DKW


DKW
Das Logo. DKW wurde 1932 eine der vier Marken der Auto Union

DKW ist eine ehemalige deutsche Automobil- und Motorradmarke.

Inhaltsverzeichnis

Die frühen Jahre

frühes DKW-Logo

Im Jahre 1904 ließ der Däne Jørgen Skafte Rasmussen zusammen mit seinem Kompagnon Carl Ernst die Firma Rasmussen und Ernst ins Handelsregister der Stadt Chemnitz eintragen, zuständig für den Vertrieb von Maschinen und Apparaten aller Art. 1906 kaufte Rasmussen eine ehemalige Tuchfabrik in Zschopau und verlegte sein Unternehmen dorthin. In der Zschopauer Handelsregistereintragung vom 13. April 1907 war nur er als Inhaber eingetragen, obwohl auch Ernst noch bis 1912 im Unternehmensnamen (Firma) genannt war. Das Verkaufsbüro blieb in Chemnitz. Das Unternehmen wurde auf eine breite Produktpalette von Zubehör für Dampfmaschinen über Haushaltsgeräte bis zu Geräten für Elektrotherapie gestellt und hieß ab 1909 Rasmussen & Ernst, Zschopau-Chemnitz, Maschinen- und Armaturenfabrik, Apparatebau Anstalt. 1913 wird eine juristische Trennung zwischen der Rasmussen und Ernst und dem mittlerweile (seit 1912) Zschopauer Maschinenfabrik J. S. Rasmussen genannten Fabrikationsbetrieb durchgeführt.

Am Anfang des Ersten Weltkriegs kam der Betrieb fast völlig zum Erliegen und Rasmussen bemühte sich um Militäraufträge. Durch die Fabrikation von Zündern konnte sich das Unternehmen dann sogar während dieser Zeit erweitern, sodass Rasmussen Ende 1915 rund 480 Arbeitskräfte beschäftigte.

1916/17 begann Rasmussen zusammen mit seinem ehemaligen Studienkollegen Mathiesen die Entwicklung an einem Dampfkraftwagen, finanziert durch die deutschen Militärbehörden. Nach dem ersten Weltkrieg ließ das Interesse an dieser Technik jedoch stark nach, und 1921 wurde das Projekt eingestellt. Das einzige, was davon übrig blieb, waren die drei Buchstaben DKW, die Rasmussen als Warenzeichen hatte schützen lassen. Ab 1923 firmierte das Unternehmen als Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG.

Spielzeugmotor Des Knaben Wunsch, Bj. 1919

Ungefähr gleichzeitig mit Beginn der Dampfwagenentwicklung erwarb das Unternehmen die Rechte an einem Zweitakt-Kleinmotor von Hugo Ruppe aus Apolda, der zunächst mit 18 cm³ und 0,25 PS als Des Knaben Wunsch und moderne Alternative zur Spielzeugdampfmaschine recht erfolgreich vermarktet wurde.

Verkaufsschlager des Jahres 1921 war der aus dem Spielzeugmotor weiterentwickelte, vergrößerte und serienreife Fahrradhilfsmotor Das Kleine Wunder, für den mit dem Spruch „… fährt bergauf wie andere runter!“ geworben wurde und von dem allein 1921 über 10.000 Stück verkauft wurden. Der Motor mit einem Hubraum von 118 cm³ und einer Leistung von 1 PS wurde auf dem Gepäckträger montiert und erhielt deshalb im Volksmund den Beinamen Arschwärmer. Bereits 1919 war der Motor vorgestellt und 1920 erstmals an einen Kunden geliefert worden. Auf der Basis dieses Motors und unter Verwendung eines Slaby-Beringer-Elektrowagens baute Rasmussen 1920 bereits das erste DKW-Automobil, das jedoch nicht über den Prototypenstatus hinauskam. Es gab allerdings Inserate, in denen das Wägelchen, das 250 kg wiegen, 60 km/h schnell und kurzfristig lieferbar sein sollte, als Der kleine Bergsteiger angekündigt wurde. Der Motor dieses ersten D.K.W. (in dem Inserat mit Punkten geschrieben) war auf dem Trittbrett montiert; Fahrer und Mitfahrer saßen hintereinander. Dieser Motor wurde auch als erster Stationärmotor von DKW angeboten.[1]

