Eve online


Eve online
EVE Online
Entwickler: CCP Games
Verleger: CCP Games, Atari
Publikation: Juni 2003
Plattform(en): PC (Windows, Mac OS X)
Genre: MMORPG
Spielmodi: Mehrspieler
Steuerung: Maus, Tastatur
Systemminima: 800 MHz CPU, 512 MB, 32 MB GPU, 6 GB Speicherplatz [1]
Medien: zum Herunterladen, Steam, Retail-DVD
Sprache: englisch, deutsch, französisch, spanisch, russisch, portugiesisch, italienisch, japanisch, isländisch, chinesisch
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 12+


USK:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK
Information: Kosten für einen Monat Spielzeit ca. 15 EUR, für 3 Monate ca. 39 EUR – Kauf von Spielzeit auch per Spielwährung möglich (damit praktisch Gratisspielen möglich) – Updates und Add-ons sind generell kostenlos für alle Spieler

EVE Online ist ein MMORPG der isländischen Entwickler von CCP Games. Das Spiel sieht sich in der Tradition des Spieleklassikers Elite und hat seinen Schwerpunkt auf Handel und Kampf im Weltraum.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrundgeschichte

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Die Geschichte ist in ferner Zukunft angesiedelt.

Auf der Jagd nach Bodenschätzen und anderen knappen Ressourcen brach ein Krieg auf der Erde aus, der das Antlitz der Welt schnell vernarbte. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma war die Flucht in den Weltraum. Es wurden Sprungtore geschaffen, um die gewaltigen Distanzen zu überbrücken. So stießen die ersten mutigen Abenteurer schnell tief in den Kosmos vor. Die ersten Weltraumunternehmen wurden gegründet, um den Reichtum der neu entdeckten Planeten auszubeuten. Als die Ausbreitung tief ins All langsam aber sicher ihr Ende fand, wandten sich diese Weltraumunternehmen gegeneinander und kämpften wiederum für Jahrzehnte um Marktanteile.

Dieses änderte sich erst, als ein natürliches Wurmloch entdeckt wurde, welches quer durch das Universum in ein unentdecktes Gebiet führte. Nachdem die ersten Wagemutigen den Weg durch das Wurmloch – das als „Eve“ bekannt wurde – unbeschadet überstanden, brachen Millionen von abenteuerlustigen Siedlern, getrieben von Hoffnungen und Träumen auf, um dieses Gebiet zu erschließen. Dieses neuentdeckte Gebiet wurde bekannt als „New Eden“, der neue Garten Eden.

Aber das Schicksal der Natur machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Das Wurmloch, das zu „New Eden“ führte, kollabierte und trennte die neuen Gebiete vom Einflussbereich der Erde ab. Ein dunkles Zeitalter brach an. Das aufgehäufte Wissen der Jahrhunderte verblasste und die neuen Welten wurden zum Grab von Millionen und dieses Wissen verwandelte sich immer mehr in Mythen und Legenden.

Die vier Rassen in EVE Online

Nur sehr wenige Planeten konnten sich ohne die Lieferungen von der Erde halten. Die erste Rasse, die sich wieder soweit gefangen hatte um Raumflug zu betreiben, waren die Amarr. Schnell stießen sie auf die Rasse der Minmatar, die die Amarr als primitive Barbaren ansahen und in einem gewaltigen Kreuzzug zu unterjochen begannen.

Die Gallente, eine Rasse, welche sich zeitgleich mit den Amarr neu zu orientieren begann, gründeten in ihrem Einflussbereich eine Föderation freier Staaten, unter denen die Caldari die stärkste Fraktion waren.

Schnell brachen Kriege auf Grund unterschiedlicher Weltanschauungen aus. Schwelende Ruinen, die einst florierende Städte waren, blieben zurück. Nach fast einem Jahrhundert Waffenruhe herrscht nun erneut Krieg zwischen den vier großen Fraktionen in EVE.

Besonderheiten

EVE Online unterscheidet sich in einigen Punkten von klassischen MMORPGs wie zum Beispiel Ultima Online. Die Spieler sind nicht auf verschiedene Spieleserver oder Shards verteilt, sondern spielen alle gleichzeitig in derselben Galaxie, welche sich aus über 5000 Sonnensystemen zusammensetzt.[2] EVE Online stellt seitdem ständig neue Weltrekorde für die meisten Spieler im selben Online-Spieleuniversum auf. Der aktuelle Rekord liegt bei 51.674, aufgestellt am 8. Februar 2009.[3]

Eine weitere Besonderheit ist, dass der Spieler seine Fähigkeiten nicht durch den Erwerb von Erfahrungspunkten verbessern kann, sondern allein durch den Aufwand von Zeit. Das Erlernen einer Fähigkeit kann von wenigen Minuten bis zu mehreren Monaten dauern. Diese Zeit verstreicht allerdings auch, wenn der Spieler nicht in die Spielwelt eingeloggt ist. Die Trainingszeit richtet sich nach den Charakter-Attributen, so dass der eine Charakter schneller Kampffähigkeiten erlangen kann, wohingegen ein anderer einen Vorteil bei wissenschaftlichen Fähigkeiten hat. Grundsätzlich stehen jedoch jedem Charakter alle Richtungen offen, in die er sich entwickeln kann.

Andere Fortschritte im Spiel manifestieren sich durch persönlichen Reichtum (Geldbörse, Schiffe und Ausrüstung) und so genannte „Standings“, die die Interaktion im Spiel erleichtern oder erschweren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Spieles zeigt sich in den Corporations. Dies sind zum Teil vom Computer, meistens aber von Spielern erstellte Firmen/Gruppen, analog den Gilden in Fantasyspielen, welche zusammen ein großes Ziel verfolgen (Geld, Gebietseinfluss usw.). Frei von den gegebenen Regeln hat sich eine Community gebildet, welche ein eigenes politisches System, Allianzen (welche meist rohstoffreiche Gebiete beanspruchen) und Verträge hervorgebracht hat.

