Google


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Google-Logo.svg

Bildschirmfoto der Google-Website

www.google.com/de
www.google.com (englisch)
Kommerziell ja
Beschreibung Internet-Suchmaschine
Registrierung optional (Google-Konto)
Sprachen 124 (inklusive Varianten und Kunstsprachen)
Eigentümer Google Inc.
Erschienen 27. September 1998 (Vorläufer BackRub 1996)

Google ist eine Suchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens Google Inc. Übereinstimmende Statistiken zeigen mit Marktanteilen von mehr als 80 Prozent aller weltweiten Suchanfragen Google als Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen.[1][2][3] Der Vorläufer BackRub startete 1996, seit September 1998 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google online.[4] Seitdem hat sich ihre Oberfläche nur geringfügig verändert. Durch den Erfolg der Suchmaschine in Kombination mit kontextsensitiver Werbung aus dem AdSense-Programm konnte das Unternehmen Google Inc. eine Reihe weiterer Software-Lösungen finanzieren, die über die Google-Seite zu erreichen sind. Die Suche ist allerdings nach wie vor das Kern-Geschäftsfeld von Google. Zeitweise verwendete der Konkurrent Yahoo gegen Bezahlung die Datenbanken von Google für die eigene Suche.

Inhaltsverzeichnis

Der Name „Google“

Etymologie

Die Bezeichnung Google basiert auf einem Wortspiel, manche Quellen sprechen auch von einem Rechtschreibfehler, mit der amerikanischen Aussprache des Wortes googol.[5] Milton Sirotta, der Neffe des amerikanischen Mathematikers Edward Kasner, hatte den Ausdruck im Jahr 1938 geprägt, um der Zahl mit einer Eins und hundert Nullen (10100) einen Namen zu geben. Die Google-Gründer wiederum suchten eine treffende Bezeichnung für die Fülle an Informationen, die ihre Suchmaschine im Web finden sollte.[4]

Das Verb „googeln“

Der Rechtschreib-Duden nahm das Verb googeln (sprich: [ˈɡuːgl̩n] „guhg(e)ln“) 2004 in die 23. Auflage auf.[6]

2006 forderte Google Zeitungs- und Wörterbuchredaktionen auf, „to google“ oder „googeln“ nicht allgemein als die „Suche im Internet“ zu bezeichnen, um einer Gattungsbegriffbildung und damit dem Verlust des Markenschutzes vorzubeugen. Auf eine Bitte von Google wurde der Eintrag in der 24. Auflage des Dudens als „mit Google im Internet suchen“ genauer definiert.[7]

Arbeitsweise der Google-Suche

Erstes Google-Serverrack, ausgestellt im Computer History Museum

Indizierung von Internetseiten

Die Google-Suchmaschine folgt mit Hilfe von Webcrawlern den gefundenen Links und versucht so, möglichst viele publizierte Seiten in ihren Suchindex aufzunehmen. Zum Umfang dieser Datenbank siehe Indexgröße. Dabei werden die Seiten nach Suchbegriffen und Schlüsselworten aufgegliedert.

Sortierung der Suchergebnisse

Google zielt darauf ab, den Nutzern die Suchergebnisse nach Relevanz sortiert zu liefern. Der Sortieralgorithmus der Suchergebnisse stützt sich unter anderem auf ein patentiertes Verfahren, das den sogenannten PageRank-Wert errechnet. Dieser repräsentiert die Linkpopularität, d. h. er gibt an, wie gut und von wem ein Dokument verlinkt ist.

Neben dem PageRank werden weitere Faktoren in die Sortierung einbezogen, so wird z. B. das Auftreten der Suchbegriffe im Dokumententitel oder in Überschriften gewertet. Des Weiteren spielt die Verwendung der Begriffe als Ankertext in verweisenden Dokumenten eine große Rolle. Letzteres wird bei Google-Bomben missbraucht. Google gibt an, mehr als 200 Faktoren in die Berechnung einfließen zu lassen.[8]

Die exakte Funktionsweise der Ergebnissortierung ist Googles Betriebsgeheimnis, nicht zuletzt, um Manipulationen durch Website-Betreiber zu erschweren, die die eigene Seite auf den Ergebnisseiten möglichst weit nach oben bringen möchten. Die Suchmaschinenoptimierung beschäftigt sich mit Methoden, dies zu erreichen.

