Fethullah Gülen


Fethullah Gülen

Fethullah Gülen (* 27. April 1941 im Dorf Korucuk im Landkreis Pasinler der Provinz Erzurum) ist ein islamischer Prediger aus der Türkei und das Oberhaupt der nach ihm benannten Bewegung, die als Nachfolger von Said-i Nursi eine neo-Nurcu-Ideologie verficht.[1] Seine Anhänger und Teile der Islamwissenschaft sehen in ihm einen wichtigen islamischen Gelehrten mit liberalen Ideen und interreligiösen Dialogabsichten, während Kritiker ihm vorwerfen, die laizistische türkische Republik zu unterminieren und durch einen islamischen Staat ersetzen zu wollen. Außer Nationalismus wird seiner Bewegung auch Islamismus und Neofundamentalismus vorgeworfen.[2][3] Die Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek kritisierte, dass Gülen ein weltweites Netz muslimischer Intelligenz heranbilde, das einen machtbewussten islamischen Chauvinismus fördere.[4] Fethullah Gülen ist in Deutschland Ehrenvorsitzender des in Berlin ansässigen Forum für Interkulturellen Dialog.[5]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend und Lehre

Nach dem Abbruch der Grundschule in der Folge eines Umzuges konzentrierte sich Gülen auf eine informelle islamische Ausbildung und wurde noch im Jugendalter Anhänger der Nurculuk-Bewegung.

Zeit als Imam

1959 erhielt er eine staatliche Predigerlizenz in Edirne, wo er bis 1959 als Imam arbeitete. Dann leistete er seinen Militärdienst ab und kehrte anschließend nach Edirne zurück. 1966 wurde Gülen an die Kestanepazarı-Moschee nach İzmir versetzt.[6] Hier begann er Nursis Lehren um sozialkonservative und nationalistische Elemente zu erweitern, dabei griff er vor allem auf die Schriften von Intellektuellen wie Necip Fazıl Kısakürek, Nurettin Topçu und Sezai Karakoç zurück.[6] Auch durch Predigtreisen wuchs seine Anhängerschaft in der Folge stark, insbesondere unter Ober- und Hochschülern, die er inhaltlich verstärkt ansprach. So zeigt sich Gülen als eine Art moderner Wanderprediger.[7]

Seine Predigten fanden weite Verbreitung durch Audio- und Videokassetten.[8] Gülens religiöse Ansichten bewegen sich nach eigener Aussage im sunnitischen Mainstream, sie tendieren auch zum Sufismus.

Bewegung und Aufstieg

Gülen beendete 1981 seine Predigertätigkeit im Staatsdienst, um sich ganz der neuen Bewegung zu widmen. Durch Öffentlichkeitsarbeit und gute Beziehungen zur Regierung von Turgut Özal erreicht er seit den späten 80er Jahren eine weite Öffentlichkeit. Als 1996 die umstrittene religiös-konservative Partei Erbakans zur Regierung gewählt wurde, hielt sich Gülen von dieser Partei und ihren Thesen eines islamischen Staates fern. Dafür hob er hervor, dass er den laizistischen Staat respektiert und erlangte damit die Freundschaft von führenden türkischen Politikern wie z.B. dem laizistischen Links-Politiker Bülent Ecevit, der sich als Erz-Laizist verstand.[9] Gülen setzte sich für die Förderung der Bildung ein und gründete mehrere hundert Privatschulen und Studentenheime, nicht zuletzt in den Turkstaaten der ehemaligen Sowjetunion und später weltweit. Damit erreichte er für seine Ideen eine breite Öffentlichkeit. Seine drei Hauptanliegen seien Bildung, Dialog und Medien, so der FAZ-Redakteur Rainer Hermann.[10][11] Die Ideologie einer gebildeten und mit dem Westen konformen Gesellschaft scheint auch im Westen viel Sympathie zu erwecken, jedoch erschreckt die weite Ausbreitung der Bewegung Kritiker. FAZ-Redakteur Rainer Herrmann fasst weiter zusammen:

