Diogenes von Sinope


Diogenes von Sinope
Diogenes von Sinope

Diogenes von Sinope (griech.: Διογένης ὁ Σινωπεύς Diogenēs ho Sinōpeus; * um 400 v. Chr. in Sinope; † 324/323 v. Chr. in Korinth) war ein griechischer Philosoph und wird mit seinem Lehrer Antisthenes als der Begründer des Kynismus bezeichnet. Über den historischen Diogenes sind kaum gesicherte Daten erhalten. Fast alle Informationen wurden in Form von Anekdoten überliefert, deren Wahrheitsgehalt Gegenstand wissenschaftlicher Spekulationen ist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Die Epoche des Diogenes

Diogenes von Sinope lebte in der Zeit des Übergangs in die Epoche des Hellenismus. Die massiven Veränderungen dieser Zeit zeigten sich in der Auflösung der politischen Systeme der Stadtstaaten (Poleis) und einer damit einhergehenden Veränderung des Welt- und Menschenbildes der Griechen. Peter Sloterdijk beschreibt die Situation treffend:

„Wer nicht blind ist, muss erkennen, daß ein neues Ethos, eine neue Anthropologie fällig geworden sind; man ist nicht mehr engstirniger Bürger einer zufälligen Stadtgemeinschaft, sondern muß sich als Individuum in einem erweiterten Kosmos begreifen.“

Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft.[1]

Geburt und Flucht aus Sinope

Das Geburtsjahr des Diogenes von Sinope ist umstritten. Nach Diogenes Laertios soll er im Jahr 404 v. Chr. in Sinope in Kleinasien als Sohn eines Geldwechslers geboren worden sein.[2] Wohl wegen des Vorwurfs der Falschmünzerei wurde er aus der Stadt verbannt, wobei bereits im 3. Jhdt. n. Chr. verschiedene Angaben zu diesem Vorgang existieren: Ebenso wird berichtet, dass der Vater des Diogenes wegen dieses Vorwurfs verbannt wurde. Nach Diogenes Laertios behauptete jedoch Diogenes selbst in seinem Werk „Pordalos“, er habe die Münze verfälscht.[3]

Wirken in Athen und Korinth

Er floh jedenfalls nach Athen und wurde dort ein Schüler des Antisthenes, welcher selbst ein Schüler des Sokrates gewesen war. Diogenes lebte und lehrte, was bei ihm als ein und dasselbe betrachtet werden muss, später vor allem in Athen und Korinth. Aber auch die antiken Olympischen Spiele soll er zu Auftritten genutzt haben. Er stellte vor allem das infrage, was gemeinhin anerkannt war. Er, dem Falschmünzerei vorgeworfen wurde, versuchte, die Werte durch radikales Infragestellen umzumünzen. Diogenes lehrte seine Philosophie nicht nur durch gelehrsame Reden und die Veröffentlichung philosophischer Abhandlungen, sondern vor allem durch seine Aktionsphilosophie. Auf den öffentlichen Plätzen der antiken griechischen Metropolen lebte er seine Überzeugung vor und zeigte mit originellen und bisweilen demütigenden Aktionen, was er von den Lebensstilen seiner Mitmenschen hielt. Dies bezeugen die vielen überlieferten Anekdoten. Seine schriftlich verfassten Werke, die antiken Autoren teilweise noch bekannt waren, kennt man heute nicht mehr.

Diogenes galt wahrscheinlich gleichzeitig als Bürgerschreck und glänzender Unterhalter. Viele Anekdoten bezeugen die große Ehrfurcht, welche die Griechen vor ihm hatten, viele andere bezeugen, wie scharf Diogenes gerade die Reichen und Mächtigen öffentlich bloßstellte und dadurch demütigte und verärgerte. Einige Überlieferungen weisen auf die historisch wahrscheinliche Bekanntschaft des Diogenes mit seinem Zeitgenossen Platon hin, einige andere auf den Respekt, den Alexander der Große gegenüber dem kynischen Philosophen gehegt haben soll. Nach seinem Tod wurde in Korinth eine Statue zu seinen Ehren aufgestellt, aus deren Inschrift höchste Verehrung sprach:

„Selbst ein ehernes Bild zersetzen die Zeiten, doch deinem // Ruhme, Diogenes, gräbt niemals ein Äon das Grab. Du nur zeigtest den Menschen die Formen genügsamen Daseins // und den gemächlichsten Pfad über des Lebens Gefild.“

zitiert nach Weeber[4]

