Dieter Eppler


Dieter Eppler

Heinz Dieter Eppler (* 11. Februar 1927 in Stuttgart; † 12. April 2008 ebenda) war ein deutscher Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Eppler sang bereits im Kinderchor an der Stuttgarter Oper und übernahm dort Statistenrollen. Nach dem Abitur finanzierte er sich seinen Schauspielunterricht als Bauarbeiter und Spirituosenverkäufer. 1947 stand er in Heidenheim und Sigmaringen erstmals auf der Bühne. Drei Jahre arbeitete er bei Wanderbühnen, dann erhielt er einen Sieben-Jahres-Vertrag am Staatstheater Stuttgart. Eppler verkörperte dort den Tempelherrn in Nathan der Weise, Hartmann in Des Teufels General und Hippolytos in Racines Phädra.

Weitere Engagements führten ihn an das Badische Staatstheater Karlsruhe, an die Komödie im Marquardt Stuttgart, an das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg, wo er den Dr. Walpo in Shaws Der Arzt am Scheideweg darstellte, an das Theater Die Kleine Freiheit in München, an das Kammertheater Karlsruhe, das Theater Baden-Baden und die Kleine Komödie in München, wo er neben Sonja Ziemann in Shaws Kalifornisches Roulette agierte.

Eppler arbeitete als Sprecher für den Süddeutschen Rundfunk und war ab 1956 in Film und Fernsehen zu sehen. Er wirkte in 37 nationalen und internationalen Filmproduktionen mit. Anfangs war er auf Weltkrieg-II-Soldatenrollen festgelegt. Sein bekanntester Film dieser Art war U 47 – Kapitänleutnant Prien. In den 1960er-Jahren wurde er häufig in Edgar-Wallace-Filmen eingesetzt. Weiter sah man ihn in über 150 Fernsehfilmen und Serien, so z. B. als Kommissar Liersdahl in der ARD-Serie Tatort. Auch in Krimiserien wie Der Alte, Polizeiinspektion 1, Großstadtrevier und Derrick war er öfter zu sehen. Als Schauspieler wirkte Dieter Eppler auch in der Fernsehserie Der Landarzt als Hugo Cornelsen mit.

Neben seiner schauspielerischen Tätigkeit führte Dieter Eppler in über 40 Hörspielen Regie und war daneben auch ein sehr gefragter Sprecher. Er lebte und arbeitete in Stuttgart, war seit 1947 mit Magdalene Schnaitmann verheiratet und Vater von fünf Kindern. Er starb nach Auskunft seiner Familie am 12. April 2008 im Alter von 81 Jahren nach langer und schwerer Krankheit in Stuttgart. Er wurde auf dem Friedhof des Stuttgarter Stadtbezirkes Birkach beigesetzt.[1]

Filmografie (Auswahl)