1921 nahm die Zschopauer Maschinenfabrik den Golem des Berliner Motorradherstellers Ernst Eichler in ihr Produktions- und Verkaufsprogramm auf, ein Zweirad mit kleinen Rädern und dem 1-PS-DKW-Motor, der liegend im Rahmen eingebaut war. Die Fahreigenschaften waren jedoch unbefriedigend, sodass Eichler schon ein Jahr später das sogenannte Sesselmotorrad Lomos, einen Vorläufer des Motorrollers, herausbrachte. Dieses Zweirad hatte im Gegensatz zu den meisten Motorrädern seiner Zeit bereits eine Hinterradfederung (Schwinge mit Federbein).

Außer Fahrzeugen stellte Rasmussen in Scharfenstein ab 1927/28 Kühlschränke (Das Kühl Wunder) für den Haushalt und für gewerbliche Nutzung her.[2]

Beginn der Motorradproduktion

DKW Luxus 200 Blutblase von 1931 im Zweirad-Museum Neckarsulm
DKW SB 200 von 1938

Ab 1922 wurden in Zschopau Motorräder hergestellt und als rechte Hand des Unternehmensgründers übernahm Carl Hahn die Verkaufsleitung. Am Anfang der Entwicklung stand das Reichsfahrtmodell mit gebläsegekühltem 142-cm³-Motor und einer Leistung von 1,5 PS. Das erfolgreichste Modell der ersten Jahre war 1925 die DKW E 206 mit 206-cm³-Einzylindermotor, die für 750 Reichsmark angeboten wurde und damit preiswerter als vergleichbare Typen war.

Da ab 1928 alle Motorräder bis 200 cm³ steuerfrei und ohne Führerschein gefahren werden durften, entstanden aus der E 206 die E 200 und die DKW Luxus 200, die berühmte Blutblase, so genannt, weil der Tank knallrot lackiert war, sowie die SB 200. Der geringere Hubraum von 198 cm³ wurde durch Verminderung der Zylinderbohrung um einen Millimeter erreicht. Die Modellpalette reichte bis zu einer wassergekühlten 600-cm³-Zweizylinder-Maschine (Super Sport 600). Meistverkauftes Vorkriegsmodell war die RT 100 (98 cm³) von 1934, die 72.000-mal gebaut wurde. (Die Abkürzung RT bedeutet Reichstyp.)

Ab 1932 führte DKW die neuartige Schnürle-Umkehrspülung ein, die Adolf Schnürle bei Deutz für Dieseltriebwerke entwickelt hatte. Diese Spülungsart ermöglichte einen (fast) flachen Kolbenboden. Die Flachkolben waren leichter als die früher verwendeten Nasenkolben und wurden nicht so heiß. Außerdem war die Spülung viel besser – sie hatten keine direkte Kurzschlussströmung zwischen den Einlass- und Auslassschlitzen, die bei der Umkehrspülung nicht mehr direkt gegenüberlagen. Bei DKW hatte man frühzeitig die Bedeutung dieser Technik erkannt und die alleinigen Rechte für die Nutzung bei Benzinmotoren erworben. So konnte DKW mit üppigem Gewinn Lizenzen an andere Hersteller vergeben.

Das bekannteste DKW-Motorrad ist die RT 125, die 1939 in Serie ging und wegen ihrer Wendigkeit bald schon bei der Wehrmacht zum Einsatz kam. Nach dem Krieg wurde sie sowohl vom Industrieverband Fahrzeugbau (IFA) in Ostdeutschland als auch von der neu gegründeten Auto Union in Westdeutschland mit geringfügigen Verbesserungen weitergebaut. Vor allem aber ist die DKW RT 125 das wahrscheinlich meistkopierte Motorrad der Welt. Insbesondere die Yamaha, die 1955 auf den Markt kam, glich ihr bis ins Detail – außer der ebenfalls nachempfundenen Jurisch-Hinterradfederung, die das Muster möglicherweise hatte. 1980 zeigte Yamaha den Nachbau auf der IFMA in Köln als „erste Yamaha“, bedankte sich später jedoch in einer Werbeschrift für das „hervorragende Vorbild“.

