie hat weltweit etwa 100 Millionen Alben verkauft[1], davon über 42 Millionen in den USA.[2]

Ende der 1980er und Anfang der 1990er gehörte Guns N’ Roses zu den erfolgreichsten Musikgruppen der Welt. Ihr Debütalbum Appetite for Destruction verkaufte sich weltweit 28 Millionen Mal,[3] das aus zwei gleichzeitig veröffentlichten Werken bestehende Use Your Illusion zusammen genommen über 36 Millionen Mal.[4]

Mitte der 1990er verließen die meisten der ursprünglichen Mitglieder die Band, wodurch Sänger Axl Rose das einzige verbliebene Gründungsmitglied ist. Nachdem mehr als zehn Jahre lang kaum neues Material von der Band veröffentlicht worden war, erschien 2008 das neue Album Chinese Democracy.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Die Anfänge (1983–1986)

Die Schulfreunde Axl Rose (Gesang) und Izzy Stradlin (Rhythmus-Gitarre) aus Indiana zogen in den frühen 1980ern nach Los Angeles. Nachdem sie in verschiedenen Musikgruppen tätig gewesen waren, gründeten sie 1983 die Band Hollywood Rose. Zwar zerbrach diese schon im Folgejahr, doch sollten Lieder aus dieser Zeit später für Aufnahmen von Guns N’ Roses verwendet werden. Stradlin wechselte zu der Band London und Rose trat den L.A. Guns bei. Doch schon 1985 spielten beide wieder in derselben Band: Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der L.A. Guns gründeten sie Guns N’ Roses, deren Name sich aus denen der Vorgänger-Gruppen zusammensetzte. Übrige Mitglieder waren Tracii Guns (Lead-Gitarre), Ole Beich (Bass) und Rob Gardener (Schlagzeug).[5]

Sänger Axl Rose (1985-heute)

Beich verließ die Band nach nur einem Auftritt. Neuer Bassist wurde der aus Seattle stammende Duff McKagan, der zuvor vorwiegend im Punkrock tätig gewesen war. Unter anderem hatte er für die Gruppe Road Crew gespielt, deren beide einzigen festen Mitglieder die Schulfreunde Slash (bürgerlich: Saul Hudson) und Steven Adler waren. McKagan holte beide zu Guns N’ Roses, um dort Guns und Gardener zu ersetzen. Slash übernahm die Lead-Gitarre, Adler das Schlagzeug. Die Band hatte damit ihre erste dauerhafte Besetzung gefunden. Nach lokalen Erfolgen wurden Guns N’ Roses 1986 von der Plattenfirma Geffen Records unter Vertrag genommen. Unter dem Label Uzi Suicide Records veröffentlichte die Band ihre erste EP namens Live ?!*@ Like a Suicide in einer limitierten Auflage von 10.000 Stück.

Der Durchbruch (1987–1989)

Bassist Duff McKagan (1985-1997)

Am 31. Juli 1987 kam mit Appetite for Destruction das erste reguläre Album von Guns N’ Roses heraus. Die Platte verkaufte sich in den ersten Monaten allerdings nur schleppend. Erst im Folgejahr landete die Band mit der Single Welcome to the Jungle einen Hit, obwohl diese zunächst nur im Nachtprogramm des einflussreichen Musiksenders MTV lief. Aber erst nachdem der Videoclip zu Sweet Child o’ Mine in der Heavy Rotation gespielt wurde, zog auch der Verkauf des Albums an. Im Sommer 1988 erreichten Album und Single Platz 1 der amerikanischen Billboard–Charts. Auch die Single Paradise City wurde ein Hit. Das Album Appetite for Destruction hat sich bis heute weltweit 28 Millionen Mal verkauft, was es zu einem der erfolgreichsten Rock-Alben aller Zeiten macht.

