Diagonale (Filmfestival)

Diagonale (Filmfestival)
Diagonale 2007

Die Diagonale ist ein Filmfestival das in den Jahren 1993, 1994 und 1995 in Salzburg stattfand und seit 1998 jährlich in Graz veranstaltet wird. Es versteht sich als umfassende Jahresfilmschau des österreichischen Filmschaffens, die alle Genres (Spielfilm, Dokumentarfilm, Kurzfilm, Avantgarde etc.) abdecken möchte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erste Jahre

Die ersten drei Diagonale-Festivals wurden von der Austrian Film Commission jeweils Anfang Dezember in Salzburg und in Zusammenarbeit mit den Salzburger Festspielen veranstaltet. Intendant war 1993 und 1994 der Filmemacher Peter Tscherkassky und 1995 Heinrich Mis (damals Leiter der ORF-Sendung kunst-stücke). Nach einer Pause übersiedelte das Festival nach Graz, der eigene Trägerverein „Forum Österreichischer Film“ wurde 1998 unter der Leitung von Christine Dollhofer und Constantin Wulff gegründet, die bis 2003 dem Verein vorstanden. Neben den Filmvorführungen stehen auch Diskussionen, Publikumsgespräche und Ausstellungen auf dem Programm. Im ersten Jahr in Graz wurden einhundert Filme gezeigt und in drei Kategorien Preise vergeben: ein Hauptpreis, ein Preis für innovatives Kino und ein Nachwuchspreis. Später kam eine Reihe weiterer Preise dazu; im Jahr 1999 wurde erstmals auch ein Preis für den besten Schauspieler und die beste Schauspielerin vergeben, was jedoch erst 2008 das nächste Mal der Fall war.

Seit der Jahrtausendwende

Die Planung für die Diagonale 2004 begann zunächst mit einem Eklat, da der dafür zuständige Kunststaatssekretär Franz Morak die bisherigen Programmverantwortlichen trotz hervorragender Leistungen ohne Begründung entließ und ohne den Konsens mit den betroffenen Filmschaffenden zu suchen durch ein neues Team ersetzte. Da diese personelle Auswahl bei nahezu allen Filmschaffenden auf Widerspruch stieß, sah es zunächst danach aus, dass es zwei Veranstaltungen gleichen Namens geben könnte: Die „offizielle“ Diagonale von Morak und eine „inoffizielle“ Veranstaltung, die von den Medienschaffenden selbst auf die Beine gestellt wurde. Schließlich lenkte Morak jedoch ein und verzichtete auf seine Veranstaltung. Nach einer Restrukturierung des Trägervereins und der Bereitschaft zahlreicher Beteiligter, ehrenamtlich tätig zu werden, konnte die Diagonale 2004 trotz Zeitdrucks in der gewohnten Form stattfinden.

Als Hintergrund für Moraks Eingriff in die Intendanz wird der Versuch, eine stärker kommerziell ausgerichtete Neujustierung des Festivals vorzunehmen, sowie ein politisch motivierter „Vergeltungsakt“ gegen Filmszene und Festivalleitung vermutet, weil sich die Diagonale wenige Wochen nach der umstrittenen Bildung der blau-schwarzen Koalition zwischen FP und VP im Jahr 2000 als Forum für regierungskritische Proteste und Videoarbeiten positionierte. Im Zuge der damaligen Auseinandersetzung um eine im Festivalkatalog abgedruckte Petition zahlreicher namhafter Filmschaffender, in der der Rücktritt der Regierung gefordert wurde, wurde vom damaligen steirischen VP-Landesrat Hirschmann sogar vorübergehend das zugesicherte Preisgeld des Landes Steiermark zurückgestellt.

Im Jahr 2005 fand die Diagonale vom 14. bis zum 20. März 2005 nach einer Neustrukturierung durch den Trägerverein „Forum österreichischer Film“ unter der für drei Jahre bestellten gemeinsamen Leitung von Birgit Flos (Intendanz), Robert Buchschwenter (Geschäftsführung Produktion) und Georg Tillner (Geschäftsführung Finanz) statt. Nach Beendigung des Festivals zogen die beiden Geschäftsführer Buchschwenter und Tillner Konsequenzen aus offensichtlich gewordenen Mängeln auf der Intendantenebene und traten zurück.