„Dennoch trauen die ‚säkularen‘ Kemalisten im Staatsapparat und ihre Freunde im Ausland dem Prediger und dessen Bewegung nicht. Gülen akzeptiert nicht, dass es einen Konflikt zwischen Moderne und Religion gibt, den die ‚säkularen‘ Hardliner konstruieren. Sie kommen zu der Prognose, dass Religion in der Moderne verkümmere. Gülen sieht hingegen gerade in der Moderne einen Bedarf an Religion und metaphysischen Werten. Das macht ihn in der Türkei zum Staatsfeind; die Berliner Publizistin Necla Kelek unterstellt ihm sogar eine ‚zutiefst reaktionäre Denkweise‘. Dabei benutzen das kemalistische Establishment und dessen Freunde im Ausland das Argument, alles, was der Islam jenseits der Theologie hervorbringe, müsse politisch sein. Damit mache sich der Islam zu einem Gegenmodell für die politische und gesellschaftliche Ordnung des modernen Westens. Neben dem politischen Islam, wie er in weiten Teilen der arabischen Staaten besteht, gab es in der islamischen Welt jedoch stets gesellschaftliche Bewegungen, die den Menschen im Auge haben, nicht die politische Ordnung. In dieser Tradition stehen Gülen und seine Bewegung.“[12][13]

Gülen traf hochgestellte politische und religiöse Persönlichkeiten aus aller Welt zum Dialog der Religionen bis hin zu Papst Johannes Paul II.

Wirtschaftliche Bedeutung

Gülen ist ein Geschäftsmann, dessen Vermögen vor allem in den mannigfaltigen Organisationen seiner Bewegung angelegt ist. Zu diesen gehören neben Privatschulen und -universitäten Bildungsvereine, Radio- und Fernsehsender, unter anderem Samanyolu TV und seine außertürkischen Ableger Ebru TV, eine Nachrichtenagentur, eine Bank, Versicherungen, mehrere Verlage und Tageszeitungen, darunter Zaman, ein Unternehmerverband und Gewerkschaften.[14][15] Es sei abzusehen, dass die radikal-islamistische Gülen-Bewegung demnächst die entscheidende Medienmacht in der Türkei sei, schreibt Die Presse.[16]

Die Zahl der Mitglieder der Gülen-Bewegung ist schwer zu schätzen. Die Soziologin Helen Rose Ebaugh vermutet, dass in der Türkei 10–15 % der Bevölkerung eine Nähe zur Bewegung empfinden, während weltweit zwischen acht und zehn Millionen Sympathisanten geschätzt werden. Sie geht von 1000 Schulen in über 100 Ländern aus.[17]

Lehre

„Erneuerung der Religion aus den traditionellen Quellen des anatolischen Volksislams“, so charakterisiert die amerikanische Soziologin Helen Rose Ebaugh Gülens Denken.[18] Gülens Lehre, die sich über die letzten 40 Jahre einem gewissen Wandel unterzogen hat, unterscheidet sich von anderen Nurcu-Gruppen dadurch, dass er einen modernen türkischen Nationalismus, freie Marktwirtschaft und die Bedeutung der Bildung betont.[6] Gülen erweitert dabei die soziale Basis der Nurculuk-Bewegung, indem er die ghazawāt betont und versucht, den türkischen Nationalismus stärker zu islamisieren.[19] Sein Nationalismus ist dabei mehr ein umfassend religiöser, weniger ein ethnischer oder rassistischer. In seiner Inklusivität umfasst er zwischen Bosniaken und Kasachen fast alle Muslime des Osmanischen Reichs.[20] Allerdings verwendet er anti-arabische und anti-persische Untertöne.[20] Der Prediger verwirft die Evolutionstheorie Darwins, geißelt den Atheismus und stellt den Islam über die Demokratie. Ein Urteil über „weltliche Systeme“ sei immer „relativ“, sagt Gülen im Internet. Auch die Wissenschaft müsse an ihrer Übereinstimmung mit den Lehren des Islams gemessen werden: „Koran und Hadith sind wahr und absolut. Wissenschaft und wissenschaftliche Fakten sind wahr, solange sie mit Koran und Hadith übereinstimmen. Sobald sie aber eine andere Position einnehmen oder von der Wahrheit von Koran und Hadith wegführen, sind sie fehlerhaft. Selbst zweifelsfrei etablierte wissenschaftliche Fakten können nicht die Säulen sein, auf denen die Wahrheiten des iman (Glaubens) ruhen.“[21] Die Demokratie solle „ihren Horizont erweitern“ und „das Leben des Menschen nach dem Tode in Betracht ziehen“.[22]