Lead-Gitarrist Slash (1985-1996)

Noch Ende 1988 war mit G N’ R Lies ein zweites Album veröffentlicht worden. Es bestand zur Hälfte aus den Liedern der EP Live ?!*@ Like a Suicide sowie vier neuen Songs. Das Album schaffte es unter die ersten fünf der Album-Charts, während auch Appetite for Destruction dort noch vertreten war. Guns N’ Roses waren damit die einzige Band der 1980er, die gleichzeitig zwei Alben in den Top 5 hatten. Auch die Singleauskopplung Patience erreichte die amerikanischen Top 10. Der Erfolg von Guns N’ Roses beschränkte sich aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf ihr Heimatland. Auch in anderen Ländern erreichten ihre Alben und Singles hohe Positionen der Charts. Bei den MTV Video Music Awards im Herbst 1989 gewannen Guns N’ Roses für Sweet Child o’ Mine die Auszeichnung im Bereich Best Heavy Metal Video.

Der Bekanntheitsgrad der Band wurde durch diverse Skandale noch erhöht. Beim britischen Festival Monsters of Rock in Donington wurden 1988 zwei Fans während eines Auftritts der Gruppe zu Tode getrampelt. Dem Lied One in a Million vom zweiten Album wurden rassistische und sexistische Absichten unterstellt. Der Alkoholmissbrauch und Heroinkonsum der Bandmitglieder führte zu verschiedenen negativen Vorfällen. Teile der Medien verurteilten das Verhalten von Guns N’ Roses, was ihren Ruf als aggressive Hardrock-Band noch verstärkte.

Der Höhepunkt (1990–1992)

Keyboarder Dizzy Reed (1990-heute)

1990 veränderten sich Guns N’ Roses zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder personell. Im Gegensatz zu den übrigen Bandmitgliedern gab Steven Adler seinen Drogenkonsum nicht auf, woraufhin er durch Matt Sorum, den Schlagzeuger von The Cult, ersetzt wurde. Mit Dizzy Reed wurde ein Keyboarder als sechstes Bandmitglied rekrutiert.

Seit längerem war mit Use Your Illusion ein neues Album angekündigt worden, dessen Veröffentlichung aber mehrfach verschoben wurde. Die Konzerte der Band waren dennoch äußerst erfolgreich. Am 23. Januar 1991 spielten Guns N’ Roses als Headliner des Festivals Rock in Rio im brasilianischen Rio de Janeiro vor 140.000 Menschen. Im Mai begann die Band mit ihrer weltweiten Tournee zur Promotion des neuen Albums, allerdings noch vor dessen Veröffentlichung. Axl Rose musste sich vor Gericht wegen Auslösens schwerer Ausschreitungen verantworten, nachdem die Band ein Konzert in St. Louis im Juli 1991 vorzeitig abgebrochen hatte. Izzy Stradlin stieg aus der Band aus, da er den Lebensstil der Band nicht mehr mittragen wollte, und wurde von Gilby Clarke ersetzt.

Schlagzeuger Matt Sorum (1990-1997)

Am 17. September 1991 erschien zeitgleich das neue Werk der Band: Use Your Illusion I und Use Your Illusion II wurden als zwei unabhängige Alben veröffentlicht und stiegen auf Platz 2 beziehungsweise Platz 1 in den US-Charts ein. Insgesamt wurden weltweit bisher 36 Millionen Exemplare der beiden Alben abgesetzt. Die Single-Auskopplungen November Rain und Don't Cry erreichten die Top 10 in den USA. Mit You Could Be Mine, Live and Let Die, Knockin' on Heaven's Door und Yesterdays platzierten sich weitere vier Singles auf den ersten zehn Plätzen der britischen Charts. Dem aufwändigen Video zu November Rain wurde von MTV 1992 die Auszeichnung für Best Cinematography in a Video verliehen. Die Tournee zu Use Your Illusion wurde noch bis zum Sommer 1993 fortgesetzt und war überaus erfolgreich. In 28 Monaten hatten Guns N’ Roses insgesamt 192 Konzerte gegeben.

Der Umbruch (1993–2005)

Lead-Gitarrist Robin Finck (1997-2008, mit Unterbrechungen)

Im November 1993 wurde mit The Spaghetti Incident? das nächste Album veröffentlicht. Dieses bestand ausschließlich aus Cover-Versionen, die überwiegend aus dem Punk- und Glamrock stammten. Auch wenn es das Album in den USA immerhin auf Platz 4 der Charts brachte, blieben seine Verkaufszahlen deutlich hinter denen seiner Vorgänger zurück. Die veröffentlichten Singles waren teilweise immerhin moderate Erfolge in Europa. Von Kritikern wurde das Album spöttisch als The Spaghetti Accident? (accident, engl. = Unfall) bezeichnet.

