Zeitschrift für celtische Philologie


Zeitschrift für celtische Philologie
Zeitschrift für celtische Philologie
Beschreibung Wissenschaftliche Schriftenreihe über keltische Sprachen und Kultur
Fachgebiet Keltologie
Sprache deutsch, daneben englisch, gelegentlich französisch, spanisch, italienisch
Verlag Max Niemeyer Verlag, seit 2006 als Imprint von de Gruyter
Erstausgabe 1897
Erscheinungsweise jährlich bis 3-jährlich
Verkaufte Auflage 240[1] Exemplare
Chefredakteur Stefan Zimmer, Jürgen Uhlich, Gisbert Hemprich[2]
Herausgeber Stefan Zimmer zusammen mit Jürgen Uhlich[3]
Weblink www.zcp.uni-bonn.de

Die Zeitschrift für celtische Philologie ist eine sprachwissenschaftliche deutsche Fachzeitschrift. Es ist die älteste noch erscheinende Zeitschrift, die sich ausschließlich dem Thema Keltologie widmet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gegründet wurde die Zeitschrift 1896 von Kuno Meyer und Ludwig Christian Stern. Weitere Herausgeber waren u.a. Julius Pokorny und Rudolf Thurneysen. Bis 2010 wurden 57 Bände herausgegeben. Abweichend vom normalen Titel tragen die Bände 22 (1941) und 23 (1942/43) den Titel: Zeitschrift für keltische Philologie und Volksforschung. Danach kam es kriegsbedingt zu einem Unterbruch der Redaktion von 1944 bis 1952. Ein Gesamt-Inhaltverzeichnis aller Ausgaben kann eingesehen werden.[4] Die Zeitschrift richtet sich hauptsächlich an Wissenschaftler, deren Forschungsgebiet die keltischen Sprachen oder die keltische Kultur in irgendeiner Art betrifft, und am Thema Keltologie interessierte Laien. Die Zeitschrift für celtische Philologie wird von Bibliotheken und Instituten bezogen und dort meistens in den Bibliotheksbestand eingegliedert.

Inhalt

Themen der Zeitschrift sind Keltische Sprachen und Geschichte und Politik ihrer Sprecher. In den Gründungsjahren lag der Schwerpunkt auf den Gebieten Keltische Philologie, Altirische Lyrik, Vergleichende Sprachwissenschaft und Etymologie mit Bezug zum Keltischen und festlandkeltische Sprachdenkmäler. Später kamen auch aktuelle Fragestellungen – wie Sprachpolitik der neukeltischen Sprachen – hinzu.

Diese Themen werden behandelt in Artikeln, Besprechungen von Büchern und Zeitschriftenartikeln und Literaturlisten. Beim Tod eines verdienten Keltologen erscheint ein Nekrolog. Als Autoren fungieren Wissenschaftler, deren Forschungsgebiet die keltischen Sprachen oder die keltische Kultur in irgendeiner Art betrifft.

Layout

Satzspiegel: 180mm hoch x 110mm breit, Druck im Offset-Verfahren. Ältere Ausgaben können auf der Seite des Verlages gegen Gebühr als PDF bezogen werden.[5]

Sonstiges

  • In dem Gedicht "Binchy and Bergin and Best" von Flann O'Brien findet die Zeitschrift für celtische Philologie Erwähnung, wo es über die drei irischstämmigen Keltologen heisst: "They rose in their nightshift / To write for the Zeitschrift"[6]
  • 1927 bis 1930 erschien eine richtungsweisende Artikelserie von Julius Pokorny in der ZcP, in der nachgewiesen wird, dass die Vorläufersprachen der Inselkeltischen Sprachen afroasiatische Sprachen waren. (J. Pokorny: Das vorindogermanische Substrat im Irischen)[7]
  • Gegenüber neueren Forschungen, die die Inselkeltischen Sprachen, insbesondere das Kymrische, als Substrat des Englischen ausweisen, verhält man sich reserviert bis ablehnend. Bisher wurde noch kein Artikel veröffentlicht, lediglich ablehnende Rezensionen sind erschienen (z.B.: M. Görlach: H. L. C. Tristram: How Celtic is Standard English?)[8]
  • Neben der ZcP wird eine "Buchreihe der Zeitschrift für celtische Philologie" herausgegeben.

Literatur

  • Peter E. Busse: Zeitschrift für celtische Philologie.. In: J. T. Koch (Hrsg.): Celtic Culture. A Historical Encyclopedia. Band 5, Santa Barbara et al. 2006, S. 1823.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Mediadaten des Verlages zur ZcP[1]
  2. Webort der ZcP mit Angaben zum Redaktionsteam [2]
  3. Webort der Keltologie in Bonn mit Hinweis auf die Herausgeber der ZcP [3]
  4. Inhaltverzeichnis aller Ausgaben
  5. kostenpflichtiger Download älterer Ausgabe der ZcP
  6. Gedicht von Flann O'Brien
  7. Das vorindogermanische Substrat im Irischen[4]
  8. How Celtic is Standard English?[5]

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