Mathias Fuchs

Mathias Fuchs
Mathias Fuchs auf der Games Developers Conference in San Francisco 2006

Mathias Fuchs (* 20. Oktober 1956 in Erlangen, Deutschland) ist ein österreichischer Künstler, Kunst- und Medientheoretiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Mathias Fuchs studierte Computerwissenschaften in Erlangen und Wien, sowie Komposition in Wien und Stockholm. 2010 promovierte er mit einer Arbeit zu „Sinn und Sound“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Mathias Fuchs war Dozent an der Universität für angewandte Kunst in Wien, an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, der Sibelius-Akademie in Helsinki und der University of Salford in Greater Manchester. Nach der Auftragsproduktion für „Synreal: The Unreal Modification“, einer Spieleausstellung organisiert vom Institute for New Culture Technologies und kuratiert von Konrad Becker, begann Mathias Fuchs sich immer stärker mit dem Thema Game Art zu beschäftigen. Er hat Pionierarbeit auf dem Gebiet der künstlerischen Nutzung von Spielen geleistet und ist ein führender Theoretiker zu Game Art und Games Studies. Er ist Künstler, Musiker, Medienkritiker und Senior Lektorar an der Universität Salford in England. Seit dem Sommer 2011 besetzt er an der Universität Potsdam eine Vertretungsprofessur für "Medienkulturgeschichte".[1]

Forschung und Lehre

Spielerisches Interface in der Game Art Performance "postvinyl" von Mathias Fuchs
Spielerische Interface Studie von Studenten der Ludic Interfaces Forschungsgruppe
Das Photo zeigt eine Arbeit der Studentin Jess Kilby mit ihrer Arbeit "Center of the Universe", einer Abschlussarbeit des Master Kurses unter der Leitung von Mathias Fuchs

Mathias Fuchs lehrt an der Universität Salford in Großbritannien. Er leitet er die Master-Studiengänge „Creative Technology“ und „Creative Games“. Der Umfang der Lehrveranstaltungen, die er gegenwärtig unterrichtet, umfasst "Media and Cultural Theory", "Digital Avant-gardes", "Geschichte der technisch vermittelten Künste", "Spiele für Museen und Ausstellungen", "Medienkonvergenz" u.a.

Seit 2009 ist er als Projektleiter des Europäischen Masters Programmes „Ludic Interfaces“ tätig.[2] „Ludic Interfaces“ ist ein auf europäischer Ebene entwickeltes Master-Programm. Es ist der Titel einer europäischen Zusammenarbeit zur Schaffung eines Netzwerks akademischer Institutionen und weltweit führender Medien-Zentren, um Public-Domain-Inhalte zu untersuchen, zu entwickeln und zu testen. Die Programm-Entwicklung ist ein gemeinsames Projekt der Universität Potsdam, Universidad Politécnica de Valencia, Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz und der University of Salford in Manchester.