Rolle der Frau

Gülen verlangt zwar von Frauen nicht, sich zu verschleiern bzw. Kopftuch zu tragen, doch verhalten sich die meisten seiner Anhängerinnen so. Necla Kelek schreibt: „Nach außen hin vertritt er eine Art Islam light, nach innen propagiert er einen machtbewussten islamischen Chauvinismus.“ Sie nennt seine Bewegung daher eine „Sekte mit Konzernstruktur“.[4] Fethullah Gülen sieht das Schlagen der Frau als verboten an.[23]

Elitäre Bewegung

Die Gülen-Bewegung setzt auf das Interesse an Bildung. Gezielt werden leistungsstarke junge Männer und Frauen angesprochen und zunächst mit Freizeitangeboten gelockt. Erst nach einiger Zeit stelle sich heraus, wie das Netzwerk der Cemaat funktioniere, berichtet die österreichische Tageszeitung Der Standard.[24]

Kontroversen

Türkei

In der Türkei ist Fethullah Gülen umstritten. Für die einen ist er ein islamischer Gelehrter mit liberalen Vorstellungen. Er stehe für den Dialog zwischen den Religionen.

1998, nach dem Verbot der Refah Partisi Erbakans, ereignete sich im Rahmen einer Untersuchung der angeblichen Unterwanderung des Militärs durch Islamisten[25] ein Skandal um eine zusammengeschnittene Rede Gülens, die – anscheinend mit versteckter Kamera gefilmt – 1999 im Fernsehkanal ATV ausgestrahlt wurde und in der er Anhänger aufforderte, geduldig zu arbeiten, um die Kontrolle im Staat zu übernehmen:[26]

„Man muss die Stellen im Justiz- und Innenministerium, die man in seine Hand bekommen hat, erweitern. Diese Einheiten sind unsere Garantie für die Zukunft. Die Gemeindemitglieder sollten sich jedoch nicht mit Ämtern wie zum Beispiel denen der Richter oder Landräte begnügen, sondern versuchen, die oberen Organe des Staates zu erreichen. Ohne Euch bemerkbar zu machen, müsst Ihr immer weiter vorangehen und die entscheidenden Stellen des Systems entdecken. Ihr dürft in einem gewissen Grad mit den politischen Machthabern und mit denjenigen Menschen, die hundertprozentig gegen uns sind, nicht in einen offenen Dialog eintreten, aber ihr dürft sie auch nicht bekämpfen. Wenn sich unsere Freunde zu früh zu erkennen geben, wird die Welt ihre Köpfe zerquetschen und die Muslime werden dann Ähnliches wie in Algerien erleben. Die Welt hat große Angst vor der islamischen Entwicklung. Diejenigen von uns, die sich in diesem Dienst befinden, müssen sich so wie ein Diplomat verhalten, als ob sie die ganze Welt regieren würden, und zwar so lange, bis Ihr diese Macht erreicht habt, die Ihr dann auch in der Lage seid, mit eigenen Kräften auszufüllen, bis Ihr im Rahmen des türkischen Staatsaufbaus die Macht in sämtlichen Verfassungsorganen an Euch gerissen habt.“[3]

Kurz vor der Fernsehausstrahlung reiste Gülen aus gesundheitlichen Gründen in die USA. Dies wurde so gedeutet, dass er sich einer Verhaftung und einem Gerichtsverfahren wegen sogenannten Republikverrats durch Abwesenheit entziehen wollte.[27] 2003 wurde der Prozess gegen Gülen ausgesetzt,[28] 2006 erwirkte Gülen in Abwesenheit aufgrund geänderter Rechtsprechung seinen Freispruch.[29]