Bedeutendster Konstrukteur der DKW-Motorräder war Hermann Weber, nachdem Ruppe 1920 aus dem Unternehmen ausgeschieden war.

DKW F1 im museum mobile in Ingolstadt

Automobilbau bei DKW vor dem Krieg

1925 übernahm DKW die Slaby-Beringer-Automobilgesellschaft und begann mit der Entwicklung und Produktion einer Droschke und eines Lieferwagens mit Elektroantrieb, die unter der Marke D.E.W. (Der elektrische Wagen) vermarktet wurden. Im Jahr 1927 begann dann die Entwicklung des DKW Typ P, eines Automobils, das von einem aus dem Motorradbau stammenden Zweizylinder-Motor angetrieben werden sollte. DKW baute zunächst Wagen mit Heckantrieb, unter anderem mit Vierzylindermotoren, die über zwei zusätzliche Zylinder als Ladepumpen verfügten, angefangen vom Modell 4=8 (1929). Die Vierzylinder-Modelle entpuppten sich jedoch als störanfällig und führten zu hohen Garantiekosten.

Der DKW F1 bzw. DKW-Frontwagen markierte zu Beginn der 1930er-Jahre einen Wendepunkt in der Geschichte des Automobils; denn der Frontantrieb verbesserte nicht bloß das Fahrverhalten im Vergleich zu den Kleinwagen mit Standardantrieb (Motor vorn, Antrieb hinten), sondern verringerte auch das Gewicht. 1931 kostete der kleine DKW Front 1685 Reichsmark.

Die bis 1940 weitergebauten Wagen mit Heckantrieb kamen aus Berlin-Spandau, die Fronttriebler wurden in Zwickau hergestellt.

1932 – Fusion zur Auto Union

Seit 1928 waren DKW bzw. die Zschopauer Motorwerke J. S. Rasmussen AG mit 65.000 Motorrädern der größte Motorradhersteller der Welt. Im gleichen Jahr kaufte Rasmussen die Audiwerke AG Zwickau. Wichtigster Finanzier war die Sächsische Staatsbank, die 1929 mit 25 % an DKW beteiligt war. Dennoch geriet DKW im Zuge der Weltwirtschaftskrise in eine angespannte Finanzlage, sodass Dr. Richard Bruhn, Vertrauensmann der Staatsbank, und Rasmussen den Plan entwickelten, DKW, Audi und die von der Liquidation bedrohten August Horch Automobilwerke zu vereinigen.

DKW F8-700

1932 fusionierten der Kleinwagen- und Motorradproduzent Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen AG (seit 1923 Aktiengesellschaft) mit ihrer Marke DKW, Audi in Zwickau, der Luxusfahrzeughersteller Horch (ebenfalls Zwickau) und die Automobilsparte von Wanderer in Chemnitz zur Auto Union mit Sitz in Zschopau (ab 1936 Chemnitz). Der Verbund rückte hinter Opel zum zweitgrößten deutschen Automobilproduzenten vor dem Zweiten Weltkrieg auf.

Trotz des neuen Markennamens wurden die Fahrzeuge im Kleinwagensegment nach wie vor unter der Bezeichnung DKW verkauft und auch die anderen Fabrikate behielten ihre Markennamen, ergänzt durch die vier Ringe der Auto Union. Nur der Grand-Prix-Wagen trat als Auto Union auf. Volumenmodelle waren die kleinen Fronttriebler mit Zweitaktmotor DKW F1 bis F8.

Rasmussen, auf dessen Initiative der Zusammenschluss der vier Marken weitestgehend zurückging, gehörte zunächst dem Vorstand der Auto Union an. Meinungsverschiedenheiten insbesondere über Rasmussens Plan einer späteren Reprivatisierung der einzelnen Werke, sobald dies die wirtschaftliche Lage erlaube, führten jedoch dazu, dass er sich 1934 vom Aufsichtsrat beurlauben ließ, woraufhin sein Dienstvertrag zum 31. Dezember 1934 gekündigt wurde. Nach Rasmussens Ausscheiden übernahm William Werner die technische Leitung.