Die Wochenzeitung Die Zeit kritisierte im Juni 2011: „Wenn wir mit Google suchen oder Neuigkeiten bei Facebook lesen, passt das Netz sich unmerklich unseren Vorlieben an. Was bedeutet diese Verengung der Welt?“[9]

Einschränkungen aufgrund Datenschutz

Das politische Umfeld erlaubt teilweise nicht, dass alle Suchergebnisse angezeigt werden. Beispielsweise können in der Schweiz private Personen eine Löschung eines Links fordern, sofern ein Link im Zusammenhang mit der eigenen Person im Suchergebnis von Google erscheint. Diesbezüglich muss sich Google Inc. an das Bundesgesetz über den Datenschutz halten.

Verschlüsselte Suchanfragen

Im Oktober 2011 hat Google angekündigt, Suchanfragen auf eine verschlüsselte Verbindung umzustellen, damit Angreifer im gleichen Netzwerk keine persönlichen Daten der Anwender mitlesen können.[10] Im ersten Schritt soll die Google-Suche über HTTPS für alle Personen mit Google-Konto aktiviert werden, nicht angemeldete Nutzer müssen weiterhin direkt die HTTPS-Adresse aufrufen.[11]

Design

eine Beispiel-Suchanfrage bei Google

Das Design von Google ist einfach gestaltet und bietet einige nützliche Funktionen:

  • Wenn der Benutzer ein Suchwort eintippt, werden die am häufigsten gesuchten Begriffe und Ergebnisse sofort unter dem Tippfeld angezeigt. Dieses Verfahren heißt Google Instant.
  • Auf der Ergebnisseite wird links eine Leiste angezeigt, mit der man schnell zu Suchdiensten wie der Bildersuche wechseln kann.
  • Mit dem Klick auf Auf gut Glück, ohne dass etwas in die Suchleiste eingegeben wird, wird man zur Seite aller Doodles weitergeleitet.[12]

Google hat ein einfaches Logo. Auf ihm ist das Wort „Google“ zu sehen, geschrieben in vier Farben: blau für die beiden Buchstaben „G“, rot für das „o“ und „e“, gelb für das zweite „o“ und grün für das „l“. Das Logo wurde bisher einige Male leicht geändert. Die Schrift im Logo heißt Catull und wurde 1982 von Gustav Jaeger für die H. Berthold AG gestaltet.[13]

Hintergrundbilder für die Startseite

Seit dem 3. Juni 2010 bietet Google für Nutzer mit einem Google-Konto die Möglichkeit, statt des weißen Hintergrundes ein persönliches Hintergrundbild einzufügen. Am 10. Juni 2010 versuchte Google den ganzen Tag stündlich wechselnde Hintergrundbilder auf der Startseite anzuzeigen. Diese Werbeaktion wurde aber vorzeitig abgebrochen, da die Nutzer durch die Änderung irritiert waren.[14]

Technik

Hardware-Architektur

Google Data Center in The Dalles, Oregon. Im Vordergrund die Hochspannungsanlage zur Stromversorgung

Google Inc. betreibt weltweit eine Reihe von Rechenzentren, die jeweils die komplette Funktionalität der Suchmaschine enthalten. Eine Benutzeranfrage wird, gesteuert durch das Domain Name System, im Idealfall an das netztopologisch nächste Rechenzentrum – nur manchmal mit dem geografisch nächstgelegenen identisch – geleitet und von diesem beantwortet. Fällt ein Rechenzentrum komplett aus, können die verbleibenden Rechenzentren die Last übernehmen.

Die Standorte sind derzeit:

Jedes Rechenzentrum besteht aus einem Computercluster. Die verwendeten Rechner sind IBM-kompatible Personal Computer, bestehen also aus preiswerten Standardkomponenten. Hier kommt das selbstentwickelte Google File System zum Einsatz, eine verteilte Architektur, bei der alle Daten mehrfach redundant auf verschiedenen Geräten gespeichert sind. Ist einer der Rechner oder nur eine Festplatte eines Rechners ausgefallen, werden die entsprechenden Daten von einer anderen Stelle im Cluster auf einen Ersatzrechner kopiert und die ausgefallene Hardware-Komponente kann im laufenden Betrieb ausgetauscht werden, ohne dass Ausfälle entstehen. Das Gesamtsystem ist skalierbar, d. h. dass nach Bedarf weitere Rechner und Festplatten hinzugefügt werden können.

