Freistilringen

Freistilringen
Freistilringen: Deutsche Briefmarke von 1991 anlässlich der EM in Stuttgart

Das Freistilringen ist eine Variante des Ringens, bei dem sich zwei Kontrahenten auf einer meist quadratischen Matte gegenüberstehen. Ein auf diese Matte gedruckter roter Kreis mit einem Durchmesser von etwa 3 m dient den Kämpfern als Orientierung. Als Kampfplatzbegrenzung dient ein weißer, ebenfalls auf die Matte gedruckter Ring, dessen Durchmesser ungefähr 6 m beträgt.

Der Kampf ist in drei zweiminütige Kampfabschnitte aufgeteilt.

Beide Kontrahenten starten den Kampf, indem sie sich gegenüberstehen. Der Kämpfer, der den ersten Punkt erzielt, wird in der nächsten Kampfperiode die Wahl haben: Er startet dann unter seinem Gegner auf den Knien, auf seinem knienden Kontrahenten oder wiederum stehend. Der Ringer, der in der ersten Periode den ersten Punkt verliert, trifft diese Entscheidung in der dritten Periode.

Im Gegensatz zur griechisch-römischen Stilart, die nur Griffe oberhalb der Gürtellinie gestattet, kann im freien Stil der Kontrahent am gesamten Körper angegriffen werden.

Verboten sind alle Aktionen, die die Gesundheit oder gar das Leben eines Ringers gefährden können: Schlagen, Treten, Würgen, Überdehnen der Gelenke, das Fassen einzelner Finger oder das Ziehen an Haaren oder Geschlechtsteilen. Auch darf der Gegner nicht zwischen Augenbrauen und Mund gefasst werden. Untersagt ist ebenfalls das Sprechen auf der Matte.

Geschichte

Schon 3000 v. Chr. gab es im alten China Ringerschulen. 708 v. Chr. wurde das Ringen in die Olympischen Spiele der Antike aufgenommen. Gerungen wurde im freien Stil, und gefährliche Griffe waren verboten. Freistilringen wurde 1904 in St. Louis olympisch.

Weblink

 Commons: Freistilringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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