Guns N’ Roses sollten 15 Jahre lang kein weiteres Studioalbum veröffentlichen. Innerhalb der Band kam es zum Streit. Gilby Clarke wurde 1994 entlassen. Außerdem war der musikalische Kurs der Gruppe umstritten: Slash wollte weiterhin klassischen Hardrock spielen, während Axl Rose eine progressive Ausrichtung mit Industrial-Einflüssen favorisierte. 1995 gründete Slash seine eigene Band namens Slash’s Snakepit, im Folgejahr wurde sein Abschied von Guns N’ Roses offiziell. Nachdem 1997 neben Matt Sorum auch Duff McKagan die Band verlassen hatte, war Axl Rose das letzte verbliebene Mitglied des Gründungsjahres.

Lead-Gitarrist Buckethead (2000-2004)

Axl Rose löste Guns N’ Roses jedoch nicht auf und ersetzte seine langjährigen Weggefährten durch neue Musiker: Paul Tobias (Rhythmus-Gitarre), Robin Finck (Lead-Gitarre), Josh Freese (Schlagzeug), Tommy Stinson (Bass) sowie Chris Pitman als zweiter Keyboarder neben Dizzy Reed. Ein neues Album wurde zwar angekündigt, doch veröffentlichten Guns N’ Roses 1999 nur die Live-Kompilation Live Era: ’87-’93. An neuem Material erschien die Single Oh My God als Teil des Soundtracks zum Film End of Days mit Arnold Schwarzenegger. Weder das Live-Album noch die neue Single waren sonderlich erfolgreich.

Im Jahr 2000 standen die nächsten personellen Veränderungen innerhalb der Band an: Josh Freese wurde durch Bryan Mantia ersetzt, Robin Finck durch den Avantgarde-Gitarristen Buckethead und zwei Jahre später Paul Tobias durch Richard Fortus. Finck fand allerdings schnell zur Band zurück, die von diesem Zeitpunkt an insgesamt drei Gitarren im Line-up führte. Auftritte der Band fanden im Vergleich zu den frühen 1990ern eher sporadisch statt. Im Herbst 2002 veranstalteten Guns N’ Roses eine kleine Tour durch Nordamerika und Großbritannien. Dabei kam es zu Tumulten, als die Band ihr Konzert in Vancouver kurzfristig absagte und Fans daraufhin randalierten.

Da auch weiterhin kein neues Studioalbum in Sicht war, veröffentlichte Geffen im März 2004 die Greatest Hits. Auch wenn sich Axl Rose sowie die früheren Band-Mitglieder Slash und Duff McKagan gegen diese Kompilation gewehrt hatten, wurde sie zum größten Verkaufserfolg seit Use your Illusion. Im gleichen Jahr verließ Buckethead die Band.

Der Neubeginn (seit 2006)

Lead-Gitarrist Bumblefoot (2006-heute)

Am 12. Mai 2006 gab die Band ihr Comeback-Konzert in New York, zu welchem Anlass der neue Lead-Gitarrist Bumblefoot (bürgerlich: Ron Thal) vorgestellt wurde. Robin Finck wurde zwar noch bis 2008 als dritter Gitarrist geführt, sollte aber dann wieder zu seiner alten Band Nine Inch Nails zurückkehren. Bei einigen Auftritten der Europa-Tournee von Guns N’ Roses spielte Izzy Stradlin kurzzeitig wieder mit der Band, jedoch nur gegen Ende der jeweiligen Konzerte. Während der Tour übernahm Frank Ferrer dauerhaft das Schlagzeug von Bryan Mantia. Die Band hatte damit zumindest für die kommenden Jahre wieder ein dauerhaftes Line-up gefunden.

Seit den 1990ern war bereits ein neues Album mit dem Titel Chinese Democracy angekündigt worden. Dessen Erscheinen wurde mehrfach angekündigt und wieder verschoben, wodurch es im Musikbusiness als Running Gag gehandelt wurde.[6] Im Oktober 2006 startete die offizielle US-Tour zur Promotion des Albums, welches aber weiterhin auf sich warten ließ. Allerdings tauchte im Internet illegal vereinzelt neues Material von Guns N’ Roses auf.