Neubeginn nach 1945

Im Stammwerk Zschopau lief die Motorradproduktion 1950 unter dem Industrieverband Fahrzeugbau (IFA) mit der RT 125 wieder an. 1956 wurde das Werk in VEB Motorradwerk Zschopau (MZ) umbenannt. Die Fahrzeugproduktion wurde unter dem IFA-Logo ab 1949 fortgesetzt. Der IFA F8 lief bis 1955 im VEB Automobilwerk Zwickau, der IFA F9 wurde bis 1953 in Zwickau und dann bis 1956 im VEB Automobilwerk Eisenach gefertigt. Die Produktion wurde zugunsten der Neuentwicklungen AWZ P70 (später Trabant-Baureihe) bzw. des Wartburg 311 eingestellt.

Im bayerischen Ingolstadt gründeten Persönlichkeiten der sächsischen Automobilindustrie die Auto Union neu als GmbH. Dort befand sich vor dem Krieg einer der großen Händlerstützpunkte und aktuell standen viele ehemals militärisch genutzte Gebäude frei. Das Geschäftsmodell bestand zunächst in der Versorgung der wehruntauglichen und deshalb noch verfügbaren DKW-Pkw und Motorräder. Die Produktion von Kraftfahrzeugen unter dem Namen DKW wurde ab 1949 wieder aufgenommen: in Ingolstadt mit dem DKW-Schnelllaster und dem Motorrad DKW RT 125 W (W stand für West, da in Zschopau auch eine RT 125 nach Vorkriegsplänen gebaut wurde) und in Düsseldorf-Derendorf, wo Produktionsanlagen gemietet werden konnten, fertigte die Auto Union ab 1951 zunächst den DKW Meisterklasse (F89). Dieses Modell besaß den alten, quer eingebauten Zwei-Zylinder-Motor aus dem Typ F8. Die Karosserie entsprach dem bereits vor Kriegsausbruch fertig entwickelten F9. Erst 1953 war der längs eingebaute Drei-Zylinder-Motor für das Modell F91 verfügbar. Bei gleichem Aussehen wurde 1955 durch 10 cm mehr Breite der Typ F93 geschaffen, den 1958 der Typ F94 ablöste.

Im selben Jahr erwarb die Daimler-Benz AG durch eine Initiative ihres Großaktionärs Friedrich Karl Flick die Aktienmehrheit an der kapitalschwachen Auto Union. Ein sichtbares Zeichen war der neue Tachometer mit stehender Anzeigesäule beim AU 1000, das „Fieberthermometer“, das sich nirgendwo sonst fand. Außerdem bekamen die Zweitürer vorne eine modische Panoramascheibe. Die technische Basis aus Vorkriegstagen blieb jedoch weitgehend unverändert. 1964, 25 Jahre nach ihrer Entwicklung, lief die Produktion der F9X- bzw. Auto-Union-1000-Modelle aus.

1958 wurde die Motorradfertigung an die in Nürnberg unter Beteiligung von Victoria und Express neu gegründete Zweirad-Union abgegeben, wo aber nur noch geringe Stückzahlen der Modelle RT 175 VS und RT 200 VS entstanden. Hauptsächlich wurden Mopeds (Hummel) und Kleinkrafträder gebaut. Rasmussen ging nach dem Krieg wieder nach Dänemark und baute dort Motorräder unter dem Namen DISA.

Fahrzeuge nach DKW-Lizenz wurden auch von anderen Herstellern gebaut, so von IMOSA (Spanien) oder VEMAG in Brasilien, die 1967 von Volkswagen do Brasil übernommen wurde.

