ZDFneo


ZDFneo
ZDFneo
Senderlogo
Logo: "zdf_neo", Logoschreibweise mit Unterstrich in den Farben des Corporate Designs (orange/schwarz)
Allgemeine Informationen
Empfang: DVB-C, DVB-S, DVB-T (über Antenne zwischen 21:00 und 6:00 Uhr) und IPTV
Länder: DeutschlandDeutschland Deutschland
ItalienItalien Italien (über RAS, Südtirol)
Sendeanstalt: ZDF
Sendebeginn: 1. November 2009[1][2]
Rechtsform: Öffentlich-rechtlich
Programmtyp: Spartenprogramm
Liste von Fernsehsendern

Der Fernsehsender ZDFneo (Eigenschreibweise des Senderlogos: zdf_neo) hat am 1. November 2009 den ZDFdokukanal ersetzt. Er ist als Zielgruppenfernsehsender für Berufstätige und junge Eltern Teil des digitalen Programmangebots des ZDF gedacht.[3]

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Seit dem Sendestart im November 2009 gehören eine Mischung aus lebensnahen „Factual Entertainment“-Formaten (soll heißen: „auf Tatsachen beruhende Unterhaltung“), Servicesendungen, Dokumentationen, Musiksendungen, Spielfilmen, internationalen Kaufserien und Comedys zum Programm. Damit möchte sich ZDFneo als attraktive öffentlich-rechtliche Alternative für die jüngeren Zuschauer anbieten, so die Pressemitteilung.[4]

Laut Programmleiter Norbert Himmler „zielt ZDFneo auf ein Publikum von Zuschauern, die mehr vom Fernsehen erwarten, als sie gerade bekommen.“ Der Sender könne in allen Genres nachweisen, dass ZDFneo anders sei als Privatfernsehen.[5]

Die Hauptsendezeit (Primetime) soll der vorgesehenen Zielgruppe, beruflich stark Eingebundene, junge Eltern oder sehr aktive Menschen, entgegenkommen und erst um 21 Uhr beginnen und eine Alternative zu den privaten Sendern bieten.[6][7][8] Lediglich am Wochenende von Freitag bis Sonntag wird die Primetime um 20:15 Uhr eingeleitet.[9] Da das Programm über DVB-T erst ab 21 Uhr zu empfangen ist, sind diese Sendungen dort nicht vollständig zu sehen.

Ab dem 1. Mai 2012 soll ZDFneo in HD ausgestrahlt werden.[10]

Programmschema

Am Vormittag werden wochentags meistens Wiederholungen von der zurückliegenden Woche gezeigt. Im Nachmittagsprogramm etwa zwischen 15:15 und 18:00 Uhr werden Dokumentationen und Reportagen meistens ebenfalls als Wiederholungen der letzten Tage gezeigt. Gegen 18:00 beginnen Erstausstrahlungen von Dokus und Reportagen. Die Hauptsendezeit um 20:15 Uhr begann mit der Doku-Reihe Die Deutschen, seit Mitte November 2009 wird die Reihe Terra X gesendet. Oftmals gegen 21 Uhr werden Fernsehfilme gezeigt. Danach gibt es neue Serien wie 30 Rock,[11] Hustle oder In Plain Sight. Weitere Serien sind unter anderem Inspector Lynley und Spooks – Im Visier des MI5. Seit Ende 2010 zeigt ZDFneo die mehrfach mit dem Golden Globe und dem Emmy ausgezeichnete Serie Mad Men, als Free-TV Premiere.[12]

Es gibt auch Eigenproduktionen, wie etwa die Musiksendung neoMusic mit Marta Jandová, Sängerin der Rockband Die Happy, welche die Top-20-Musikvideos der deutschen Charts und Livemusik vorstellt sowie Studiogäste empfängt.

In einer neu bearbeiteten Bildfassung ist Miami Vice zu sehen; Seinfeld wird zusätzlich über den zweiten Kanalton in englischer Sprache ausgestrahlt.