Die Diagonale 2006 fand vom 21. bis zum 26. März 2006 in Graz unter der Intendanz von Birgit Flos statt. Oliver Testor übernahm erstmals die Geschäftsführung. Das Festivalzentrum wurde 2006 erstmals im Kunsthaus Graz eingerichtet. Das UCI Annenhofkino, Schubertkino, augartenkino kiz und das Filmzentrum im Rechbauerkino waren die Festivalkinos.

In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz gestaltet die Diagonale auch einen Höhepunkt des Festivals: in einer Hommage an die Künstlerin Maria Lassnig war ihr filmisches Gesamtwerk in neu restaurierten Kopien zu sehen.

Ab 2006 gibt es zwei gleichdotierte Große Diagonale-Preise, für den besten Kinospielfilm und für den besten Dokumentarfilm.

Seit 2009 leitet die Kuratorin, Publizistin und Filmvermittlerin Barbara Pichler das Festival, die mit einer strafferen Programmierung und verstärktem Augenmerk auf internationale Branchenvenetzung das Festival als Vermittlungs- und Diskussionsplattform für das österreichischen Kino etablierte. Ihr ursprünglich 3-jähriger Vertrag wurde vom Trägerverein der Diagonale bis 2014 verlängert.[1]

Die Diagonale 2009 fand von 17. bis 22. März statt und zählte 23 876 Besucher/innen. Eine Personale war der Filmemacherin Mara Mattuschka gewidmet, während das internationale Tribute den deutschen Filmemacher Stefan Krohmer nach Graz brachte. Die historischen Spezialprogramme widmeten sich der Geschichte des österreichischen Animationsfilms, der Filmrestaurierung bzw. rückten das beinahe vergessene Werk der ins Exil gegangenen Wiener Drehbuchautorin Anna Gmeyner in den Mittelpunkt. 2009 wurden zum dritten Mal nach 1999 Schauspielpreise vergeben. Zum einen der Große Diagonale Schauspielpreis an Josef Hader für seine Leistungen im österreichischen Film und zum anderen der Diagonale Spezialpreis der Jury für den bemerkenswerten Auftritt einer österreichischen Schauspielerin/eines österreichischen Schauspielers in einem Film der Diagonale 08 an Birgit Minichmayr, die neben Hader in Der Knochenmann zu sehen ist.[2]

Preise

Jurypreise der Diagonale
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
(in Euro, 2008)
Großer Diagonale-Preis – Bester österreichischer Kinospielfilm Land Steiermark und Cinestyria 2006 21.000
Großer Diagonale-Preis – Bester österreichischer Dokumentarfilm Land Steiermark und Cinestyria 2006 21.000
Diagonale-Preis Innovatives Kino – Bester innovativer Experimental-, Animations- oder Kurzfilm Stadt Graz 1998 10.500
Diagonale-Preis der Jury der Diözese Graz-Seckau – Bester Kurzdokumentar- oder Kurzspielfilm Diözese Graz-Seckau 2001 4.000
Diagonale-Preis der Jugendjury – Bester Nachwuchsfilm Land Steiermark 1998 6.000
Preise der Berufsverbände
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
Diagonale-Preis Schnitt – Beste künstlerische Montage Spielfilm Tonstudio Tremens 2007 2.000
Diagonale-Preis Schnitt – Beste künstlerische Montage Dokumentarfilm Verband Film- und Videoschnitt aea 2007 2.000
Diagonale-Preis Bildgestaltung – Beste Bildgestaltung Spielfilm Verband Österreichischer Kameraleute (AAC) 2006 2.000
Diagonale-Preis Bildgestaltung – Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm Verband Österreichischer Kameraleute (AAC) 2006 2.000
sonstige Preisverleihungen im Rahmen der Diagonale
Kategorie gestiftet von seit Dotierung
Carl Mayer-Drehbuchpreis Stadt Graz 1990 (*) 14.500
Carl Mayer-Drehbuchförderungspreis Stadt Graz 1994 (*) 7.200
Preis Innovative Produktionsleistung Verwertungsgesellschaft für Audiovisuelle Medien (VAM) 2002 10.000
Thomas Pluch-Drehbuchpreis Drehbuchverband Austria und BMUKK 1993 11.000
Thomas Pluch-Drehbuchförderpreis – für die zwei besten Drehbücher von Nachwuchsautoren Drehbuchverband Austria 2004 je 5.500
Diagonale Publikumspreis – Beliebtester Film Kleine Zeitung 2007 3.000
Ehemalige Preise
Kategorie gestiftet von Zeitraum Dotierung
Diagonale-Preis Bester österreichischer Nachwuchsfilm ORF-kunst-stücke 2002 (***)
Großer Diagonale-Preis – Bester österreichischer Kinofilm Land Steiermark 1998 bis 2005
AAC-Preis – Beste Kameraarbeit Verband österreichischer Kameraleute 2004 bis 2005
Diagonale-Preis Schnitt – Bester Schnitt Verband Film- und Videoschnitt 2005
Würdigungspreis für Filmkunst BMUKK 1999 bis 2010 14.600
Förderungspreis für Filmkunst BMUKK 1999 bis 2010 8.000
ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe im Rahmen des Carl Mayer-Drehbuchwettbewerbs ORF 2000 bis 2007 4.000
Erich-Neuberg-Preis – beste Regieleistung einer ORF-Produktion ORF 2003 bis 2010(**) 10.000
(*) seit 2000 im Rahmen der Diagonale
(**) wird seit 1980 vergeben, von 2003 bis 2010 im Rahmen der Diagonale
(***) Preis: Produktionsauftrag für kunst-stücke