Durch Ablage der einzelnen Datenstrukturen (Indizes, Dokumentenkopien, Verzeichnisse aller Art) auf verschiedenen Rechnern und die große Anzahl verfügbarer Einzelrechner lassen sich Anfragen sehr schnell beantworten, da durch die Parallelisierung der zu erledigenden Arbeit nur ein Bruchteil der Zeit benötigt wird, die ein einzelner Rechner benötigen würde. Praktisch beschäftigen sich bis zu 1000 Einzelrechner mit jeder Suchanfrage. Eine Antwortzeit von höchstens einer halben Sekunde wird als Richtwert angestrebt. Die schnelle Lieferung von Ergebnissen hatte auch frühzeitig zur Popularität von Google beigetragen. Die Konkurrenz ließ sich mit der Anfragebeantwortung oft mehr Zeit. Insbesondere bei inkrementellen Anfragen, also immer weiter verfeinerten Anfragen des Benutzers, der das jeweils vorherige Suchergebnis berücksichtigt, ist die Zeitersparnis insgesamt deutlich spürbar.[15]

Software

Als Betriebssystem wird eine funktionsreduzierte Variante der Linux-Distribution Red Hat verwendet.[16] Die Programmiersprachen C, C++ und Python sind die wesentliche Basis der Implementierung der proprietären Suchmaschinensoftware.

MapReduce

Der zentrale Aspekt aller verteilten Google-Anwendungen, allen voran die Indizierung des Internets und die Suche darin, ist der von Google entwickelte Algorithmus MapReduce für die automatisierte Parallelisierung von Arbeitsaufträgen in Clustern.[17] Der Entwickler muss bei diesem speziellen Programmierstil nur zwei Hooks implementieren, die, in Anlehnung an entsprechend benannte und ähnlich arbeitende Funktionen der LISP-Sprachfamilie, map und reduce genannt werden.

Die Map-Funktion erzeugt dabei in allen entsprechend entworfenen Anwendungen aus dem gesamten Input (zum Beispiel der Gesamtheit aller betrachteten Webseiten) eine Liste von Zwischenresultaten in Form von Wertepaaren, die einen Schlüssel mit einem symbolischen Wert kombinieren. Zum Beispiel wird so für jedes Vorkommen von „Wert“ in einem Text ein Paar ('Wert','1') erzeugt – jedes Mal, wenn die Funktion auf das Wort trifft. Die Menge der Zwischenresultate wird dann durch die Reduce-Funktion derart reduziert, dass mit jedem Schlüssel nur noch ein symbolischer Wert assoziiert ist, der sich aus der Menge aller symbolischen Werte für diesen Schlüssel in den Zwischenergebnissen ergibt. Eine typische Aufgabe wäre, unter Rückgriff auf das Beispiel weiter oben, alle (beispielsweise 43) Paare ('Wert','1') je Schlüssel zu einem einzigen Paar pro Schlüssel zu kombinieren – etwa ('Wert','43').[18]

Die Leistung von MapReduce ist nun, dass alle anderen Aufgaben, die mit der Parallelisierung dieser Aufgaben zusammenhängen und sich prinzipiell für alle solch parallelisierten Anwendungen wiederholen, vom Framework übernommen werden. Es kümmert sich um die Verteilung der Funktionalitäten, der Daten und Zwischenergebnisse und um das Sammeln der Ergebnisse und beinhaltet zudem Maßnahmen zur Fehlerbehandlung durch redundante oder wiederholte Ausführung[19][20], z. B. wenn ein einzelner Rechner ausfällt oder so schlechte Leistungen zeigt, dass er die Fertigstellung des Gesamtergebnisses übermäßig verzögern würde.

Google selbst setzt den Algorithmus in steigendem Maße für seine eigene Arbeit ein. Nach Einführung von MapReduce im Jahre 2003 hatte sich die Anzahl der Produktionsanwendungen in der Code-Bibliothek von Google innerhalb von zwei Jahren auf fast 1000 Anwendungen deutlich vervielfacht.[21] In der zentralen Anwendung, dem Aufbau des Dokumenten-Indexes für die Suchmaschine selbst, sind 24 Instanzen von MapReduce hintereinander geschaltet.[22]

Indexgröße

Die ungefähre Anzahl der Dokumente im Index der Websuche wurde während der ersten sieben Jahre unten auf der Hauptseite eingeblendet.