Die Verhaftung mehrerer Generäle als vermeintliche Putschisten in der Türkei Anfang Juli 2008 geht, so vermuten Insider aus Ankara, auch auf die Fethullahcis, die Anhänger Gülens, zurück. Sie haben inzwischen hohe Positionen, nicht nur in der AKP, sondern auch im Staatsapparat und der Polizei.[4] Auch einem Bericht der offiziellen Forschungseinrichtung des Kongresses der Vereinigten Staaten zufolge vermuten manche Kritiker, dass die Gülen-Bewegung hinter den Ergenekon-Ermittlungen und anderen Verfahren gegen das Militär stünde, um Rache für Gülens vergangene Verurteilung zu üben.[30]

Der ehemalige stellvertretende Direktor der nachrichtendienstlichen Abteilung der türkischen Polizei Hanefi Avcı schreibt in seiner Autobiografie, dass die Fethullah-Gülen-Bewegung die türkische Polizei unter ihre Kontrolle gebracht habe. Sie begehe zudem illegale Abhöraktionen und andere illegale Tätigkeiten.[31] Avcı wurde kurz nach Erscheinen seines Buches festgenommen. Er selbst sieht seine Festnahme im Zusammenhang mit einer gegen ihn gerichteten Kampagne der Gülen-Bewegung. Vier Abgeordnete der oppositionellen CHP teilten in einer Pressemitteilung nach einem Besuch Avcıs im Gefängnis mit: „Dass die Bewegung insbesondere im Polizeiapparat organisiert ist, wussten wir; dennoch waren die weiteren Enthüllungen ein Schock für uns. Der Nachrichtendienst und KOM – Abteilung Schmuggel und Organisiertes Verbrechen stehen außerhalb der Gesetze und sind staatlicher Kontrolle entzogen.“ Und weiter: „Es gibt eine Organisation, in der Religiöse die Führung innehaben. Die Ausmaße sind erschreckend. Wir haben gesagt, dass in der Türkei eine Schreckensherrschaft errichtet wird. Jetzt wissen wir, wo das herkommt.“ Der türkische Oberstaatsanwalt İlhan Cihaner kommentiert dazu: „Jeder, der gegen diese Gruppen vorgeht, landet im Gefängnis und sieht sich einer Anklage gegenüber. Alles wird von einer Zentrale aus gelenkt.“[32] Auch Türkan Saylan sieht laut einem Bericht des Türkeibulletins der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit die Fethullah-Gülen-Bewegung hinter ihrer Festnahme, weil sie sich für eine Erziehung in einer weltlichen Ordnung eingesetzt hätte.[33]

Das US-amerikanische Magazin für außenpolitische Hintergründe Foreign Policy, das die Gülen-Bewegung in einem Artikel als „ultrakonservativ“ einstuft, glaubt, dass die aktuelle Entwicklung in der Türkei, in der die Macht der Militärs zurückgedrängt wurde, nur vordergründig den Anschein einer Demokratisierung hätte. In Wirklichkeit hätte sich das Machtgefälle so vertauscht, dass nun die Gülen-Bewegung an die Stelle der Militärs getreten sei und einen neuen „tiefen Staat“ bilden würde. Das Magazin hält die Bewegung, von der sie sagt, dass sie die Polizei und ihren Nachrichtendienst kontrolliert und ihren Einfluss in der Justiz immer mehr ausbauen würde, für noch gefährlicher als die Militärs. Weiter kommentiert das Magazin, dass die Kritiker Gülens und seiner Bewegung verheizt würden.[34]