Preisträger

Großer Diagonale-Preis

Großer Preis der Diagonale
Jahr Regisseur Bester österreichischer Kinofilm
1998 Florian Flicker Suzie Washington
1999 Nikolaus Geyrhalter Pripyat
2000 Barbara Albert
Goran Rebic
Nordrand
The Punishment
2001 Florian Flicker Der Überfall
2002 Fritz Lehner Jedermanns Fest
2003 Andrea Maria Dusl Blue Moon
2004 Martin Bruch handbikemovie
2005 Jessica Hausner Hotel
Jahr Regisseur Bester österreichischer Dokumentarfilm Regisseur Bester österreichischer Kinospielfilm
2006 Tizza Covi und Rainer Frimmel
Arash Riahi
Babooska
Exile Family Movie
Michael Haneke Caché
2007 Peter Schreiner Bellavista Jakob M. Erwa Heile Welt
2008 Marko Doringer Halbes Leben Götz Spielmann Revanche
2009 Constantin Wulff In die Welt Michael Glawogger Das Vaterspiel
2010 Brigitte Weich
Karin Macher
Hana, dul, sed ... Tizza Covi
Rainer Frimmel
La Pivellina
2011 Ivette Löcker Nachtschichten Marie Kreutzer Die Vaterlosen

Diagonale-Preis Innovatives Kino

Diagonale-Preis Innovatives KinoBeste österreichische Experimental-, Animations oder Kurzfilme
Jahr Regisseur Filmtitel
1998 Kathrin Resetarits
Martin Arnold
Ägypten
Alone – Life Wastes Andy Hardy
1999 Peter Tscherkassky Outer Space
2000 Fiona Rukschcio
Elke Groen, Wolfgang Widerhofer, Ralph Wieser
#1: <common.places>
Die Kunst der Stunde ist Widerstand
2001 Kollektiv „Die Kunst der Stunde ist Widerstand“
Verein „Echo“
für ihre Medienarbeit
2002 Michael Palm Sea Concrete Human – Malfunctions #1
2003 Mara Mattuschka id
2004 Brigitta Bödenauer
Didi Bruckmayr, Michael Strohmann
don't touch me when I start to feel save
ich bin traurig
2005 Gerhard Friedl Hat Wolff von Amerongen Konkursdelikte begangen?
2006 Tina Frank
„lia“
Gabriele Mathes
Chronomops
int.16/45//son01/30x1
Eine Million Kredit ist normal, sagt mein Großvater
2007 Jan Machacek, Martin Siewert
Manuel Knapp
erase remake
visibility of interim
2008 Mara Mattuschka
Johann Lurf
Running Sushi
Vertigo Rush
2009 Michael Palm Laws of Physics
2010 Sabine Marte B-star, untötbar! reloaded
2011 Billy Roisz Chiles en Nogada

Diagonale-Preis Bester Nachwuchsfilm

Diagonale-Preis der Jugendjury des Landes Steiermark Bester Nachwuchsfilm
Jahr Regisseur Filmtitel
1998 Nana Swiczinsky Wieder Hohlung
1999 Georg Wasner Postwendend keine Kugel ins Herz
2000 Siegfried A. Fruhauf Höhenrausch
2001 Kerstin Cmelka Mit mir
2002 Birgit Foerster Au clair de la lune
2003 Sebastian Meise Prises de vues
2004 Karl Bretschneider Grauzone
2005 Michael Ramsauer Echos
2006 Anna Martinetz Stadtutopien oder die Legende von Synia
2007 Andrina Mračnikar Der Kärntner spricht Deutsch
2008 Carola Schmidt
Jakob M. Erwa
Wir bitten Dich, verführe uns!
Lobende Erwähnung: tschuschen:power
2009 Marvin Krens Schautag
2010 Hüseyin Tabak Kick Off
2011 Max Liebich You're Out

