Gleislose Lloyd-Bahn Brockau

Gleislose Lloyd-Bahn Brockau
Breslau–Brockau
Streckenlänge: 4,3 km
Legende
   
0,0 Breslau-Wolfswinkel
   
4,3 Brockau
Vertikale Leitungsanordnung beim System Lloyd-Köhler

Die Gleislose Lloyd-Bahn Brockau ist ein ehemaliger deutscher Oberleitungsbus-Betrieb – damals noch Gleislose Bahn genannt – im heute zu Polen gehörenden Schlesien. Sie war die erste Obus-Linie auf dem Gebiet der heutigen Republik Polen.

Die Anlage wurde am 16. März 1912 eröffnet und musste bereits 1914 kriegsbedingt wieder eingestellt werden. Die 4,3 [1] oder 4,4 [2] Kilometer lange Strecke verband den Breslauer (polnisch Wrocław) Stadtteil Wolfswinkel (polnisch Wilczy Kąt) im Stadtbezirk Krietern (polnisch Krzyki) mit der damals noch selbstständigen Gemeinde Brockau (polnisch Brochów, 1951 nach Breslau eingemeindet, heute ebenfalls Teil des Stadtbezirks Krietern). Betreibergesellschaft war die Gleislose Bahn Brockau GmbH, zum Einsatz kamen vier Motorwagen mit Radnabenmotoren und zwei Anhänger.[2]

Erbaut wurde die Bahn von der Gleislose Lloydbahnen Köhlers Bahnpatente GmbH aus Bremen, der Betrieb erfolgte somit nach dem seltenen System Lloyd-Köhler[1]. Bei diesem waren die beiden Drähte übereinander angeordnet (statt nebeneinander wie bei fast allen anderen Obus-Anlagen). Insgesamt existierten nur fünf Anlagen nach diesem System. Neben der hier behandelten Strecke waren dies die Bremen-Arster Bahn, die ebenfalls in Bremen verkehrende Parkbahn, die Ludwigsburger Oberleitungs-Bahn sowie der Betrieb im englischen Stockport.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b Gleislose Bahnen in: Enzyklopädie des Eisenbahnwesens, Band 5. Berlin, Wien 1914, Seiten 338-340
  2. a b Die Gleislose Lloyd-Bahn Brockau auf trolejbusy.strefa.pl

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