Im März 2008 gab der amerikanische Soda-Hersteller Dr Pepper bekannt, jedem Bewohner der USA eine Dose des Getränks zu schenken, sollte Chinese Democracy noch in jenem Jahr veröffentlicht werden. Im Herbst musste dieses Versprechen tatsächlich eingelöst werden, zumindest konnten sich Amerikaner für ein Gratisgetränk registrieren lassen.[7] Das neue Album Chinese Democracy kam schließlich am 22. November 2008 auf den Markt.

Musikvideos

Mit ihren Musikvideos setzte die Band Maßstäbe. Neben Künstlern wie Madonna, Michael Jackson und Queen gehören sie zu den einflussreichsten Stars im Bereich der Musikvideos. Noch heute werden die Videos aus den späten 80ern und 90ern regelmäßig auf den Musiksendern gezeigt.

Welcome to the Jungle

Welcome to the Jungle ist die erste Singleauskopplung aus dem Album Appetite for Destruction und somit auch das erste gedrehte Musikvideo der Band. Eingeleitet wird das Video mit einem damals noch jung und unverbraucht wirkenden Axl Rose, der mit einer umgedrehten Baseballmütze aus einem Bus aussteigt und einen Drogendealer (Izzy Stradlin) abwimmelt. Daraufhin sieht man Slash vor dem Schaufenster eines Fernsehgeschäftes sitzend, wie er sich mit Whisky betrinkt.

Der Großteil des Videos besteht darauf aus Fernsehbildern, die Gewalt darstellen, und einem Auftritt in einem der damals üblichen Rock-Clubs. Axl Rose hat bei diesem Auftritt eine Frisur im damals typischen Hairspray-Metal-Look. Dieses Video besitzt eine große Aussagekraft, erzählt es doch in Bildern viel von den Anfangsjahren der Band, vom Leben auf der Straße bis zu den exzessiven Partys mit zahlreichen Groupies.

In einer Schlüsselszene sitzt Rose vor einem Dutzend Fernsehschirmen auf einem Stuhl gefesselt und versucht sich verzweifelt zu befreien. Auf den Monitoren sieht man ebenfalls gewaltdarstellende Bilder. Zeitgleich zu dieser Szene singt Axl Rose: You know where you are? You are in the Jungle, baby! You gonna die! (Weißt du wo du bist? Du bist im Dschungel. Du wirst sterben!)

Sweet Child o’ Mine

Dieses Video gehört zu den Klassikern. Die Band spielt im Musikvideo eine Performance in einer Lagerhalle. Das Besondere daran ist, dass auch die Filmmannschaft bei der Arbeit gezeigt wird, und die Szenen immer zwischen Schwarz-Weiß und Farbe wechseln. In einigen Szenen werden auch die Freundinnen der Bandmitglieder gezeigt, vor allem die Freundin von Rose, Erin Everly, um die es auch in dem Song geht. Das Video wurde Mitte April 1988 im Huntington Park, Kalifornien gedreht.

Paradise City

Im August 1988 wurde das dritte Musikvideo, diesmal zu Paradise City, gedreht. Drehorte waren unter anderem das Giants Stadium in East Rutherford (New Jersey) und Castle Donington in Großbritannien. Im Video wird die Band bei zwei unterschiedlichen Konzerten gezeigt, die jeweils im Kontrast zueinander stehen, was unter anderem dadurch verdeutlicht wird, dass z.B. das Konzert in New Jersey in Farbe und der Auftritt in England in Schwarz-Weiß gezeigt wird. Zwischen diesen Live-Szenen sieht man die Band im Backstage-Bereich, beim Shopping in New York oder beim Proben. In einer kurzen Aufnahme zeigt Axl Rose ein Wehrmachts-Emblem mit Adler und Hakenkreuz mitsamt der Unterzeile "Access All Areas"- darunter ein weiterer Backstagepass. Vor dem folgenden Schnitt nickt Axl Rose der Kamera zu. Angeblich - so die Meinung in verschiedenen Internet-Foren - handelt es sich dabei um den offiziellen Backstage-Pass von Castle Donnington.