  • 1970: Tatort – Saarbrücken, an einem Montag (als Kommissar Liersdahl)
  • 1971: Deep End
  • 1971: Theodor Kardinal Innitzer
  • 1972: Die Pueblo-Affaire
  • 1972: Mit dem Strom
  • 1972: Mausefalle für zwei schräge Vögel (La vita, a volte, è molto dura, vero Provvidenza?)
  • 1973: Zu einem Mord gehören zwei
  • 1973: Tatort – Weißblaue Turnschuhe (als Gastkommissar)
  • 1973: Tatort – Das fehlende Gewicht (als Kommissar Liersdahl)
  • 1973: Tatort – Kressin und die zwei Damen aus Jade (als Gastkommissar)
  • 1974: Wer stirbt schon gerne unter Palmen?
  • 1975: Tatort – Schöne Belinda (als Gastkommissar)
  • 1976: Vera Romeyke ist nicht tragbar
  • 1977: Halbzeit
  • 1977: Tatort – Finderlohn (als Gastkommissar)
  • 1978: Grüß Gott, ich komm von drüben
  • 1980: Tatort – Kein Kinderspiel
  • 1981: Goldene Zeiten
  • 1984: Der Sprinter
  • 1985: Seitenstechen
  • 1985: Beinah Trinidad
  • 1985: Der Alte – Die Tote in der Sauna
  • 1985: Mission Terra
  • 1986: Tatort – Einer sah den Mörder
  • 1986: Tatort – Der Tausch
  • 1986: Großstadtrevier: Prosit Neujahr
  • 1987: Großstadtrevier: Rote Karte Für Thomas?
  • 1987: Die Schwarzwaldklinik
  • 1987: Der Schatz im Niemandsland
  • 1989: Mit Leib und Seele (Serie)
  • 1990: Abenteuer Airport (Serie)
  • 1991: Der Goldene Schnitt
  • 1991: Bilder machen Leute
  • 1992: Tatort – Bienzle und der Biedermann
  • 1992: Zwei Schlitzohren in Antalya (Serie)
  • 1994: Der König von Bärenbach
  • 1994: Drei Tage im April
  • 1996: Tatort – Bienzle und der Traum vom Glück
  • 1999: Kanadische Träume – Eine Familie wandert aus
  • 1999: Das verbotene Zimmer
  • 2000: Stimme des Herzens
  • 2000: Jugendsünde
  • 2001: Alle meine Töchter (Serie)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. knerger.de: [1]

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Dieter Eppler — (11 février 1927, Stuttgart 12 avril 2008, Stuttgart) est un acteur allemand et metteur en scène de théâtre radiophonique. Biographie Demande de traduction …   Wikipédia en Français

  • Dieter Eppler — (11 February 1927 in Stuttgart – 12 April 2008 in Stuttgart) was a German television actor and director of radio dramas. Filmography 1956: Der Hexer 1957: Jonas 1958: Die grünen Teufel von Monte Cassino 1957: U 47 – Kapitänleutnant Prien 1958:… …   Wikipedia

  • Heinz Dieter Eppler — (* 11. Februar 1927 in Stuttgart; † 12. April 2008 ebenda) war ein deutscher Schauspieler. Leben Eppler sang bereits im Kinderchor an der Stuttgarter Oper und übernahm dort Statistenrollen. Nach dem Abitur finanzierte er sich seinen… …   Deutsch Wikipedia

  • Eppler — ist der Familienname folgender Personen: Alfred Eppler (1867 1923), deutscher Mineraloge Christoph Friedrich Eppler (1822–1902), Schweizer evangelischer Theologe und Kirchenlieddichter Richard Eppler (* 1924), deutscher Aerodynamiker Erhard… …   Deutsch Wikipedia

  • Dieter — ist ein männlicher Vorname, der auch als Familienname vorkommt. Inhaltsverzeichnis 1 Herkunft und Bedeutung 2 Bekannte Namensträger 2.1 Vorname 2.2 Familienname …   Deutsch Wikipedia

  • Erhard Eppler — (1973) Erhard Eppler (* 9. Dezember 1926 in Ulm) ist ein deutscher Politiker der SPD. Er war von 1968 bis 1974 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit …   Deutsch Wikipedia

  • Erhard Eppler — en 1973, au congrès du SPD à Hanovre …   Wikipédia en Français

  • Carl-Dieter Spranger — Carl Dieter Spranger, 1990 Carl Dieter Spranger (* 28. März 1939 in Leipzig) ist ein deutscher Politiker (CSU). Er war von 1991 bis 1993 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und von 1993 bis 1998 …   Deutsch Wikipedia

  • Carl-Dieter Spranger — devant le Bundesrat le 14 décembre 1990 …   Wikipédia en Français

  • Heinz Schimmelpfennig — (* 6. April 1919 in Berlin; † 31. Dezember 2010 in Gernsbach)[1][2] war ein deutscher Schauspieler, Regisseur, Hörspiel und Synchronsprecher. Inhaltsverzeichnis 1 Biografie …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.