Fender VI


Fender VI

Der Fender VI ist ein sechssaitiger Bass der Firma Fender. Der Bass wurde 1961 in die Produktpalette aufgenommen und ging als „Fender VI“ oder „Jaguar-Bass“ (wegen seiner optischen Ähnlichkeit zur Fender Jaguar) in die Geschichte ein. Er wurde eine Oktave tiefer als eine Gitarre (gelegentlich auch wie eine Baritongitarre) gestimmt und hatte einen verhältnismäßig schmalen Hals, der nur um weniges länger war als der einer E-Gitarre. Dies sollte Gitarristen den Umstieg auf Bass erleichtern. Das Konzept war kopiert von einem ähnlichen, aber einfacheren und billigeren Bass der Firma Danelectro.

Der Bass hatte 22 Bünde, drei Single-Coil-Pickups, einen Vibratohebel und einen asymmetrischen Body. In klanglicher Hinsicht erreichte der Bass nicht die Qualität der Bass-Klassiker von Fender (Precision- bzw. Jazz Bass). Aufgrund geringer Nachfrage und des relativ hohen Anschaffungspreises wurde die Produktion 1977 nach nur 800 gebauten Exemplaren eingestellt, weshalb Exemplare aus der Originalproduktion jener Jahre heute hochbezahlte gesuchte Objekte sind.

FENDER - VI-Bass mit charakteristischem Tremoloarm
FENDER - VI-Bass - Kopfplatte

Bekannte Fender VI-Spieler

Die bekannteste Gruppe, die einen Fender VI verwendete, waren die Beatles. Sie erwarben das Instrument im Jahr 1968. Es wurde von den Gitarristen John Lennon und George Harrison eingesetzt, wenn Beatles-Bassist Paul McCartney Gitarre oder Keyboard spielte. Der Bass ist auf einer Reihe von Stücken auf dem sogenannten „Weißen Album“ zu hören. Daneben spielt George Harrison ihn in dem Promotion-Film zu dem Lied Hey Jude.

Die englische Intrumentalband Shadows mit ihrem Sologitarristen Hank Marvin verwendete den Fender VI unter anderem für die Stücke Stingray, Alice in Sunderland sowie Late Night Set. Kurioserweise fungierte der Fender VI hier nicht als Baßgitarre, sondern als Melodieinstrument.

Ein weiterer Musiker, der den Fender VI benutzte, war Roy Babbington (Soft Machine). Jack Bruce spielte in seiner Anfangszeit bei Cream Mitte der 60er Jahre ebenfalls einen Bass VI (zu hören auf der ersten LP der Band „Fresh Cream“).

Erstmalig als Solo-Gitarre setzte Jet Harris (Ex-Mitglied der Shadows) den Bass 1962 ein. Er hatte mit dem Song „Diamonds“ 1963 einen Nr.-1-Hit in England. Ab 1975 setzte Henk Bruysten (Hank the Knife and the Jets) den Fender VI ein. Das Instrument dominierte den größten Erfolg der Band, Guitar King. Von diesem Titel inspiriert, setzt auch Chris Mike („Thunder - the Legend“) den Bass wegen seines „Twang“-Sounds als Solo-Instrumente in.

Mitte der 70er Jahre geriet der Bass VI dann immer mehr in Vergessenheit, bis Robert Smith ihn bei The Cure wieder verstärkt einsetzte - zu hören u.a. in den Songs „Faith“, „Pictures of You“ und „Lullaby“.

Der Bassist der Band Blink 182, Mark Hoppus, nutzte diesen Bass bei einigen Auftritten für das Lied „I miss you“. Außerdem ist dieser Bass bei dem Lied „All of this“ (auf dem „Untitled Album“) zu hören, das Blink 182 zusammen mit Robert Smith eingespielt haben.


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