Karl Knauer (Politiker)

Karl Knauer (Politiker)

Karl Knauer (* 11. Februar 1872 in Fürth am Berg; † 18. März 1951 in Reichenbach) war ein deutscher Gewerkschafter und Politiker (SPD).

Inhaltsverzeichnis

Leben und Beruf

Karl Knauer wurde am 11. Februar 1872 als Sohn eines Webermeisters und Landwirtes im oberfränkischen Fürth am Berg geboren. Nach dem Volksschulabschluss absolvierte er eine Lehre als Maler und Lackierer, die er mit der Gesellenprüfung abschloss. Danach arbeitete er als Malergeselle und war von 1899 bis 1909 als selbständiger Malermeister in Sonneberg tätig. Von April 1909 bis Dezember 1919 wurde er als Redakteur beim Thüringer Volksfreund beschäftigt. Außerdem war er von 1900 bis 1919 Vorsitzender der Sonneberger Ortskrankenkasse. 1904 beteiligte er sich an der Gründung des Konsumvereins in Sonneberg, als dessen Aufsichtsratsvorsitzender er in den folgenden Jahren agierte. Darüber hinaus wirkte er von 1906 bis 1919 als Vorsitzender des Gewerkschaftskartells in Sonneberg. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Westdeutschland zurück. Karl Knauer starb am 18. März 1951 in Reichenbach.

Politik

Knauer trat während der Zeit des Deutschen Kaiserreiches in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ein und wurde zum Vorsitzenden der SPD Sonneberg gewählt. Er gehörte von 1909 bis 1919 dem Sonneberger Gemeinderat an und war von 1903 bis 1918 Landtagsabgeordneter im Landtag Herzogtum Sachsen-Meiningen.

Während der Novemberrevolution war Knauer Mitglied des Volksrates für Thüringen. Er amtierte von 1918 bis 1922 als Staatsrat in der Regierung des Freistaates Sachsen-Meiningen und war dort bis 1920 Landtagsabgeordneter. Von Januar 1920 bis Dezember 1922 bekleidete er das Amt des Ersten Bürgermeisters und von Dezember 1922 bis 1933 das des Kreisdirektors in Sonneberg. Nach der Bildung des Landes Thüringen war er von 1920 bis 1927 Mitglied des dortigen Landtages.

Von 1945 bis 1950 amtierte Knauer als Bürgermeister der Gemeinde Reichenbach.

Ehrungen

  • Karl-Knauer-Straße in Sonneberg

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