Zeitpunkt Ungefähre Anzahl der
Dokumente im Index
Januar 1998
(Unternehmensgründung)
25.000.000[23]0
August 2000 1.060.000.000000
Januar 2002 2.073.000.000000
Februar 2003 3.083.000.000000
September 2004 4.285.000.000000
November 2004 8.058.044.651000

Außerdem existierte im Juni 2005 nach eigener Aussage ein Index von 1.187.630.000 Bildern, einer Milliarde Usenet-Artikeln, 6600 Katalogen und 4500 Nachrichtenquellen.

Seit dem siebten Geburtstag des Unternehmens Google im September 2005 wird die Größe des Index nicht mehr auf der Hauptseite angezeigt, da laut Eric Schmidt keine eindeutige Zählweise existiert.[24] Im Juli 2008 ermittelte Google nach eigenen Angaben[25] das Vorhandensein von mehr als einer Billion URLs im World Wide Web.

Suchdienstleistungen für Portale

Googles Suchtechnik wird auch an Internetportale lizenziert, um dort eine Websuche anbieten zu können, ohne dass die Benutzer das Portal verlassen müssten.

Google Appliance

Mit der Google Appliance verkauft Google seine Suchtechnologie an Unternehmen, die sie in deren Intranet einsetzen können. Bei der Appliance handelt es sich um einen Server mit vorinstallierter Software, der im unternehmenseigenen Netz dieselbe Aufgabe übernimmt, die Google für das World Wide Web leistet. Dokumente werden im Index vorgehalten und Suchanfragen beantwortet.

Gebrauch der Suchmaschine

Zusatzfunktionen

Die Hauptanwendung von Google ist die Suche nach Internetseiten, Google bietet aber auch andere Funktionen:

Taschenrechner
Bei Eingabe einfacher mathematischer Schreibweisen wie z. B. „2+5(4/5)^8“ gibt Google standardmäßig keine Seiten aus, in denen diese Formulierung vorkommt, sondern gibt das Ergebnis der Rechnung (= 2.8388608) zurück.
Einheitenrechner
Man kann auch Einheiten umrechnen lassen: z. B. „inch in cm“, „usd in euro“ oder auch komplizierter „l/100km in miles/gallon
Rechtschreibprüfung
Google liefert bei falsch geschriebenen Wörtern einen Vorschlag zur richtigen Schreibweise („Meinten Sie …“). Die Empfehlung beruht auf einem phonetischen, vollautomatisierten Vergleich, was teilweise zu abwegigen Vorschlägen führen kann.
Adressen-Suche
Wer eine Adresse bei der Google-Suche eingibt, bekommt diese auf der Karte gezeigt.
Übersetzer
Beim Eingeben von „Translate“ und einem beliebigen Wort übersetzt Google dieses automatisch.

Folgende Funktionen stehen nicht in allen landesspezifischen Versionen von Google zur Verfügung. Unter anderem können sie in den Google-Mutationen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz verwendet werden:

Kinopläne
Durch die Eingabe von „Kino“ und dem entsprechenden Ort erhält man aktuelle Kinopläne aller ortsansässigen Kinos. Es werden dabei Angaben zu Film, Uhrzeiten, FSK und Genre gemacht.
Wetter
Durch die Eingabe von „Wetter“ und dem Namen der Stadt erscheint der Wetterbericht für die kommenden drei Tage.

Erweiterte Benutzung

Es kann zusätzlich zur einfachen Such-Syntax eine erweiterte Syntax in die Suchmaske eingegeben bzw. größtenteils auch über die „erweiterte Suche“ zusammengeklickt werden. Folgende teils undokumentierte Schlüsselbegriffe sind derzeit bekannt. Diese Schlüsselbegriffe werden durch einen Doppelpunkt „:“ gekennzeichnet.