Besonders ist auch das Marktsystem, welches komplett von den Spielern abhängig ist und sich durch diese beeinflussen lässt. Spieler erforschen, bauen und handeln untereinander Raumschiffe und Ausrüstung. Für die dafür nötigen Rohstoffe sind ebenfalls die Spieler verantwortlich. Auf diesem Wege bestimmen beinahe komplett die Spieler selbst Angebot und Nachfrage das detaillierte Handelssystem, das nur in Nischen von Nicht-Spielern (NPC) beeinflusst wird.

Das Universum ist in drei verschiedene Sicherheitszonen unterteilt, in denen Kämpfe gegen andere Mitspieler („PvP“) verschieden sanktioniert werden. So ist Anfängern ein leichterer Einstieg möglich. Die Sicherheitszonen sind dabei der sogenannte Highsec, indem Polizeikräfte (CONCORD) jeden Angreifer innerhalb weniger Sekunden abschießen. Der Lowsec, in dem die Polizeikräfte nur an Sprungtoren und Stationen durch automatisierte Geschütze vertreten sind, sowie der Nullsec, der völlig frei von Polizeikräften ist. Der Nullsec kann aber von Spielern erobert werden, welche dort dann ihre eigenen Vorstellungen von "Recht und Ordnung" umsetzen.

EVE-Online-Spieler sind freier in ihren Handlungen als in vielen anderen MMORPGs. Der Betreiber CCP schreitet selten ein, wenn Betrügereien durch Spieler vorkommen, solange sie im Rahmen der Spielhandlung bleiben. So läuft man als Spielanfänger Gefahr, scheinbar lukrative Transportaufträge für andere Spieler zu übernehmen, um bei Ablieferung der Ware festzustellen, dass man in den Laserlauf des Auftraggebers sieht. Durch den Abschuss des Spielanfängers gewinnt der Auftraggeber doppelt: Er verkauft die Überreste des Anfängerschiffes zum Schrottwert und streicht vom Spielanfänger die Versicherungsprämie für die nicht durchgeführte Warenlieferung ein. Die Gemeinschaft der Spieler, an deren Chat-Diskussionen jeder Anfänger automatisch teilnimmt, kann solche Geschehnisse vermeiden helfen. Auch erfahrene Spieler sind vor diesen Betrügereien nicht gefeit. Immer wieder werden im Spiel neue Unternehmen gegründet, deren Ziel es ist, andere um ihr Spielgeld zu erleichtern; die Beteiligung an Investmentgruppen oder Banken bringen dem erfahrenen Spieler oft Vorteile, ziehen aber auch mitunter den Komplettverlust des investierten Spielgeldes nach sich. [4]

Besonders hervorzuheben ist auch noch die enorme Spieltiefe in EVE. Während man in den meisten MMORPGs nur PvE oder PvP machen kann, gibt es in EVE eine Unzahl an Tätigkeiten. So gibt es z.B. Händler, Produzenten, Wrack-Berger, Mission-Runner, Piraten, Mercenaries, Leibwächter, Kopfgeldjäger und viele mehr. Ein Grund für diese Spieltiefe ist die Tatsache, dass man in der immer existenten Welt Besitztümer haben kann, sei es kleine Produktionsanlagen oder große Raumstationen, die jederzeit angreifbar sind und daher einen hohen Grad an Organisation zwischen den Spieler verlangen. Ein weiterer Grund liegt wohl darin, dass man andere Spieler ausrauben kann, sodaß es sich durchaus lohnt einem reichen Händler einen Hinterhalt zu stellen, seinen Frachter zu zerstören und die Reste seiner Waren aus seinem Wrack zu stehlen. Diese räuberischen Aktivitäten sind nicht gegen die EULA, sondern ein essenzieller Bestandteil des Spiels, durch welchen eine regelrechte Piratenkultur ermöglicht wird.

Das Spiel

Das Marktfenster in EVE Online

Dem Spieler stehen viele Spielweisen offen, auf die er sich spezialisieren kann. Er kann sich auf den effizienten Abbau von Erz konzentrieren, welches wichtige Rohstoffe für die Produktion handelbarer Güter liefert. Er kann sich als Wissenschaftler oder Produzent auf die Erforschung und Produktion von Schiffen und Schiffsausbauten (Modulen) konzentrieren. Man kann auch als Kämpfer seinen Lebensunterhalt verdienen, indem man das Kopfgeld für NPC- oder Spieler-Piraten einstreicht oder Eskortendienste für Spieler-Corporations leistet. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, für Agenten zu arbeiten, indem man Missionen verschiedener Art (z. B. Handel, Kampf, Transport) erfüllt oder indem man geschickt handelt. Natürlich steht es dem Spieler auch offen, sich in mehrere Richtungen zu entwickeln.

Der Avatar selbst tritt nur in Form eines vielfältig konfigurierbaren Porträts in Erscheinung. In der Spielwelt bewegt man sich und interagiert nur in Raumschiffen. Es gibt über 100 verschiedene Schiffstypen in bislang 14 verschiedenen Klassen, die sich mitunter recht stark in Eigenschaften wie Anforderungen an Charakter-Fähigkeiten, Kaufpreis, Geschwindigkeit, Wendigkeit, Frachtraum und Ausrüstungsmöglichkeiten unterscheiden. Somit ist es angebracht, für unterschiedliche Aufgaben unterschiedliche Schiffe zu benutzen.