Tod und Nachwirken

Diogenes auf einem Mosaik des Römisch-Germanischen Museums

Diogenes starb, der Legende nach, im Jahr 323 v. Chr., am selben Tag wie Alexander der Große.[5] Nach anderen Quellen verstarb er im Jahr 324 v. Chr.[6]

Bereits zu Lebzeiten scheint der Aktionsphilosoph äußerst populär gewesen zu sein. Viele überlieferte Geschichten und Legenden über Diogenes von Sinope sind aus heutiger historischer Sicht zumindest fragwürdig. Das kann daran liegen, dass die Figur des Diogenes bereits in der Antike dank ihrer Popularität schnell dazu animierte, ihr viele Begebenheiten anzudichten. So entstand wohl früh ein großes Repertoire an Legenden und Anekdoten um den außergewöhnlichen Bettlerphilosophen.

In einigen antiken Schriften zur Philosophiegeschichte wird Diogenes ausführlich gewürdigt. Bedeutend sind die umfangreichen und gut erhaltenen Beschreibungen von Dion Chrysostomos und Diogenes Laertios (latinisiert: Laertius). Beide lebten jedoch Jahrhunderte nach Diogenes. Dass ihnen Originalschriften des historischen Diogenes zur Verfügung standen, muss bezweifelt werden.

Philosophie/Ethik

Grundsätzliches

Trotz der schwierigen Überlieferungsgeschichte zeigen sich in den Anekdoten über Diogenes immer wieder die Kerngedanken seiner philosophischen Theorie bezüglich seiner Praxis des Guten Lebens. Mit dieser philosophischen Schwerpunktsetzung auf das Thema des Guten Lebens steht er in der Tradition der antiken Ethik, wobei er einige Gegenstände der ethischen Diskussion radikal und anders bewertet. Die ethische Theorie des Diogenes muss jedoch im Zusammenhang der gesellschaftlichen Umbrüche seiner Zeit gesehen werden, umso mehr, da er seine Überzeugungen als Aktionsphilosophie präsentierte.

Er gilt als Verächter der Kultur und wirkte in seiner Philosophie mehr durch den praktischen Vollzug als durch Lehren. Zumindest sind heute keine seiner Schriften mehr bekannt. Lediglich einige Titel wurden überliefert. Völlige Unabhängigkeit des Menschen in Bezug auf unnatürliche Bedürfnisse und konventionelle menschliche Bindungen war ihm Bedingung für ein Gutes Leben. Von den über ihn überlieferten Anekdoten ist eine der bekanntesten die von „Diogenes in der Tonne“. Dabei handelt es sich jedoch vielleicht nur um einen Übersetzungsfehler eines von Seneca geprägten Ausspruches, dass ein Mann mit derart geringen Ansprüchen ebenso gut in einem Pithos, einer „Tonne“, leben könne. Dennoch gibt es mehrere Anekdoten, die große Vorratstonnen als einen Wohnort des Diogenes angeben.

Durch sein Bettlerleben erwarb er sich den Beinamen Kyon (Hund), den er sofort zu seinem Vorteil umwandelte und als Titel auffasste. Ob die philosophische Schule der Kyniker, als deren Begründer Diogenes von Sinope und sein Lehrer Antisthenes gelten, von diesem Beinamen ihren Namen ableiteten, ist jedoch umstritten. Der heutige Begriff des Zynismus leitet sich vom Kynismus ab.

Zu den Erkennungszeichen der Kyniker gehörten Wanderstab, Rucksack und Essensschale, die gleichzeitig die Grundprinzipien des Kynismus, nämlich Kosmopolitismus, Autarkie, Bedürfnislosigkeit und Parrhesie (freie Rede) symbolisieren.