Google-Schlüsselbegriffe
Schlüsselbegriff Funktionsweise
cache: Gibt nur die von Google gespeicherten Seiten aus. Das kann zum Beispiel bei Portalen mit häufig wechselnden Inhalten nützlich sein. Der Link, den man bei Google findet, führt manchmal auf eine Seite, deren Inhalte sich inzwischen geändert haben oder gar gelöscht wurden. Die Inhalte sind aber über einen bestimmten Zeitraum noch bei Google gespeichert und können dort gelesen werden.
define: Durchsucht Internet-Enzyklopädien wie Wikipedia und andere nach einer Definition des Suchbegriffes.
filetype: oder ext: Sucht nach Dokumenten mit bestimmten Dateiendungen. Beispiel: Geschäftsbericht filetype:xls . Möglich sind grundsätzlich alle Dateiendungen. Google kann derzeit aber nur in folgende Formate „reinschauen“: PS, PDF, AI, DOC, PPT, XLS, SWF, sowie alle textbasierten Dateien wie RTF, TXT, ASP, PHP, CGI, HTML, LOG, INI, JS usw.
inanchor: Sucht nach den Begriffen nur in Links. Oftmals führt ein Link mit einer bestimmten Bezeichnung präziser zu einem Ziel, als wenn die Bezeichnung irgendwo im Text vorkommt.
allinanchor: Wie inanchor:, wobei mehrere Begriffe angegeben werden können und diese alle im Text vorkommen müssen.
info: Gibt Informationen zu einer bestimmten Seite zurück. Die Informationen bestehen aus der Google-typischen Darstellung eines Suchergebnisses mit Titellink, Snippet und (Sub-) Domain sowie einer Reihe von Links zu Abfragen mit anderen Schlüsselbegriffen. Beispiel: info:google.com
inurl: Gibt Seiten zurück, bei denen der Suchbegriff in der URL auftaucht. Beispiel: "Max Mustermann" inurl:impressum
intitle: Sucht nach Dokumenten, bei denen der oder die Suchbegriffe nur im Titel der Datei vorkommen. Beispiel: intitle:"Bearbeiten von Google"
intext: Sucht nach Dokumenten, bei denen der oder die Suchbegriffe nur im Text der Datei vorkommen. Beispiel: intext:"Bearbeiten von Google"
link: Gibt alle Seiten aus, die auf eine bestimmte Seite verlinken. Beispiel: link:wikipedia.org
Diese Ausgabe kann dazu verwendet werden, um den Page Rank zu optimieren oder verwandte Seiten zu finden.
site: Mit diesem Schlüsselbegriff lässt sich die Suche auf eine bestimmte Domain eingrenzen, zum Beispiel falls eine Homepage keine eigene Suchfunktion hat (Beispiel: Desoxyribonukleinsäure site:de.wikipedia.org) oder zur Suche innerhalb einer Top-Level-Domain.
related: Sucht nach ähnlichen Seiten (Beispiel: related:de.wikipedia.org)

Die angewendeten Suchformeln lassen sich auch in Form der URL, die Google bei einer Suche ausgibt, speichern bzw. wiederholen und verlinken. Weitere Funktionen bieten die zusätzlichen Google-Funktionen.[26]

Ergebnisse

Google zeigt zehn Suchergebnisse je Seite an. Die Darstellungsform eines Treffers kann sich unterscheiden, normalerweise wird der Titel, die Zusammenfassung und der Link angezeigt. Google schränkt die Anzeige von Treffern auf maximal 1000 ein. Seit dem 11. November 2010 gibt es auch die Möglichkeit, mithilfe der Vorschau-Funktion auf der Suchergebnisseite eine Voransicht einer Website einzusehen, indem man mit dem Cursor über die einzelnen Ergebnisse fährt.

Google +1

Ende März 2011 stellte Google-Mitarbeiter Matt Cutts der Öffentlichkeit den neuen Dienst Google +1 vor. Ähnlich dem Gefällt mir-Button von Facebook können angemeldete Nutzer Suchergebnisse und Anzeigen mit einem Klick auf den +1-Knopf markieren. Daraufhin wird das Suchergebnis in eine Merkliste im eigenen Google-Profil aufgenommen, außerdem werden andere Nutzer mit dem Hinweis informiert, dass dieses Ergebnis jemandem gefällt. Befindet sich der entsprechende andere Nutzer über einen anderen Google-Dienst in Verbindung mit ersterem, so wird ihm zusätzlich der Name und das Profilfoto des Nutzers angezeigt, dem das Suchergebnis gefällt. Dieser Dienst ist auch auf externen Webseiten verfügbar. Google +1 ist unter anderem auch in Deutschland verfügbar.[27]

Einbettungen der Google-Suche

Easter Eggs

Die Programmierer haben in den Suchalgorithmen Easter Eggs, also scherzhafte Überraschungen, versteckt. Einige Beispiele:

