Flughafen St. Gallen-Altenrhein


Flughafen St. Gallen-Altenrhein
People’s Business Airport
St. Gallen-Altenrhein
Airport St. Gallen-Altenrhein.png
Kenndaten
IATA-Code ACH
ICAO-Code LSZR
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 20 km nordöstlich von St. Gallen
22 km westlich von Bregenz
23 km nordwestlich von Dornbirn
Straße A1 – Ausfahrt 85 – Rheineck
Basisdaten
Eröffnung 1927
Betreiber Airport Altenrhein AG
Terminals 1
Passagiere 104'087 (2008)[1]
Flug-
bewegungen
27'940 (2008)[1]
Start- und Landebahnen
10R/28L 1500 m × 30 m Asphalt
10L/28R 600 m × 23 m Gras

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Der Flughafen St. Gallen-Altenrhein (Markenname People’s Business Airport) ist ein regionaler Flugplatz in der Ostschweiz in Altenrhein SG, Gemeinde Thal, rund 10 km nordöstlich von St. Gallen und unmittelbar an der Grenze zum Nachbarland Österreich und am Ufer des Bodensees gelegen. Im Sinne des schweizerischen Rechts steht die Konzessionierung als Regionalflugplatz noch aus.[2]

Inhaltsverzeichnis

Flughafen St. Gallen-Altenrhein in Zahlen

Übersichtskarte zur Lage des Flughafens

Der Flughafen St. Gallen-Altenrhein verfügt über eine Start- und Landebahn 10/28 von 1500 m Länge und 30 m Breite. 2005 wurden 105'425 Passagiere gezählt. Im Jahre 2004 benutzten insgesamt rund 109'000 Passagiere den Flughafen – es wurden 30'000 Flugbewegungen gezählt. 2003 waren es 30'600 Flugbewegungen (35'000 im Jahr davor) mit 108'500 Passagieren (111'000 im Jahr davor).

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Fluggesellschaft Austrian verbindet St. Gallen-Altenrhein mit drei Linienflügen pro Tag mit Wien. Die Betreibergesellschaft hat diese Zusammenarbeit auf März 2011 gekündigt und beabsichtigt, diese Linie in Eigenregie durch die Fluggesellschaft Peoples Viennaline zu betreiben. [3] Da für eine einseitig erklärte Beendigung des Vertrags eine Kündigungsfrist von fünf Jahren vorgesehen ist, bedient Austrian den People’s Business Airport nach wie vor und gedenkt dies auch bis 2015 zu tun. [4] Seit 28. März 2011 (Beginn des Sommerflugplans) bestehen wochentags zwischen St. Gallen-Altenrhein und Wien sechs Linienflüge.

Im Sommer finden Charterflüge an Feriendestinationen wie Sardinien statt. Im Winter werden jeden Samstag als Charter Skitouristen von Rotterdam eingeflogen.

Der Flughafen ist auch für den geschäftlichen und privaten Flugverkehr von Bedeutung. Insbesondere während des Weltwirtschaftsforums in Davos wird er von Privatjets angeflogen.

Altenrhein verfügt über ein Museum mit flugfähigen Oldtimern von überregionaler Bekanntheit.

Geschichte (Auswahl)

Tower des Flughafens
ERJ-170 der People's Viennaline auf dem Flughafen St. Gallen-Altenrhein
  • 1927: Betriebsaufnahme mit einer 600 m langen Graspiste mit regelmässigen Linienflügen nach Basel, Innsbruck und München bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.
  • 1954: Bau einer 1200 m langen und 30 m breiten Hartbelagpiste, unter anderem auch für die militärische Nutzung im Kriegsfall.
  • 1979: Erweiterung der Start- und Landebahn auf 1500 m.
  • 1988: Erteilung der Konzession für Linienflüge nach Wien.
  • 1988–1990: Ausbau der Infrastruktur des Flugplatzes (u. a. neue Hangars, Flugplatzgebäude, Sicherheitseinrichtungen, Instrumentenlandesystem)
  • 2001–2002: Neubau Ankunftshalle und Feuerwehrgebäude und weiterer Infrastrukturausbau
  • 2007: Der Bund lässt zusätzliche Charter- und Linienflüge auf dem Flughafen Altenrhein zu, obwohl Gespräche mit Österreich über die Konzessionierung des Flugplatzes als Regionalflugplatz wegen Mängeln an baulichen Voraussetzungen blockiert sind.
  • 2008: Umbenennung als Airport Altenrhein AG, Antrag auf Umbau und Umwidmung des ehemaligen Restaurants Minibahn in ein behelfsweises Schulungszentrum für Piloten[5]
  • 2008: Der Zürcher Industrielle Dieter Bührle, (Oerlikon-Bührle) kauft den Flugplatz Altenrhein von der niederländischen Firma Strikwerda.[6]
  • 2009: Umbenennung in People’s Business Airport
  • 2010: Gründung der Fluggesellschaft People’s Viennaline

Flugtage

In den Jahren 1988 und 1998 fand auf dem Flugplatz die sogenannte International Bodensee Airshow (IBAS) statt. Für 2008 war eine weitere grosse Flugshow unter gleichem Namen in Planung, musste aber wegen Widerstands aus der österreichischen Nachbargemeinde Gaißau abgesagt werden [7][8].

Vom 26. bis 28. August 2005 trat bei der Airfield Show Altenrhein 2005 unter anderem das Flying Bulls Aerobatics Team auf.

Flugschulen

Die bekannteste Flugschule des Flughafens ist die Fliegerschule St. Gallen Altenrhein, die seit 1946 Piloten ausbildet.

Ausweichflughafen

Siehe auch

Weblinks

 Commons: St. Gallen-Altenrhein Airport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Zahlen zur Schweizer Luftfahrt. Abgerufen am 11. Juli 2009.
  2. Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL): Regionalflugplätze
  3. NZZ: Flughafen Altenrhein bootet Austrian Airlines aus
  4. Wirtschaft (…) AUA pocht auf Kündigungsfrist. In: oesterreich.orf.at, 11. März 2011, abgerufen am 11. Mai 2011.
  5. Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL): Antrag auf Umbau (PDF)
  6. Ostschweiz: Bührle kauft Flugplatz Altenrhein, Tagblatt, 17. Oktober 2008
  7. IBAS08.ch: IBAS findet 2008 nicht statt
  8. www.vol.at: Gaißauer Widerstand bringt Bodensee Airshow zu Fall

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