Das Geheimnis des blauen Schmetterlings

Das Geheimnis des blauen Schmetterlings
Filmdaten
Deutscher Titel Das Geheimnis des blauen Schmetterlings
Originaltitel The Blue Butterfly
Produktionsland Kanada, USA, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Léa Pool
Drehbuch Pete McCormack
Produktion Francine Allaire
Claude Bonin
Arnie Gelbart
Michael Haggiag
Musik Stephen Endelman
Kamera Pierre Mignot
Schnitt Michel Arcand
Besetzung

Das Geheimnis des blauen Schmetterlings (The Blue Butterfly) ist ein dramatischer Abenteuerfilm aus dem Jahr 2004 nach einer wahren Begebenheit. Regisseurin war Léa Pool. In den Hauptrollen sind der damals vierzehnjährige Marc Donato und William Hurt zu sehen.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der zehnjährige Pete Carlton ist schwerkrank. Mit einem bösartigen Hirntumor sitzt er nach einer Chemotherapie im Rollstuhl. Die Ärzte geben ihm nur noch einige Monate zu leben. Seine besorgte Mutter Teresa will ihm den letzten Wunschtraum erfüllen, nämlich mit dem Entomologen, Alan Osborne, im tropischen Regenwald den Blauen Morpho zu suchen. Diesem Edelfalter werden Zauberkräfte nachgesagt. Als Osborne sieht, dass es dem Jungen ernst ist, stimmt er zu. Er zeigt dem interessierten Pete die Natur und die Lebewesen des südamerikanischen Urwaldes. Die Mutter ist von den Insekten weniger begeistert. Osborne und der Junge freunden sich an. Pete hat früh seinen Vater verloren und sucht einen Ersatz, und Osborne hat Gewissensbisse, weil er seine Tochter und deren Mutter vor siebzehn Jahren verlassen hat. Er entschließt sich, den Kontakt wiederherzustellen, sobald er wieder zuhause ist. Nach vergeblicher Suche sehen Pete und der Forscher den schönen Schmetterling. Doch anstatt ihn einzufangen, stürzen sie in ein tiefes Erdloch. Osborne ist am Bein verletzt, und Pete macht sich alleine auf den Weg zurück ins Lager um Hilfe zu holen. Unheimliche Tierstimmen und zauberhafte Figuren sind rings um ihn. Morgens findet ihn seine Mutter schlafend im Wald. Sie schickt Leute, die den Verwundeten retten und steht ihm später am Krankenbett bei. Einem jungen Eingeborenenmädchen gelingt es, einen blauen Schmetterling zu fangen. Sie schenkt ihn Pete, der überglücklich ist. Zuletzt entlässt er den Blauen Morpho in die Freiheit. Und überraschenderweise ist Petes Tumor verschwunden.

Kritiken

  • Für das Lexikon des internationalen Films ist es ein „sehr gefühlvoller Film, der die Vielfalt der Schöpfung vorführen und für das Wunder des Lebens sensibilisieren will, der seine Geschichte mit einer so oberflächlichen Dramaturgie darbietet, dass sie, trotz aller guten Absicht, weder als Kinder- noch Problemfilm ernst genommen werden kann.“[1]
  • Das Dirk Jasper FilmLexikon beschreibt den Film als „preisgekröntes bildgewaltiges Dschungel-Abenteuer mit 'Oscar'-Preisträger William Hurt. Er brilliert hier erneut – in einem Abenteuer-Drama mit humanistischer Aussage und wahrlich rauschhaften Bildern des Dschungels und seiner Vielfalt an Lebewesen.“[2]
  • Laut www.tvtv.de inszenierte die Schweiz-Kanadierin Léa Pool ('Lost and Delirious') mit 'Das Geheimnis des blauen Schmetterlings' ein anrührendes, bildgewaltiges Drama über die Kraft der Hoffnung, das zeigt, dass es sich für große Ideen zu kämpfen lohnt.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 2005 wurden der Film und Marc Donato für Young Artist Awards nominiert.
  • Der Film wurde mit dem Schlingel, dem Europäischen Kinderfilmpreis, ausgezeichnet.
  • 2005 erhielt Pierre Mignot den Prix Jutra für die Beste Kamera.

Hintergrundinformationen

Gedreht wurde in Montreal und in Costa Rica. Das Budget betrug etwa 12,5 Millionen CAD.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit im Jahr 1987. Der Gründer des Insektariums von Montreal, Georges Brossard, suchte mit dem todkranken David Marenger den Blauen Morpho im Regenwald. Danach war der Junge gesund.

Weblinks

Quellen

  1. Lexikon des internationalen Films
  2. Dirk Jasper FilmLexikon

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