Death-Valley-Nationalpark


Death-Valley-Nationalpark
Death-Valley-Nationalpark
Wandernder Felsen auf dem Racetrack im Death Valley
Wandernder Felsen auf dem Racetrack im Death Valley
Death-Valley-Nationalpark (USA)
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Lage: Kalifornien, Vereinigte Staaten
Nächste Stadt: Ridgecrest
Fläche: 13.628 km²
Gründung: 31. Oktober 1994
Besucher: 853.553 (2003)
Adresse: Death Valley National Park
P.O. Box 579
Death Valley, CA 92328
Tel. (760) 786-3200
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Zabriskie Point
Zabriskie Point
Death Valley aus dem All gesehen
Death Valley aus dem All gesehen
36.461705555556-116.86597222222

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Der Death-Valley-Nationalpark (ˈdɛθ ˌvæli) (Tal des Todes) liegt in der Mojave-Wüste und ist der trockenste Nationalpark in den USA. Er liegt östlich der Sierra Nevada, zum größten Teil auf dem Gebiet Kaliforniens und zu einem kleineren Teil in Nevada. Der tiefste Punkt des Tales liegt 85,95 Meter unter dem Meeresspiegel. Die Region ist ein Hitzepol.

Es gibt zwei Haupttäler innerhalb des Parks, das Death Valley und das Panamint Valley. Beide Täler sind wenige Millionen Jahre alt. Das Death Valley ist von mehreren Gebirgen umschlossen, die höchste Gebirgskette bildet die Panamint Range mit dem 3366 m hohen Telescope Peak. 1933 wurde das Death Valley zum National Monument ernannt. 1994 wurde es, stark erweitert, zum Nationalpark aufgewertet. Eine kleine Enklave, das Devil’s Hole weiter östlich in Nevada in der Nähe des Ash Meadows National Wildlife Preserve gelegen, gehört ebenfalls zum Park.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Das Tal erhielt seinen Namen, nachdem 1849 zwei Gruppen von Reisenden mit insgesamt etwa 100 Wagen eine Abkürzung des Old Spanish Trail suchten und dabei in das Tal gerieten. Nachdem sie wochenlang keinen Ausweg aus dem Tal gefunden hatten und bereits gezwungen waren, mehrere ihrer Ochsen zu verspeisen (wobei sie das Holz ihrer Wagen als Brennholz verwendeten), ließen sie ihre restlichen Wagen zurück und verließen das Tal über den Wingate Pass. Dabei drehte sich eine der Frauen aus der Gruppe um und rief dem Tal ein „Goodbye, Death Valley“ hinterher.

Trotz einer weitverbreiteten Legende soll niemand aus der Gruppe bei der Taldurchquerung umgekommen sein, bis auf einen Greis namens Culverwell, der schon beim Betreten des Tales sterbensmatt gewesen war[1]. Als Teilnehmer der Reisegruppe beschrieb William Lewis Manly in seinem autobiographischen Werk Death Valley in ’49 die Begebenheiten.

Geologie

Hauptartikel: Geologie des Death Valley

Es gab in der Vergangenheit im Death Valley mindestens vier Perioden mit aktivem Vulkanismus, drei oder vier Perioden, in denen Sedimente abgelagert wurden, und einige plattentektonische Verschiebungen. Außerdem war die Gegend mindestens zweimal vergletschert.

Bodenschätze

Das Tal ist reich an Metallen, beispielsweise Gold und Silber, sowie an Mineralien wie Talkum und Borax. Viele Jahre lang arbeitete hier eine Minengesellschaft, die das Borax für die Seifenproduktion förderte. Das fertige Produkt wurde in großen Wagen, die jeweils mit 18 Mulis und zwei Pferden bespannt waren, aus dem Tal heraustransportiert. Daher stammt der Markenname 20-Mule-Team.

