Fort-Knox


Fort-Knox
Fort Knox

Das Fort Knox ist ein Stützpunkt der US Army im Bundesstaat Kentucky. Es ist vor allem als Lager für die Goldreserve des Schatzamtes der Vereinigten Staaten bekannt. Im Fort Knox liegt einer der größten Goldanteile der Welt, wobei in der Federal Reserve Bank of New York wahrscheinlich mehr Gold (auch von ausländischen Banken und Zentralbanken) liegt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Fort wurde im Jahr 1862 während des Bürgerkriegs erbaut und trug damals noch den Namen Fort Duffield. Nach dem Krieg wurde es vernachlässigt. Während des Ersten Weltkrieges wurde das Fort wieder in Betrieb genommen und vergrößert. Außerdem wurde es nach Henry Knox benannt, einem General des Unabhängigkeitskrieges und späteren Kriegsminister. Zeitweise umfasste das Fort 162 km², nach dem Krieg wurde der Betrieb jedoch wieder stark reduziert.

In den 1930er Jahren wurde aus dem Fort ein ständiger Standort für die mechanisierten Truppen. Die Vereinigten Staaten wollten gegenüber dem zu Beginn des Zweiten Weltkrieges stark mechanisierten Deutschen Reich aufholen. Um 1943 bestand Fort Knox aus 3820 Gebäuden auf einer Fläche von insgesamt 432 km².

Stationierte Einheiten

Goldlager

Das Goldlager (U. S. Bullion Depository) von außen.

Das Finanzministerium errichtete 1936 das an Fort Knox angrenzende Bullion Depository (Goldbarrenlager), ein zweistöckiges Gebäude aus 465 Kubikmetern Granit, 3200 Kubikmetern Beton, 750 Tonnen verstärktem Stahl und 670 Tonnen strukturellem Stahl[1]. Nach und nach wurde ein Großteil der US-Goldreserven dorthin verfrachtet, wozu rund 500 Eisenbahnwagen nötig waren. Hintergrund: Durch die Presidential Executive Order 6102 von 1933 wurde der private Besitz von Goldmünzen und Goldbarren verboten (bis zur Aufkündigung des Bretton-Woods-Systems 1973). Das Gold musste gegen Entschädigung in US-Dollar an das Finanzministerium abgeführt werden. Das so eingesammelte Gold musste sicher untergebracht werden. Die Baukosten betrugen 560.000 US-Dollar[1], nach heutigem Wert 7,5 Mio US-Dollar.

Heute sind 147,3 Millionen Feinunzen (ca. 4.580 t) Gold eingelagert, mit einem Wert von ca. 145 Milliarden US-Dollar (ca. 105 Milliarden Euro) (Stand: 04. Januar 2009)[2]. Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Fort Knox auch Goldvorräte einiger europäischer Länder sowie eine Abschrift der Magna Carta aufbewahrt. Es wurde lange Zeit vermutet, dass auch die britischen Kronjuwelen hier während des Krieges verwahrt wurden, was sich aber als Gerücht herausgestellt hat. Es gilt als nachgewiesen, dass die ungarischen Kronjuwelen 30 Jahre lang hier in einer einfachen Holzkiste aufbewahrt wurden. Ein ungarischer Soldat übergab sie nach dem Krieg an amerikanische Soldaten, da er die Beschlagnahmung durch die Sowjetunion befürchtete. Ebenfalls wurde die amerikanische Verfassung von 1941 bis 1944 in Fort Knox aufgewahrt.

Außerdem lagert dort Gold von diversen anderen Staatsbanken, so zum Beispiel der Deutschen Bundesbank.

Sicherheitssystem

Besucher haben keinen Zutritt. Ebenfalls ist das Fotografieren verboten. In der Geschichte des Lagers hatten selbst nur zwei Präsidenten Zutritt zu dem Gold: Franklin Roosevelt und Harry Truman, nachdem sie eine offizielle Anordnung ausgestellt hatten.

Über das Sicherheitssystem ist wenig bekannt. Selbst der Senator des Bundesstaates ist nicht informiert. Die Baupläne unterliegen der Geheimhaltung, nicht jedoch Fotografien während der Bauphase aus dem Jahr 1936.

Das Sicherheitskonzept stützt sich auf drei Arten:

  • aktiv durch hochmoderne Überwachungselektronik,
  • passiv aufgrund seiner Bauweise (eingegossene Stahlmatten) und Lage (im Landesinneren, fernab von Küsten) sowie
  • die unmittelbare Nähe zu einem Militärstützpunkt, welcher Teile der 1. US-Infanteriedivision mit etwa 10.000 Soldaten und 300 Panzern beherbergt.

Gesäumt wird das Gebäude von vier Wachtürmen an jeder Gebäudeecke, die nur von innen betreten werden können.

Den Eingang bildet eine 20 Tonnen schwere und ca. 60 cm dicke Tür aus sieben Schichten Stahl aus einer geheimen Legierung. Die gesamte zum Öffnen notwendige Zahlenkombination weiß kein einzelner Mensch komplett. Stattdessen muss eine nicht bekannte Anzahl Mitarbeiter unabhängig voneinander diverse Codes eingeben, um die Tür zu öffnen.

Hinter der Türe befinden sich 28 Einzelabteile die das Gold enthalten.

Film

In dem Spielfilm James Bond – Goldfinger geht es darum, wie der größte Goldschmuggler der Welt, Auric Goldfinger, in Fort Knox einbricht und versuchen möchte, die Goldreserven radioaktiv zu verseuchen, um den Wert seines eigenen Goldes zu vergrößern.

Weblinks

37.883333333333-85.9652777777787Koordinaten: 37° 53′ 0″ N, 85° 57′ 55″ W

Einzelnachweise

  1. a b http://www.treas.gov/education/fact-sheets/currency/fort-knox.html
  2. http://www.google.de/search?q=145++USD+in++%80&btnG Aktuelle Kursumrechnung mit Google

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