Talente werden erlangt – sollte man sie nicht schon besitzen – indem man sie kauft. Wenn man sich ein Talent gekauft hat, so wird es nur durch Zeitaufwand erlernt. Wenn man also eine „Ausfallzeit“ von 3 Tagen hat, so empfiehlt es sich, ein Talent zu erlernen, das länger als diese 3 Tage dauert. Die Talentlernzeiten können auch unterbrochen werden. Wenn man also etwas für 3 Tage lernt und schnell ein Talent dazwischen schieben will, so kann man das alte ohne Verlust der bisherigen Trainingszeit unterbrechen, das neue Talent lernen und dann das alte Talent an der Stelle, an der man ihn unterbrochen hat, weiterlernen. Ein Talent hat immer eine Haupt- und eine Untergruppe, auf der die Lernzeit basiert. Dazu gibt es Attribute, die die Lernzeit beeinflussen. Je nach Höhe dieser Attribute wird das Talent schneller oder langsamer erlernt. Es wird einige Zeit damit verbracht, durch Rohstoffgewinnung oder Agentenmissionen etwas Geld zur Seite zu legen, sich Talente zu kaufen oder eine Ausrüstung oder das Schiff aufzurüsten. In dieser Hinsicht stellt EVE keine Ausnahme zu anderen MMOG oder MMORPG dar, da immer sehr viel Zeit verwendet wird, den eigenen Charakter zu verbessern.

Es gehört auch zum Spiel sein Raumschiff zu verlieren. Gut beraten, der es zuvor versichert hat. Die Versicherung deckt allerdings nur maximal den Wiederbeschaffungswert des Schiffes bis zur Höhe des Kaufpreises. Ein verlorenes Schiff ist somit schnell ersetzt. Die Problematik stellt sich bei den Ausrüstungsteilen. Besonders seltene oder teure Ausrüstungsteile des verlorenen Schiffes müssen mühsam neu zusammen gekauft und am jeweiligen Kaufort abgeholt werden, sofern sie nicht aus dem Wrack geborgen werden können.

EVE ist ein Spiel mit offenem Ende, jedoch werden vom Entwickler CCP ständig neue Inhalte ins Spiel eingefügt, meist in Form von unregelmäßig und überraschend stattfindenden Ereignissen oder Vorgängen innerhalb der computergesteuerten Fraktionen. Der Großteil der Storyentwicklung in EVE wird jedoch momentan von den Spielern selbst durch ihre Handlungen im Spiel geschrieben.

Spielern in einer Vereinigung ist es möglich, Sternensysteme und ganze Raumregionen zu erobern und auf Dauer zu beanspruchen. Einige Stationen der computergesteuerten Fraktionen können erobert werden – ebenso können Spieler eigene Raumstationen und Außenposten samt Logistik errichten. Ständige Kriege unter Allianzen um Raumregionen sind die Regel.

Die Völker

Amarr: Das größte der Reiche im EVE-Universum. Religion bleibt ein wichtiger Aspekt für jeden Amarr. Sie betrachten ihren Kaiser als personifizierten Gott, daher ist die Bindung zwischen Religion und säkularer Autorität sehr stark – eine Tatsache, die zu verschiedenen Zeiten im großen Stil sowohl für Gutes als auch für Schlechtes verantwortlich war.

Ihre Schiffe sind außerordentlich schwer gepanzert und in der Offensive auf den Einsatz von Laserwaffen spezialisiert. Anders als die anderen Rassen legen die Amarr vergleichsweise wenig Wert auf andere, differenzierte Waffensysteme wie etwa Drohnen.

Raumschiffe der Caldari

Caldari: Die Gesellschaft der Caldari hegt eine enge Verbindung mit militärischen Traditionen. Sie verteidigt ihren Lebensstil vehement und toleriert nur jene Fremden, die sich an ihre Regeln halten. Unternehmensstrukturen und Kapitalismus sind der Antrieb ihrer Existenz. Sie glauben daran, dass alle Bürger kleine Zahnräder in der riesigen Staatsmaschine darstellen. Pflichtbewusstsein und Loyalität sind bei ihnen hoch gelobte Eigenschaften. Sie sind beharrlich, hartnäckig und gut organisiert.

Die Caldari verfügen allgemein über die höchstentwickelte Schildtechnologie aller Rassen und setzen im Kampf meist Raketen bzw. Marschflugkörper ein; es kommen aber auch Hybridgeschütze zum Einsatz. Was elektronische Kriegführung angeht, trifft man auf dem Schlachtfeld hier oft auf Caldarischiffe, da für diesen Zweck mehrere spezialisierte Schiffe vorhanden sind.

Gallente: Die Widersacher der Gallente finden diese selbstgerecht, aufmüpfig, wichtigtuerisch und unangenehm. Verbündete bezeichnen sie eher als lebhafte Liberalisten und Meister der individuellen Freiheit. Die Gallentener besitzen einen ausgeprägten Sinn für Patriotismus und glauben, dass die Republik die einzig wahre Demokratie ist. Sie verteidigen sie nachhaltig und sehen sich daher als Bewahrer der freien Welt und als Beschützer der Unterdrückten. Man kann sie lieben oder hassen, aber man kann sie nicht ignorieren.

Gallenteschiffe weisen durchweg eine hohe Drohnenkapazität auf und können sich so bisweilen auf diese als Hauptangriffswaffe verlassen, wobei auch Hybridgeschütze effektiv eingesetzt werden. Ähnlich den Amarr ist die Panzerung ihrer Schiffe meist den Schilden überlegen.

Minmatar: Die Minmatar sind ein unabhängiges und sehr bestimmendes Volk. Ein Teil der Minmatar wurde durch die Amarr versklavt. Das Allerwichtigste im Leben ist für sie, autark zu sein. Im Laufe der Zeit wurde das Volk aufgrund von Eroberungen zersplittert und zur „freiwilligen Abwanderung“ gezwungen. Obwohl nur noch sehr wenige von ihnen innerhalb der Grenzen der minmatarischen Republik leben, stehen sie loyal zu ihren Stammesbanden.

Sie sind die „Alleskönner“ von EVE. Während als Geschütze normalerweise Projektilwaffen verwendet werden, sind fast alle Minmatarschiffe auch zum Einsatz von Drohnen und Marschflugkörpern geeignet; ähnlich werden, je nach Schiff, entweder die Schildsysteme oder die Panzerung favorisiert. Um alle Schiffe effizient nutzen zu können, müssen Minmatarpiloten deshalb besonders viele Skills gut beherrschen.