Patience

Das Video Patience ist das einzige Video aus dem GnR Lies-Album. Entsprechend der sanften Atmosphäre des Liedes geht es auch im Musikvideo gemächlich zu. Die Band wird gezeigt, wie sie in einem mit Wandteppichen geschmückten Tonstudio das Lied einspielt. Zwischen den Studiobildern sind Szenen mit den Bandmitgliedern aus einem Hotel enthalten. In einer Szene sieht man Slash, der im Hotelzimmer, auf dem Bett, entspannt mit einer Schlange spielt und eine spärlich bekleidete Frau sich zu ihm gesellt. Die Szene wird im weiteren Verlauf des Videos variiert, indem Slash weiter mit seiner Schlange spielt, und mehrere spärlich bekleidete Frauen hintereinander am Bett auftauchen und wieder verschwinden. Slash schenkt keiner der Frauen Beachtung, weil er mit seiner Schlange beschäftigt ist. In diesem Video sieht man unter anderem Axl Rose, wie er sich im Fernsehen das Musikvideo zu Welcome to the Jungle ansieht. Angeblich enthält das Video auch Szenen von Aerosmith-Konzerten, mit denen Guns N’ Roses damals auf Tour waren.

You Could Be Mine

You Could Be Mine zeigt Bilder von einem Auftritt der Band sowie Szenen aus dem Film Terminator 2 (zu dessen offiziellem Soundtrack der Song gehört). Im Video sieht man viele der zur damaligen Zeit bahnbrechenden Effekte des Films.

Das Video ist eine Persiflage auf den Inhalt des Films. Arnold Schwarzenegger spielt hier seine Filmrolle nach. Als so genannter Terminator hat er den Auftrag, die Mitglieder der Band zu liquidieren (als Grund wird die Lautstärke ihrer Musik genannt bzw. in seinem Display gezeigt). So schreitet er mit einer Winchester 1887 Shotgun während eines Konzerts der Gruppe durch die Zuschauermenge. Am Ende fängt er die Bandmitglieder außerhalb der Konzerthalle ab. Doch statt sie zu „terminieren“, kommt seine Programmierung zu dem Schluss, dass dies eine Verschwendung von Munition („Waste of Ammo“) wäre.

Don’t Cry

Don’t Cry gehört zusammen mit November Rain und Estranged zur sogenannten Trilogie. Diese drei Musikvideos wurden mit sehr großem Aufwand produziert. Gedreht wurde das Video im Sommer 1991 an verschiedenen Orten in Los Angeles. Inhaltlich gesehen kann man dem Video einen großen Interpretationsspielraum zugestehen, da man die einzelnen Szenen nicht genau einer Aussageabsicht zuordnen kann. So wird zu Anfang des Videos gezeigt, wie Axl Rose mit schmerzverzerrtem Gesicht durch eine verschneite Landschaft zieht und in der linken Hand eine Pistole hält. Daraufhin findet ein Szenenwechsel statt. In der nächsten Szene befindet er sich in einer Villa und hält wieder eine Pistole in der Hand. Seine Freundin (Stephanie Seymour, mit der er auch in Wirklichkeit liiert war), versucht ihm die Pistole zu entreißen. Es kommt zu einer Rangelei, bei der am Ende Seymour mit einem erschöpften Gesichtsausdruck die Pistole besitzt. Wieder erfolgt ein Szenenwechsel und man sieht das Paar auf einem Friedhof picknicken. Erneuter Szenenwechsel: Man sieht, wie Axl Rose im Wasser verzweifelt versucht, an die Oberfläche zu gelangen, jedoch von seiner Freundin nach unten gezogen wird.

Danach sieht man die Band auf dem Dach eines Hochhauses spielen. Das besondere dabei ist, dass Shannon Hoon, Sänger der Band Blind Melon, zusammen mit Axl singt. Dizzy Reed trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „Where’s Izzy“ (als Anspielung darauf, dass Izzy Stradlin zum Videodreh nicht erschienen war, da er seinen Austritt aus der Band kurz davor mitteilte). Nach einigen Sekunden sieht man die Band in einer Piano-Bar. Axl Rose spielt auf einem Piano und flirtet dabei mit einer Blondine, als seine Freundin die Bar betritt. Seymour greift die Blondine an, wirft sie zu Boden und wirft Gläser nach ihr. Es artet in einer Rangelei aus. Daraufhin sieht man die Band wieder auf dem Dach des Hochhauses spielen.