Diagonale-Preis Bester Kurzdokumentar- oder Kurzspielfilm

Diagonale-Preis der Jury der Diözese Graz-Seckau Bester Kurzdokumentar- oder Kurzspielfilm
Jahr Regisseur Filmtitel
2001 Joerg Burger Moscouw
2002 Egon Humer Amos Vogel. Mosaik im Vertrauen
2003 Andrina Mračnikar Andri 1924 – 1944
2004 Gerald Harringer MA
2005 Ascan Breuer, Ursula Hansbauer, Wolfgang Konrad Forst
2006 Sepp Dreissinger artgenossen. 35minutenporträts
2007 Judith Zdesar Bilder aus dem Tagebuch eines Wartenden
2008 Emanuel Danesch livesafelyineurope
2009 Bernhard Braunstein, David Gross Pharao Bipolar
2011 Umut Dag
Karl-Heinz Klopf
Papa (Kurzspielfilm)
They (Kurzdokumentarfilm)

Diagonale-Schauspielpreise

Auf Initiative der VDFS (Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden) werden seit 2008 die Diagonale-Schauspielpreise vergeben. Der Große Diagonale-Schauspielpreis wird für Verdienste um die österreichische Filmkultur vergeben, wohingegen der Diagonale-Schauspielpreis für einen bemerkenswerten Auftritt in einem Film des jeweiligen Diagonale-Jahrgangs verliehen wird. Die Trophäe für den Großen Diagonale-Schauspielpreis wird alljährlich von einem oder einer bekannten österreichischen Künstler/in gestaltet und gestiftet. (2008: Erwin Wurm, 2009: Elke Krystufek, 2010: Brigitte Kowanz, 2011: Peter Kogler) Seit 2010 wird der Diagonale-Schauspielpreis sowohl an einen Schauspieler als auch an eine Schauspielerin vergeben.

Schauspielpreise
Jahr Diagonale-Schauspiel-Preis Diagonale-Schauspiel-Preis
1999 Roland Düringer für Hinterholz 8 Sabrina Riedel für Beastie Girl
Jahr Großer Diagonale-Schauspielpreis Diagonale-Schauspielpreis
2008 Karl Markovics für Die Fälscher Ursula Strauss für Revanche
2009 Josef Hader unter anderem für Der Knochenmann Birgit Minichmayr für Der Knochenmann
2010 Klaus Maria Brandauer für sein Lebenswerk Franziska Weisz für Der Räuber
Andreas Lust für Der Räuber
2011 Senta Berger für ihr Lebenswerk Marion Mitterhammer für Die Vaterlosen
Johannes Krisch für Die Vaterlosen, Vielleicht in einem anderen Leben, Kottan ermittelt: Rien ne va plus

Carl Mayer-Drehbuchwettbewerb

Der Carl Mayer-Drehbuchwettbewerb findet seit 1990 biennal und seit 1998 jährlich statt. Er geht auf eine Initiative Bernhard Frankfurters zurück und ist der mit 14.500 Euro (seit 1999, damals auf 200.000 Schilling aufgestockt) am höchsten dotierte Drehbuchpreis Österreichs. Jeder Wettbewerb steht unter einem neuen Thema, zu welchem die anonym eingereichten, noch nicht verfilmten Drehbücher, Bezug haben müssen. Zudem muss der fiktionale oder dokumentarische Stoff kinofilmgerecht ausgearbeitet sein, die Geschichte lebensnah, gut recherchiert und durchdacht sein und das cinematographische Potential in all ihren Facetten auch formal ausschöpfen.

Bei den ersten zwei Wettbewerben wurde nur der Carl Mayer-Drehbuchpreis vergeben. Seit 1994 wird zeitgleich auch ein mit 7.200 Euro dotierter Förderungspreis an ein Drehbuch vergeben. Beide Preise werden von der Stadt Graz gestiftet. Seit dem Jahr 2000 wird auch der mit 4.000 Euro dotierte ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe als Teil des Carl Mayer-Drehbuchwettbewerbes vergeben. Zuvor wurden fernsehgerechte Stoffe lediglich in der Jury-Mitteilung lobend erwähnt. Seit 2000 findet die Preisverleihung im Rahmen der Diagonale statt. Alle drei Preise stehen unter dem vorgegebenen Thema. Der Carl Mayer-Drehbuch- und Drehbuchförderungspreis mit einer Gesamtdotierung von 21.700 Euro, die im Falle mehrerer Gewinner oder dem Ausbleiben eines Gewinners in einer der beiden Kategorien anders aufgeteilt werden als vorgesehen, werden von einer siebenköpfigen Jury vergeben. Für den ORF-Preis besteht eine eigene Jury.