Jove (nicht für Spieler auswählbar): Die Jove sind das geheimnisvollste und am schwersten beschreibbare Volk bei EVE. Zwar befinden sie sich in der klaren Unterzahl, doch haben ihre Forschungen in der Genetik zu drastischen Änderungen ihrer mentalen und körperlichen Fähigkeiten geführt. Ihre Technologie ist überragend und unvergleichlich mächtig.

Jede Rasse (bis auf Jove) bietet dem Spieler drei Stammbäume („bloodlines“) zur Auswahl. Jeder Stammbaum gibt dem Spieler andere Möglichkeiten bei der Erstellung des Charakterporträits an die Hand. Ferner sind die verschiedenen Stammbäume von ihren „angeborenen“ Fertigkeiten her grob zu unterschiedlichen Aspekten des Spiels hin orientiert (etwa Handel oder Kampf), wobei dem Spieler jedoch alle „Berufe“ freistehen.

Die Schiffe

Da Begegnungen von Spielern in EVE nur im Weltall möglich sind (und es daher nicht möglich ist, anderen Spielern „persönlich“ – in Form ihreres gewählten Charakters – zu begegnen), übernehmen die Schiffe im Spiel die Funktion der eigentlichen Spielfigur. Spieler in EVE identifizieren sich mit den Schiffen die sie fliegen. Fähigkeiten und Leistungsdaten dieser Schiffe können dabei durch die (erlernten) Fähigkeiten des Spielers weiter verbessert und modifiziert werden. Schiffe besitzen dazu jeweils individuelle Boni (die ebenfalls durch Fähigkeiten des Spielers weiter ausgebaut werden können), die sie für spezielle Aufgaben besonders geeignet bzw. auch ungeeignet machen können.

Der POD

Ein POD

Das wohl simpelste und einfachste Gefährt. Es ist eine Kapsel in der sich der Pilot befindet, der über eine neurale Schnittstelle direkt mit Steuerung und Elektronik des Schiffes verbunden ist. Diese Technologie wurde von den Jove in früher Zeit entwickelt und dient dazu eine direkte, schnelle und effiziente Verbindung zwischen Piloten und Schiff herzustellen. Der POD ist gleichzeitig die Rettungskapsel. Wenn das Schiff eines Piloten von einem anderen Piloten vernichtet wird, löst sich diese Kapsel aus der Verankerung und liegt frei im Weltraum. Da der POD einen eigenen Antrieb besitzt, kann der Pilot nach der Zerstörung des eigentlichen Schiffes flüchten (was aber vom Gegner verhindert werden kann). Erst wenn auch der Pod vernichtet wurde, ist der Spieler an sich tot. Im POD wird im Moment des Todes allerdings ein genaues Abbild des Gehirns des Spielercharakters erstellt und an eine medizinische Einrichtung übertragen (die vom Spieler vorher ausgewählt und bezahlt sein muss) in der ein Klon bereitsteht dem das Gehirnabbild übertragen wird um von dort weiterzuspielen.

Shuttle Shuttles sind kleine, schnelle und unbewaffnete Schiffe die lediglich dem Zweck dienen möglichst schnell im EVE-Universum zu reisen. Shuttles haben ebenfalls einen minimalen Laderaum der es ermöglicht, kleine Dinge schnell zu transportieren.

Frigate (Fregatte) Die Schiffsklasse der Fregatten ist nach dem Einstieg ins Universum von Eve Online, die Erste, mit der man Bekanntschaft macht und die man von Anfang an verwenden kann. Diese Schiffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie günstig in der Anschaffung sind, bei Verlust leicht ersetzt werden können und vor allem, einer der ersten Schiffstypen sein wird, mit dem man seinen ersten Abenteuern entgegenfliegen kann. Kategorisiert als Schiffe der Tech-Stufe 1 sind diese in der Regel nur schwach bewaffnet, minimal gepanzert, verfügen jedoch über eine moderate Geschwindigkeit um gefährlichen Situationen entkommen zu können. Eine Fregattenstaffel ist durchaus in der Lage anderen Schiffen, die größer sind als sie selbst, gefährlich zu werden, daher sollte man sie nie unterschätzen wenn sie zahlreich auftreten.

Interceptor (Abfangjäger) Interceptoren sind im Prinzip Fregatten der Tech-Stufe 1, welche weiter entwickelt wurden und dadurch in den Kreis der Tech-Stufe-2-Schiffe aufgestiegen sind. Sie sind der Schrecken eines jedes Schlachtschiffkapitäns, da sie in der Lage sind weite Strecken schnell zu überbrücken und durch ihre Schnelligkeit kaum Gefahr laufen, getroffen zu werden, jedoch sind ihre Nehmerqualitäten mit denen von Fregatten vergleichbar. Ihnen wird die Hauptaufgabe zuteil, so schnell wie möglich in die Nähe von größeren Schiffen zu gelangen und sie daran zu hindern, sich vom Schlachtfeld zu entfernen, indem der Warpantrieb des Schiffes lahmgelegt wird.

Assault Ship (Angriffsfregatte) Angriffsfregatten sind ebenfalls eine Weiterentwicklung der herkömmlichen Fregatten und werden ebenfalls als Schiffe der Tech-Stufe 2 betrachtet. Sie sind speziell für Solo- oder Kleingruppenangriffe dimensioniert, um auch gegen schwerer bewaffnete größere Ziele bestehen zu können. Wie reguläre Fregatten sind sie klein und schnell, verfügen jedoch über bessere Schilde und eine effektivere Panzerung, wodurch sie länger an Kampfhandlungen teilnehmen können.

Covert Ops (getarnter Aufklärer) Diese Fregatten sind speziell dafür entwickelt worden, um weit hinter den feindlichen Linien zu operieren, um Informationen über feindliche Flottenbewegungen zu sammeln. Mit Hilfe einer Tarnvorrichtung ist es einer Covert-Ops-Fregatte möglich, sich unerkannt im System zu bewegen, sich an Ziele heran zu schleichen oder mit Hilfe von Scannern unaufmerksame Ziele ausfindig zu machen und deren Position an Verbündete weiterzugeben. Nachdem die Covert-Ops-Fregatte eine Weiterentwicklung darstellt, wird sie ebenfalls zur Gattung der Tech-2-Schiffe gezählt.