Man sieht dann, wie Duff McKagan und Slash offensichtlich einen Streit mit zwei Frauen haben. Duff McKagan wird mit einer Flasche beworfen und Slash, der mit dem Auto auf einer Landstraße fährt, wird von einer Frau auf dem Beifahrersitz angegriffen. Er rast mit einem Mustang auf eine Schlucht zu. Kurz vor dem Absturz erkennt man ein sarkastisches Grinsen auf Slashs Gesicht. Das Fahrzeug stürzt hinunter und explodiert daraufhin. Slash taucht erneut wieder auf. Diesmal spielt er seine Gitarre und wirft sie daraufhin die Schlucht hinunter.

Plötzlich sieht man drei Mal Axl Rose gleichzeitig in einer Art Klinik. Einmal liegt er als Patient auf einer Liege, während er zweimal in verschiedener Kleidung neben dieser Liege steht. Die zwei stehenden Doppelgänger des Sängers diskutieren kurz, worauf sich einer von ihnen umdreht, in einen Spiegel läuft und durch diesen verschwindet. Anschließend sieht man Axl Rose, wie er in seinem eigenen Grab nach einem hereinfallenden Sonnenstrahl strebt. Dann sieht man ihn, wie er auf der Couch einer Psychotherapeutin liegt und von ihr beruhigt wird. Dann steigt er mit schwarzer Sonnenbrille auf dem Friedhof aus einem Auto und geht zu seinem eigenen Grab. Als Todesjahr ist 1990 auf der Grabplatte eingemeißelt. In seinem Grab sitzend schaut er nach oben zum Licht, ein Vogel fliegt und ein Baby kommt aus dem Wasser empor. Das Video endet mit dem lang gezogenen Wort „tonight“. Die Kreativität der Band ist auch hier ersichtlich, denn die langgezogene Silbe „igh“, erweckt den Anschein, als würde das Lied mit dem Wort „cry“ enden.

November Rain

Im zweiten Teil der „Trilogie“ wird die Geschichte von Don’t Cry weitererzählt. Für viele gilt das Video mit seiner visuellen Umsetzung der Emotionen des Songs als Meilenstein der Musikvideo-Geschichte. Mit einem Budget von ca. 1,5 Mio. Dollar gilt es als eines der teuersten Musikvideos seiner Zeit. Das Video ist in mehrere Teile fragmentiert und basiert auf der Kurzgeschichte Without You von Del James.

Das Video wird mit einer recht kurzen Anfangsszene eingeleitet. Man sieht Axl Rose, wie er Schlaftabletten einnimmt und sich schlafen legt, während es draußen regnet und ein Gewitter herrscht. Des Weiteren besteht das Video aus einem Auftritt eines spielenden Orchesters und Rose am Piano in einem vollbesuchten Theater. Es gehört zu den Hauptelementen des Videos und begleitet den dritten Bestandteil in abwechselnden Szenen, nämlich die „eigentliche Geschichte“ einer kirchlichen Hochzeit, zelebriert von Axl Rose und seiner damaligen Lebensgefährtin Stephanie Seymour. Slash, der auch in der Kirche seinen bekannten Zylinder trägt, versäumt es, sich um die Eheringe zu kümmern. Man sieht die nachdenkliche Mimik des Pfarrers und die Erleichterung, nachdem Duff McKagan mit den Eheringen ausgeholfen hat. Slash verlässt nach Eheschließung die Kirche als erster und findet sich in einer verlassenen Steppenlandschaft wieder, wo er dann eines der Soli im Song spielt.