Kulturkritik

Gegen die Kultur/ Zivilisation

„Oft schärfte er mit lauter Stimme den Menschen die Lehre ein, daß ihnen das Leben von den Göttern an sich nicht schwer gemacht sei, aber über dem Suchen nach Leckerbissen, Wohlgerüchen und was dem ähnlich, sei das in Vergessenheit geraten. In diesem Sinne sagte er auch zu einem, der sich von einem Diener seine Schuhe anziehen ließ: 'Noch hast du nicht den Gipfel der Glückseligkeit erstiegen, solange du dich nicht auch nicht schnäuzen läßt; das wird dann der Fall sein, wenn du an den Händen gelähmt bist.'“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[7]

„Die Sklaven […] dienen ihren Herren, und die Nichtsnutze ihren Begierden.“

Diogenes v. Sinope: nach Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[8]

In diesen Aussagen wendet sich Diogenes aus seiner Sicht gegen den Ursprung der Unzufriedenheit der Menschen. Den Grund, dass die Menschen ein schlechtes Leben führen sieht er in den Begierden, denen sie folgen. Die unnatürlichen Begierden sind für den Bettlerphilosophen Ergebnis kultureller Entwicklungen. Er interpretiert es als „fatales Missverständnis der Menschen: daß sie Kultur und Zivilisation für ein Gut halten.“[9]

„Das Feuer des Prometheus, so seine These, steht nicht am Anfang einer heilsamen Entwicklung; es markiert vielmehr den Beginn eines unheilvollen Weges. Mit ihm beginnt nicht der Aufstieg, sondern die Dekadenz des Menschengeschlechts. Diogenes wird damit zum Vorläufer moderner Zivilisations-, insbesondere Technik- Kritik beziehungsweise Skepsis, die ihren prägnanten Ausdruck in der anschaulichen Metapher vom 'entfesselten Prometheus' gefunden hat.“

Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen[10]

Diogenes stellt den Zusammenhang von Kultur, Zivilisation und Dekadenz heraus. Nach Weeber war für ihn das Feuer „der Ursprung für die Verweichlichung und Luxussucht der Menschen.“[10]

„Kein Lebewesen kommt in einer Umgebung zur Welt, in der es nicht überleben kann.“

Diogenes v. Sinope: nach Dion Chrysostomos VI, 28[11]

Für Diogenes ist der Mensch Sklave seiner eigenen künstlichen Bedürfnisse. Dies sei eine Folge der vielen Hilfsmittel, die er sich ersonnen hatte, um ein möglichst bequemes und angenehmes Leben zu führen.[12] Bequemlichkeit ist demnach für Diogenes der Ursprung von künstlichen Bedürfnissen und diese seien schlecht. Der Irrtum der Menschen sei es, Bequemlichkeit mit Freiheit zu verwechseln. Denn die Suche nach zivilisatorischen Errungenschaften, nach möglichst genussvollem Leben, bedeutet in der Konsequenz auch die Sorge um den Verlust des Errungenen. Damit führt ein bequemes Leben zur Unfreiheit des Menschen.

„Auf der Jagd nach Vergnügungen um jeden Preis werde ihr Leben immer freudloser und mühsamer, und während sie glaubten, für sich selbst vorzusorgen, kämen sie vor Sorge und Voraussicht erbärmlich um.“

Diogenes v. Sinope: nach Dion Chrysostomos VI, 29.

Peter Sloterdijk fasst die Kritik mit heutigen Begriffen zusammen: "Ideale, Pflichtideen, Erlösungsversprechen, Hoffnungen auf Unsterblichkeit, Ziele des Ehrgeizes, Machtpositionen, Karrieren, Künste, Reichtümer. Aus kynischer Sicht sind das alles Kompensationen für etwas, was sich ein Diogenes erst gar nicht rauben läßt: Freiheit, Bewußtheit, Freude am Leben."[13]

Gegen die Scham

Freiheit, Bewusstheit und Freude am Leben werden durch gesellschaftliche und kulturelle Mechanismen behindert. Kultur wird damit nicht nur zum Ursprung der quälenden Begierden, sondern auch zur Kontrollinstanz sozialer Konformität. Scham spielt bei dieser Kontrolle eine große Rolle. Die Philosophie des Diogenes will daher deutlich machen,

„daß die Menschen sich in der Regel für die falschen Dinge schämen, für ihre Physis, für ihre animalische Seiten, die in Wahrheit doch unschuldig sind […].“

Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft[14]

Er glaubt nicht an das Primat der Vernunft als Herrscher über die Leiblichkeit des Menschen. Für Diogenes haben die leiblichen Bedürfnisse, eben weil sie natürlich sind, eine nicht hintergehbare Berechtigung.

Der Aktionsphilosoph macht es daher anders:

„Er pflegte alles in voller Öffentlichkeit zu tun, sowohl was die Demeter betrifft, wie auch die Aphrodite.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen VI, 69.