Im Jahr 2000 kam auch der ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe dazu. Sämtliche Preise werden nur vergeben, wenn die Jury aus den eingereichten Drehbüchern ein den Kriterien entsprechendes Drehbuch ausfindig machen kann. Dafür vergibt die Jury bei Bedarf in manchen Jahren auch mehrere Preise oder statt eines Hauptpreises zwei Förderpreise (so geschehen 2002).

Carl Mayer-Drehbuchpreis
wird seit 2000 an der Diagonale vergeben
Jahr Thema Carl Mayer-Drehbuchpreis Carl Mayer-Drehbuchförderungspreis
Regisseur Filmtitel Regisseur Filmtitel
1990 Exil Reinhard Jud, Martina Kudlacek Mond in Cyan
1992 Geld Ernst Josef Lauscher
Nikolaus Leytner
Axel Traun
Alaska brennt
Schatz im Silbersee
Sticky Rice
1994 Krieg, Gewalt
und Widerstand
Maximilian Gruber Der eiserne Besen Christian Frosch Die totale Therapie
1996 Österreich Norbert Prettenthaler, Jeanette Rosenmaier
Florian Flicker, Michael Sturminger
Barbara Albert
Cordoba
Im Herzen Europas
Nordrand – oder wenn ich groß bin
(nicht vergeben)
1998 Sucht Gebhard Rein Das Wurmsterben Sabine Derflinger Troubles
1999 Eros Franz Berner Venus ohne Pelz und Maske Zuzana Brejcha Karla's Lover
2000 Erinnern versus
Vergessen
Gabriele Neudecker Namenlos Peter Stastny
Helmut Wimmer
Tikkun
Akt
2001 Pfusch Gregor Stadlober Kotsch Richard Stradner
Arno Geiger, Tobias Albrecht
Böhmische Elefanten
Steinwald und Atamanov
2002 Wir denken.Wir sind.
Wir handeln.
(nicht vergeben) Ursula Wolschlager
Thomas Klein
Transit
Polterabend
2003 Feigheit (nicht vergeben) Barbara Grascher
Richard Schuberth
Gehen rückwärts stumm
Nicht einmal am Mond
2004 Gier Richard Schuberth Handy-Geschichten Simone Schönett, Harald Schwinger Innere Liebe
2005 Angst Andrina Mračnikar
Martin Leidenfrost, Ruth Mader
Ma Folie
Serviam – Ich will dienen
Christian Frosch Vanitas
2006 Verführung Thomas Weingartner Immer nie am Meer Lilly Jäckl Ildiko
2007 Bewegung Thomas Reider Stillleben Christoph Hochenbichler, Josef Pallwein-Prettner Fünf Leben
2008 Sexappeal Markus Mörth Pony (nicht vergeben)
2009 Neid Richard Schuberth Claudia schafft das schon Albert Meisl Nur ein Spiel
2010 Wolfgang Rupert Muhr Grossmattglocknerhorn Henning Backhaus Kinderszenen
2011 Jakob Pretterhofer Überleben Markus Mörth Geschwister
Carl Mayer-Drehbuchwettbewerb: ORF-Preis für fernsehgerechte Stoffe
Jahr Thema Regisseur Filmtitel
2000 Erinnern versus Vergessen Uwe Neuhold, Thomas Klein Memorex
2001 Pfusch (nicht vergeben)
2002 Wir denken.Wir sind.Wir handeln. Daniela Egger World Wide Violence
2003 Feigheit Ulla Neuwirther Lisa, Lena und Laura
2004 Gier Bernd Schneider Abidjan
2005 Angst (nicht vergeben)
2006 Verführung Susanne Rendl Magda's Dilemma
2007 Bewegung Ulla Neuwirther Running Sushi
2008 Sexappeal (nicht vergeben)
2009 (nicht vergeben)

Preis Innovative Produktionsleistung

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 2002 von der Verwertungsgesellschaft für Audiovisuelle Medien (VAM) an eine österreichische Filmproduktionsgesellschaft oder Filmproduzenten für eine „innovative Leistung“ im Bereich Kinofilm vergeben. Hierbei wird entweder ein bestimmter Film oder die Jahresproduktion einer Filmgesellschaft ausgezeichnet.

