La Neuvelle-lès-Lure


La Neuvelle-lès-Lure
La Neuvelle-lès-Lure
Wappen von La Neuvelle-lès-Lure
La Neuvelle-lès-Lure (Frankreich)
La Neuvelle-lès-Lure
Region Franche-Comté
Département Haute-Saône
Arrondissement Lure
Kanton Lure-Nord
Koordinaten 47° 43′ N, 6° 33′ O47.7183333333336.5552777777778319Koordinaten: 47° 43′ N, 6° 33′ O
Höhe 319 m (300–336 m)
Fläche 4,88 km²
Einwohner 332 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 68 Einw./km²
Postleitzahl 70200
INSEE-Code

La Neuvelle-lès-Lure ist eine Gemeinde im französischen Département Haute-Saône in der Region Franche-Comté.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

La Neuvelle-lès-Lure liegt auf einer Höhe von 315 m über dem Meeresspiegel, 6 km nordöstlich von Lure und etwa 32 km ostnordöstlich der Stadt Vesoul (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im östlichen Teil des Departements, in der Ebene von Lure beidseits des Ognon, nahe dem Westfuß der Vogesen.

Die Fläche des 4,88 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt der Ebene von Lure. Die Schwemmebene am Rand der Vogesen liegt durchschnittlich auf 310 m. Sie wird vom Flusslauf des Ognon durchzogen, der mit mehreren Windungen durch eine ehemals sumpfige Niederung nach Südsüdwesten fließt. Die Talebene wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Westlich des Ognon reicht der Gemeindeboden bis an den Rand der Terrasse von Saint-Germain. Mit 336 m wird auf der Flur Le Bourset ganz im Norden die höchste Erhebung von La Neuvelle-lès-Lure erreicht. Das Gebiet besteht aus Sand- und Kiessedimenten, die während des Pleistozäns im Vorfeld der Vogesengletscher abgelagert wurden. Mit einem schmalen Streifen erstreckt sich das Gemeindeareal südwärts bis an den Waldrand des Grand Bois und umfasst dabei den Großteil der Pistenanlagen des ehemaligen Flugplatzes Lure-Malbouhans. Das Gelände wird derzeit einer neuen Nutzung zugeführt.

Nachbargemeinden von La Neuvelle-lès-Lure sind Montessaux im Norden, Saint-Barthélemy und Malbouhans im Osten, La Côte und Roye im Süden sowie Froideterre und Saint-Germain im Westen.

Geschichte

Überreste des römischen Verkehrsweges, der von Luxeuil nach Mandeure führte, und einer Brücke über den Ognon weisen auf eine sehr frühe Besiedlung des Gebietes hin. Im Weiteren wurden Silbermünzen und die Fundamente eines gallorömischen Anwesens entdeckt. Erstmals urkundlich erwähnt wird Neuvelle im Jahr 1209 unter dem Namen Nova villa, was so viel bedeutet wie neues Dorf. Aus späterer Zeit ist die Bezeichnung Novale überliefert. Im Mittelalter gehörte das Dorf zur Freigrafschaft Burgund und darin zum Gebiet des Baillage d'Amont. Die lokale Herrschaft hatten die Herren von Faucogney inne, die 1209 dem Kloster Bithaine eine Mühle in Neuvelle überließen. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte der Ort mit dem Frieden von Nimwegen 1678 definitiv an Frankreich. Heute ist La Neuvelle-lès-Lure Mitglied des 22 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes du Pays de Lure. La Neuvelle-lès-Lure besitzt keine eigene Kirche, es gehört zur Pfarrei Saint-Germain.

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen zwei Oratoires aus Buntsandstein. Eines davon beherbergt eine Statue des heiligen Antonius (16. Jahrhundert).

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 253
1968 242
1975 249
1982 257
1990 254
1999 280
2006 324

Mit 332 Einwohnern (1. Januar 2008) gehört La Neuvelle-lès-Lure zu den kleineren Gemeinden des Département Haute-Saône. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hatte (1881 wurden noch 451 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1990er Jahre wieder ein Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur

La Neuvelle-lès-Lure war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) geprägtes Dorf. Heute gibt es einige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft liegt abseits der größeren Durchgangsachsen an einer Departementsstraße, die von Saint-Germain nach Malbouhans führt. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Froideterre und Montessaux.

Weblinks


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