Sloterdijk übersetzt: „scheißen, pissen, onanieren“.[14] Und weiter: „Diogenes praktiziert die Masturbation, als kulturellen Fortschritt wohlgemerkt, nicht als Rückfall ins Animalische.“[15] Letztlich folgt er damit, so Sloterdijk, dem Ideal eines emanzipierten Wesens. Das emanzipierte Wesen erlangt Freiheit durch die Reflexion der Mechanismen, die es bisher kontrollierten. Allerdings bleibt zu beachten, dass Diogenes ein emanzipiertes Wesen meint, das nicht allein auf das Primat der Vernunft setzt und alles Tierische verteufelt. Diogenes geht es gerade darum, Ratio und Physis in Einklang zu bringen. Auch die animalischen, die natürlichen Bedürfnisse des Menschen müssen als Teil des Menschseins respektiert werden. Sie sind nicht aufhebbar, weil sie existenzielle Bedürfnisse, weil sie die natürlichen Bedürfnisse in uns sind. Ihnen sollte daher unsere Aufmerksamkeit in erster Linie gelten.

Naturbegriff

„Als er einst einen weibischen Jüngling sah, sagte er: 'Schämst du dich nicht, schlechter für dich zu sorgen als die Natur? Diese hat dich zum Manne gemacht, du aber machst dich mit aller Gewalt zum Weibe.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen, VI, 65.

Das gute Leben ist für Diogenes das Leben gemäß der Natur. Das ist folgerichtig insofern er Kultur als den Ursprung des Übels der Menschheit darstellt. Natur als Gegenbegriff zu Kultur und Zivilisation besitzt eine europäische Tradition. „In der seit Jahrhunderten von griechischen Philosophen aller Couleur kontrovers diskutierten Nomos- Physis- Problematik“ entscheidet sich Diogenes für die Physis „-ohne Wenn und Aber, kompromisslos und konsequent. Gesetze, Konventionen, Bräuche – das alles hat für Diogenes keine Geltung, wenn es sich im Widerspruch zur Natur befindet.“[16] Dem Gesetz stellt Diogenes also die Natur entgegen.[17]

„Und Glück definiert Diogenes als 'Leben gemäß der Natur'. Sie ist die entscheidende Instanz in Sachen 'richtig' oder 'falsch', 'gut' oder 'schlecht'.“

Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes.[18]

„Die Natur, sagt Diogenes, hat dem Menschen alles gegeben, was er zum Leben braucht […].“

Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes.[19]

Um die natürlichen Bedürfnisse kommt der Mensch nicht herum. Sie sind existentiell notwendig. Sicherlich könnte er dank seiner Bewusstheit und Vernunft gegen die Bedürfnisse ankämpfen. Aber für Diogenes würde das keinen Sinn ergeben. Schließlich stellt Natur nichts Böses für ihn dar. Natur ist das Gute. Die Unterdrückung der Natur führe nicht zu größerem oder einer höheren Form des Glücks. Die Befriedigung natürlicher Bedürfnisse stellt die grundlegende Form der Bedürfnisbefriedigung dar. Warum sich Sorgen um deren Unterdrückung machen, wenn man die näher liegende Sorge um deren Befriedigung wählen kann?

Diogenes verweist auf die Tierwelt, um zu zeigen, dass der Mensch verweichlicht sei. Selbst ein Frosch, der kein wärmendes Federkleid besitzt, scheint sich, so Diogenes, wohlzufühlen in einem eiskalten Teich.[20] An anderer Stelle wird seine Einstellung anhand von Urvölkern illustriert:

„Sie haben trotzdem überlebt – zwar ohne all die 'schönen' materiellen Erleichterungen des Lebens, aber dafür umso glücklicher.“

Diogenes v. Sinope: nach Weeber, K.- W.: Diogenes.[21]

Kritisch ist anzumerken, dass die Berufung auf die Natur sämtliche Kritik an der Naturthese auf sich lädt, die im Laufe der Jahrhunderte geäußert wurde. Das Grundproblem ist dabei, was als „natürlich“ betrachtet wird. Letztlich wird die Frage, was Diogenes als 'natürlich' versteht, aus den Anekdoten heraus nicht vollständig zu klären sein.

