Das Rätsel des silbernen Dreiecks

Das Rätsel des silbernen Dreiecks
Filmdaten
Deutscher Titel: Das Rätsel des silbernen Dreieck
Originaltitel: Circus of Fear /
Das Rätsel des silbernen Dreieck
Produktionsland: Deutschland
Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1966
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: John Moxey
Werner Jacobs (Beratung)
Drehbuch: Peter Welbeck
Produktion: Harry Alan Towers
Musik: John Douglas
Raimund Rosenberger (Titelmusik)
Kamera: Ernest Steward
Schnitt: John Trumper
Besetzung
  • Heinz Drache: Carl
  • Christopher Lee: Gregor
  • Leo Genn: Inspektor Elliott
  • Anthony Newlands: Barbarini
  • Eddi Arent: Eddie
  • Klaus Kinski: Manfred
  • Suzy Kendall: Natascha
  • Margaret Lee: Gina
  • Cecil Parker: Sir John
  • Lawrence James: Manley
  • Tom Bowman: Jackson
  • Skip Martin: Mr. Big
  • Maurice Kaufmann: Mario
  • Victor Maddern: Mason
  • Gordon Petrie: Alter Mann
  • Dennis Blakely: Fahrer des Panzerwagens
  • George Fisher: Vierter Mann
  • Henry Longhurst: Hotelportier
  • Keith Peacock: Wachmann
  • Fred Powell: Red

Das Rätsel des silbernen Dreieck (gelegentlich auch in korrekter Schreibweise Das Rätsel des silbernen Dreiecks) ist ein deutsch-britischer Kriminalfilm (engl. Titel: Circus of Fear), der auf Motiven der Kurzgeschichten „Das silberne Dreieck“ (Originaltitel: Again the Three Just Men) von Edgar Wallace basiert. Der Film wurde von Harry Alan Towers produziert und von November 1965 bis Januar 1966 in London gedreht. Constantin Film beteiligte sich mit 500.000 DM an den Produktionskosten und brachte den Film am 29. April 1966 als 25. Edgar-Wallace-Film der Nachkriegszeit in die deutschen Kinos.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

An einem Sonntagmorgen wird ein Geldtransporter von Banditen überfallen. Mason, einer der Banditen tötet dabei einen Polizisten. Dennoch schickt ihn der unbekannte Boss zum Zirkus Barbarinni, wo er das gestohlene Geld abgeben soll. Dort angekommen wird Mason durch ein gutgezieltes Wurfmesser ermordet und das Geld verschwindet. Inspektor Elliot von Scotland Yard verfolgt die Spur in den Zirkus, wo er auf den Löwenbändiger Gregor trifft. Dieser soll vor Jahren von einem seiner Tiere angefallen worden sein, wobei sein Gesicht so entstellt worden ist, dass er nur noch unter einer schwarzen Maske in die Öffentlichkeit treten kann.

Dann wird auf die gleiche Weise ein Mord an dem Mädchen Gina begangen. Inspektor Elliot stellt fest, dass sich an beiden Messern am Griff ein silbernes Dreieck befindet. Sie gehören zu einem Satz von Wurfmessern, mit denen der verstorbene berühmte Artist Danilo gearbeitet hat. Über dessen einziges Kind ist nichts bekannt.

Inspektor Elliot verhört die Zirkusleute, unter denen sich mehrere merkwürdige und verdächtige Gestalten befinden. Einer von ihnen, Carl, sucht den Mörder seines Vaters.

Eines Nachts bricht im Zirkus Feuer aus. Im Durcheinander verliert der Löwenbändiger Gregor seine halbverbrannte Maske. Sein Gesicht ist nicht entstellt, und Carl erkennt in ihm den Mörder seines Vaters.

Zusammen mit seiner Tochter Natascha flieht er in eine entlegene Höhle, wo er von Carl gefunden wird. Gregor beteuert, nicht der Mörder von Carls Vater zu sein, dieser sei durch einen Unfall umgekommen. Dann flüchtet Gregor erneut, wird aber von einer maskierten Gestalt aufgehalten und stürzt zu Tode. In seinem Koffer befinden sich die Geldscheine von dem Überfall.

Der Mörder wird schließlich bei der Generalprobe im Zirkus enttarnt, als der Buchhalter Eddie als neuer Partner des Messerwerfers Mario auftritt.