  • Bei der Suche nach “answer to life, the universe and everything” erhält man das Ergebnis 42. Dies ist eine Anspielung auf Douglas Adams’ Werk Per Anhalter durch die Galaxis, in dem 42 die Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und allem“ ist.
  • Sucht man nach “number of horns on a unicorn” (deutsch: „Anzahl der Hörner eines Einhorns“) wird ebenfalls eine mathematische Berechnung angezeigt, natürlich mit dem Ergebnis 1.
  • Easter Eggs lassen sich auch kombinieren: Gibt man “number of horns on a unicorn multiplied by the answer to life the universe and everything furlongs” ein, so erhält man wieder eine mathematische Berechnung, die “8.449056 kilometers” ergibt.
  • Die Suche nach “once in a blue moon zeigt eine mathematische Berechnung mit dem Ergebnis 1.16699016 × 10-8 Hertz.
  • Bei der Suche nach “do a barrel roll” (deutsch: „Eskimo-Rolle“) dreht sich die gesamte Ergebnisseite einmal um ihre eigene Achse.
  • Sucht man nach tilt oder askew neigt sich die Ergebnisseite nach rechts.
  • Die Sprachversionen von Google werden auch in klingonisch, elmer fudd, pirate, hacker und bork angeboten.
  • Wenn man auf der englischen Google-Seite nach “recursion” (deutsch: „Rekursion“) sucht, wird als Vorschlag Did you mean: recursion (deutsch: „Meinten Sie: Rekursion“) angezeigt, obwohl das Wort richtig geschrieben ist. Klickt man nun darauf, bekommt man dieselbe Seite wieder angezeigt, wieder mit demselben Vorschlag. Unterhalb des Hinweises erscheinen wie üblich die Suchergebnisse.
  • Wenn man bei Google Maps eine Route von Japan in die USA sucht, wird neben den „normalen“ Routeninformation auch „Mit dem Kajak über den Pazifik“ angezeigt.

Google Doodle

Zu besonderen Anlässen, wie dem Tag der Erde oder dem Jahrestag des ersten Fluges der Montgolfière, wird das Google-Logo seit 2000 vom Mitarbeiter Dennis Hwang verändert. Diese themenbasierten Logos werden auch Google Doodle (deutsch: Gekritzel) genannt. Zusätzlich sind diese Logos statt mit der Google-Homepage mit einer Suchanfrage mit dem entsprechenden Thema als Suchtitel verlinkt. Normalerweise ist ein Google-Doodle so lange, wie der Anlass gegeben ist, auf der Google-Seite zu sehen.

Zur Fußball-Europameisterschaft 2008 veranstaltete Google erstmals in Deutschland einen Wettbewerb namens Doodle4Google, bei dem Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren aufgerufen wurden, ein Logo zur EM zu gestalten. Das Gewinnerlogo wurde am Tag des EM-Finales auf der deutschen Google-Startseite gezeigt. In anderen Ländern gab und gibt es ähnliche Wettbewerbe. Weitere Wettbewerbe in Deutschland folgten, so veranstaltete Google zum 20-jährigen Jubiläum des Tags der Deutschen Einheit erneut einen Wettbewerb, bei dem das Thema Deutschland im Mittelpunkt stand. Der Wettbewerb wurde auch zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 veranstaltet. Der Gewinner war am 13. Mai 2010 auf der Google-Startseite von Deutschland zu sehen. Erstmals startete auch ein internationaler Wettbewerb, bei dem alle Gewinner der einzelnen Länder mitspielten. Der Gewinner dieses Wettbewerbs war am 11. Juli 2010 mit seinem Doodle auf den Google-Startseiten weltweit zu sehen.

Anlässlich des 30. Geburtstags des Arcade-Spiels Pac-Man wurde vom 21. bis 23. Mai 2010 erstmals ein interaktives Spiel als Doodle präsentiert. Die in JavaScript programmierte Version des Klassikers umfasste alle 255 Level des Spiels, inklusive einer Zwei-Spieler-Version mit Ms. Pac-Man. Die Schaltfläche „Auf gut Glück“ wurde in der Zeit in „Münze einwerfen/Insert Coin“ umbenannt, mit der das Spiel gestartet wurde.

Zum Geburtstag von John Lennon gab es am 8. Oktober 2010 erstmals ein Video.

Am 9. Juni 2011 folgte eine spielbare E-Gitarre. Diese ließ sich mit der Tastatur oder der Maus bedienen. Anlass war der Geburtstag von Les Paul.

Manipulation der Suchergebnisse

Aufgrund seiner bedeutenden Marktposition ist Google ein häufiges Ziel von Suchmaschinen-Spamming. Dabei wird versucht, gute Positionen bei möglichst vielen Suchbegriffen zu erzielen. Diese Suchbegriffe haben oft nichts mit dem eigentlichen Inhalt der Seite zu tun. Manipulationen, die zum Zweck haben, das Ranking von Websites speziell bei Google zu verbessern, werden als Google Spamming bezeichnet. Versuche, konkurrierende Internetseiten aus den Google-Ergebnissen herauszukegeln, bezeichnet man als Google Bowling.