Sloterdijk schreibt:

„Diogenes, das schamlose politische Tier, liebt das Leben, und er fordert für das Animalische einen natürlichen Platz. Wo das Animalische weder unterdrückt noch überhöht wird, gibt es keine Möglichkeit für ein 'Unbehagen in der Kultur'.“

Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft.[22]

Bedürfnislosigkeit als Grundlage der Freiheit

Bedürfnislosigkeit

„Wie Theophrast in seinem Megarikos berichtet, ward er [Diogenes; Anm. d. Verf.] aufmerksam auf eine hin- und herlaufende Maus, die weder eine Ruhestätte suchte, noch die Dunkelheit mied, noch irgendwelches Verlangen zeigte nach sogenannten Leckerbissen. Das gab ihm den Wink zur Abhilfe für seine dürftige Lage. Er war es nach einigen, der zuerst seinen Mantel durch Übereinanderschlagen gleichsam verdoppelte, um jedem Bedarf zu genügen und auch das Bett zu ersetzen. Auch rüstete er sich mit einem Ranzen aus, der seine Nahrung barg, und so war ihm jeder Ort recht zum Frühstück, zum Schlafen, zur Unterhaltung, kurz für alles. So pflegte er denn, mit seinem Finger auf die Säulenhallen des Zeus und auf das Zeughaus (Pompeion) hinweisend, zu sagen, diese Bauten hätten die Athener ihm zur Wohnstätte errichtet.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[23]

„Als er einmal ein Kind sah, das aus den Händen trank, riß er seinen Becher aus seinem Ranzen heraus und warf ihn weg mit den Worten:'Ein Kind ist mein Meister geworden in der Genügsamkeit.' Auch seine Schüssel warf er weg, als er eine ähnliche Beobachtung an einem Knaben machte, der sein Geschirr zerbrochen hatte und nun seinen Linsenbrei in der Höhlung eines Brotstückes barg.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[24]

Diogenes predigte die Bedürfnislosigkeit. Er pflegte zu sagen, „es sei göttlich, nichts zu bedürfen, und gottähnlich, nur wenig nötig zu haben.“[25] Denn wer nichts bedarf, der kann auch nichts verlieren, der muss sich auch keine Sorgen um Verlust machen, der kann einfach leben. Doch sollte diese Art der Bedürfnislosigkeit nicht falsch verstanden werden. Es handelt sich hier nicht um einen Asketismus der Selbstgeißelung und der Demut, wie ihn beispielsweise das Christentum später gelegentlich praktizierte. Diogenes praktiziert Bedürfnislosigkeit weder um ihrer selbst, noch um eines anderen Menschen oder eines Gottes Willen.

„Seine spektakuläre Armut ist Preis der Freiheit […]. Könnte er wohlhabend sein, ohne an Unabhängigkeit einzubüßen, so fände er dagegen nichts einzuwenden. Doch es darf kein Weiser von sogenannten Bedürfnissen sich zum Narren machen lassen. […] Eine Armutsdogmatik kommt nicht in Betracht […].“

Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft.[26]

Freiheit

Es geht Diogenes demnach um Freiheit. Bedürfnisse schränken in den Augen des Diogenes den Willen und damit die Handlungsmöglichkeiten ein. Sie beeinflussen uns und stehen im Verdacht, das Bewusstsein über den Grund unserer Handlungen zu gefährden. Aus diesem Bewusstsein aber entsteht erst die Möglichkeit der Freiheit. Wenn Diogenes nur natürlichen Bedürfnissen einen Raum einräumen möchte, dann akzeptiert er diese damit lediglich als die natürliche Grenze der menschlichen Freiheit. Kultur als Möglichkeit, diese Grenzen zu überwinden, kommt für Diogenes nicht in Betracht. Kultur erschafft nur neue Bedürfnisse, die unsere Freiheit noch mehr einschränken als die unumgehbaren natürlichen. So fordert Diogenes eine Bedürfnislosigkeit abseits der natürlichen Bedürfnisse. Die Absolutheit seiner Forderungen muss jedoch im Lichte des antiken Begriffs der Askesis betrachtet werden.