Am 3. März 2011 wurden Ahmet Şık und andere Journalisten im Rahmen der Ergenekon-Ermitlungen festgenommen.[35] Kritiker sehen einen Zusammenhang zwischen seiner Festnahme und seinem bisher unveröffentlichten Buch Die Armee des Imam, in dem er Gülen und seine Bewegung kritisiert. In dem Buch, das inzwischen nicht nur verboten wurde, sondern dessen Besitz sogar unter Strafandrohung steht,[36] berichtet Şık über die nach seinen Recherchen erfolgte Unterwanderung der türkischen Polizei und Justiz durch die Gülen-Bewegung, die dadurch einen „Staat im Staat“ errichtet habe.[37][38][39][40]

Deutschland

In Deutschland – so der Islamwissenschaftler Bekim Agai [41] von der Universität Bonn – ist die Bewegung mit Nachhilfezentren „in nahezu jeder größeren Stadt aktiv und bemüht sich, private Schulen zu eröffnen, ohne dabei eine offizielle Zentrale zu besitzen, was jedoch nicht bedeutet, dass die Aktivitäten im Netzwerk nicht koordiniert werden“. Rainer Hermann von der FAZ nannte Fethullah Gülen noch 2004 „Stimme der Vernunft“.[42] 2010 stellte die FAZ die „ethnische Nische“, die die türkischen Gülen-Schulen bieten, kritisch dar.[43] Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban von der Evangelischen Fachhochschule in Berlin hält die Bewegung für gefährlich, weil sie „unfassbar“ sei: „Unter dem pseudo-modernistischen Lack steckt eine islamistische Auffassung“.[44]

Die Menschenrechtsaktivistin Serap Cileli vertritt die Meinung, die Gülen-Bewegung sei eine Glaubensgemeinschaft mit missionarischen Absichten. Gleichgültigkeit und Unwissenheit der Deutschen über die Gülen-Bewegung würden zu fatalen Folgen führen.[45]

USA

Im Juni 2008 befand der U.S. District Court for the Eastern District of Pennsylvania, Gülens Wohnort, über eine Klage Gülens gegen die Nichtgewährung seines Greencard-Antrages mit einer Abweisung. Gülen hatte Widerspruch eingelegt, woraufhin das Verfahren wieder aufgenommen worden war.[46] Mit Wirkung vom 10. Oktober 2008 hat Gülen seine Green Card erhalten.[47]

Helen Rose Ebaugh von der Universität Houston behauptet in ihrer Untersuchung, dass die Bewegung sich stets von der Politik distanziere und Bildung sowie spirituelle Entwicklung des Individuums in den Vordergrund setze, sie unterscheide sich vor allem von anderen islamischen Bewegungen durch Befürwortung des humanistischen Weltbildes, der Globalisierung, der freien Marktwirtschaft und der Symbiose von Tradition und Moderne.[48] Die New York Times schrieb, Gülens Schulen würden Pakistan scheinbar einen „sanfteren, moderaten und mit der westlichen Welt koexistenzfähigen Islam“ anbieten, und nannte Gülen einen „Nationalisten“.[49]

Werke

Gülen hat über 60 Bücher zu religiösen, sozialen und politischen Themen veröffentlicht sowie eine Vielzahl von Essays und Gedichten. Viele sind in mehrere Sprachen, darunter auch einige ins Deutsche, übersetzt. Hunderte von Reden Gülens sind als Audio- und Videokassetten erhältlich. Gülen schreibt regelmäßig Artikel in seiner Bewegung nahestehenden Zeitungen und Magazinen.

In deutscher Sprache erschienene Bücher:

