Centrum-Galerie

Centrum-Galerie
Das Centrum-Warenhaus 1980 – umliegende Freiflächen (die große Fläche im Vordergrund ist heute durch Karstadt bebaut) werden durch die Centrum-Galerie bebaut
Abriss des alten Warenhauses 2007
Baufortschritt im Mai 2008
Neubau mit der Wabenstruktur wie beim Vorgängerbau

Die Centrum-Galerie ist ein Einkaufszentrum in Dresden, das am 17. September 2009 an der Prager Straße eröffnet wurde. Seinen Namen übernahm es von den ehemaligen Centrum Warenhäusern der Handelsorganisation der DDR. Das alte Dresdner Centrum Warenhaus am Ort der heutigen Galerie wurde 2007 abgerissen. Dessen bekanntes Motiv der Wabenfassade wurde in das neue Einkaufszentrum integriert.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Verkehr

Die Centrum-Galerie liegt im Norden der Dresdner Seevorstadt. Im Osten verläuft die Prager Straße und im Norden die Waisenhausstraße und im Westen die Reitbahnstraße. Im Nordwesten liegt der Dippoldiswalder Platz mit einer kleinen Parkfläche, an dem die Wallstraße Richtung Postplatz beginnt. Zwischen der Centrum-Galerie und dem nördlichen Nebengebäude verläuft die Trompeterstraße. Die Galerie ist unmittelbar umgeben von der Altmarkt-Galerie im Norden und den Warenhäusern von Hennes & Mauritz und Karstadt an der Prager Straße. Im Norden liegt die Haltestelle Prager Straße, an der vier Straßenbahnlinien und eine Buslinien der Dresdner Verkehrsbetriebe verkehren.

Bau

Der Bau wurde an der Stelle des ehemaligen Centrum Warenhauses 2008 und 2009 errichtet. Dieses Warenhaus nahm nur einen Teil der Grundfläche der neuen Galerie ein und wurde 2006/2007 abgerissen. Ursprünglich war vorgesehen, die originalen Waben zu verwenden, sie wurden aber neu erstellt.

Architektur

Die Centrum-Galerie besitzt 52.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, davon 12.000 Quadratmeter im nördlichen Nebenbauwerk an der Waisenhausstraße. Sie ist damit auch nach Erweiterung der Altmarkt-Galerie auf 42.000 Quadratmeter im Jahr 2011 das größte Einkaufszentrum in der Dresdner Innenstadt. Der Nebenbau füllt eine etwa dreiecksförmige Parzelle und umschließt das schon bestehende Eckhaus Prager Straße/Waisenhausstraße. Die Trompeterstraße zwischen den beiden Gebäuden ist überdacht. Im dritten und vierten Stockwerk der Galerie liegt ein Parkhaus, welches über kreisförmige Rampen im Eckbereich am Dippoldiswalder Platz erreicht wird.

Die Fassade der Galerie ist vor allem horizontal gegliedert. Während die unteren Etagen gestaffelt als Glasfassaden gestaltet sind, werden die oberen durch den fensterlosen Wabenvorbau bedeckt. Das Nebengebäude ist dagegen vertikal betont gegliedert und ähnlich wie das Gebäude der Karstadtfiliale von Sandstein als Baumaterial geprägt.

Die Galerie wurde vom Architekt Peter Kulka entworfen, der den Gestaltungswettbewerb durch die Integration des Wabenmotivs gewinnen konnte. Architekt des Nebengebäudes ist Piet de Bruyn.

Betreiber und Nutzung

Betreiber ist die niederländische Multi Development. Die Centrum-Galerie hat 120 Geschäfte und 1000 Parkplätze.

In der dreijährigen Bauzeit wurden 290 Millionen Euro investiert[1].

Peek & Cloppenburg und Karstadt Sport hatten bereits vor der Projektierung der Centrum-Galerie Filialen an der Prager Straße und gaben diese mit ihrem Umzug in die Galerie auf. Weitere große Nutzer sind z. B. Media Markt, Müller Drogeriemarkt, Kentucky Fried Chicken und Burger King. Modeanbieter wie "The Sting" oder "Olymp & Hades" wollen junge Käufer anziehen. Auf dem Dach befindet sich eine Kindertagesstätte, die von der Stadtmission Dresden des Diakonischen Werks betrieben wird.

In jüngster Zeit wurde Kritik von Ladenmietern geäußert, die in Teilbereichen über mangelnde Kunden klagten. Diese seien auch auf die verschachtelte Architektur und damit entstandene "tote Ecken" im Inneren des Gebäudes zurückzuführen [2]. Der Lebensmittelanbieter Konsum Dresden verließ im Juli 2011 das Center aufgrund Uneinigkeit über technische Bedingungen. Innerhalb von einem Jahr wurde im September 2010 vom Betreiber der dritte Center-Manager eingesetzt, da sich der erhoffte Vermietungsstand der Galerie nicht einstellte. So stehen aktuell ca. 30 der 120 Geschäfte leer (Stand Juli 2011). Ein Zusammenhang zwischen der unzureichenden Vermietung und der erheblichen Zunahme an Einkaufsflächen gerade in den Einkaufszentren Dresdens (in engem zeitlichen Zusammenhang wurde neben dem Neubau der Centrum-Galerie die Altmarkt-Galerie und der Elbepark erheblich erweitert) ist nicht ausgeschlossen. Ein Umbau zur Verbesserung des Status quo ist nach Genehmigung durch den Vermieter Corio geplant. Dresden gilt hinsichtlich der Ladenfläche pro Kopf mit 1,71m² als Spitzenreiter Ostdeutschlands (ohne Berlin)[3].

Weblinks

 Commons: Centrum-Galerie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. UMFRAGE: Wie finden die Dresdner die neue Centrum Galerie? In: Dresden Fernsehen. Abgerufen am 26. September 2009.
  2. Juliane Richter: Der Konsum verlässt die Centrum-Galerie. In: Sächsische Zeitung. 8. Juli 2011, abgerufen am 8. Juli 2011.
  3. Katrin Saft: Dresden wird größte Einkaufsstadt im Osten. In: Sächsische Zeitung. 29. März 2011, abgerufen am 8. Juli 2011.
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