Klima

Klimadiagramm des Death Valley

Obwohl das Death Valley nur wenige hundert Kilometer vom Pazifischen Ozean entfernt liegt, ist es eine der trockensten Gegenden der Erde. Dies liegt daran, dass sich die feuchten Winde auf ihrem Weg vom Pazifik an fünf Bergrücken abregnen, bevor sie über das Gebiet des Parks ziehen können. Das Death Valley ist außerdem eine der heißesten Gegenden der USA. Am 10. Juli 1913 wurde bei Greenland Ranch (heute bekannt als Furnace Creek Ranch) vom National Weather Service eine Temperatur von 134 °F (56,7 °C) gemessen.

Besiedlung

Zu den wenigen ständigen Bewohnern des Death Valley gehört seit alters die kleine Kolonie der Timbisha Shoshone in der Nähe der Hotel-Oase von Furnace Creek. Die Timbishas sind die südlichste geschlossene Stammesgruppe der Western Shoshone-Indianer.

Fauna

Im Park und in der Umgebung leben Dickhornschafe. Diese sind eine Unterart der Bergschafe, die in der Sierra Nevada und im Death Valley leben. Diese äußerst anpassungsfähigen Tiere können beinahe alle Arten von Pflanzen fressen. Sie haben keine natürlichen Feinde, konkurrieren aber im Lebensraum mit dem Menschen.

Interessante Orte

Artist’s Palette

Artist’s Palette

Artist’s Palette liegt an den Hängen der Black Mountains, die parallel zur Gebirgskette Panamint Range verlaufen und einen Grabenbruch einschließen, und ist berühmt für seine vielfarbigen Gesteinsformationen. Der Farbenreichtum wird durch Oxidation verschiedener Metalle verursacht, die in den Felsen vorkommen, zum Beispiel Eisen (rot bis dunkelrot) oder Kupfer (türkis bis grün).

Badwater Basin

Badwater Basin - Tiefster Punkt der USA
Hauptartikel: Badwater

Badwater ist der tiefste Punkt der USA (85,5 Meter unter NN) (36° 13′ 49″ N, 116° 46′ 3″ W36.230145-116.767496-85.5). Die sechseckigen Strukturen, die hier zu sehen sind, haben rund 2 bis 2,5 m Durchmesser und sind Teil einer weit größeren und ebenfalls sechseckigen Struktur, die vom rund 1750 Meter höher gelegenen Dante’s View aus beobachtet werden kann. Diese Strukturen entstehen durch das Trocknen und die damit verbundene Ausdehnung der hier vorkommenden Salzkristalle. In der Nähe der flachen Salzpfanne liegt eine Wetterstation, wo im Sommer regelmäßig Temperaturen von über 50 °C gemessen werden. Die Salzpfanne entstand durch das Austrocknen eines ehemals bis zu 200 m tiefen Sees vor 3000 Jahren.

Barker Ranch

Die Barker Ranch wurde bekannt als letztes Versteck von Charles Manson. Manson hielt sich dort mit seiner Sekte (der sog. Manson Family) auf, nachdem die Sekte brutale Morde in Los Angeles begangen hatte. Die Mitglieder der Sekte wurden bei zwei Razzien am 10. Oktober bzw. 12. Oktober 1969 in der Ranch festgenommen. Die Ranch steht heute leer und gehört heute dem National Park Service. Sie befindet sich ca. 25 km nordöstlich von Searles Lake und Trona (Kalifornien). Die genauen Koordinaten lauten 35° 51′ 34″ N, 117° 5′ 17″ W35.859544444444-117.08816944444. Die Ranch ist nur über unbefestigte Sand- und Schotterpisten zu erreichen.

Charcoal Kilns

Der Ort wurde 1867 errichtet, um Holzkohle zu produzieren, die für die Verarbeitung von im Death Valley vorkommenden Erzen verwendet wurde. Die Köhlerei wurde allerdings schon drei Jahre nach ihrem Beginn wieder aufgegeben.