Stealth Bomber (Tarnkappenbomber) Speziell modifizierte Fregatten mit Tarnvorrichtung, die in der Lage sind, schwere Waffen, wie zum Beispiel Lenkflugkörper, aus dem Hinterhalt auf Ihre Ziele abfeuern zu können. Gehören zur Gruppe der Covert-Ops-Fregatten und werden ebenfalls als Tech-2-Schiffe betrachtet.

Electronic Attack Ship (Fregatte zur elektronischen Kriegsführung) Diese Fregatten bekommen einen Bonus in der elektronischen Kriegsführung der zugehörigen Rasse. Sie stören die gegnerischen Sensoren, beschränken die Beweglichkeit oder entziehen dem Gegner Batteriestrom, um das Benutzen der Module zu verhindern. Sie sind mit dem Trinity-Patch eingeführt worden und können nur erfunden werden, d.h. es existieren keine Blaupausen mit unbegrenzter Baukapazität.

Destroyer (Zerstörer) Um der Vielzahl an Fregatten Einhalt zu gebieten, wurde nach einiger Zeit eine Schiffsklasse ins Leben gerufen, deren Hauptaufgabe und Daseinsberechtigung darin bestand, als mobile Geschützplattform zu fungieren. Der Zerstörer, als Tech-1-Schiff konzipiert, ist im Bezug auf Schildstärke und Panzerung vergleichbar mit einer Standardfregatte, jedoch können Zerstörer weit mehr Waffensysteme aufnehmen als eine Fregatte. Gepaart mit einer hohen Schussfrequenz und der stark erhöhten Anzahl an verfügbaren Waffen, sind unachtsame Fregatten Piloten, die sich in die Reichweite eines Zerstörers begeben und dessen Aufmerksamkeit erregen, gut beraten sich schnell in Sicherheit zu bringen.

Interdictor Modifizierte Zerstörer, die mit spezieller Ausrüstung die Warptunnel anderer Schiffe unterbrechen können. Warpende Schiffe sind im Warptunnel unangreifbar und müssen erst gestoppt werden. Interdictor können diese Warptunnel stören, Schiffe fallen aus dem Warp zurück in den normalen Raum und werden dadurch angreifbar, sowohl durch den Interdictor selbst wie auch die Flotte, die solche Schiffe für gewöhnlich begleitet. Interdictoren allein sind relativ ungefährlich, aber zusammen mit einem größeren Kampfverband gehören sie zu den wichtigsten Schiffe, um z. B. Blockaden von Sternensystemen aufrechtzuerhalten.

Cruiser (Kreuzer) Ein größeres und stärker gepanzertes Schiff als der Zerstörer. Es kann in vielerlei Hinsicht verwendet werden. Es wird mit mittleren Waffen bestückt und kann auf alles spezialisiert werden.

Heavy Assault Ship (Schweres Angriffsschiff) Modifizierte Kreuzer, die speziell für Solo- oder Kleingruppenangriffe auf schwer bewaffnete Ziele ausgerüstet sind. Wie Angriffsfregatten verfügen auch sie über extreme Schadensresistenz sowie verbesserte Elektronik und können mehr bzw. schwerere Waffen tragen als Standardkreuzer. Angriffskreuzer sind in kleinen Gruppen kaum zu besiegen, erfordern aber vom Spieler eine sehr langwierige Ausbildung.

Heavy Interdictor Ähnlich dem Interdictor auf Zerstörerbasis kann dieses Schiff dem Gegner in einem gewissen Radius am Warpen hindern. Allerdings braucht er dafür keine Munition, sondern kann diese Fähigkeit auf Wunsch aktivieren. Dies kostet lediglich Batterieleistung und senkt Geschwindigkeit. Alternativ kann er seine ganze Kraft auf ein einzelnes Schiff konzentrieren und so auch Motherships und Titans am warpen hindern. Wie bei den Electronic Attack Ships gibt es auch hier keine Blaupausen mit unbegrenzten Baukapazitäten.

Recon Ship (Aufklärer) Aufklärer dienen hauptsächlich der elektronischen Kriegführung und können besonders effektiv gegnerische Zielerfassung, Antriebe u. ä. stören. Außerdem können einige dieser Schiffe ein so genanntes „cynosural field“ aufbauen, welches großen Kampfschiffen wie Trägern, Panzerschiffen oder Titanen als Zielmarkierung dient und es damit ganzen Flotten ermöglicht (ohne den „normalen“ Weg über offizielle Routen durch unzählige Stargates nehmen zu müssen), direkt an eine bestimmte Stelle quer durch die Galaxis zu springen, was äußerst effektive Überraschungsangriffe ermöglicht.

Logistic Ship (Logistikschiff) Logistikschiffe sind modifizierte Kreuzer, die speziell dafür ausgerüstet sind, besonders effektiv verbündete Schiffe im Kampf durch Maßnahmen wie Schildverstärkung, Panzerungsreparatur etc. zu unterstützen.

Battlecruiser (Schlachtkreuzer) Die Weiterentwicklung des Kreuzers. Er ist größer, stärker und kann mit mehr Waffen ausgestattet werden. Schlachtkreuzer sind außerdem als mobile Befehlszentrale ausgelegt und können von dafür ausgebildeten Spielern mit Elektronik ausgerüstet werden, die der eigenen Flotte im Kampf diverse Vorteile wie erhöhte Sensorenreichweite, verbesserte Zielerfassung u. ä. verschafft.

Command Ship (Kommandoschiff) Modifizierte Schlachtkreuzer. Zum einen sind Kommandoschiffe die vollendeten Sturmschiffe, da sie, wie Sturmfregatten und -kreuzer, über extrem resistente Panzerung und Schilde und verbesserte Elektronik verfügen. Dies ermöglicht ihnen eine extrem hohe Lebensdauer im Kampf und das Mitführen schwererer Waffen. Zum anderen sind Kommandoschiffe auch verbesserte Befehlszentralen und können mit diversen Modulen der eigenen Flotte erhebliche Boni im Kampf bringen. Für das Fliegen eines Kommandoschiffes ist eine extrem langwierige Ausbildung nötig.