Google-Bombing

Bei einer Google-Bombe werden die Google-Suchergebnisse für eine bestimmte Webseite durch vielfaches Setzen von Links manipuliert. Google-Bomben werden vielfach eingesetzt, um Webseiten bestimmter Personen gezielt mit oft diffamierenden Schlagworten in Verbindung zu bringen.

Erstmals im größeren Umfang öffentlich wahrgenommen wurde die Möglichkeit der Suchmaschinenmanipulation im Zusammenhang mit einer Google-Bombe, die sich auf den amerikanischen Präsidenten George W. Bush bezog. Der Suchbegriff „miserable failure“[29] (zu Deutsch: „klägliches Scheitern“ oder „jämmerlicher Versager“) wurde von Bush-Gegnern mit seiner offiziellen Biografie verknüpft. Im Gegenzug versuchten Bush-Unterstützer dasselbe mit Michael Moore. Die Plätze wechselten seither gelegentlich.

Unlautere Suchmaschinen-Optimierung

Seit Januar 2006 geht Google stärker gegen unseriöse Methoden bei der Optimierung von Webseiten vor. Als erste Konsequenz des von Google-Mitarbeiter Matt Cutts[30] angekündigten verschärften Kampfes gegen Spam in Deutschland und anderen nicht-angelsächsischen Ländern entfernte die Suchmaschine die Online-Fahrzeugbörse Automobile.de und den Fahrzeughersteller BMW aus ihrem Index.[31] Ihnen wurde vorgeworfen, durch massiven Einsatz von Schlüsselwörtern (Spam), Doorway-Pages und JavaScript-Weiterleitungen Suchergebnisse zum eigenen Vorteil unlauter optimiert zu haben. Die Seite von BMW wurde bereits nach wenigen Tagen wieder in den Index aufgenommen, nachdem der Betreiber die strittigen Doorway-Pages entfernt hatte.[32]

Google variiert regelmäßig seine Algorithmen zur Bestimmung des Rankings, um den Missbrauch zu verhindern bzw. mindestens zu erschweren.

Ergebnisfilterung in Deutschland

Bereits seit einigen Jahren sind Suchergebnisse der Suchmaschine Google von Websites mit strafbaren oder jugendgefährdenden Inhalten bereinigt. Anfangs wurden wegen Urheberrechtsverletzung auch Seiten der Scientology-Kirche herausgefiltert. Mittlerweile entfernt Google alle Inhalte, für die jemand bei Google eine infringement notification (deutsch: „Rechtsverletzungsbescheid“) gemäß dem amerikanischen Digital Millennium Copyright Act einreicht.[33] Um wie viele Seiten es sich handelt und inwieweit derzeit eine Ausweitung auf andere Inhalte wie z. B. kinderpornografische oder politisch extremistische Inhalte stattfindet, ist nicht bekannt.[34][35] Die Filtertechnik von Google wird auch als SafeSearch-Filtertechnik bezeichnet. Dieser Name wurde erstmalig von Google verwendet. Weitere Suchmaschinen bieten heute diese Filtertechnik an, um jugendgefährdende und pornografische Inhalte auszufiltern.

Der Benutzer wird über einen Hinweis auf die Filterung der Suchergebnisse „aus Rechtsgründen“ aufmerksam gemacht. Dabei wird auf eine Erläuterung verwiesen, dass Google über unrechtmäßige Inhalte informiert wurde. Einzelheiten darüber sind im Hinweis verlinkt.[36]

Google Person Finder

Google Inc. ermöglicht mit dem Google Person Finder die Suche nach vermissten Verwandten und Bekannten. Das Tool wurde für die Opfer des Erdbebens in Japan angeboten, wurde aber auch schon beim Erdbeben von Neuseeland und dem Erdbeben in Haiti angeboten und benutzt. Der Person Finder ist eine moderne Version des Karteikarten-Suchverfahrens, das im Zweiten Weltkrieg benutzt wurde, in dem direkt an Hausruinen geschrieben wurde, wo man als Flüchtling Zuflucht gesucht hatte.

Derzeit (Stand: 15. März 2011) enthält diese Datenbank 202.400 Einträge.

