Richard Schenk

Richard Schenk
Richard Schenk (KU Eichstätt)

Richard Schenk OP (* 27. Juni 1951 in Los Angeles County) ist ein US-amerikanischer Ordensgeistlicher und Theologe. Er ist seit 2011 Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU).

Inhaltsverzeichnis

Leben

Richard Schenk, Enkel deutscher Auswanderer[1], studierte von 1969 bis 1971 Philosophie an der University of California, Santa Barbara. 1971 trat er der Ordensgemeinschaft der Dominikaner in Oakland bei. 1974 graduierte er mit Baccalaureus artium in Philosophie und 1978 mit Magister artium in Philosophie an der Dominican School of Philosophy and Theology (DSPT). 1978 empfing er die Priesterweihe. Von 1982 bis 1985 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Leo Scheffczyk an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1986 wurde er mit einer Arbeit Die Gnade vollendeter Endlichkeit. Zur transzendentaltheologischen Auslegung der thomanischen Anthropologie im Fach Systematische Theologie über die Theologischen Anthropologie von Thomas von Aquin und einem Vergleich mit den Werken von Martin Heidegger und Karl Rahner im München zum Dr. theol. promoviert. Von 1986 bis 1991 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und engagierte sich in der Kommission für die Herausgabe ungedruckter Texte aus der mittelalterlichen Geisteswelt. Von 1989 bis 1991 hatte er eine Gastprofessur an der Schweizer Universität Freiburg inne.

1990 wurde Schenk zum Professor an der Dominican School of Philosophy and Theology (DSPT) in Berkeley ernannt. Von 1991 bis 2000 war er Direktor des Hannover Institute of Philosophical Research und 1991 Gründer der Abteilung für Philosophie und Theologie. 1992 wurde er Mitglied der Core Doctoral Faculty der Graduate Theological Union (GTU) in Berkeley, Kalifornien. Seitdem lehrt er an beiden Fakultäten. Von 2003 bis 2005 war er zudem Direktor des Intercultural Forum for Studies in Faith and Culture (ICF) (The Pope John Paul II Cultural Center) in Washington, D.C.. Von 1999 bis 2003 und von 2007 bis 2011 war Schenk Regens studiorum seines Ordens (Western Dominican Province). Er engagiert sich in zahlreichen Funktionen und Ämter an Hochschulen und der Katholischen Kirche in den USA und Deutschland.

Richard Schenk war im Jahre 2011 neben Andreas Lob-Hüdepohl Kandidat für die Präsidentschaft an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und wurde am 26. Mai 2011 durch den Hochschulrat der Universität zum Präsidenten der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt gewählt.[2] Ernannt wird der neue Präsident vom Vorsitzenden des Stiftungsrates der Universität, dem Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx.[3] Schenk trat sein Amt am 1. Oktober 2011 an und wurde am 10. November 2011 offiziell eingeführt.[4]

Auszeichnungen und Ehrungen

Schriften (auf Deutsch)

  • Richard Schenk: Die Gnade vollendeter Endlichkeit : zur transzendentaltheologischen Auslegung der thomanischen Anthropologie, Herder Freiburg im Breisgau 1989, ISBN 3-451-21153-X
  • Richard Schenk (Hrsg.): Band 17: Robert Kilwardby, Quaestiones in librum quartum Sententiarum (Teil 4), Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Kommission beim Verlag C.H. Beck München 1993, ISBN 978-3-7696-9017-0
  • Richard Schenk: Zur Theorie des Opfers : ein interdisziplinäres Gespräch, Frommann-Holzboog Stuttgart 1995, ISBN 3-7728-1665-7
  • Richard Schenk: Kontinuität der Person : zum Versprechen und Vertrauen, Frommann-Holzboog Stuttgart 1998, ISBN 3-7728-1715-7

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Andreas Lob-Hüdepohl Präsident der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU)
seit 2011
...

Einzelnachweise

  1. Eintrag über Richard Schenk in kathpedia.com, abgerufen am 25. April 2011
  2. „Präsidentenwahl in Eichstätt - Berkeley-Professor setzt sich durch“, Spiegel Online, 26. Mai 2011
  3. „Richard Schenk neuer Unipräsident in Eichstätt“, Radio Vatikan, 26. Mai 2011
  4. „Amtseinführung des Dominikanerpaters Prof. Dr. Richard Schenk als Universitätspräsident“, orden.de, 10. November 2011

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем решить контрольную работу

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Schenk (Familienname) — Schenk ist ein Familienname. Bekannte Namensträger Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Rössler — Richard Rössler, auch Roessler oder Rößler (* 14. November 1880 in Riga; † 1962 in Berlin) war ein deutsch baltischer Pianist, Organist, Komponist und Musikpädagoge (Hochschulprofessor). Er heiratete 1910 die Pianistin Dora Charlotte Mayer (1887… …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Wilhelm — (* 10. Mai 1873 in Stuttgart; † 2. März 1930 in Tübingen) war einer der bedeutendsten deutschsprachigen Sinologen. Daneben war er Theologe und Missionar …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Wilhelm — Saltar a navegación, búsqueda Richard Wilhelm Nacimiento 10 …   Wikipedia Español

  • Richard Hey — erhält den Hörspielpreis der Kriegsblinden (von links nach rechts: Richard Hey, Konrad Adenauer, Dr. Ludwig, Hermann Höcherl) Richard Hey (* 15. Mai 1926 in …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Hohly — (* 13. März 1902 in Löwenstein; † 11. April 1995 in Bietigheim Bissingen) war ein vielseitiger Künstler und Kunstmaler. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke (Auswahl) 3 Literatur …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Schulze-Kossens — (* 2. Oktober 1914 in Berlin Spandau;[1] † 3. Juli 1988[2] in Düsseldorf) war ein deutscher SS Offizier. Er wurde vor allem bekannt als zeitweiliger SS Adjutant Adolf Hitlers, als Adjutant Joachim von Ribbentrops und als Leiter der SS… …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Huschke — (1921) Richard Huschke (* 6. August 1893 in Berlin; † 11. Januar 1980 in Calw) war ein deutscher Radrennfahrer, Bruder von Adolf Huschke. Richard Huschke war gemeinsam mit seinem Bruder Adolf einer der erfolgreichsten deutschen Straßenrennfahrer… …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Krüger (Schauspieler) — Richard Krüger (* im 20. Jahrhundert) ist ein deutscher Schauspieler. Er ist kleinwüchsig und wirkte in verschiedenen Märchenfilmen mit. Inhaltsverzeichnis 1 Karriere 2 Filmografie 3 Weblinks …   Deutsch Wikipedia

  • Richard Wilhelm — (May 10, 1873, Tübingen, Germany March 2 1930, Stuttgart, Germany) was a German translator. He translated many philosophical works from Chinese into German that in turn have been translated into other major languages of the world, including… …   Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”