Übung

„Nichts, sagte er, gerate wohl im Leben ohne Übung [Askesis; Anm. d. Verf.]; diese sei imstande, alle Hindernisse zu überwinden.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[27]

„Diogenes wollte nicht gegen das 'sündige Fleisch' ankämpfen; für ihn war das strenge Askese- Training nur die Voraussetzung für Unabhängigkeit und Autarkie.“

Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes.[28]

Das Ziel des Diogenes ist demnach die größtmögliche Freiheit. Um unnötige Bedürfnisse zu bekämpfen, die diese Freiheit einschränken könnten, muss die Unterdrückung dieser zivilisationsbedingten Bedürfnisse kontinuierlich geübt werden. Für Sloterdijk stellt Diogenes daher den „Urvater des Selbsthilfegedankens“[29] dar,

„also ein Asket in dem Sinn, daß er ein Selbsthelfer war durch Distanzierung und Ironisierung von Bedürfnissen […]. Er […] war derjenige, der die ursprüngliche Verbindung zwischen Glück, Bedürfnislosigkeit und Intelligenz in die westliche Philosophie brachte – ein Motiv, das sich in allen vita-simplex- Bewegungen der Weltkulturen findet.“

Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft.[29]

Der erste Kosmopolit?

Autarkie ist das Ziel der Askesis zur Bedürfnisminimierung. Alles, was dieser Autarkie im Wege steht, muss eingedämmt werden. Auf der individuellen Ebene sind das die unnatürlichen Bedürfnisse. Auf der politischen Ebene aber ist es die Abhängigkeit von einer politischen Ordnung, einer Polis oder eine Partei. Folgerichtig überliefert Diogenes Laertios:

„Gefragt nach seinem Heimatort, antwortete er: 'Ich bin ein Weltbürger'.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[30]

Der Begriff Kosmopolites, der hier als „Weltbürger“ übersetzt wird, meint jedoch nicht den Weltbürgerbegriff der Aufklärung, sondern ist vielmehr als eine weitere Provokation zu verstehen. Der Polites (Bürger) war im griechischen Denken immer ein Angehöriger eines Stadtstaates (polis). Beide Begriffe hängen auch etymologisch eng zusammen. Wenn Diogenes behauptet, er sei ein Bürger des Kosmos, dann ist das eigentlich ein Widerspruch in sich. Auch meint der Begriff des Kosmos nicht unsere Welt im Sinne des Planeten Erde, sondern eher Welt im Sinne einer Weltordnung, die alles, was ist, beherrscht. Letztlich verweist Diogenes damit wiederum auf natürliche Gesetze.

„Die einzig wahre Staatsordnung finde sich nur im Weltall [Kosmos; Anm. d. Verf.].“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[31]

Diese natürliche, nicht menschengemachte Ordnung ist die Einzige, der er bereit ist, sich zu unterwerfen. Damit zeigen diese Überlieferungen einmal mehr, dass Diogenes das Ziel der Freiheit in einer Reduzierung auf nicht Hintergehbares zu finden hofft.

Anekdoten

Folgende Anekdoten illustrieren das Leben und die Philosophie des Diogenes.

Diogenes und seine Mitmenschen

„Geh mir ein wenig aus der Sonne“
"Ich suche Menschen!"

„Als ihm einer seine Verbannung vorrückte, sagte er: 'Eben deshalb, du Elender, bin ich Philosoph geworden.' Und als wieder einer zu ihm sagte: 'Die Sinopeer haben die Verbannung über dich verhängt,' entgegnete er: 'Und ich habe das Verbleiben über sie verhängt.'“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[32]

„Auf die Frage, wann man heiraten müsse, gab er folgende Antwort: 'Die Jünglinge noch nicht, die Alten nicht mehr.'“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[33]

„Als man ihm riet, seinen entlaufenen Sklaven wiederzusuchen, sagte er: 'Es wäre doch lächerlich, wenn Manes ohne Diogenes, Diogenes aber nicht ohne Manes leben könnte.'“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[34]

„Zu Knaben, die ihn umstanden und sagten: 'Wir trauen dir nicht, du könntest uns beißen,' sagte er: 'Nur keine Angst, meine Kinder, ein Hund frißt kein Grünzeug.'“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[35]

„Bei einer Mahlzeit warf man ihm Knochen hin, wie einem Hunde, doch er bepißte sie beim Weggehen wie ein Hund.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[36]

Plutarch überlieferte folgende Begebenheit: Als Alexander der Große zu Diogenes trat und ihm einen Wunsch freistellte, antwortete dieser: „Geh mir ein wenig aus der Sonne“ (Μικρὸν ἀπὸ τοῦ ἡλίου μετάστηθι), wozu Alexander später bemerkte: „Wäre ich nicht Alexander, wollte ich Diogenes sein“ (Εἰ μὴ Ἀλέξανδρος ἤμην, Διογένης ἂν ἤμην). [37]

„Er zündete bei Tage ein Licht an und sagte: 'Ich suche einen Menschen.'“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[38]

Einmal auf einem Marktplatz rief er laut: „Kommt herbei, Menschen!“ Die Leute aber, die auf seinen Ausruf hin kamen, verscheuchte er mit den Worten: „Menschen habe ich zu mir gerufen, nicht Abschaum!“ (Ἄνθρώπους ἐκάλεσα, οὐ καθάρματα.)

