Liste der Kulturdenkmäler in Lambsheim

Liste der Kulturdenkmäler in Lambsheim

In der Liste der Kulturdenkmäler in Lambsheim sind alle Kulturdenkmäler der rheinland-pfälzischen Gemeinde Lambsheim aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 26. Juni 2011).

Inhaltsverzeichnis

Denkmalzonen

  • Denkmalzone Ortskern (Hauptstraße, Goethestraße, Hinterstraße, Jahnstraße, Junkergasse, Lochgasse, Marktstraße, Stadtgrabenstraße, Turmstraße, Wallstraße, Weisenheimer Straße): der von der Stadtbefestigung in Folge der Stadtrechtsverleihung im 14. Jahrhundert eingefasste Bereich, Typus der im 13./14. Jahrhundert gegründeten Stadt mit leiterartiger Straßenführung; Parzellengrößen und -gliederung bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückreichend, Bausubstanz vornehmlich Hofanwesen des 18. Jahrhunderts, Scheunenkränzen, große Dichte qualitätvoller Bauten in geschlossener Baubauung

Gemarkung

  • Denkmalzone Christlicher Friedhof (Friedhofstraße): 1836 angelegt, 1890 und zuletzt 1984 erweitert; 1839 als Friedhofskapelle translozierte ehemalige lutherische Pfarrkirche: barocker Saal 1790/91, Dachturm 1916; zwei Kreuze, bezeichnet 1767 und 1807, Korpus Ende des 19. Jahrhunderts; Grabmäler: G. Scherf († 1912), F. Burré († 1905), A. M. Roob († 1841) und J. Roob († 1845) sowie Eheleute Reudelhuber († 1852 und 1882): klassizistische Stelen, Grabmal E. und E. M. Roob († 1860 und 1861); M. Noessel († 1860), antikisierend; K. Wendel († 1865): Tondo mit Marmorbüste, J. V. Reudelhuber († 1870), reliefierte neugotische Stele, signiert M. Darnberger, E. Groß († 1870): neugotische Skulptur, W. Reudelhuber († 1875), G. Reudelhuber († 1879).: neugotische Stele, H. Reich († 1881): antikisierende Stele, P. Müller († 1884): antikisierende Stele von E. Glückstein, Frankenthal, Dr. Ph. L. Groß († 1894): Stele mit Bildnis, Bronze, 1895 von E. Glückstein, Frankenthal
  • Denkmalzone Jüdischer Friedhof (nördlich des Ortes und des christlichen Friedhofs, Große Sandgewanne): 1822 bis 1937, 1856 erweitert; circa 170 Grabsteine, vor 1856 größtenteils hebräisch, teilweise hebräisch/deutsch