Battleship (Schlachtschiff) Der am weitesten verbreitete Schiffstyp im EVE-Universum ist das Schlachtschiff. Schlachtschiffe sind das Rückgrat großer Kampfflotten, werden mit großen Waffen bestückt und haben meist nur eine Funktion: das möglichst schnelle Vernichten anderer Schiffe durch maximale Feuerkraft. Schlachtschiffe sind durch ihre großen und langsamen Waffen jedoch teilweise äußerst verwundbar gegen kleine Schiffe und brauchen daher im Verband entsprechende Eskorte.

Black Ops Diese Tech 2-Variante der Schlachtschiffklasse ist für Einsätze hinter feindlichen Linien, für Überraschungsangriffe und Aufklärung ausgestattet. Sie ist weniger stark gepanzert und schlechter bewaffnet als das Original, ist aber fähig Tarnschirme zu nutzen. Außerdem besitzen Black Ops-Schiffe ein Sprungtriebwerk, dass sie von Sprungtoren unabhängig macht, und können Portale für Covert-Ops-Fregatten, Force Recon Cruiser und andere Black-Ops-Schiffe öffnen.

Marauder Diese Tech-2-Varianten der Schlachtschiffklasse können zwar weniger Waffen tragen als die Schiffe, auf denen sie basieren. Zum Ausgleich macht der Hauptwaffentyp des Schiffes jedoch den doppelten Schaden. Dazu kommen bessere Resistenzen gegen Schäden und stabilerer Rumpf, Panzerung und Schild. Zusätzlich besitzen diese Schiffe größere Frachträume und erhalten einen Bonus für die Benutzung von Traktorstrahlen, was sie beim Bergen von Wracks effizienter macht. Diese Schiffe eignen sich dadurch besonders im Kampf gegen NSC-Piraten.

Carrier (Träger) Diese Schiffe wurden erst sehr spät zu den Flotten hinzugefügt. Sie verfügen über keinerlei direkt offensiven Waffen, aber über eine Vielzahl von Support- und Gruppenmodulen. Träger besitzen eigene Jäger (Fighter-Drohnen), die gegnerische Ziele angreifen können. Des Weiteren besitzen diese Schiffe einen kleinen Hangar, um Schiffe der eigenen Flotte auszustatten, umzurüsten oder sie als Ersatz bereit zu halten.

Mothership (Mutterschiff) Eine Verbesserung der Trägerschiffe. Sie sind mit mehr Hangarplatz ausgestattet und können mehr Jäger transportieren. Außerdem können sie eigene Klonvorrichtungen transportieren, die es Spielern erlauben, durch sogenannte Jump Clones (Spring-Klone) von überall her direkt zum Mutterschiff und somit direkt zur Schlacht zu springen.

Dreadnought (Panzerschiff) Diese Schiffe sind von außerordentlicher Größe und mit sehr starken Schilden/starker Panzerung ausgestattet. Sie widerstehen auch großen Flotten für einige Zeit. Dreadnoughts sind zur Belagerung feindlicher Basen gedacht und können in eine Art Belagerungsmodus versetzt werden, der das Schiff durch Umleitung der Energie auf die Waffen und die Verteidigung zwar unbeweglich, aber außerordentlich schlagkräftig macht. Dreadnoughts sind unverzichtbar für das Belagern und Zerstören gegnerischer Raumstationen.

Titan Die Königsklasse in EVE. Sehr viel größer als Panzerschiffe und deutlich größer als die größten Raumstationen sind sie mit der Vernichtungskraft der größten Waffen und einem „Doomsday-Modul“ – einer Art Massenvernichtungswaffe, die ganze Flotten in einem Umkreis von ca. 250 km vernichtet – ausgestattet. Des Weiteren haben Titanen einen sehr großen Hangar und können mit Modulen ausgerüstet werden, die der eigenen Flotte diverse Kampfboni bringen. Da der Aufwand für die Herstellung eines solchen Schiffes schlicht gigantisch ist, ist ihre Anzahl stark begrenzt. Nur einige wenige Spielerallianzen werden jemals in der Lage sein, einen Titanen zu bauen.

Industrial (Industrieschiff) Industrials sind das Rückgrat von Transport- und Handelsflotten und das Arbeitspferd von Händlern. Ihre Hauptaufgabe ist das Transportieren von kleinen bis mittelgroßen Mengen von Waren, Rohstoffen oder anderen Arten von Gütern. Industrials verfügen über nahezu keine offensiven Fähigkeiten und sind auch in der Defensive schwach.

Transporter Transporter haben eine kleinere Frachtkapazität als Industrials, sind dafür aber für den Einsatz in gefährlicheren Gebieten ausgelegt. Sie sind schneller und haben spezielle Boni, die schnellere Reparatur etc. erlauben. Eine besondere Unterart sind Blockadebrecher (Blockade Runner), die gegnerischen Versuchen, ihren Warpantrieb lahmzulegen, trotzen und damit Systemblockaden unter Umständen durchbrechen können, um für die blockierte Raumstation oder Flotten dringend benötigten Nachschub zu liefern.

Freighter (Frachter) Frachter sind die Königsklasse der Transportschiffe. Sie transportieren gigantische Mengen von Gütern in unglaublich großen Rümpfen, in die ganze Schlachtschiffe passen, sind dafür aber ausgesprochen langsam und können nicht mit zusätzlichen Modulen ausgestattet werden.

Jump Freighter (Sprungfrachter) Tech-2-Frachter, der für sich selbst ein Sprungtor öffnen kann und so nicht den langwierigen Transportweg von System zu System über die fest installierten Sprungtore benutzen muss.