Marktanteil

Im Durchschnitt erreicht ZDFneo einen Marktanteil von 0,3 %. Den Rekord mit 470 000 Zuschauern und einem Marktanteil von 1,7 % erreichte der Sender knapp ein Jahr nach dem Sendestart, im August 2010, bei der Sendung Inspector Barnaby.[13]

Formate

Hauptartikel: Liste der ZDFneo-Sendungen

Kritik

Bereits vor der Erstausstrahlung ist das Vorhaben des ZDF bei den deutschen Privatsendern auf Kritik gestoßen. Sie werfen dem Mainzer Sender vor, einen „indifferenzierten Jugendfamilienmusikunterhaltungskanal“ betreiben zu wollen, der sich an 25- bis 49-jährige Zuschauer richtet.[14] ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut kritisiert seinerseits die Privatsender und wirft ihnen „Fehlinformationen und Mutmaßungen“ vor. So sei gerade auf Betreiben der Privatsender das Programmangebot auf einen digitalen Spartenkanal eingegrenzt worden.[15]

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bezeichnet die Einführung von ZDFneo als „notwendigen und ehrenwerten Versuch“ und lobt, dass der Sender weniger quotenorientiert sei. Allerdings dürfe man „die Existenz eines eigenen Programms für ein jüngeres, mittelanspruchsvolles Publikum nicht als Ausrede dafür [...] nutzen, dass man das Hauptprogramm noch stromlinienförmiger macht und aus Bequemlichkeit mit den Zuschauern langsam vergreisen lässt“.[5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ZDF-Familienkanal ist beschlossene Sache: ZDF Dokukanal wird zu ZDFneo auf kress.de vom 19. August 2009
  2. Das zweite Zweite: ZDFneo startet am 1. November auf dwdl.de vom 19. August 2009
  3. „ZDF Neo“ startet am 1. November – Sender für jüngere Zuschauer ersetzt ZDF Dokukanal auf infosat.de vom 19. August 2009
  4. Pressemitteilung: Der ZDFdokukanal geht, ZDFneo kommt – Start der öffentlich-rechtlichen Alternative für jüngere Zuschauer vom 19. August 2009, als PDF-Datei (12 kb)
  5. a b Stefan Niggemeier: ZDFneo – Fernsehen für Menschen, die nicht mehr fernsehen. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31. Oktober 2009
  6. Mainzer Angriff auf die Privatsender – ZDF startet neuen Sender ZDFneo auf meedia.de vom 19. August 2009
  7. Familiensender ZDFneo startet am 1. November auf pr-inside.com vom 19. August 2009
  8. Der ZDFdokukanal geht, ZDFneo kommt / Start der öffentlich-rechtlichen Alternative für jüngere Zuschauer auf finanznachrichten.de vom 19. August 2009
  9. Kickoff in Köln: ZDFneo präsentiert Claim und Werbekampagne (Seite 2) auf DWDL.de vom 15. Oktober 2009
  10. ZDF will ab 1. Mai 2012 via Satellit sämtliche Programme in HD verbreiten auf infosat.de vom 3. Mai 2011
  11. Emmy-gekrönte Sitcom 30 Rock ab 4. November in ZDFneo zu sehen – Neuer Zielgruppenkanal des ZDF zeigt die Serie als Free-TV-Premiere
  12. DWDl.de - Kiffen und werben: Zwei neue US-Serien bei ZDFneo
  13. DWDL.de - "Inspector Barnaby" beschert ZDFneo Rekordquote
  14. RTL findet kritische Worte für ZDFneo auf Quotenmeter.de vom 21. August 2009, mit Zitat aus der FAZ
  15. Alexander Krei: ZDFneo: Bellut greift die Privatsender an vom 16. Oktober 2009, ebenfalls auf Quotenmeter.de

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