Einzeldenkmäler

  • Stadtbefestigung; von der kurz nach der Stadtrechtsverleihung 1323 begonnenen, 1471 geschleiften, wiederaufgebauten, 1852 weitgehend abgetragenen Stadtbefestigung sind nur geringe Reste erhalten: ein Mauerstück südlich der beiden Pfarrkirchen und der sogenannte Neutorturm an Hauptstraße/Turmstraße
  • Am Schlossgarten 13: Ehemaliges Jagdschloss des Generals von Efferen; barocker Putzbau, 1706/07, Erweiterung um 1890
  • Bahnhofstraße 2: Gaststätte und Hotel; spätklassizistischer Putzbau, um 1880; in der Ringstraße etwas jüngerer Saalbau
  • Bahnhofstraße 3: Bahnhofsgebäude; sandsteingegliederter Putzbau, 1877
  • Friedhofstraße, Abzweigung Münchgrabenstraße: Wegekreuz, barocker Sockel, 18. Jahrhundert, Kreuz und Korpus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Hauptstraße 2: Protestantisches Pfarrhaus: repräsentativer zweieinhalbgeschossiger klassizistischer Walmdachbau, 1849
  • Hauptstraße 3: spätbarockes Wohnhaus mit Wirtschaftsräumen, spätes 18. Jahrhundert
  • Hauptstraße 4: Katholische Pfarrkirche St. Stephanus; spätbarocker Saalbau, 1785–89, Firstreiter 1909–12; Ausstattung
  • Hauptstraße 5: Wohnhaus, klassizistischer Walmdachbau, um 1850; Nebengebäude größtenteils bauzeitlich
  • Hauptstraße 6: Protestantische Pfarrkirche; neuromanischer Saalbau, 1844–47; drei Turmuntergeschosse aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, neugotischer Turmaufbau von 1860/61; Ausstattung; Gedenktafel 1939–45, 1946; Epitaphe des 16. bis 18. Jahrhunderts; ortsbildprägend
  • Hauptstraße 7: Katholisches Pfarrhaus; repräsentativer barocker Krüppelwaldmdachbau, bezeichnet 1770; rückwärtiges Nebengebäude, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • (zu) Hauptstraße 21: Torbogen mit Scheitelstein, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts
  • Hauptstraße 23: Ehemalige Schildwirtschaft „Zum Hirschen“; spätgotisches Hofhaus, bezeichnet 1582; spätmittelalterliches Fachwerkobergeschoss und -giebel 1720 teilweise erneuert; Kellerabgang des Nebengebäudes bezeichnet 1569
  • Hauptstraße 29/31: im Kern spätmittelalterliches Fachwerkhaus über tonnengewölbtem Keller, im 19. Jahrhunderts teilweise massiv ersetzt
  • Hauptstraße 33: spätbarockes Wohn- und Geschäftshaus über gewölbtem Keller, bezeichnet 1735 und 1759
  • Hauptstraße 35: Rathaus; repräsentativer Walmdachbau mit Laterne, weitgehend Neubau von 1936 in Formen des auf das 15. Jahrhundert zurückgehenden, um 1600 und 1780 umgebauten Vorgängers (bezeichnet 1487 und 1780); ortsbildprägend
  • Hauptstraße 36: Wohn- und Geschäftshaus, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, Ladeneinbau aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts; straßenbildprägend
  • Hauptstraße 44: barocke Hofanlage; sandsteingegliedertes Eckwohnhaus mit Walmdach, bezeichnet 1756 und 1760, im Kern älter, im 19. Jahrhundert teilweise verändert
  • Hauptstraße 45: herrschaftliches barockes Hofhaus, letztes Viertel des 18. Jahrhunderts, Scheune bezeichnet 1708
  • Hauptstraße 46: spätbarockes Wohnhaus, spätes 18. Jahrhundert
  • Hauptstraße 47: stattliche barocke Hofanlage; Walmdachbau, drittes Viertel des 18. Jahrhunderts, Mansardwalmdachscheune, bezeichnet 1753, Remise bezeichnet 1766, Hofplaster um 1850
  • Hauptstraße 48: barockes Hofhaus, 18. Jahrhundert; Torfahrt bezeichnet 1609, Hofpflaster spätes 19. Jahrhundert
  • Hauptstraße 52: eingeschossiger Krüppelwalmdachbau, um 1800, mit älteren Fachwerkteilen; Stammhaus der jüdischen Familie Weill; Betstube mit Betnische um 1780
  • Hauptstraße 58/60: Doppelhaus mit Krüppelwalmdach, bezeichnet 1832 und 1835
  • Hauptstraße 59: barocker Putzbau, Torfahrt bezeichnet 1769
  • Hauptstraße 61: großer barockes Vierseithof; sandsteingegliederter Walmdachbau, bezeichnet 1722
  • Hauptstraße 72: Hofanlage; Wohnhaus: zweigeschossiger Putzbau mit Gewölbekeller, Walmdach, doppelläufige Treppe mit profilierten Wangen; Torbogen mit Scheitelstein, 1722; Rückanseitigen Anbau barock