DKW-Automobile

Modelle mit Hinterradantrieb aus Berlin-Spandau (1928–1940)

Typ Bauzeitraum Zylinder Hubraum Leistung vmax
Typ P (15 PS) 1928/1929 2 Reihe 584 cm³ 15 PS (11 kW) 80 km/h
Typ P 4=8 (25 PS) 1929 4 V 980 cm³ 25 PS (18,4 kW) 90 km/h
Typ PS 600 Sport 1930/1931 2 Reihe 584 cm³ 18 PS (13,2 kW) 100 km/h
Typ V 800 4=8 1930/1931 4 V 782 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85 km/h
Typ V 1000 4=8 1931/1932 4 V 990 cm³ 25 PS (18,4 kW) 90 km/h
Typ 432 Sonderklasse 1932 4 V 990 cm³ 25 PS (18,4 kW) 95 km/h
Typ 1001 Sonderklasse 1932–1934 4 V 990 cm³ 26 PS (19,1 kW) 90 km/h
Schwebeklasse 1934/1935 4 V 990 cm³ 26−30 PS (19,1−22 kW) 90 km/h
Schwebeklasse 1935–1937 4 V 1054 cm³ 32 PS (23,5 kW) 95 km/h
Sonderklasse 1937–1940 4 V 1054 cm³ 32 PS (23,5 kW) 95 km/h

Frontantriebsmodelle aus Zwickau (1931–1942)

Typ Bauzeitraum Zylinder Hubraum Leistung vmax
F1 FA 600 1931/1932 2 Reihe 584 cm³ 15 PS (11 kW) 75 km/h
F2 Meisterklasse 601 1932/1933 2 Reihe 584 cm³ 15 PS (11 kW) 75 km/h
F2 Reichsklasse 1933–1935 2 Reihe 584 cm³ 18 PS (13,2 kW) 80 km/h
F2 Meisterklasse 701 1933–1935 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85−90 km/h
F4 Meisterklasse 1934/1935 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85 km/h
F5 Reichsklasse 600 1935/1936 2 Reihe 584 cm³ 18 PS (13,2 kW) 80 km/h
F5 Meisterklasse 700 1935/1936 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85 km/h
F5K Zweisitzer 600 1936 2 Reihe 584 cm³ 18 PS (13,2 kW) 80 km/h
F5 Front Luxus Cabriolet 700 1936/1937 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85 km/h
F5K Front Luxus Sport 700 1936/1937 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 90 km/h
F7 Reichsklasse 600 1937/1938 2 Reihe 584 cm³ 18 PS (13,2 kW) 80 km/h
F7 Meisterklasse 700 1937/1938 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85 km/h
F7 Front Luxus Cabriolet 1938 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85 km/h
F8 Reichsklasse 600 1939/1940 2 Reihe 589 cm³ 18 PS (13,2 kW) 80 km/h
F8 Front Luxus Cabriolet 700 1939/1940 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85 km/h
F8 Meisterklasse 700 1939–1942 2 Reihe 692 cm³ 20 PS (14,7 kW) 85 km/h
F9 (Prototyp) geplant ab 1940 3 Reihe 896 cm³ 28 PS (20,6 kW) 110 km/h

Frontantriebsmodelle aus Ingolstadt und Düsseldorf (1950–1968)

Die Auto Union fertigte bis 1968 Automobile unter dem Namen DKW.