Diogenes vs. Platon

„Als Platon die Definition aufstellte, der Mensch ist ein federloses zweifüßiges Tier, und damit Beifall fand, rupfte Diogenes einem Hahn die Federn aus und brachte ihn in dessen Schule mit den Worten: 'Das ist Platons Mensch;' infolge dessen ward der Zusatz gemacht 'mit platten Nägeln'.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[39]

„Man fand ihn einmal ganz von Wasser beträuft, und als ihn die Umstehenden bemitleiden wollten, sagte Platon, der auch dabei war, 'wenn ihr ihn bemitleiden wollt, so müßt ihr euch entfernen,' womit er auf seine Ruhmsucht hinzielte.“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[40]

„Als Platon sich über seine Ideen vernehmen ließ und von einer Tischheit und einer Becherheit redete, meinte Diogenes: 'Was mich anbelangt, Platon, so sehe ich wohl einen Tisch und einen Becher, aber eine Tischheit und Becherheit nun und nimmermehr.' Darauf Platon: 'Sehr begreiflich; denn Augen, mit denen man Becher und Tisch sieht, hast du allerdings; aber Verstand, mit dem man Tischheit und Becherheit erschaut, hast du nicht.' (Auf die Frage, die einer an ihn richtete: 'Wie denkst du, Diogenes, über Sokrates?' antwortete er: 'Er war nicht recht bei Sinnen.')“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[41]

Diverses

Diogenes wird nachgesagt, auf dem Marktplatz öffentlich masturbiert zu haben. Darauf angesprochen, sagte er (Diog.Laert., Leben, 6.2.46[42]): „Wie schön wäre es doch, wenn man auch durch das Reiben des Bauches das Hungergefühl vertreiben könnte!“ (Εἴθε καὶ τὴν κοιλίαν ἦν παρατρίψαντα μὴ πεινῆν.) Diogenes Laertios kommentiert diese Haltung mit den Worten: „Nichts von dem, was lebensnotwendig ist, ist schändlich für die Sterblichen.“ (Οὐκ αἰσχρὸν οὐδὲν τῶν ἀναγκαίων βροτοῖς.)

„Auf die Frage, warum die Leute den Bettlern Gaben verabreichten, den Philosophen aber nicht, erwiderte er: 'Weil sie sich vorstellen, sie könnten wohl dereinst lahm oder blind werden, niemaler aber, sie könnten Philosophen werden.'“

Diogenes Laertios: Leben und Meinungen berühmter Philosophen[43]

Bilder

Literatur

  • Diogenes Laertius: Diogenes. In: Ders.: Leben und Meinungen berühmter Philosophen. In der Übers. v. O. Appelt unter Mitarbeit v. H. G. Zekl neu herausgegeb. sowie mit Einl. u. Anm. versehen v. K. Reich. Bd. 1 (Bücher I – VI), Sonderausgabe aus der Reihe "Philosophische Bibliothek". Hamburg: Meiner, 2008. S. 288–318.
  • Dion Chrysostomos: Sämtliche Reden. Eingeleitet, übers. u. erläut. v. W. Ellinger. Hrsg. v. W. Rüegg. In der Reihe: Die Bibliothek der Alten Welt. Begr. v. K. Hoenn, hrsg. v. C. Andresen, O. Gigon u. a. Zürich: Artemis, 1967.
  • Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1983.
  • Heinrich Niehues-Pröbsting: Diogenes von Sinope. In: Franco Volpi (Hrsg.): Großes Werklexikon der Philosophie. Band 1. Stuttgart: Körner, 2004. S. 400–401.
  • Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003.
  • Johannes Hirschberger: Kyniker. In: Ders.: Geschichte der Philosophie. Bd. 1. Köln: Komet: o. A. S. 69–71.
  • Karlhans Abel, Michael Erler: Diogenes aus Sinope. In: Lexikon des Hellenismus. Hrsg. von Hatto H. Schmitt und Ernst Vogt. Wiesbaden 2005, S. 251.
  • Klaus Döring: Die Kyniker. C. C. Buchners Verlag, Bamberg 2006.
  • Christoph Martin Wieland: Nachlaß des Diogenes von Sinope. 1769 In: Gesammelte Schriften, 1. Abteilung: Werke, Band V (7, 8/2), Waidmannsche Verlagsbuchhandlung, Hildesheim 1986.