Literatur

  • Walter Homolka, Johann Hafner, Admiel Kosman, Ercan Karakoyun (Hrsg.): Muslime zwischen Tradition und Moderne - Die Gülen-Bewegung als Brücke zwischen den Kulturen, Herder Verlag, Freiburg 2010
  • Wolfgang Günther Lerch (FAZ): "Muhammads Erben", Patmos Verlag Düsseldorf, Düsseldorf 1999
  • Helen Rose Ebaugh (Universität Houston): "The Gülen Movement. A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam", Springer Verlag Niederlande, Houston 2009, ISBN 978-1-4020-9893-2
  • Bekim Agai: "Zwischen Netzwerk und Diskurs - Das Bildungsnetzwerk um Fethullah Gülen (geb. 1938). Die flexible Umsetzung modernen islamischen Gedankenguts", Schenefeld: EB-Verlag 2004, ISBN 3-936912-10-6
  • M. Hakan Yavuz, John L. Esposito (Hg.): Turkish Islam and the Secular State: The Gülen Movement, Syracuse University Press 2003, ISBN 0-8156-3040-9
  • Wendy Kristianasen: New Faces of Islam, Le Monde Diplomatique, Juli 1997
  • Kemal Balcı: Fethullah Gülen's Missionaries, The Turkish Probe, Juni 1998
  • Ünal Bilir: Der Türkische Islam als politisches und religiöses Weltbild in seinem historischen Kontext von der II. Meşrûtiyyet-Periode bis zur Gegenwart, Dissertation Universität Hamburg, 2004 PDF
  • Sahinöz Cemil: Die Nurculuk Bewegung. Entstehung, Organisation und Vernetzung. Die erste soziologische und wissenschaftliche Analyse der Bewegung. Nesil Verlag: Istanbul, 2008, ISBN 978-975-269-620-4 (online)
  • Ralph Ghadban: Die Pseudo-Modernisten Said Nursi und Fethullah Gülen. In: Ralph Ghadban: Islam und Islamkritik. Berlin/Tübingen 2011, ISBN 978-3-89930-360-5.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53, Nr. 4, 1999, S. 584-605.
  2. Daniel Steinvorth: Engel und Dämon. In: SPIEGEL special. 6/2008 vom 30. September 2008.
  3. a b Ozan Ceyhun (MdEP), (Hrsg.): Politik im Namen Allahs. S. 69. (pdf) (Archiv)[1]
  4. a b c Necla Kelek: Türkischer Islamismus: Die Anhänger des Fethullah Gülen. In: FAZ. 21. Juli 2008.
  5. Forum für Interkulturellen Dialog e.V.
  6. a b c M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53, Nr. 4, 1999, S. 584-605, S. 593.
  7. Wolfgang Günther Lerch: Muhammads Erben. Patmos Verlag, Düsseldorf 1999, S. 136.
  8. DEVLET CARKLARININ ARASINDA ISLAMCILIK. NTV MAG, 2000 (via archive.org)
  9. vgl. hierzu: Wolfgang Günther Lerch: Muhammads Erben. Patmos Verlag, Düsseldorf 1999, S. 137.
  10. Frankfurter Allgemeine Archiv
  11. Rainer Hermann: Die türkische Bewegung des Fethullah Gülen verbindet Islam und Modernität.
  12. [2] [3][4]Die türkischen Bildungsbürger. In: FAZ. 19. Februar 2008
  13. Türkisches Gymnasium: Senat fragte Verfassungsschutz nicht. In: Der Tagesspiegel. 21. Oktober 2004.
  14. Globalization and Diversification of Islamic Movements: Three Turkish Cases Ahmet T. Kuru, Political Science Quarterly Volume 120 Number 2 2005
  15. Fethullah Gülen's Grand Ambition Middle East Quarterly, Winter 2009, XVI No 1
  16. Detlef Kleinert: Türkei: Der Vormarsch der islamistischen Chauvinisten. In: Die Presse. 30. April 2011, abgerufen am 25. Mai 2011
  17. vgl. Helen Rose Ebaugh (Universität Houston): The Gülen Movement. A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam. Springer Verlag Niederlande, Houston 2009, S. 15.
  18. Prediger, Dichter, Seelenführer. FAZ, 9. Aug. 2010
  19. M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53, Nr. 4, 1999, S. 584-605, S. 594.
  20. a b M. Hakan Yavuz: Towards an Islamic Liberalism?: The Nurcu Movement and Fethullah Gülen. In: Middle East Journal. 53, Nr. 4, 1999, S. 584-605, S. 595.