  • Hauptstraße 77: spätbarocker Krüppelwalmdachbau, bezeichnet 1770; Toranlage, bezeichnet 1752
  • (zu) Hauptstraße 79: barocke Torfahrt, bezeichnet 1780
  • (zu) Hauptstraße 81: Torfahrt, um 1600
  • Hauptstraße 82: barockes Wohnhaus, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts
  • Hauptstraße 104: eingeschossiges langgestrecktes Hofhaus, 18. Jahrhundert, bezeichnet 1932 (Renovierung)
  • Hauptstraße, Ecke Turmstraße: Neutorturm; Turm des ehemaligen äußeren Torhauses der Stadtbefestigung; dreigeschossiger Rundturm, die unteren beiden Geschosse bauzeitlich, drittes Geschoss und Dach von 1907; Wappenstein, 1570
  • Hinterstraße 3: barocker Hakenhof; eingeschossiges Wohnhaus, bezeichnet 1762
  • Hinterstraße 10: Wohnhaus mit Krüppelwalmdach, klassizistische Motive, bezeichnet 1837
  • (an) Hinterstraße 11: zwei Wappensteine am Hoftor des ehemaligen Gutes der Leysser (Lusser) von Lambsheim, einer bezeichnet 1585
  • Hinterstraße 24: eingeschossiger Putzbau, 16. oder frühes 17. Jahrhundert
  • Hinterstraße 33: barockes Wohnhaus mit Krüppelwalmdach, im Kern 18. Jahrhundert, Überformung aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Hinterstraße 34: eingeschossiges Hofhaus, bezeichnet 1771, im Kern mittelalterlich
  • Hinterstraße 40: spätbarockes Fachwerhofhaus, bezeichnet 1798, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts teilweise massiv ersetzt; ursprüngliche Torfahrt im Hof, bezeichnet 1778
  • Hinterstraße 42: barocke Hofanlage, spätes 18. oder frühes 19. Jahrhundert; Wohnhaus mit Krüppelwalm, eingeschossige Ökonomie mit Mansarddach, Scheune bezeichnet 1772
  • Hinterstraße 81: Dreiseithof, 18. und 19. Jahrhundert; eineinhalbgeschossiges Wohnhaus, wohl noch 18. Jahrhundert, eingeschossiger Altensitz, Toranlage
  • Hinterstraße 105: Ehemalige „Rossmühle“; Scheune, teilweise über tonnengewölbtem Keller, bezeichnet 1677
  • Junkergasse 1: Ehemaliges Meckenheimersches Schloss; Zweiflügelanlage mit Walmdächern, im Kern um 1500, wohl nach 1648 wiederaufgebaut, 1740 modernisiert mit spätbarockem Dachturm
  • Marktstraße 1: eingeschossiger barocker Mansarddachbau mit Torfahrt, bezeichnet 1758, Seitenflügel bezeichnet 1755
  • Marktstraße 2: zweieinhalbgeschossiger historisierender Putzbau, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, Nebengebäude teilweise 18. Jahrhundert, Scheune bezeichnet 1740; ortsbildprägend
  • Marktstraße 3: barocker Putzbau, spätes 18. Jahrhundert; rustizierte Torfahrt
  • Marktstraße 4: barocke Hofanlage, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts; eingeschossiger Mansarddachbau
  • Marktstraße 11: eingeschossiger Fachwerkbau (verputzt), wohl 17. Jahrhundert; Toranlage bezeichnet 1741
  • (zu) Marktstraße 18: barocke Torfahrt, wohl aus dem frühen 18. Jahrhundert
  • Mühltorstraße 1: Lambsheimer Mühle; klassizistische Toranlage, bezeichnet 1804, einseitig abgewalmte Mansarddachscheune, 1806, klassizistisches Wohnhaus, 1818
  • Mühltorstraße 25: Verwaltungsgebäude des ehemaligen Efferen’schen Jagdschlosses; u-förmige Anlage, im Kern 1706, mehrfach überformt; zweieinhalbgeschossiger Winkelbau, teilweise Fachwerk (verputzt), Walmdächer, heutige Erscheinung um 1855; platzbildprägend
  • Mühltorstraße 26: zweieinhalbgeschossiger Walmdachbau, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts; straßenbildprägend
  • Mühltorstraße 33: eineinhalbgeschossige sandsteingegliederte Backsteinvilla, bezeichnet 1902
  • Mühltorstraße 37: sandsteingegliederter Putzbau mit Torfahrt, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • Ringstraße 65: Vierseithof, zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts; eineinhalbgeschossiges Wohnhaus
  • Stadtgrabenstraße 37: Walmdachvilla, um 1930
  • Weisenheimer Straße 1: Neutorschule; Winkelbau mit Walmdächern, Heimatstil, 1905/07, Architekt Bezirksbaumeister Hofferbert, Frankenthal

Literatur

Weblinks

 Commons: Kulturdenkmäler in Lambsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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