Veröffentlichungen in Buchform

  • Fuchs, Mathias: Mouseology – Ludic Interfaces – Zero Interfaces. In: Georg Russegger,Matthias Tarasiewicz, Michal Wlodkowski (Hrsg.): Coded Cultures. Creative Practices out of Diversity (English). Vienna, New York: Springer. Edition Angewandte 2011, ISBN 978-3-7091-0457-6
  • Fuchs, Mathias: kendinize bir hayat edinin!. In: Ekmel Ertan (Hrsg.): interpasif persona (Turkish/ English). Istanbul: BIS Body-Process Arts Association 2010, ISBN 978-605-88807-1-9
  • Fuchs, Mathias: Sinn und Sound. Berlin: Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2010, ISBN 978-3-86573-570-6
  • Fuchs, Mathias, Strouhal, Ernst (Hrsg.): Passagen des Spiels II. Das Spiel und seine Grenzen. Vienna, New York: Springer Verlag 2010, ISBN 978-3-7091-0084-4
  • Fuchs, Mathias: Ludic Interfaces. In: Ruth Catlow, Marc Garrett & Corrado Morgana (Hrsg.): Artists Re:thinking Games. Liverpool: FACT 2010, ISBN 3978-1-84631-271-2
  • Fuchs, Mathias, Strouhal, Ernst: Games. Kunst und Politik der Spiele. Vienna: Sonderzahl Verlag 2008, ISBN 978-3-85449-301-3
  • Fuchs, Mathias, Buchhart, Dieter (Hrsg.): Kunst und Spiel II. Cologne: Kunstforum international, Vol. 178 2005
  • Fuchs, Mathias, Buchhart, Dieter (Hrsg.): Kunst und Spiel I. Cologne: Kunstforum international, Vol. 176 2005
  • Fuchs, Mathias: Transformierende Spiegel, autonome Spiegel, Trickspiegel, verhüllte Spiegel. In: Manfred Faßler (Hrsg.): Ohne Spiegel Leben. Sichtbarkeiten und posthumane Menschenbilder. München: Fink Verlag 2000, ISBN 3-7705-3414-X
  • Fuchs, Mathias: Disembodied Online. In: Robert Pfaller (Hrsg.): Interpassivität. Studien über delegiertes Genießen. Vienna, New York: Springer Verlag 2000, ISBN 3-211-83303-X
  • Fuchs, Mathias: ParaReal. In: Brigitte Felderer (Hrsg.): Wunschmaschine Welterfindung (German). Vienna, New York: Springer Verlag 1996, ISBN 33-211-82872-9
  • Fuchs, Mathias, Reck, Hans Ulrich: Sampling. Vienna: Verlag der Hochschule für Angewandte Kunst 1995, ISBN 3-85211-044-0
  • Fuchs, Mathias: Hot oder Cool. In: Christian Utz (Hrsg.): Musik.Labyrith.Kontext (German). Linz: ok, Offenes Kulturhaus 1995, ISBN 3-85307-003-5
  • Fuchs, Mathias, Feuerstein, Thomas; Strickner, Claus; Zabelka, Mia: Hausmusik. Vienna: Triton Verlag 1993, ISBN 3-901310-08-8
  • Fuchs, Mathias (Hrsg.): Karten. Térképek (German, Hungarian). Vienna, Budapest: Verlag der Hochschule für Angewsandte Kunst 1989

Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Journalen, Tagungsbeiträge und Essays

  • Fuchs, Mathias: Cyberprovincialism. In: Coded Cultures. Exploring Creative Emergences. Vienna, Yokohama: 5uper.net 2009, ISBN 978-3-200-01532-6
  • Fuchs, Mathias: postvinyl. In: Re:live. Media Art Histories 2009. Melbourne: University of Melbourne & Victorian College of the Arts and Music 2009
  • Fuchs, Mathias: Digital Tudor. In: Electronic Visualisation and the Arts (EVA 2009). London: EVA2009 2009
  • Fuchs, Mathias: Spoilsports and Cardsharps. In: Proceedings of the Playful Experiences Seminar. Tampere, Finland: University of Tampere 2009
  • Fuchs, Mathias: Pervasive DJing. In: Proceedings of the 4th International Symposium on Pervasive Gaming Applications. Aachen: Shaker Verlag 2007, ISBN 978-3-8322-6288-4
  • Fuchs, Mathias: Spie(ge)l. Mirrors. In: Selfware.file02 (English, German). Graz: MiDiHY und MVD 2003, ISBN 3-9501666-7-X02
  • Fuchs, Mathias: Games People Play (Every Night and Every Day). In: Selfware.file01 (English, German). Graz: MiDiHY und MVD 2003, ISBN 8-1750-0101-4
  • Fuchs, Mathias: Total Recall - Erinnern und Vergessen in der Musik. In: Hans Ulrich Reck (Hrsg.): Konstruktionen des Erinnerns: Transitorische Turbulenzen (German). Cologne: Kunstforum Köln Band 127 1997
  • Fuchs, Mathias: Are you sure you want to do this?. In: Mediamatic Vol.8#1 The Storage Mania Issue. (Dutch, German). Amsterdam: Mediamatic 1994, ISBN 09-207-86-4

Verweise

  1. Ein Interview von Digital Arts and Architecture Lab mit Mathias Fuchs findet sich auf Unplugged heads 2.0 vom 09. März 2010. Abgerufen am 12 September 2010.
  2. Eine Vorstellung der Positionen und des Kontextes von Ludic Interfaces findet sich auf den Seiten des Goethe Institut Lissabon vom 26. Mai 2011. Abgerufen am 12. Mai 2011.

Weblinks


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