Mining Barge (Abbauschiff) Diese Schiffe sind zum Abbauen von Erz in Asteroidengürteln gedacht. Sie verfügen über keinerlei offensive Fähigkeiten, können aber dafür außerordentlich leistungsstarke Mining-Laser einsetzen, die Erz oder Eis ausgesprochen schnell und effizient aus Asteroiden schneiden können.

Exhumer (Verbessertes Abbauschiff) Diese Schiffe sind speziell zum Abbauen von Erz in Asteroidengürteln gedacht. Sie verfügen über gesteigerte defensive Fähigkeiten und können auch außerordentlich leistungsstarke Mining-Laser einsetzen (Strip Miner), die Erz oder Eis ausgesprochen schnell und effizient aus Asteroiden schneiden können.

Faction Ship (Fraktionsschiff) Jede der fünf großen Piraten- und vier Empire-Fraktionen geben dem Spieler die Möglichkeit, spezielle Schiffe zu fliegen. Man findet die Piratenschiffe in Form von Bauplankopien in Komplexen tief in dem von Allianzen kontrolliertem Raum, indem man Offiziere der Piratenfraktion aufspürt und zerstört oder man verdient sie sich, indem man Aufträge für Agenten der jeweiligen Piraten-/Empirefraktion ausführt. Pro Fraktion gibt es eine eigene Fregatte, ein Kreuzer und ein Schlachtschiff.

Einzigartige/Event-Schiffe Bei besonderen Ereignissen (Events) werden spezielle und einzigartige Schiffe herausgegeben, die in Einzelstücken oder minimalen Mengen an die Spieler weitergegeben bzw. von ihnen erobert werden können.

Erweiterungen

Die Erweiterungen sind im monatlichen Entgelt inbegriffen (es entstehen keine weiteren Kosten) und erweitern die Funktionen und den Spielumfang von EVE teilweise beträchtlich.

  • EVE Online: The Second Genesis (6. Mai 2003; Start-Version)
  • EVE Online: Castor (16. Dezember 2003)
  • EVE Online: Exodus (17. November 2004)
  • EVE Online: Cold War Edition (5. Juli 2005)
  • EVE Online: Red Moon Rising (14. Dezember 2005)
  • EVE Online: Revelations (28. November 2006)
  • EVE Online: Revelations II (19. Juni 2007)
  • EVE Online: Trinity (5. Dezember 2007)
  • EVE Online: Empyrean Age (11. Juni 2008)
  • EVE Online: Quantum Rise (11. November 2008)
  • EVE Online: Apocrypha (10. März 2009)

Am 28. November 2006 wurde der erste Teil der Erweiterung „Revelations“ (Codename „Kali“) veröffentlicht, der zweite Teil, „Revelations II“, folgte am 19. Juni 2007. Der dritte und abschließende Teil „Revelations III“ (Trinity) ist am 5. Dezember 2007 veröffentlicht worden. Das für Dezember 2006 geplante VoIP-System von Vivox wurde erst im 2. Quartal 2007 nach längerer Testphase auf den Live-Server aufgespielt und freigegeben. Mit der Veröffentlichung von EVE Trinity am 5. Dezember 2007 wurde die Grafikengine auf aktuellen DirectX-9-Standard angepasst und beinhaltet jetzt hochauflösende Texturen sowie Effekte, wie realistischen Schattenwurf, HDR etc. Auf leistungsschwächeren Computern ist es weiterhin möglich mit der alten Grafikengine (Classic Content) zu spielen. Auch im Classic Content sind die neuen Modelle und verbesserte Texturen vorhanden, welche jedoch abweichend zur neuen Engine (Premium Content) sind. Für Premium Content wird eine Grafikkarte mit Pixel-Shader-3.0-Unterstützung benötigt. Ein weiteres Update soll folgen, um in Windows Vista DirectX 10 nutzen zu können. Das Update „Empyrean Age“ folgte am 11. Juni 2008, nun ist es schließlich möglich, sich für ein NPC Imperium zu verpflichten und für dieses gegen seine Feinde zu kämpfen und Sternensysteme zu besetzen.

Am 10. März 2009 ist das neueste Update mit dem Namen „Apocrypha“ erschienen. Mit der Veröffentlichung von „Apocrypha“ wurde der übliche 6-monatige Rhythmus zwischen den Veröffentlichungen der Extensions durchbrochen. Um eine bessere Marktdurchdringung zu erreichen, wird EVE Online ab diesem Zeitpunkt auch wieder als Retailversion im Einzelhandel zu erwerben sein. Hierfür kündigte CCP Games auf dem Fanfest 2008 eine Partnerschaft mit Atari an.

EVE ist auch für Mac OS X verfügbar, verwendet jedoch die Windows-kompatible Laufzeitumgebung Cedega[5].

Die offizielle Linux Unterstützung wird mit Apocrypha, aufgrund von zu niedriger Nachfrage, eingestellt[6]. Linux Nutzer können weiterhin auf beispielsweise Wine zurückgreifen um EVE zu spielen.

EVE China

Seit Ende Sommer 2006 betreibt CCP zusammen mit Optic Communications als Lizenzpartner in China einen separaten Server (Serenity). Dieser Server ist für Einwohner der Volksrepublik China und Taiwans vorgesehen. Für die Lokalisierung wurde EVE Online auf Unicode umgestellt. Die monatlichen Entgelte sind mit gut 6 Euro ungefähr halb so hoch wie bei dem internationalen Server Tranquility.

Während der Betaphase des chinesischen Servers waren 30.000 Spieler gleichzeitig online. Seitdem der Server im normalen Betrieb ist, sind es bisher erst knapp mehr als 10.000 gewesen.

