Fames


Fames

Fames (lateinisch: „Hunger“) war bei antiken römischen Dichtern Personifikation des Hungers (entsprechend dem griechischen Limos bei Hesiod[1]). Vergil[2] nennt ihn male suada („zum Bösen verlockend“) und versetzt ihn an den Eingang zum Orkus. Bei Ovid[3] ist Fames ein hohl blickendes, abgemagertes Weib mit struppigem Haar und blassem Antlitz, das in den Eisfeldern Skythiens am Kaukasus haust. Auf Anordnung der Göttin des Ackerbaus, Ceres, bestraft Fames den Erysichthon.

Bei Vergil findet sich auch die Redensart auri sacra fames „Verfluchter Hunger nach Gold“.[4] Sie wird auch im Asterix-Band Streit um Asterix durch den gebildeten Piraten zitiert.

Literatur

Anmerkungen

  1. Hesiod, Theogonie 227.
  2. Vergil, Aeneis 6, 276.
  3. Ovid, Metamorphosen 8, 788 ff.
  4. Vergil, Aeneis 3, 56f: quid non mortalia pectora cogis, auri sacra fames „Wozu treibst du nicht die Herzen der Menschen, verfluchter Hunger nach Gold!“.

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  • Fames — (lat.), Hunger. F. canīna, Hundshunger (s.d.) …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Fames — (lat., »Hunger«), bei röm. Dichtern weibliche Personifikation des Hungers, nach Vergil am Eingang zum Orkus seßhaft, nach Ovid ein zum Gerippe abgemagertes Weib, das in der Skythischen Wüste mit Pavor und Tremor (Furcht und Zittern) haust …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

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  • Fames — Fa|mes die; <aus lat. fames »Hunger, Hungersnot«> die ↑Personifikation des Hungers als Ungeheuer in der altröm. Dichtung …   Das große Fremdwörterbuch

  • fames — fa·mes fā .mēz n HUNGER * * * fa·mes (faґmēz) [L.] hunger …   Medical dictionary

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  • fames — feɪm n. notoriety, renown, name , good reputation …   English contemporary dictionary


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