Elek Schwartz


Elek Schwartz

Alexander „Elek“ Schwartz (* 23. Oktober 1908 in Temesvar, Österreich-Ungarn, heute Rumänien; † 2. Oktober 2000 in Haguenau, Frankreich) war Fußballspieler in Rumänien und Frankreich und arbeitete anschließend als Trainer. Unter anderem war er von 1957 bis 1964 Bondscoach der niederländischen Nationalmannschaft und trainierte später das deutsche Bundesligateam von Eintracht Frankfurt.

Inhaltsverzeichnis

Spieler in Rumänien und Frankreich

Als aktiver Fußballer hatte Schwartz zunächst im rumänischen Timișoara gespielt. Anschließend wirkte er in Frankreichs Profiliga bei FC Hyères (1932 bis 1934), AS Cannes (1934 bis 1936), Racing Strasbourg (1936 bis 1938) und Red Star Olympique (1938/39).

Anfang der Trainerkarriere in Monaco

Seine ersten Trainerstationen absolvierte er ebenfalls in Frankreich (AS Cannes 1948/49, AS Monaco 1950 bis 1952 und Le Havre AC 1952 bis 1953).

Oberligatrainer

1953 verpflichtete ihn die Sportfreunde Hamborn 07. In seiner zweiten Saison dort führte er den Verein aus dem Duisburger Vorort zum Aufstieg in die Oberliga West.

1955 wurde er Trainer bei Rot-Weiss Essen, kurz nach dem Titelgewinn der Deutschen Meisterschaft. In den kommenden beiden Spielzeiten führte er die Mannschaft zu einem vierten und einen achten Rang in der Oberligatabelle.

Nationaltrainer der Niederlande

Daraufhin wechselte er zum niederländischen Fußball-Verband KNVB und übernahm die Nationalmannschaft, die unter seiner Leitung 49 Länderspiele absolvierte.

Das war jedoch in einer Zeit, als der niederländische Fußball bei weitem noch nicht die Bedeutung hatte, die er sich seit den 1970er Jahren erarbeitet hat. Ein sehr negatives Ereignis seiner Laufbahn war eine 0:7-Niederlage 1959 gegen Deutschland in Köln. Er verblieb bis 1964 im Amt des Bondscoaches, in dem ihm Denis Neville nachfolgte.

Insgesamt errang die niederländische Nationalmannschaft unter seiner Führung 19 Siege, 12 Unentschieden und 18 Niederlagen.[1]

Europapokalfinale mit Benfica

In der Saison 1964/1965 trainierte er SL Benfica in Lissabon und gewann dort mit der vom legendären Eusébio angeführten Mannschaft die Landesmeisterschaft von Portugal.

Im Viertelfinale des Europapokal der Landesmeister besiegte Benfica im Viertelfinale Real Madrid und erreichte das Finale. Dort mussten sich die Lissaboner Adler den Meistern des Catenaccio, dem von Helenio Herrera trainierten Inter Mailand knapp mit 0:1 geschlagen geben.

Bundesligatrainer bei Eintracht Frankfurt

Vom 1. Juli 1965 bis zum 30. Juni 1968 trainierte Schwartz als Nachfolger von Ivica Horvat die Frankfurter Eintracht. Er führte dort das 4-2-4-System ein. Mit den Hessen erreichte er die Platzierungen 7, 4 und 6 in der Bundesliga.

Misserfolg mit den Drachen in Porto

In der Saison 1969/70 trainierte er den FC Porto. Nicht nur, dass die Drachen bereits in der ersten Runde des Portugiesischen Pokals ausschieden und auch im Messepokal nicht über die zweite Runde hinauskamen: mit dem neunten Platz in der Abschlusstabelle der Liga gab es für die Nordportugiesen die für sie bisher schlechteste Platzierung, die sie je erreichten.

Karriereausklang in München und Straßburg

In der Saison 1972/73 war Schwartz Trainer beim TSV 1860 München, doch er konnte die Erwartungen nicht erfüllen, den Verein aus der Zweiten Liga wieder in die Bundesliga zurückzuführen.

Ein besseres Ergebnis gelang ihm in der Saison 1976/77, als er bei seinem letzten Engagement im Profibereich Racing Straßburg zum Aufstieg in die erste französische Division führte.

Danach war er in der Saison 1978/79 Übungsleiter beim Amateurverein SR Haguenau, dem Vorgängerklub des heutigen FCSR Haguenau im Elsass. In Haguenau verbrachte er auch seinen Lebensabend.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. rsssf.com

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