Danach sieht man Axl Rose und Stephanie Seymour wieder, wie sie aus einer Kirche in Richtung Auto laufen. Weitere Szenenwechsel folgen, man sieht die Hochzeitsfeierlichkeiten und wie das Pärchen die Hochzeitstorte anschneidet. Daraufhin bricht ein wolkenbruchartiger Regen aus. Alle Gäste rennen panisch durcheinander, und am Ende wird ein einziges Chaos hinterlassen. Es folgt ein erneuter Szenenwechsel, der akustisch eingeleitet wird. Statt des weiteren Verlaufs der Hochzeitsfeierlichkeiten sieht man plötzlich Stephanie Seymour in einem Sarg liegen und einen trauernden Axl Rose in der ersten Reihe der Kirche. Der Trauerzug verlässt die Kirche. Auf dem Friedhof findet dann die Beerdigung statt, welche wiederum von einem heftigen Regen heimgesucht wird. Danach sieht man Rose schlafend in seinem Bett, man kann ihm ansehen, dass er einen Alptraum hat, und er wacht erschrocken auf. In der letzten Szene des Videos sieht man Axl Rose vom Regen durchnässt alleine am Grab hocken. Das Video wird beendet mit einem Strauß Blumen auf dem Grab.

Yesterdays

Dieses Video ist komplett in Schwarz-Weiß gehalten und zeigt die Band in einem Lagerhaus. Entsprechend dem Songtitel werden Fotos aus den frühen Tagen der Bandgeschichte eingeblendet.

Dead Horse

Dieses Video besteht aus einem Zusammenschnitt mehrerer Livekonzerte.

Garden of Eden

In diesem Video wurde eine feste Kameraposition mit Fischauge verwendet. Axl Rose steht die meiste Zeit im Vordergrund und singt wild gestikulierend, im Hintergrund spielt die Band.

Estranged

Estranged ist der dritte und letzte Teil der Trilogie, wird aber im Allgemeinen als Part IV of the Trilogy bezeichnet, da das Musikvideo ein anderes Konzept besitzt als die vorhergegangenen. Dies ist damit zu begründen, dass Axl Rose sich in der Zwischenzeit von Stephanie Seymour getrennt hat und somit keine Fortsetzung des eigentlichen Entwicklungsstrangs möglich ist.

Dieses Video ist das mit Abstand teuerste und aufwändigste, das die Band in ihrer Geschichte gedreht hat. Gedreht wurde unter anderem in Axls Villa, während eines Konzerts im Münchner Olympiastadion, auf den Bahamas und in Los Angeles zwischen dem 26. Juni und dem 19. August 1993.

The Garden

In dem Musikvideo zu The Garden sieht man Axl Rose, Slash, Matt Sorum, Gilby Clarke und Duff McKagan in New York. Die ganze Handlung des Videos dreht sich um Drogen, Sex und Gewalt. Außerdem singt Alice Cooper mit.

Since I Don’t Have You

Die erste Single aus dem fünften Studioalbum von Guns N’ Roses ist eine Coverversion des Doo Wop-Songs der Skyliners aus dem Jahr 1959.

Der Schauspieler Gary Oldman spielt in dem Video mit.

Use Your Illusion Tour

Siehe: Use Your Illusion Tour

Diskografie

Studioalben

Konzertalben

Kompilationen

  • 2004: Greatest Hits (Best Of) (15. März 2004)

Videos

  • 1992: Use Your Illusion I (World Tour - 1992 In Tokyo), (DVD/VHS/LD)
  • 1992: Use Your Illusion II (World Tour - 1992 In Tokyo), (DVD/VHS/LD)
  • 1998: Welcome to the Videos (DVD/VHS)
  • 2006: Live in Lisboa (DVD)

Singles und EPs

  • 1986: Live ?!*@ Like a Suicide EP
  • 1987: It’s So Easy
  • 1987: Welcome to the Jungle
  • 1987: Live from the Jungle EP
  • 1987: Sweet Child o’ Mine
  • 1988: Paradise City
  • 1989: Patience
  • 1989: Nighttrain
  • 1991: You Could Be Mine
  • 1991: Don’t Cry
  • 1991: Live and Let Die
  • 1992: November Rain
  • 1992: Knockin’ On Heaven’s Door
  • 1993: Yesterdays
  • 1993: The Civil War EP
  • 1993: Ain’t It Fun
  • 1994: Estranged
  • 1994: Since I Don’t Have You
  • 1994: Sympathy for the Devil
  • 1999: Oh my god (US only)
  • 2008: Chinese Democracy
  • 2008: Better

