Friedrich Adolph Haage


Friedrich Adolph Haage
Friedrich Adolph Haage
Das Friedrich Adolph Haage Denkmal im Steiger, Erfurt 1934

Friedrich Adolph Haage (* 24. März 1796 in Erfurt; † 20. September 1866 in Erfurt) war ein deutscher Gärtner und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Haage“.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Friedrich Adolph Haage war Sohn von Johann Nikolaus Haage und Katharine Barbara Nehrlich. Seine Ausbildung zum Gärtner erhielt er durch Johann Heinrich Seidel (1744–1815), Hofgärtner von König Friedrich August II. von Sachsen. Nach den sich an die Lehre anschließenden Wanderjahren kehrte er nach Erfurt zurück. Hier erwarb er ein kleines Grundstück und gründete 1822 eine Handels- und Samengärtnerei unter dem Namen Friedrich Adolph Haage jun. Das erste Samenverzeichnis seiner Gärtnerei erschien 1824. Es gilt heute aber als verschollen.

Er entwickelte nicht nur ein Gespür für neue, erfolgversprechende Pflanzeneinführungen, sondern nutzte auch die technischen Möglichkeiten seiner Zeit aus. Er zählt zu den ersten deutschen Handelsgärtnern, der sich der Zeitungsanzeige als Werbemedium bediente. Eine besondere Leidenschaft entwickelte er für Kakteen, sammelte und vermehrte diese und besaß bald eine der größten Kakteensammlungen seiner Zeit.

Er war Mitbegründer des Erfurter Gartenbauvereins und wurde später dessen Ehrendirektor. Verdient machte er sich um den Erfurter Steigerwald. Gemeinsam mit August von Hedemann ließ er Wege im Waldgebiet anlegen, um dieses für die Erfurter Bürger zu erschließen. Aus Dank errichtete die Stadt für ihn ein Denkmal.

Seine Sammlung wurde von seinen Zeitgenossen wie Johann Wolfgang von Goethe, Franz Liszt und von Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt aufgesucht. Der Gartenunternehmer Ernst Benary begann bei ihm 1835 seine Ausbildung und blieb bis 1842 Mitarbeiter in seinem Betrieb.

Ehrentaxon

Ihm zu Ehren wurde die Kakteenart Mammillaria haageana benannt.

Quellen

Literatur

  • Ilsabe Schalldach: Die Familie Haage. 325 Jahre Gärtnereigeschichte. In: Martin Baumann, Steffen Raßloff (Hrsg.): Blumenstadt Erfurt. Waid - Gartenbau - iga/egapark. Sutton Verlag, Erfurt 2011, ISBN 978-3-86680-812-6, S. 74–107.

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