Dürener Kreisbahn

Dürener Kreisbahn
Dürener Kreisbahn GmbH
DKB Logo.svg
Basisinformationen
Unternehmenssitz Düren
Webpräsenz http://www.dkb-dn.de/
Bezugsjahr 2004
Eigentümer Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH
Aufsichtsrat Wolfgang Spelthahn (Vorsitzender) und 17 weitere
Geschäftsführung Bernd Böhnke, Guido Emunds
Verkehrsverbund Aachener Verkehrsverbund
Beschäftigte 170
Umsatz 7,08 Mio. Euro
Tochtergesellschaft keine
Linien
Bus 40
Anzahl Fahrzeuge
Omnibus 77
Statistik
Fahrgäste 10,77 Mio. pro Jahr
Fahrleistung 84,55 Mio. km pro Jahr
Länge Liniennetz
Buslinien 710 km

Die Dürener Kreisbahn GmbH (kurz DKB) ist ein in Düren ansässiges Verkehrsunternehmen. Es werden aktuell circa 30 Buslinien mit einer Gesamtlänge von etwa 710 Kilometern betrieben. Die Dürener Kreisbahn GmbH ist zu 100 Prozent Eigentum des Kreises Düren. Aufgrund dessen ist die DKB mit einem Aufsichtsrat analog zum Aktiengesetz ausgestattet.

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsführung

Die Dürener Kreisbahn GmbH wird von den Geschäftsführern Guido Emunds und Bernd Böhnke geführt.

Aufsichtsrat

Gegenwärtig umfasst der Aufsichtsrat 18 Mitglieder, den Vorsitz hat durch sein Amt der Landrat des Kreises Düren. 15 weitere Mitglieder werden durch den Kreistag des Kreises Düren in den Aufsichtsrat bestellt, ein weiteres ist der Hauptverwaltungsbeamte der Stadt Düren. Das letzte Mitglied wird durch den Dürener Stadtrat entsandt.

Netzentwicklung

Das Unternehmen wurde im Jahre 1908 gegründet. Am 6. Oktober dieses Jahres nahm die Kreisbahn auf ihren ersten Straßenbahn- und Eisenbahnlinien den Betrieb auf. Eingerichtet wurden in schneller Folge Straßenbahnlinien zum Dürener Bahnhof, nach Kreuzau, Gürzenich, Lendersdorf und Distelrath. Gemeinsamer Ausgangspunkt war der Markt(platz) in Düren. Dazu kamen Eisenbahnlinien (damals entsprechend der Gesetzeslage als Kleinbahn bezeichnet) von Distelrath über Merzenich und Nörvenich nach Zülpich Stadt, sowie eine dem Güterverkehr vorbehaltene Strecke nördlich um die Stadt von Distelrath nach Lendersdorf. Die Eisenbahnstrecke nach Zülpich wurde 1911 bis Embken verlängert, wobei ein Anschlussgleis zur Braunkohlenbrikettfabrik Astraea gelegt wurde. Charakteristisch für diese erste Schienenepoche der DKB war, dass von Anfang an ein Mischbetrieb zwischen Straßenbahnen und Klein- bzw. Eisenbahnen eingerichtet wurde. Im Jahre 1912 wurde der Betrieb der ersten Omnibuslinien aufgenommen.

Zwischen den Kriegen elektrifizierte die DKB weitere Abschnitte ihrer Eisenbahnstrecke in Richtung Nörvenich, das vom Fahrdraht 1928 erreicht wurde. Auf den nicht elektrifizierten Strecken setzte sie erste Dieseltriebwagen als Ersatz für die teure Dampftraktion ein.

Einstellung des Schienenverkehrs

Im Zweiten Weltkrieg wurde Düren schwer zerstört und die Strecken der DKB wurden so stark beschädigt, dass einige Abschnitte nicht mehr in Betrieb genommen wurden. So endete der Straßenbahnverkehr nach Kreuzau und zum Bahnhof.

Ab 1950 begann die Stilllegung der verbliebenen Abschnitte. Bis 1958 wurden im innerstädtischen Straßenbahnnetz außer der Verbindung Düren Markt – Distelrath alle Strecken stillgelegt. Schon 1957 musste zudem der Eisenbahnabschnitt Zülpich Stadt – Embken dem Braunkohlentagebau Zülpich weichen. Im Kontrast dazu begann die DKB, die Strecke von Nörvenich in Richtung Zülpich Stadt mit Oberleitung zu versehen. 1960 wurde aber trotz dieser Baumaßnahmen der Abschnitt Nörvenich – Zülpich Stadt stillgelegt. Die DKB betrieb danach nur mehr die Strecke Düren Markt – Nörvenich und den Güterring. Der Verkehr nach Nörvenich wurde schließlich am 30. April 1963 eingestellt, damit endete der schienengebundene Personenverkehr der DKB. Die DKB betrieb danach noch einige Jahre den Güterverkehr nach Nörvenich und auf dem Güterring, dieser wurde allerdings ebenfalls schrittweise stillgelegt, 1968 nach Nörvenich und 1970 der Güterring. Damit endete der Schienenverkehr, die DKB ist seitdem ein reiner Busbetrieb.

Neuaufnahme des Schienenverkehrs

1985 übernahm die DKB zunächst den Betrieb der Jülicher Kreisbahn, nachdem die beiden Landkreise bereits 1972 zusammengelegt worden waren. Damit betrieb die DKB wieder Eisenbahnverkehr, wenn auch nur den sehr spärlichen Güterverkehr auf der Strecke der Jülicher Kreisbahn Jülich Nord – Puffendorf.

Ende der 1980er Jahre beabsichtigte die Deutsche Bundesbahn, sich von den Nebenstrecken rund um Düren zu trennen. Jedoch sah der Kreis Düren besonders auf den beiden Strecken entlang der Rur ein ungenutztes Potenzial für den Schienenpersonenverkehr. Daher wurden im Jahr 1993 die Regionalbahnstrecken Düren – Jülich und Düren – Heimbach von der Deutschen Bundesbahn übernommen. Zunächst mit gebrauchten Schienenbussen, bald mit neuen Triebwagen vom Typ RegioSprinter baute die DKB auf diesen Strecken unter dem Namen „Rurtalbahn“ ein Nahverkehrsangebot auf, das inzwischen zum 26. Mai 2002 auf der Jülicher Strecke bis nach Linnich verlängert wurde. Auf den beiden Strecken übernahm die DKB auch den Güterverkehr.

Im Jahre 2000 erfolgte der Einstieg in den Güterverkehr außerhalb des eigenen Schienennetzes.

Ausgliederung des Schienenverkehrs

Der Betrieb des Schienenverkehrs wurde zum 1. Januar 2003 als eigenständige Rurtalbahn GmbH ausgegliedert, an der die DKB als weiterhin 100%iger Eigenbetrieb des Kreises Düren einen Anteil von 25 % hält. Seitdem ist die DKB zum zweiten Mal in ihrer Geschichte wieder ein reiner Busbetrieb, allerdings hält sie weiter das Eigentum an den von der Rurtalbahn betriebenen Bahnstrecken.

Die Dürener Kreisbahn gehört tariflich zum Aachener Verkehrsverbund.

Neben 31 Buslinien werden außerdem vier Nachtbus-, vier Anrufbus- und eine Discobuslinie betrieben. Dafür stehen insgesamt 77 Fahrzeuge zur Verfügung, der Personalbestand der DKB liegt bei 125 Mitarbeitern. Im Jahr 2004 beförderte die DKB damit insgesamt ca. 10,77 Mio. Fahrgäste.

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