Dante’s View

Dante’s View

Oberhalb des Death Valley liegt der Aussichtspunkt Dante’s View in 1.669 m Höhe. Dante’s View gehört wie Artists Palette zu den Black Mountains. Von Dante’s View aus kann man den zentralen Teil des Death Valley aus einer Höhe von 1669 Metern über dem Meeresspiegel betrachten und hat einen Blick auf das Badwater Basin. Außerdem sieht man den Telescope Peak mit seinem 3366 Meter hohen Gipfel. Das Tal erstreckt sich von links (Süden) nach rechts (Norden); in seiner Mitte erkennt man einen ausgetrockneten Salzsee.

Devil’s Golf Course

Devil’s Golf Course

Diese zerklüfteten und spitzen Salzstrukturen haben frühe Besucher auf den Gedanken gebracht, dieser unwirtliche Platz müsse der Golfplatz des Teufels gewesen sein.

Hidden Valley

Das Tal liegt in einer abgelegenen Gegend auf der westlichen Seite der Cottonwood Mountains oberhalb des Racetrack Tals. Eine Vielzahl von alten, verlassenen Minen befinden sich verstreut über das gesamte Tal. Das ausgetrocknete Tal, mit im Sommer wenig Vegetation, kann sich im Winter zu einer schneebedeckten Landschaft verwandeln und im Frühjahr mit einem Blumenmeer überraschen.

Lippencott Road

Die Lippencott Road verbindet den Racetrack mit dem Saline Valley. Am oberen Ende der Straße, der Westseite der Cottonwood Mountains, befindet sich die alte Lippencott-Bleimine. Wie viele Straßen im Death Valley wird auch die Lippencott Road von der Parkverwaltung nur noch in unregelmäßigen Abständen gewartet, um den Massentourismus nicht in alle Ecken des Parks kommen zu lassen. Hinweisschilder warnen daher vor der Benutzung mit normalen Fahrzeugen.

Mesquite Sand Dunes

Mesquite Sand Dunes

Die 4 km² großen Mesquite Sand Dunes liegen im nördlichen Teil des Tales und wurden schon oft als Wüstenkulisse in Filmen, unter anderem in Star Wars, verwendet. Die größte Düne ist die Star Dune. Diese ist recht stabil, da der Wind den Sand vorzugsweise an genau dieser Stelle ablagert. Der Sand ist hier rund 50 Meter hoch.

Mesquite Springs

Mesquite Springs ist der nördlichste Teil des Death Valley. In diesem Teil des Tales gibt es zahlreiche Kakteen. Oberhalb der Quelle gibt es 2000 bis 3000 Jahre alte Petroglyphen der ausgestorbenen Mesquite-Springs-Kultur.

Mosaic Canyon

Der Mosaic Canyon liegt im nordwestlichsten Gebirgsteil des Tales. Er ist nach seinen gemusterten Wänden benannt, die Ablagerungen aus unterschiedlichen Gesteinsformationen bilden hierbei variationsreiche Muster. Das vorherrschende Gesteinsvorkommen ist der Dolomit, eine Kalksteinart, die sich in einem warmen Flachmeer bildete, das die Gegend des Death Valley vor 750 Millionen Jahren bedeckt hatte.

Racetrack Playa

Racetrack im Death Valley

Die Felsbrocken in der Racetrack Playa bewegen sich auf mysteriöse Weise über den Sand, auf dem sie einschlugen, nachdem sie zuvor von ihrem Mutterfelsen abgebrochen waren. Eine Theorie besagt, dass gelegentlich nachts der Sand durch Regen rutschig wird und starke Winde die Gesteinsbrocken über den Sand treiben. Laut einer von einem Mitarbeiter der NASA vorgestellten Theorie ist es jedoch wahrscheinlicher, dass eine Kombination aus oberflächlicher Vereisung und unter dem Eis entlangströmenden Wassers die Steine in Bewegung bringt.[2]

