The Libertines (Album)


The Libertines (Album)
The Libertines
Studioalbum von The Libertines
Veröffentlichung 30. August 2004
Label Rough Trade
Genre Indie Rock, Post-Punk Revival
Anzahl der Titel 14
Laufzeit 42:04

Besetzung

Produktion Mick Jones
Studio Metropolis Studios, London
Chronologie
Up the Bracket
(2002)
The Libertines

The Libertines ist der allgemein anerkannte Name des zweiten und bislang letzten Studioalbums der britischen Rockband The Libertines. Das Album wurde Ende August 2004 veröffentlicht, zu einem Zeitpunkt als Pete Doherty nicht mehr mit der Band auftrat und The Libertines kurz davor waren sich aufzulösen. Zuvor hatte Doherty im Sommer Versuche unternommen, von seiner Drogensucht loszukommen. Der Rest der Band weigerte sich mit Doherty zu spielen, so lange er sich nicht von seinen Drogenproblemen lösen könne. Derweil spielte Anthony Rossomando als Ersatz auf der Tournee zum neuen Album.

Am 17. Dezember 2004 sollten The Libertines ihr vorerst letztes Konzert geben. Nachdem Auftritt in Paris beschloss Carl Barât die Band ruhen zu lassen, eine offizielle Auflösung gab es somit nicht.

Als Produzent war zunächst Bernard Butler vorgesehen, der Gitarrist der 2003 aufgelösten Britpop-Band Suede. Da jedoch Doherty mit Butler nicht zurechtkam, kam wieder Mick Jones zum Zug. Das ehemalige Mitglied von The Clash hatte bereits beim Erstlingsalbum der Libertines, Up the Bracket, als Produzent gedient.

Inhaltsverzeichnis

Tracklist [1]

  1. Can't Stand Me Now (Peter Doherty, Carl Barât, Richard Hammerton) – 3:23
  2. Last Post on the Bugle (Doherty, Barât, Michael Bower) – 2:32
  3. Don't Be Shy (Doherty, Barât) – 3:03
  4. The Man Who Would Be King (Doherty, Barât) – 3:59
  5. Music When the Lights Go Out (Doherty) – 3:02
  6. Narcissist (Barât) – 2:10
  7. The Ha Ha Wall (Doherty, Barât) – 2:29
  8. Arbeit Macht Frei (Doherty) – 1:13
  9. Campaign of Hate (Doherty) – 2:10
  10. What Katie Did (Doherty) – 3:49
  11. Tomblands (Barât, Doherty) – 2:06
  12. The Saga (Doherty, Paul Roundhill) – 1:53
  13. Road to Ruin (Doherty, Barât) – 4:21
  14. What Became of the Likely Lads (Doherty, Barât) / "France" (Barât) (Hidden track) – 5:54

Bonus-Tracks

In Japan erschien die CD mit drei weiteren Titeln:

00 15. Don't Look Back into the Sun (New Version) (Doherty, Barât)
00 16. Cyclops (Doherty, Peter Wolfe)
00 17. Dilly Boys (Doherty, Barât)

Die australische Veröffentlichung hatte ebenfalls Bonus-Tracks [2]:

00 15. France (Barât)
00 16. Never Never (Doherty, Barât)
00 17. I Got Sweets (Doherty, Barât)

Singleauskopplungen

Am 9. August wurde der Album-Opener Can't Stand Me Now als Single veröffentlicht. Am 25. Oktober folgte der Song What Became of the Likely Lads.

Charts

In den UK Albums Charts schaffte das Album den Sprung von 0 auf 1. Das Album hielt sich danach insgesamt 21 Wochen in den britischen Charts. In Irland erreichte The Libertines Platz 5. Die beiden Singleauskopllungen kamen in Großbritannien Platz 2 (Can't Stand Me Now) und Platz 9 (What Became of the Likely Lads).

Album

Jahr Titel Chartpositionen [3]
DE AT CH
2004 The Libertines
20
31
51

Kritik

Die Kritik war fast durch die Reihen weg stets positiv, einige Kritiker beurteilten das Album sogar hervorragend.

So wählte die Kritiker der Fachzeitschrift Rolling Stone The Libertines zum Album des Jahres 2004. Bei NME und Musikexpress kam das Album jeweils auf den zweiten Platz der Jahrescharts. Das Album fand auch Einlass in mehrere All-Time Charts (zum Beispiel 100 Greatest Albums of the Decade (NME, 2009) oder 150 Platten für die Ewigkeit (Visions, 2005)).

„Das Album gehört zum erhebendsten und brillantesten im Rock'n'Roll der letzten zwanzig Jahre, dazu bestimmt, in die anspruchsvollsten CD-Player geklebt zu sein, von den Sozialwohnungssiedlungen bis hin zu den Landsitzen.“

Anthony Thornton, nme.com[4]

„Carl Barât und Pete Doherty, das glamouröse Songwriter-Paar der Libertines, führen sich bereits nach ihrem ersten Album so auf, wie Jagger und Richards Ende der 70er. Hassliebe, Zerwürfnisse, Gefängnis, Solo-Projekte. Endstation Drogensucht. Beinahe wäre es so gekommen. Wie sehr es den unsichtbaren Libertines John Hassell (Bass) und Gary Powell (Drums) zu danken ist, dass stattdessen mitten im nach wie vor lodernden Fegefeuer der Eitelkeiten mit "The Libertines" ein derartiges Meisterwerk zustande kommen konnte, bleibt im Unklaren.“

Michael Schuh, Laut.de[5]

Auch im Bezug auf das Covermotiv gab es Äußerungen. Das Bild, das Doherty und Barât umarmend zeigt wurde am 8. Oktober 2003 von Roger Sargent geschossen. Doherty war an diesem Tag aus dem Gefängnis freigekommen, wo er wegen des Einbruchs in Barâts Wohnung einsitzen musste. Barât wartete vor dem Gefängnis auf ihn und am selben Abend gaben sie einen Versöhnungsauftritt, das in Fachkreisen weithin als „Freedom Gig“ bekannt ist, im Tap'n'Tin, wo schließlich das Coverfoto entstand.[6]

„Das Album-Cover zeigt Barat und Doherty nach der Freilassung Letzerens aus dem Gefängnis im letzten Jahr. Es ist ein erstaunliches Bild, das Paar verstrahlt Zärtlichkeit, Schmerz, Hochmut, Zurückhaltung, ein Wunsch nach Schutz und Geschützt-sein. Hier sind zwei sich umklammernde Menschen, Matrosen auf einem Schiffswrack, nach dem Ufer suchend.“

Maddy Costa, guardian.co.uk[7]

Einzelnachweise

  1. musicbrainz.org Das Album The Libertines auf musicbrainz.org
  2. musicbrainz.org Das Album The Libertines (Australien) auf musicbrainz.org
  3. acharts.us Übersicht der Platzierungen in diversen Ländern
  4. http://www.nme.com/reviews/libertines/7537
  5. http://www.laut.de/The-Libertines/The-Libertines-(Album)
  6. indiepedia.de Artikel der indiepedia zum Album
  7. http://www.guardian.co.uk/music/2004/aug/20/popandrock.libertines

Weblinks


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