Emmanuel McDonald Bailey

Emmanuel McDonald Bailey

Emmanuel McDonald Bailey (* 8. Dezember 1920 in Williamsville, Trinidad) ist ein Leichtathlet, der nach dem 2. Weltkrieg als Sprinter erfolgreich war. Er startete für Großbritannien. Er gewann insgesamt vierzehn AAA-Meisterschaften:

Jahr 1946 1947 1949 1950 1951 1952 1953
100 y 9,8 9,7 9,7 9,9 9,6 9,6 9,8
220 y 22,3 21,7 21,7 21,8 21,4 21,4 21,4

Karriere

Bereits als Schüler des Queen’s Royal College in Port of Spain lief er 1937 mit 21,5 Sek. über 220 y Landesrekord. Ein Jahr später nahm der 17-jährige in Großbritannien erstmals an einer Meisterschaft teil und erreichte den Zwischenlauf. Dann unterbrach der 2. Weltkrieg seine Karriere.

Im Jahr 1944 kehrte er als Angehöriger der Royal Air Force nach Großbritannien zurück. Er wurde eingeladen, Großbritannien in einem Länderkampf gegen Frankreich zu vertreten. Im ersten Nachkriegsjahr jedoch startete der bei den Central American and Caribbean Games im kolumbianischen Barranquilla wieder für Trinidad. Als Kapitän seiner Mannschaft gewann er Bronze über 100 m sowie mit der Staffel.

Ende 1947 zog er sich eine schwere Beinverletzung zu, die im folgenden olympischen Jahr noch nicht ganz ausgeheilt war, sodass das Nationale Olympische Komitee von Trinidad und Tobago auf seine Nominierung verzichtete. Daraufhin riet ihm sein Vater, der selbst im TTOA vertreten war, für Großbritannien zu starten. Er tat es und belegte über 100 m Platz 6 (10,6 Sek.)

Im Jahr 1949 war er wieder in Topform und stellte in Reykjavík mit 10,2 Sek. über 100 m als vierter Läufer den 1936 von Jesse Owens erzielten Weltrekord ein. Die Veranstalter hatten versäumt, den für die Anerkennung von Rekorden erforderlichen Windmesser zu installieren, so dass noch zwei Jahre vergingen, ehe Emmanuel McDonald Bailey sich als Europarekordler eintragen durfte: Am 25. August 1951 legte er im jugoslawischen Belgrad die 100 m erneut in 10,2 Sekunden zurück. Mit 9,6 Sek. hielt er bereits den britischen 110-Yards-Rekord.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki startete er über 100 m, 200 m und in der 4x100-m-Staffel. Über 200 m kam er in 21,0 Sek. auf Platz 4 (Es siegte Andrew Stanfield in 20,7 Sek.) und fügte als Startläufer der britischen 4x100-m-Staffel einen weiteren 4. Platz hinzu. Über 100 m hatte er indessen mehr Glück: Nachdem die ersten vier Läufer mit 10,4 Sek. gestoppt worden waren, musste das Zielfoto entscheiden. Bailey wurde hinter dem Außenseiter Lindy Remigino und Herb McKenley die Bronzemedaille zuerkannt.

Nach Beendigung seiner sportlichen Laufbahn ging er nach Britisch-Guayana, wo er für die Firma Bookers arbeitete. Nach seiner Rückkehr nach Trinidad wurde er für die National Energy Corporation sowie die Shell Oil Company tätig. Als Mitglied des London Institute of Journalists kommentierte er für die BBC die Olympischen Sommerspiele 1960 in Rom sowie die British Commonwealth Games 1970 in Edinburgh. An den Olympischen Sommerspielen 1964 in Tokio nahm er als Trainer der Nationalmannschaft von Trinidad und Tobago teil.

Im Jahr 1977 wurde er für seine sportlichen Leistungen mit der Chaconia Gold Medal geehrt. Sein Verdienst ist insbesondere die Propagierung des Langstreckenlaufs als Trainingsmittel.

Emmanuel McDonald Bailey lebt heute in Port of Spain.

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