Salt Creek

Der größte Teil von Salt Creek ist meistens trocken und von einer leuchtend weißen Salzschicht überzogen. Diese entsteht durch regelmäßige Überschwemmungen und durch das anschließende Verdunsten des Wassers. Ein großer Teil des Salzzuflusses stammt aus brackigen Bächen, die das ganze Jahr hindurch fließen. Hier befindet sich auch der letzte Überrest des ehemaligen Lake Manly

Shoreline Butte

Dieser Tafelberg war früher eine Insel in prähistorischen Seen, die während der Eiszeiten das Death Valley füllten.

Telescope Peak

Telescope Peak
Hauptartikel: Telescope Peak

Telescope Peak ist der mit 3366 Metern[3][4] über dem Meeresspiegel höchste Punkt im Park und liegt in der Panamint Range.

Titus Canyon

Der Titus Canyon gräbt sich in einen Meeresgrund aus dem Präkambrium. Leadfield ist eine Geisterstadt in der Nähe des Titus Canyon, die um 1920 gegründet wurde, nachdem Gerüchte aufgekommen waren, dass Bergbau in der Gegend profitabel sei.

Ubehebe Crater

Der Ubehebe Crater ist ein Maar, das etwa einen Kilometer Durchmesser hat, 230 Meter tief und rund 6000 bis 7000 Jahre alt ist. Dies lässt sich aus archäologischen Funden bestimmen. „Ubehebe“ ist ein indianisches Wort und bedeutet „Großer Korb im Fels“. Der Krater entstand, als heißes Magma in die Nähe der Erdoberfläche vordrang und das Grundwasser dadurch explosionsartig verdampfte. Derartige phreatomagmatische Explosionen ereigneten sich in der Umgebung häufiger, der Ubehebe Crater ist hierfür jedoch das auffallendste Beispiel. Die Koordinaten sind: 37° 0′ 35″ N, 117° 27′ 1″ W37.009722222222-117.45027777778

Nahe dem Kraterrand gibt es eine Reihe grauer Ablagerungen; weiter unten werden die Ablagerungen heller. Die grauen Ablagerungen stammen von jüngeren, ähnlichen Explosionen. Die helleren Ablagerungen sind altes Sedimentgestein.

Ventifact Ridge

Ventifact Ridge ist ein Geländerücken, der durch einen Lavafluss entstanden ist. Die Felsen, die auf diesem Rücken zu finden sind, sind berühmt dafür, dass sie durch Winderosion zu den unterschiedlichsten Gestalten geformt wurden. Der Wind weht hier sehr stark, durch den aufgewirbelten Sand wirkt er auf die Felsen wie ein Sandstrahlgebläse.

Zabriskie Point

Hauptartikel: Zabriskie Point
Blick vom Zabriskie Point ins Death Valley

Zabriskie Point ist für seine bizarren Erosionslandschaften bekannt. Die Gesteinsformationen sind die Sedimente des ehemaligen Lake Zabriskie, der vor neun Millionen Jahren ausgetrocknet ist.

Weitere Orte im Park

  • Aguereberry Point
  • Crankshaft Junction
  • Desolation Canyon
  • Devil’s Cornfield
  • Furnace Creek
  • Lake Manly
  • Scotty’s Castle
  • Skidoo
  • Stovepipe Wells

Einzelnachweise

  1. http://www.nps.gov/deva/historyculture/the-lost-49ers.htm
  2. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,733825,00.html
  3. The elevation of this summit has been converted from its National Geodetic Vertical Datum of 1929 (NGVD 29) elevation of to the North American Vertical Datum of 1988 (NAVD 88) elevation of. National Geodetic Survey
  4. AMERICA'S 57 - THE ULTRAS. Peaklist.org. Abgerufen am 28. September 2008.

Weblinks

 Commons: Death Valley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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