Josef Schmidt (CSP)

Josef Schmidt (CSP)

Josef Schmidt (* 25. August 1889 in Bludenz; † 4. April 1978 ebenda) war ein österreichischer Politiker (CS) und Kaufmann. Schmidt war Bürgermeister der Stadt Bludenz von 1924 bis 1930, Landesrat in der Vorarlberger Landesregierung und Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag von 1932 bis 1934 sowie Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat von 1930 bis 1934.

Leben und Wirken

Josef Schmidt wurde am 25. August 1889 als Sohn des Bludenzer Spenglermeisters und Kaufmanns Josef Schmidt und seiner Frau Anna Maria in Bludenz geboren. Volks- und Bürgerschule absolvierte Schmidt in seiner Heimatstadt Bludenz, ehe er die Suola civica in Trient besuchte. Anschließend besuchte er eine kaufmännische Schule in Salzburg und begann eine kaufmännische Eisenhandelslehre beim Unternehmen Steiner & Co. in Salzburg. 1907 trat Schmidt in das Unternehmen des Vaters ein, in welchem er ein Jahr später nach dem Tod seines Vaters die Geschäftsführung gemeinsam mit seinem Bruder übernahm. In den Jahren von 1915 bis 1918 leistete er Kriegsdienst als Oberjäger in Galizien und Tirol. Am 4. Juni 1919 wurde Schmidt erstmals als Mitglied der Bludenzer Stadtvertretung gewählt. Im selben Jahr am 9. September heiratete er in Tschagguns Maria Jussel, mit der er in weiterer Folge fünf gemeinsame Kinder hatte. 1923 wurde er geschäftsführender Gesellschafter der Eisenhandlung Josef Schmidt’s Erben.

Am 1. März 1924 wurde Josef Schmidt zum Bürgermeister der Stadt Bludenz gewählt, was er bis zum 5. Mai 1930 blieb. Ebenfalls im Jahr 1930 wurde ihm der Berufstitel Kommerzialrat verliehen. Vom 18. April 1930 bis zum 1. Oktober 1930 wurde er zudem erstmals Abgeordneter des Nationalrats in Wien. Ab dem 2. Dezember 1930 bis zum 2. Mai 1934 wurde er für eine weitere Legislaturperiode Nationalratsabgeordneter. Daneben war er ab dem 22. November 1932 für die Christlichsoziale Partei Abgeordneter des Wahlkreises Bludenz zum Vorarlberger Landtag und Landesrat in der Vorarlberger Landesregierung. In der Landesregierung waren seine Ressorts Handel, Gewerbe und Industrie, während er im Landtag vom 17. Juli bis zum 13. November 1934 Erster Landtagsvizepräsident war.

Als führender Landespolitiker des Ständestaats wurde das Geschäft von Josef Schmidt während der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich teilweise boykottiert, er selbst wurde im Jahr 1944 verhaftet und im Lager Reichenau bei Innsbruck interniert. Sein Bruder Guido Schmidt, der 1938 kurzzeitig österreichischer Außenminister gewesen war, war dagegen ein bekannter Nationalsozialist.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем сделать НИР

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Josef Schmidt — ist der Name folgender Personen: Josef Schmidt (CSP) (1889–1978), österreichischer Politiker Josef Schmidt (SPD) (1908–1979), deutscher Politiker, MdL Baden Württemberg und Bürgermeister der Gemeinde Teningen Josef Schmidt (CDU), deutscher… …   Deutsch Wikipedia

  • Schmidt (Name) — Schmidt mit den Varianten Schmitt, Schmitz, Schmid, Schmidl, Schmidli, Schmidtke, Schmied und Smid/Smidt ist ein häufiger deutscher Familienname. Herkunft Wie die meisten häufigen Familiennamen ist Schmidt von einem Beruf abgeleitet, hier von dem …   Deutsch Wikipedia

  • Schmidt — mit den Varianten Schmitt, Schmitz, Schmid, Schmidl, Schmidli, Schmidtke, Schmied und Smid/Smidt ist ein häufiger deutscher Familienname. Inhaltsverzeichnis 1 Herkunft 2 Häufigkeit …   Deutsch Wikipedia

  • Josef Kraus (ÖVP) — Josef Kraus (* 23. Februar 1890 in Kronberg; † 1. Juli 1971 ebenda) war ein österreichischer Politiker (CSP/ÖVP) und Landwirt. Kraus war von 1927 bis 1930 Abgeordneter Landtag von Niederösterreich, von 1930 bis 1934 sowie von 1945 bis 1953… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Abgeordneten zum Vorarlberger Landtag (XIV. Gesetzgebungsperiode) — Diese Liste der Abgeordneten zum Vorarlberger Landtag (XIV. Gesetzgebungsperiode) listet alle Abgeordneten des Vorarlberger Landtags während der XIV. Gesetzgebungsperiode auf. Der Landtag amtierte in der XV. Gesetzgebungsperiode vom 22. November… …   Deutsch Wikipedia

  • Landesregierung Ender VII — Die Landesregierung Ender VII bildete die Vorarlberger Landesregierung in der XIV. Gesetzgebungsperiode des Vorarlberger Landtags. Die Landesregierung amtierte dabei von der Wahl der Landesregierung am 22. November 1932 bis zum Antritt der… …   Deutsch Wikipedia

  • Dinghofer — Franz Dinghofer, vermutlich bei seinem Amtsantritt als Bürgermeister von Linz, 1907. Franz Seraph Dinghofer (* 6. April 1873 in Ottensheim; † 12. Jänner 1956 in Wien) war ein österreichischer Richter und Politiker …   Deutsch Wikipedia

  • Geschichte der Stadt Burgkunstadt — Burgkunstadt mit der historischen Häuserzeile am Marktplatz und dem Schustermuseum; oben im Hintergrund das Rathaus Das oberfränkische Burgkunstadt wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhundert von den Slawen gegründet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde …   Deutsch Wikipedia

  • Dillersberger — Siegfried Dillersberger (* 21. Dezember 1942 in Kufstein) ist ein österreichischer Rechtsanwalt und ehemaliger Politiker (FPÖ), Ehrenbürger der Stadt Kufstein und der Universität Innsbruck. Von 1952 bis 1960 besuchte er das Realgymnasium in… …   Deutsch Wikipedia

  • Eva Glawischnig — Piesczek Eva Glawischnig Piesczek (* 28. Februar 1969 in Villach als Eva Glawischnig) ist seit 1999 Abgeordnete zum Nationalrat für die österreichischen Grünen und war von Oktober 2006 bis Oktober 2008 Dritte Nationalratspräsidentin. Seit 17.… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”