Kritiken

„Edgar Wallace' Krimi-Stoffe sind griff- und knitterfest wie echter Tweed. Das ist kein Webfehler drin, von dem aus man die Fäden aufziehen könnte. Und da auch gute (Film-)Schneider am Werke waren, gab es einen tadellos sitzenden (Film-)Anzug. Was vor allem heißen soll, daß man bis zum letzten Filmmeter wie auf glühenden Kohlen sitzt.“

Nürnberger Nachrichten, 22. Mai 1966

„Spannung ist vom ersten bis zum letzten Meter reichlich vorhanden, aber auch Verwirrung und Unlogik.“

Filmecho, 40/1966

„In der Regel lassen Serienfilme zwar in der Qulität nach, doch da der Autor Wallace heißt, wird auch diesmal handfeste Kino-Unterhaltung geliefert.“

Münstersche Zeitung, 30. April 1966

„Britischer Wallace-Film auf gleich niedrigem Niveau wie die deutschen Produktionen. Wieder mal unvermeidlich in dieser Story um einen Zirkusmörder chargiert Klaus Kinski.“

Heyne Filmlexikon, 1996

Deutsche Fassung

Die deutschen Darsteller Heinz Drache und Eddi Arent synchronisierten sich selbst und sind mit ihren eigenen Stimmen zu hören. Weitere Synchronsprecher waren:

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Gregor Christopher Lee Heinz Engelmann
Inspektor Elliot Leo Genn Holger Hagen
Barberini Anthony Newlands Herbert Weicker
Manfred Klaus Kinski Werner Uschkurat
Natascha Suzy Kendall Heidi Treutler
Sir John Cecil Parker Robert Klupp
Manley Lawrence James Klaus Kindler
Jackson Tom Bowman Niels Clausnitzer
Mr. Big Skip Martin Wolf Rahtjen
Mario Maurice Kaufmann Horst Naumann
Mason Victor Maddern Klaus Höhne
Alter Mann Gordon Petrie Benno Hoffmann

Sonstiges

Zu den eindrucksvollsten Außenaufnahmen des Films zählt ein spektakulärer Überfall auf der Londoner Tower Bridge.
  • Produzent Harry Alan Towers schrieb für seinen dritten und letzten Edgar-Wallace-Film unter seinem Pseudonym Peter Welbeck abermals das Drehbuch.
  • Regisseur des Films war John Moxey. Werner Jacobs, der in der deutschen Fassung als Regisseur genannt wurde, fungierte lediglich als Regie-Koordinator.
  • Die Außenaufnahmen des Films entstanden an Originalschauplätzen in London und Umgebung. Die Innenaufnahmen drehte man in den Bray Studios in London.
  • Die Titelmusik der deutschen Fassung stammte aus dem Bryan-Edgar-Wallace-Film „Das 7. Opfer“ (1964) und wurde von Raimund Rosenberger komponiert. Im Film fand zudem weitere Archivmusik anderer Komponisten Verwendung. Die Musik der Originalfassung stammte komplett von John Douglas.
  • Der Film wurde in Farbe gedreht und so auch in der englischen Originalfassung aufgeführt. Für die deutsche Synchronisation verwendete man jedoch eine vorab gezogene Schwarzweißkopie des Films. Die später nachgelieferte Farbkopie enthielt eine andere Schnittreihenfolge und z. T. andere Einstellungen. Deshalb beschloss man, den Film in Deutschland als Schwarzweißfilm zu verleihen. Alle weiteren Edgar-Wallace-Filme erschienen fortan in Farbe.
  • Anderen Quellen zufolge veröffentlichte Constantin Film den Film als Schwarzweißfilm, um der Rialto-ProduktionDer Bucklige von Soho“ als ersten Edgar-Wallace-Film in Farbe den Vorzug zu geben. Dagegen spricht jedoch die Tatsache, dass der Verleih bereits 1963 den von Harry Alan Towers produzierten Abenteuerfilm „Todestrommeln am großen Fluß“ als ersten Farbfilm der Reihe vermarktete.
  • Der Film wurde von der FSK ab 12 Jahren freigegeben, nachdem man die Morde an Mason (Victor Maddern) und Gregor (Christopher Lee) gekürzt hatte. Im Fernsehen wurde der farbige Vorspann zunächst nur in Schwarzweiß ausgestrahlt. Inzwischen wurde der Film in der ungekürzten deutschen Originalfassung veröffentlicht und ist ab 16 Jahren freigegeben.
  • In den USA lief der Film auch unter dem Titel Psycho-Circus.

Literatur

  • Edgar Wallace: Das silberne Dreieck (Originaltitel: Again the Three Just Men). Deutsche Übersetzung. Wilhelm Goldmann GmbH 2001, 150 Seiten, ISBN 3442053587
  • Joachim Kramp: Das Edgar Wallace Lexikon, Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf 2004, 720 Seiten, ISBN 3896025082
  • Joachim Kramp: Hallo! Hier spricht Edgar Wallace. Die Geschichte der legendären deutschen Kriminalfilmserie von 1959–1972. 3. Auflage. Schwarzkopf und Schwarzkopf 2005, 500 Seiten, ISBN 3-89602-645-3

Weblinks


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