Johann Meyer (Autor)

Johann Meyer (Autor)
Johann Meyer

Johann Meyer (* 5. Januar 1829 in Wilster; † 15. Oktober 1904 in Kiel) war ein deutscher Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Bald nach der Geburt von Johann Hinrich Otto Meyer zogen dessen Eltern nach dem Dithmarscher Geestdorf Schaafstedt Schaafstedt und 1838 nach Jörl. Er arbeitete bis zum 21. Jahr als Zimmermann und Müller. Ging dann auf das Gymnasium Meldorf, studierte von 1854 bis 1857 in Kiel und wurde danach Lehrer in Altona. 1859 wurde er Redakteur der Itzehoer Nachrichten. 1862 gründete er die psychiatrische Idioten-Anstalt in Kiel[1], die er als Direktor leitete. War neben seinem Beruf schriftstellerisch, vor allem in plattdeutscher Sprache tätig.[2] Fritz Reuter[3] und Alwine Wuthenow[4] schätzten Meyers Gedichte während Klaus Groth ihnen eher kritisch gegenüber stand[5]

Werk

  • Dithmarscher Gedichte. 2 Bände, Hoffmann und Campe, Hamburg 1858 und 1859.
  • Gröndunnersdag bi Eckernför. Eine episch-lyrische Dichtung in dithmarscher Mundart. Brauns, Leipzig 1873.
  • Plattdeutsche Gedichte in dithmarscher Mundart. Richter, Hamburg 1876; 3. Auflage, Lipsius & Tischer, Kiel o.J. (1886).
  • Uns' ole Modersprak. Plattdeutscher Schwank in drei Akten. Richter, Hamburg.
  • Hochdeutsche Gedichte. 2. Auflage, Lipsius & Tischer, Kiel.
  • Kleinigkeiten. Sinnsprüche in hochdeutscher Sprache. Richter, Hamburg.
  • Johann Meyers Sämtliche Werke. Lipsius & Tischer, Kiel und Leipzig 1906.

Literatur

  • Johann Heinemann: Johann Meyer. Leben und Charakteristik. In: Johann Meyers Sämtliche Werke. Band 1

Weblinks

  • Johann Meyer in der Plattdeutschen Bibliographie und Biographie

Einzelnachweise

  1. heute ist eine Straße in Kiel nach Johann Meyer benannt
  2. u.a. Gedicht an Alwine Wuthenow in der 3. Auflage (1886) der Plattdeutschen Gedichte. S. 593f.
  3. s. Arnold Hückstädt: Fritz Reuter Briefe. Band 1, Nr. 306. Hinstorff, Rostock 2009, ISBN 978-3-356-01302-3
  4. „... ein sehr lieber Dichter ist mir im letzten Jahr der Johann Meier [sic] gewesen [..] Wie schön sind seine Balladen ut olle Tied. Sein kennst du dat Land und einge kleine so sehr liebliche Liedchen, so voll Musik, als hätte er der Sprache ihren tiefsten Wohllaut abzulauschen gewußt.“ In: Eberhard Schmidt: Briefwechsel zwischen Alwine Wuthenow und Klaus Groth. Rostock 2006, S. 115, ISBN 978-3-89954-244-8
  5. „Von Johann Meyer; es ist arg, er hat alle seine Anregungen aus dem Quickborn genommen, braucht sehr viel dieselben Überschriften, dieselben Gedanken, ja dieselben Worte.“ In: Elvira Hartig: Wohin das Herz uns treibt. Die Tagebücher der Doris Groth geb. Finke. Heide 1985, S. 71, ISBN 3-8042-0336-1

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