Technik

Hinter der Spielwelt steht ein Servercluster mit mehreren Ebenen. Dabei handelt es sich um die Datenbank, die Proxy-Knoten und sogenannte SOL-Knoten. Proxy-Knoten wickeln den Netzwerkverkehr zwischen den Endbenutzern (Clients) und dem Cluster ab[7]. Die eigentliche Rechenarbeit findet auf den SOL-Knoten statt. Es gibt spezialisierte SOL-Knoten für verschiedene Aufgaben, wie zum Beispiel die Verwaltung des Marktes einer Spielregion, Chat-Verwaltung oder Hosting eines Sonnensystems. Die Kommunikation zwischen Client, Proxy und SOL-Knoten erfolgt mit Hilfe des von CCP entwickelten RPC-Protokolls MachoNet. Die Verarbeitung erfolgt durch eine spezielle Version der Programmiersprache Python, Stackless Python, deren Entwicklung von CCP maßgeblich gefördert wird. Durch den Verzicht auf den Prozessorstack können Stackless-Python-Threads besonders einfach serialisiert werden. Dies macht sich EVE zum Beispiel beim Wechsel des Spielers zwischen Sonnensystemen zu Nutze. Der den Spieler repräsentierende Thread wird auf dem abgebenden SOL-Knoten serialisiert und vom Zielknoten wieder deserialisiert. Limitierungen des MachoNet-Protokolls bedingen, dass ein Sonnensystem einem SOL-Knoten fest zugewiesen wird und dort in einem einzelnen Thread laufen muss. Die am stärksten besuchten Sonnensysteme haben daher einen eigenen SOL-Knoten, während schwächer belastete Systeme sich einen Knoten teilen können. Wenn ein SOL-Knoten maximal ausgelastet ist, kann sich dies für die Spieler in merklichen Verzögerungen äußern.

Als mögliche Lösung dieses Problems wird derzeit von CCP eine Portierung der Software auf InfiniBand-Technologie evaluiert[8], laut den Aussagen der Entwickler auf dem Fanfest 2008 läuft bereits eine Entwicklungsversion von EVE-Online auf einem kleinen HPC-Cluster als Testumgebung.

Kritikpunkte

Mangelnde Spielleistung, Lag

Als negativ kann man vor allem den Lag bezeichnen, der dazu führt, dass man zum Beispiel lange Wartezeiten beim Betreten von neuen Sonnensystem oder Abrufen von Informationen wie dem Markt hat. Besonders bei Kampfhandlungen ist es sehr störend, wenn man über seine Umgebung zu langsam informiert wird oder man seinem Schiff keine Anweisungen geben kann.

CCP steht vor der Herausforderung, die Serverstabilität durchgehend zu gewährleisten, da die Spielerzahl laufend steigt und so die Server schon mehrmals an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gelangt sind. Dabei macht sich natürlich negativ bemerkbar, dass alle Spieler denselben Servercluster benutzen. Deshalb wurde der Servercluster im Februar 2006 komplett ausgetauscht (basierend auf AMD Opteron 64-bit IBM Bladeservern) und seither mehrmalig erweitert. Auch die Software wird laufend überarbeitet, um erhöhte Leistung zu bieten. Das nächste Upgrade wird aus neuen Nodes auf Basis von Intel Xeons aus der Wolfdale-Serie bestehen [9]. Technisch erwähnenswert ist zudem die Nutzung von sogenannten RAMSANs, einer Art Hochgeschwindigkeits-Solid State Drives für die Datenbank.

Leider ist CCP mit seinen Bemühungen meistens einen Schritt hinterher, sodass es besonders in sehr belebten Sonnensystem und bei größeren Schlachten doch öfter zu Problemen kommt. Seit Ende 2008 besteht die Möglichkeit lagfrei Kämpfe von ca. 1000 Schiffen zu erleben, sofern man diese vorher dem Support mitteilt und dem entsprechenden Sonnensystem daraufhin mehr Ressourcen zugewiesen werden.

Verfehlungen von Entwicklern

Es gibt einen bestätigten Bericht, wonach ein Spieleentwickler im Frühjahr 2006 in das Spiel eingriff und seine Befugnisse am Server missbrauchte, um einer bestimmten von ihm favorisierten Spieler-Allianz einen unfairen Vorteil zu verschaffen. [10] [11]

Spielzugang

EVE Online ist in mehreren Sprachen verfügbar, unter anderem in deutsch, englisch, isländisch, russisch und französisch. Durch die stete Weiterentwicklung der Spiele werden auch die Übersetzungen sukzessive angepasst, meist durch die Community selbst.

EVE Online ist kostenpflichtig. Bezahlt wird das Abonnement per Kreditkarte, Bankeinzug oder Game Time Card (GTC). Die Abonnementgebühren hängen dabei von der Dauer der erworbenen Spielzeit ab, ein einmonatiges Abonnement kostet hierbei etwa 15€. Statt normaler Zahlung können Game Time Cards – und seit der Quantum Rise-Erweiterung auch die im Spiel verfügbaren 30-Tages-Lizenzen – zudem mit der Spielwährung ISK bezahlt werden.

Es besteht die Möglichkeit eines kostenlosten Testzugangs über die EVE-Online Homepage oder über Steam

Collectible Card Game

Mittlerweile gibt es zu Eve Online auch ein Collectible Card Game namens EVE: The Second Genesis. Markteinführung war im Oktober 2006. Die erste Erweiterung „The Exiled“ wurde im Sommer 2007 veröffentlicht.

Referenzen

  1. eve-online.com: Angaben der Systemminima auf der Website zu EVE Online (aufgerufen am 23. Oktober 2008)
  2. http://www.eve-online.com/pressreleases/default.asp?pressReleaseID=25 (englisch)
  3. http://eve.coldfront.net/status/tranquility (englisch)
  4. http://eve-history.net/wiki/index.php/The_Big_Scam (englisch)
  5. http://support.eve-online.com/Pages/KB/Article.aspx?id=387
  6. http://www.eve-online.de/forum/showthread.php?t=19241
  7. Der EVE-Cluster bei battlefield.no
  8. Software im Hintergrund bei myeve.eve-online.com
  9. http://myeve.eve-online.com/devblog.asp?a=blog&bid=589
  10. http://myeve.eve-online.com/devblog.asp?a=blog&bid=423 (englisch)
  11. http://myeve.eve-online.com/devblog.asp?a=blog&bid=424 (englisch)

Weblinks


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