Unveröffentlichte Lieder

Im Laufe der Jahre, in denen G N’ R auf Tournee war, kam es immer wieder vor, dass die Band auch Lieder spielte, welche sich auf keinem der regulär erhältlichen Alben befinden. Von den meisten dieser Lieder existiert eine Aufnahme auf einem Bootleg. Einige der Songs waren fester Bestandteil der Setlist, so wurde zum Beispiel „Sail away sweet sister“ praktisch immer als Intro zu „Sweet Child o’ Mine“ gespielt. Andere gelten als absolute Rarität, zum Beispiel wurde das Queen-Cover „Bohemian Rhapsody“ nur einmalig auf dem „Freddie Mercury Tribute Concert gespielt (Axl Rose im Duett mit Elton John). Unveröffentlichte Lieder (teils Covers) sind:

Ain’t going down, Anxious Disease, Always on the run, Bad Time, Blues Jam, Bohemian Rhapsody, Born to be wild, Bring it back home, Come together, Cornshucker, Crash Diet, Dead Flowers, Dead, Jail or rock n’ roll, Drift away, Dust in the wind, Everything, Fallen Angel, Free fallin’, Godfather Theme, Good night tonight, Happiness is a warm gun, Heartbreak Hotel, Honky Tonk Women, I did you no wrong, Imagine, Indiana Ain't My Kinda Town, I keep smiling, I was only joking, It’s all right, It tastes good, don’t it?, Jumping Jack Flash, Just another Sunday, Let it be (guitar), Lucy In The Sky With Diamonds, Marseilles, Mongoloid, Mother, One, Only women bleed, Piece of me, Roadhouse Blues, Rock N’ Roll, Sail Away Sweet Sister, Sailing, Salt of the earth, Sentimental Movie, Tie your mother down, Train kept a rollin’, Too fast to live, Too much, too soon, Under my wheels, Voodoo Child, We will rock you, You shook me All Night Long

Da obige Songs noch mit der alten Line-Up gespielt wurden, ist es nicht wahrscheinlich, dass diese Songs noch jemals veröffentlicht werden.

Begleitliteratur

  • Mick Wall: Guns N’ Roses, Shotgun Blues. Lügen, Fakten und der unzensierte Rest. Hannibal, St.Ändrä-Wördern 1992, ISBN 3-85445-071-0 (Bericht über die Frühzeit der Band bis zum Abheben der großen Erfolge, basiert zu einem guten Teil auf Interviews mit Bandmitgliedern. Wall, vom Magazin Kerrang, wird im Song „Get in the ring“, der vor der o.a. Buchveröffentlichung erschien, neben Andy Secher von Hit Parader und Bob Guccione Jr. von Spin von der Band selbst als Lügner dargestellt).
  • Marc Canter, Reckless Road : Guns N'Roses and the making of Appetite for Destruction, 2007.
  • Slash & Anthony Bozza: Slash, HarperEntertainment, ISBN 978-3-927638-45-7
  • Mick Wall, W. Axl Rose: The Unauthorised Biography, Sidgwick & Jackson, 2007.
  • Mick Wall, Guns N’ Roses: The Most Dangerous Band In The World, Sidgwick & Jackson, 1991.
  • Danny Sugerman, Appetite for Destruction : the days of Guns N'Roses, 1991.
  • Robert John, Guns N'Roses : the photographic history, 1993.
  • Nick Kent, L'Envers du rock, éditions Austral, 1996.

Siehe auch

  • Velvet Revolver - Neue Band bestehend aus den Ex-Mitgliedern Slash, McKagan und Sorum

Einzelnachweise

  1. http://leisureblogs.chicagotribune.com/turn_it_up/2008/10/guns-n-roses-re.html
  2. http://riaa.com/goldandplatinumdata.php?table=tblTopArt
  3. http://news.sky.com/skynews/Home/Showbiz-News/Guns-N-Roses-To-Release-New-Album---Axl-Rose-Is-The-Only-Original-Remaining-Member/Article/200810415127112
  4. http://www.niggli-aigner.ch/page34/page38/files/faq.pdf
  5. Essi Berelian: The Rough Guide to Heavy Metal: Every String-Shredding Style, from Death Metal to Classic Rock, S.143, Rough Guides, 2005, ISBN 1-84353-415-0
  6. http://www.laut.de/wortlaut/artists/g/guns_n_roses/biographie/index.htm
  7. http://www.golem.de/0812/64151.html

Weblinks


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