Coimbra-Gruppe


Coimbra-Gruppe
Coimbra-Gruppe
Coimbra-Gruppe
Gründung 1985
Mitglieder 38
Kontinent Europa
Staaten EU-Länder
(plus Norwegen und Schweiz)
Präsident 2011- 2012 Giuseppe Zaccaria,
Universität Padua,
Italien
Vorstandsvorsitzender Guido Langouche,
Katholieke Universiteit Leuven,
Belgien
Adresse 119 Rue de Stassart
1050 Brüssel
Belgien
Akronym CG
Homepage http://www.coimbra-group.eu

Die Coimbra-Gruppe ist ein 1985 gegründetes Netzwerk europäischer Universitäten. Legaler Status der Gruppe ist der eines gemeinnützigen Vereins nach belgischem Recht, wie im Statut[1] beschrieben. Die Gruppe hat ihren Sitz in Brüssel. Vertreten wird die Gruppe durch die Generalversammlung.

Inhaltsverzeichnis

Eigendefinition

Die Coimbra-Gruppe ist eine Organisation traditionsreicher, europäischer, multidisziplinärer Universitäten von hohem internationalem Format.

Der satzungsgemäße Zweck der Organisation ist das Schaffen akademischer und kultureller Verbindungen zum Vorteil aller Mitglieder. Internationalisierung, akademische Zusammenarbeit. Das Streben nach Exzellenz in Lehre und Forschung und Dienst an der Gesellschaft im Allgemeinen eint die Mitglieder.

Ein Ziel ist ein reger Gedankenaustausch, es finden auch sportliche Wettkämpfe statt. Weiteres Ziel der Gruppe ist der gemeinsame Einfluss auf Bildungspolitik auf nationaler und europäischer Ebene.

Kritische Perspektiven

Auf einigen Gebieten sind die Mitglieder der Gruppe wissenschaftlich sehr gut renommiert. Die Mitglieder der Coimbra-Gruppe sind zum größten Teil in den Nationalstaaten steuerfinanziert.

Im Gegensatz zur Eigendefinition geriert sich die Coimbra-Gruppe als Lobbygruppe zur Vertretung gemeinsamer Interessen. Hierbei geht es um Einfluss auf aktuelle Geschehnisse wie die Verteilung von Fördergeldern, welche zu Lasten nichtteilnehmender Universitäten gehen kann[2].

Die Coimbra-Gruppe vertritt einen sehr wirtschaftlich ausgerichteten Kurs und unterstützt den Bologna-Prozess. Manche der Mitgliedsuniversitäten gehören nach den üblichen Rankings eher nicht zu den führenden Universitäten ihres Landes.[3][4][5]

Es wird vermutet, Universitäten seien beispielsweise aufgrund der Austarierung nationaler Interessen Mitglied bei Coimbra geworden. Ebenso sind zahlreiche renommierte Universitäten Europas nicht Mitglied der Coimbra-Gruppe, andere besonders angesehene Institutionen wie u.a. jene aus Oxford oder Cambridge jedoch sehr wohl.[3]

Mitglieder

BelgienBelgien Belgien

DanemarkDänemark Dänemark

DeutschlandDeutschland Deutschland

EstlandEstland Estland

FinnlandFinnland Finnland

FrankreichFrankreich Frankreich

GriechenlandGriechenland Griechenland

IrlandIrland Irland

ItalienItalien Italien

NiederlandeNiederlande Niederlande

 

NorwegenNorwegen Norwegen

OsterreichÖsterreich Österreich

PolenPolen Polen

PortugalPortugal Portugal

RumänienRumänien Rumänien

SchwedenSchweden Schweden

SchweizSchweiz Schweiz

SpanienSpanien Spanien

TschechienTschechien Tschechien

UngarnUngarn Ungarn

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich

Einzelbelege

  1. [1]
  2. Coimbra Group Mission Statement: "Work with European Union (EU) institutions […] to the benefit of its members", "promote the group", "Ensuring that information […] is widely disseminated […] and brought to the attention of the relevant authorities […]"
  3. a b Times Higher Education Ranking European Top 150 (2007) - Lediglich 26 der 40 Mitgliedshochschulen sind in den Top 150 vertreten und diese belegen dabei im Durchschnitt Platz 68.
  4. Shanghai-Ranking (2007) - Lediglich 25 der 40 Mitgliedshochschulen sind unter den Top 100 der europäischen Hochschulen
  5. Shanghai-Ranking (2007) - Es gibt mindestens 66 weitere Hochschulen, die im jeweiligen nationalen Ranking besser als eine Hochschule der Coimbra-Gruppe im gleichen Land bewertet wurden.

Siehe auch

Weblinks


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