Preis Innovative Produktionsleistung der VAM
Jahr vergeben für Produktionsgesellschaft Produzenten
2002 Nogo Dor Film Danny Krausz, Kurt Stocker
2003 Elsewhere
Am anderen Ende der Brücke
Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion
SK Film- und Fernsehproduktion
Nikolaus Geyrhalter
Josef Koschier
2004 (nicht vergeben)
2005 Jahresproduktionsleistung coop99
2006 stellvertretend für die Jahresproduktionsleistung:
We Feed the World
Workingman's Death

Allegro Film
Lotus Film
2007 In 3 Tagen bist du tot Allegro Film
2008 Wulf Flemming, Florian Gebhardt
2009 Hexe Lilli
Echte Wiener
Dor Film
Bonus Film
2011 Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott
Der Räuber
Dor Film
Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion

Diagonale-Preis Bildgestaltung

Der Verband österreichischer Kameraleute vergab 2004 und 2005 an der Diagonale den AAC-Preis für die beste Kameraarbeit des Jahres. Zum 30-jährigen Verbandsjubiläum 2006 wurden erstmals zwei Preise, in den Kategorien Beste Kameraarbeit Spiel- und Dokumentarfilm, als Diagonale-Preis Kameraarbeit vergeben. Seit 2007 heißen diese Preise Diagonale-Preis Bildgestaltung und sind mit je 1.500 Euro dotiert.

Diagonale-Preis des Verbandes österreichischer Kameraleute
Jahr AAC-Preis Beste Kameraarbeit
2004 Bernhard Keller Struggle
2005 Johannes Hammel, Rafael Ortega Volver la Vista
Jahr Beste Bildgestaltung Spielfilm Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm
2006 Martin Gschlacht Spiele Leben Wolfgang Thaler Working Man's Death
2007 Bernhard Keller Fallen Jo Molitoris Kurz davor ist es passiert
2008 Martin Gschlacht Revanche Joerg Burger Der Weg nach Mekka
2009 Enzo Brandner Universalove Nikolaus Geyrhalter 7915 km
2010 Christian Berger Das weiße Band Peter Schreiner Totó
2011 Leena Koppe Die Vaterlosen Elfi Mikesch MONDO LUX – Die Bilderwelten des Werner Schroeter

Diagonale-Preis Filmdesign

Auf Initiative des VÖF (Verband Österreichischer FilmausstatterInnen) wurde 2011 erstmals im Rahmen der Diagonale Preise für Filmdesign vergeben für Bestes Szenenbild und Bestes Kostümbild. Die Preise bestehen aus jeweils einem Geldpreis, € 1.500 gespendet von der VDFS, und einer Bronzeskulptur der Objektkünstlerin Lotte Schegsch.

Diagonale-Preis Filmdesign
Jahr Bestes Szenenbild Bestes Kostümbild
2011 Andrea Schratzberger Folge mir Veronika Albert Tag und Nacht

Weitere Preise

  • Preis der ORF-Kunst-Stücke (für den besten Nachwuchsfilm, wurde nur ein Mal vergeben)
    • a lucia von Julia Lazarus und Ben Pointeker (2002)
  • Publikumspreis:
  • Kurzfilmpreis (ab 1998 siehe Innovatives Kino oben):

Daneben werden noch eine Reihe weiterer Preise vergeben, etwa der Thomas-Pluch-Drehbuchpreis, der Kamera Preis, der Schnitt Preis oder der Erich-Neuberg-Preis.

Literatur

  • Christian Cargnelli: "Auch ein Jammertal steht in einer Landschaft". Von den Österreichischen Filmtagen zur Diagonale: eine Chronik der Festivals des österreichischen Films. In: Meteor, Sondernummer "Österreichischer Film", März 1998.
  • Christian Cargnelli: Jammertal Revisited. Eine Chronik der österreichischen Filmfestivals Diagonale von 1998 bis Anfang 2004. In: kolik.film, Sonderheft 1, März 2004.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Barbara Pichler bleibt Leiterin bis 2014 bei derstandard.at, 14. Juli 2010 (aufgerufen am 28. September 2011)
  2. vgl. Minichmayr und Hader wurden ausgezeichnet bei derstandard.at, 18. März 2009 (aufgerufen am 21. März 2009)

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