Kritik an Google

Die Suchmaschine Google und Google Inc., die nach Gründung anfänglich eine sehr gute Presse hatten, werden in jüngerer Zeit häufig aufgrund von Datenschutzproblemen und allein aufgrund der monopolähnlichen Stellung im Suchmaschinenmarkt in Deutschland kritisiert. Google ist auch aufgrund der Selbstzensur in China heftiger Kritik ausgesetzt. So werden der Regierung nicht genehme Suchergebnisse herausgefiltert.

Literatur

Weblinks

 Commons: Google – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews Wikinews: Google – in den Nachrichten
 Wikiquote: Google – Zitate
Wiktionary Wiktionary: Google – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary Wiktionary: googeln – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Offizielle Seiten

Artikel über Google

Presseberichte

Einzelnachweise

  1. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,619398,00.html
  2. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/13117/umfrage/suchmaschinen-nach-anteil-der-suchanfragen-im-juni-2009/
  3. http://www.webhits.de/deutsch/index.shtml?/deutsch/webstats.html
  4. a b Google Corporate Information: Google Milestones. ([1], abgerufen am 12. April 2010).
  5. Der Triumph der grossen Zahl. Neue Zürcher Zeitung (25. April 2008). Abgerufen am 6. Mai 2008.
  6. Peter Zschunke: Googeln im neuen Duden. Artikel bei Stern.de http://www.stern.de/computer-technik/computer/?id=529233 Abgerufen am 7. Februar 2007
  7. Nie mehr „googeln“ – NachrichtenWebwelt – WELT ONLINE. ([2], abgerufen am 8. Februar 2008).
  8. Google: Technology Overview
  9. Die Zeit 23. Juni 2011 (Autor: Stefan Schmitt)
  10. Google setzt auf sichere Suchanfragen, abgerufen am 21. Oktober 2011
  11. Marking search more secure im offiziellen Google Blog
  12. Seite der Doodles, getestet am 29. Juni 2011
  13. Catull® Pro auf bertholdtypes.com
  14. http://www.golem.de/1006/75730.html Google bricht Werbeaktion ab
  15. Web Search for a Planet: The Google Cluster Architecture
  16. Susan Kuchinskas: Peeking Into Google. Artikel, 2. März 2005, Internet News http://www.internetnews.com/xSP/article.php/3487041 Abgerufen am 7. Februar 2007.
  17. MapReduce: Simplified Data Processing on Large Clusters
  18. Datenflussgraph MapReduce
  19. Fault-Tolerance: Re-Execution in MapReduce
  20. Redundant Execution in MapReduce
  21. Anwendung von MapReduce im Google Source Tree
  22. 24 sequentielle Instanzen von MapReduce im Production Indexing System
  23. Internet Archive Wayback Machine: Eintrag http://google.com. ([3], abgerufen am 8. Februar 2008).
  24. Elinor Mills: Google to Yahoo: Ours is bigger. 26. September 2005. Englisch. http://news.com.com/Google+touts+size+of+its+search+index/2100-1038_3-5883345.html
  25. Official Google Blog: We knew the web was big...
  26. Google-Funktionen: Übersicht http://www.google.at/intl/de/features.html
  27. Neuer Empfehlungsdienst: Google kontert Facebooks Mag-ich-Strategie Artikel auf SpiegelOnline vom 30. März 2011
  28. Google-Link: http://www.google.at/intl/de/searchcode.html
  29. Google-Suche: miserable failure. ([4], abgerufen am 8. Februar 2008).
  30. Matt Cutts: SEO Mistakes: Spam in other languages. ([5], abgerufen am 8. Februar 2008).
  31. Google setzt BMW vor die Tür - Golem.de. ([6], abgerufen am 8. Februar 2008).
  32. Google findet bmw.de wieder - Golem.de. ([7], abgerufen am 8. Februar 2008).
  33. Google: Digital Millennium Copyright Act (DMCA) – Benachrichtigung über eine Urheberrechtsverletzung in der Websuche und allen anderen Produkten. Abgerufen am 19. April 2009.
  34. Sascha Zäch: Google zensiert Suchresultate. PCtipp, 24. Oktober 2002, abgerufen am 19. April 2009.
  35. Burkhard Schröder: Google filtert: Zensur bei Suchmaschinen und jugendschutz.net. Telepolis, 22. Juli 2002, abgerufen am 19. April 2009.
  36. German regulatory body reported illegal material. 14. Dezember 2005, abgerufen am 19. April 2009.

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