  21. Fethullah Gülen: "Wie sollen wir uns verhalten, wenn darauf hingewiesen wird, dass moderne Wissenschaft und wissenschaftliche Fakten mit dem Koran übereinstimmen?", 9. Mai 2004 [5]
  22. Türkisches Gymnasium: Senat fragte Verfassungsschutz nicht Umstrittene Organisation wurde kaum überprüft. Denn es gibt keine Pflicht, sich vor Schulgründungen beim Nachrichten…
  23. Das Schlagen der Frau im Islam. Abgerufen am 28. Oktober 2011
  24. Die abgefallenen Kinder des Herrn Gülen. In: Der Standard. Abgerufen am 25. Mai 2011
  25. Army chief demands Islamist purge. BBC 31. August 2000
  26. Turkish investigation into Islamic sect expanded. BBC 21. Juni 1999
  27. Turkey accuses popular Islamist of plot against state. The Guardian 1. September 2000
  28. Gülen acquitted of trying to overthrow secular government. (Link nicht mehr abrufbar), AP 6. Mai 2006.
  29. Gülen acquitted of trying to overthrow secular government. AP 6. Mai 2006.
  30. Congressional Reaserch Service: Turkey: Politics of Identity and Power - Fethullah Gulen Movement. S. 21-22. (englisch)
  31. Hanefi Avci: Haliç'de yaşayan Simonlar. 18. Auflage. Angora Yayınevi Verlag, 2010, ISBN 978-975-287-075-8. (türkisch)
  32. freiheit.org: Angaben zu Hanefi Avcıs Verhaftung, Türkei Bulletin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Ausgabe 2010-19
  33. freiheit.org: Sensation bei den Ergenekon-Ermittlungen - Türkan Saylan und führende Akademiker festgenommen. In: Türkei Bulletin der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Ausgabe 07/09, Berichtszeitraum: 15. bis 30. April 2009.
  34. Internetportal des ausenpolitischen U.S.Amerikanischen Magazins Foreign Policy: Whats really behind Turkeys coup arrests. Abgerufen am 25. Februar 2010, (englisch)
  35. Enthüllungsbuch bringt Autor hinter Gitter. auf: Welt Online. 25. März 2011, abgerufen am 3. Mai 2011
  36. Verbotenes türkisches Buchmanuskript wird zum Hit im Internet.
  37. Jürgen Gottschlich: Gülen-Bewegung in der Türkei. auf: Spiegel online. 5. April 2011, abgerufen am 5. April 2011
  38. Nachrichtenportal der Tageszeitung taz: Zensur in der Türkei-Zündstoff aus Papier. abgerufen am 31. März 2011
  39. Die Welt: Die Türkei jagt ein Manuskript. abgerufen am 26. März 2011
  40. Der Spiegel: Zu tief gebohrt. abgerufen am 14. März 2011
  41. http://www.ioa.uni-bonn.de/abteilungen/islamwissenschaft/europava/mitarbeiter/bekim-agai Abteilung für Islamwissenschaft Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  42. Rainer Hermann: Stimme der Vernunft. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. März 2004
  43. Uta Rasche: Türkische Schulen in Deutschland: Muslime mit calvinistischem Ehrgeiz. In: FAZ vom 28. März 2010.
  44. Die türkischen Bildungsbürger. In: FAZ 19. Februar 2008
  45. Interview mit Serap Cileli (Link nicht mehr abrufbar) im Bayernkurier, 10. April 2010, abgerufen 13. November 2010.
  46. Gerichtsbeschluss der Revisionsinstanz (pdf): http://www.bibdaily.com/pdfs/Gulen%2036%207-16-08.pdf
  47. Green card coming to prominent Turkish leader, International Herald Tribune: http://www.iht.com/articles/ap/2008/10/17/america/NA-US-Turkey-Scholar.php
  48. Helen Rose Ebaugh (Universität Houston): The Gülen Movement. A Sociological Analysis of a Civic Movement Rooted in Moderate Islam. Springer Verlag Niederlande, Houston 2009, S. 45.
  49. Turkish Schools Offer Pakistan a Gentler Vision of Islam. In: New York Times. 4. Mai 2008.

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