Außerdem schreibt Lukian von Samosata in seinen satirischen Schriften „Verkauf der Philosophenschule“ und „Totengespräche“ über Diogenes.

Weblinks

 Commons: Diogenes von Sinope – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Diogenes von Sinope – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1983. S. 309.
  2. Vgl. Diogenes Laertios (kurz: DL): VI, 20.
  3. Vgl. DL: VI, 20.
  4. Weeber, K.-W.: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 29.
  5. Vgl. Heinrich Niehues-Pröbsting: Diogenes von Sinope. In: Franco Volpi (Hrsg.): Großes Werklexikon der Philosophie. Band 1. Stuttgart: Körner, 2004. S. 400–401.
  6. Vgl. Johannes Hirschberger: Kyniker. In: Ders.: Geschichte der Philosophie. Bd. 1. Köln: Komet: o. A. S. 70.
  7. DL VI, 44.
  8. DL VI, 66.
  9. Weeber, K.-W.: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 106.
  10. a b Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 107.
  11. zitiert nach der Übersetzung von Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 107.
  12. Vgl. Karl-Wilhelm Weeber: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 107.
  13. Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1983. S. 313.
  14. a b Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1983. S. 317.
  15. Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1983. S. 318.
  16. Weeber, K.-W.: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 108 f.
  17. Diogenes Laertios: Diogenes. In: Ders.: Leben und Meinungen berühmter Philosophen. In der Übers. v. O- Appelt unter Mitarbeit v. H. G. Zekl neu herausgegeb. sowie mit Einl. u. Anm. versehen v. K. Reich. Bd. 1 (Bücher I – VI), Sonderausgabe aus der Reihe "Philosophische Bibliothek". Hamburg: Meiner, 2008. S. 296.
  18. Weeber, K.-W.: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 111.
  19. Weeber, K.-W.: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 109.
  20. Vgl. Dion Chrysostomos: Sämtliche Reden. Eingeleitet, übers. u. erläut. v. W. Ellinger. Hrsg. v. W. Rüegg. In der Reihe: Die Bibliothek der Alten Welt. Begr. v. K. Hoenn, hrsg. v. C. Andresen, O. Gigon u. a. Zürich: Artemis, 1967. VI, 27.
  21. Weeber, K.-W.: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 115.
  22. Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1983. S. 315.
  23. DL VI, 22.
  24. DL VI, 37.
  25. DL VI, 105.
  26. Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1983. S. 301.
  27. DL VI, 71.
  28. Weeber, K.-W.: Diogenes. Die Gedanken und Taten des frechsten und ungewöhnlichsten aller griechischen Philosophen. 4. Aufl. München: Nymphenburger, 2003. S. 133.
  29. a b Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft. Erster Band. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1983. S. 299.
  30. DL VI, 63.
  31. DL VI, 72.
  32. DL VI, 49.
  33. DL VI, 54.
  34. DL VI, 55.
  35. DL VI, 45.
  36. DL VI, 46.
  37. Plutarch, Parallelbiographien, Alexander, Absatz 14; zitiert nach Βίοι Παράλληλοι: Αλέξανδρος, http://www.mikrosapoplous.gr/zpd/plut_alexander.zip, Übersichtsseite http://www.mikrosapoplous.gr/anc_texts/texts_plut.html, abgerufen am 30. Oktober 2009.
    Deutsch von Eduard Eyth Stuttgart 1854, S. 20 f. books.google.de.
    Deutsch von Johann Christoph Kind 1752, S. 294 f. books.google.de
  38. DL VI, 41.
  39. DL VI, 40.
  40. DL VI, 41.
  41. DL VI, 53 f.
  42. Diogenes Laertios, Lives of Eminent Philosophers, Buch 6, Kapitel 2, Absatz 46; zitiert nach http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0257%3Abook%3D6%3Achapter%3D2, abgerufen am 29. Oktober 2009
  43. DL VI, 56.

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