Cornelsen-Verlag

Cornelsen-Verlag
Messestand des Cornelsen Verlags auf der Didacta 2008

Der Cornelsen Verlag ist einer der führenden deutschen Schulbuchverlage und in der Weiterentwicklung Bildungskonzern. Anfänglich auf die englische Sprache konzentriert, spezialisierte sich der 1946 in Berlin gegründete Verlag auf die Entwicklung von Schulbüchern. Mittlerweile bietet er aber auch private Lernsoftware sowie Onlinematerial für Lehrerfortbildung an, sowie betreibt nach eigenen Angaben mit dem „Studienkreis“ den größten privaten Nachhilfeanbieter in Europa.

Der Cornelsen Verlag beschäftigt heute 780 Mitarbeiter (zuzüglich freier Mitarbeiter) und hat seinen Sitz in der Mecklenburgischen Straße 53 in Berlin. Sein Verlagsprogramm umfasst 15.000 Titel aus rund 40 Fachrichtungen, davon jährlich 1.500 Neuerscheinungen. An der Spitze der Cornelsen Verlagsgruppe steht mit der Franz-Cornelsen-Stiftung als Mehrheitsgesellschafterin eine Familienstiftung. Geleitet wird die Cornelsen-Verlagsgruppe von der Cornelsen-Verlagsholding, die die Gruppe als internationaler Bildungsdienstleiter ausrichtet und die Tochterunternehmen strategisch führt. Die Auslieferung der Bücher erfolgt in Bielefeld vom Cornelsen-Verlagskontor (CVK).

Geschichte

Der Cornelsen Verlag wurde 1946 von Franz Cornelsen und seiner Ehefrau Hildegard, der Autorin des Englisch-Lehrwerks und Verlags-Bestsellers Peter Pim and Billy Ball, in Berlin gegründet. Er sicherte seine Stellung seit den 1970er-Jahren durch die Übernahme zahlreicher Mitwettbewerber (Hirschgraben, Girardet, Schwann-Bagel, Kamp und zuletzt Oldenbourg). Nach der Wende 1989 privatisierte Cornelsen im Frühjahr 1991 auch den 1945 in Berlin und Leipzig gegründeten Volk und Wissen Verlag, in dem nahezu alle Schulbücher der DDR verlegt wurden. Dieser wurde 1991 in die Cornelsen-Verlagsgruppe eingegliedert; seit dem 1. Januar 2004 arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Verlage gemeinsam in Berlin-Wilmersdorf. Im März 2009 hat Cornelsen den Duden-Verlag von Langenscheidt übernommen.[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. swr.de: „Duden soll nach Berlin verkauft werden“

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