Typ Bauzeitraum Zylinder Hubraum Leistung vmax
DKW Schnelllaster 1949–1962 2 bzw. 3 Reihe 688–896 cm³ 20–32 PS (14,7–23,5 kW) 70–90 km/h
F89 Meisterklasse 1950–1954 2 Reihe 684 cm³ 23 PS (16,9 kW) 95–100 km/h
F91 Sonderklasse 1953–1957 3 Reihe 896 cm³ 34 PS (25 kW) 110–120 km/h
F91/4 Munga 1954–1956 - nur Vorserie - Versuchsträger 3 Reihe 896 cm³ 38 PS (27,9 kW) 98 km/h
F93/94 Großer DKW 3=6 1955–1957 3 Reihe 906 cm³ 38 PS (27,9 kW) 123 km/h
Monza 1956 3 Reihe 896 cm³ 40 PS (29 kW) 130 km/h
F91/4 Munga 1956–1959 3 Reihe 896 cm³ 40 PS (29 kW) 98 km/h
Monza 1957/1958 3 Reihe 980 cm³ 44−50 PS (32,3–37 kW) 135 km/h
F93/94 Großer DKW 3=6 1957–1959 3 Reihe 906 cm³ 40 PS (29 kW) 115 km/h
Auto Union 1000 1957–1960 3 Reihe 980 cm³ 44 PS (32,3 kW) 120–130 km/h
Auto Union 1000 Sp 1958–1965 3 Reihe 980 cm³ 55 PS (40 kW) 140 km/h
F91 Typ 4 + 6 Munga 1958–1968 3 Reihe 980 cm³ 44 PS (32,3 kW) 98 km/h
F91 Typ 8 verlängerte Pritsche 1962–1968 3 Reihe 980 cm³ 44 PS (32,3 kW) 95 km/h
Auto Union 1000 S 1959–1963 3 Reihe 980 cm³ 50 PS (37 kW) 125–135 km/h
Junior 1959–1962 3 Reihe 741 cm³ 34 PS (25 kW) 114 km/h
Junior de Luxe 1961–1963 3 Reihe 796 cm³ 34 PS (25 kW) 116 km/h
F11 1963–1965 3 Reihe 796 cm³ 34 PS (25 kW) 116 km/h
F12 1963–1965 3 Reihe 889 cm³ 40 PS (29 kW) 124 km/h
F12 (45 PS) 1964/1965 3 Reihe 889 cm³ 45 PS (33 kW) 127–128 km/h
F102 1964–1966 3 Reihe 1175 cm³ 60 PS (44 kW) 135 km/h

Nach Übernahme der Auto Union durch den Volkswagen-Konzern wurde die Produktion von Zweitakt-Fahrzeugen eingestellt und der Name DKW fallengelassen. Als letztes Pkw-Modell wurde der F102 im Jahre 1966 eingestellt, doch basierte der erste Audi noch auf ihm. Der Geländewagen Munga wurde noch bis 1968 für die Bundeswehr gebaut.

DKW-Motorräder und -Motorroller

DKW Rennmaschine von 1925 im Zweirad-Museum Neckarsulm
  • DKW ARE 175
  • DKW ORE 250
  • DKW Golem (Sesselmotorrad)
  • DKW KM 200
  • DKW KS 200
  • DKW SB 200
  • DKW SB 350
  • DKW SB 500
  • DKW ZS 500
  • DKW ZSW 500 (wassergekühlt)
  • DKW SS 500 (wassergekühlt)
  • DKW SS 600 (wassergekühlt)
  • DKW Sport 250
  • DKW NZ 250
  • DKW NZ 350
  • DKW NZ 500
  • DKW RT 100
  • DKW RT 125

Siehe auch

Literatur

  • Siegfried Rauch Hrsg. von Frank Rönicke: DKW – Geschichte einer Weltmarke. Motorbuch Verlag, Stuttgart. ISBN 978-3-613-02815-9
  • Thomas Erdmann: Vom Dampfkraftwagen zur Meisterklasse – Die Geschichte der DKW Automobile 1907–1945. autovision, 2003, ISBN 3-9805832-7-9
  • Peter Kurze: DKW Meisterklasse – Ein Wagen für die ganze Welt. Delius Klasing, 2005, ISBN 3-7688-1646-X
  • Steffen Ottinger: DKW Motorradsport 1920–1939. Von den ersten Siegen des Zschopauer Zweitakters bei Bahnrennen bis zu den Europameisterschafts-Erfolgen. 1. Auflage. HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-00-028611-7.
  • Woldemar Lange / Jörg Buschmann: Die große Zeit des DKW-Motorradrennsports. 1920 bis 1941 (Zschopau). 1. Auflage. Bildverlag Böttger GbR, Witzschdorf 2009, ISBN 978-3-937496-29-0.

Weblinks

 Commons: DKW – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. DKW Stationärmotoren, historische Produktinformationen (1919-1944)
  2. DKW Kühlsysteme, historische Produktinformationen (1931-1938)

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