Cebus robustus


Cebus robustus
Schwarzer Kapuziner

Schwarzer Kapuziner (Cebus nigritus)

Systematik
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorhini)
Teilordnung: Neuweltaffen (Platyrrhini)
Familie: Kapuzinerartige (Cebidae)
Gattung: Kapuzineraffen (Cebus)
Art: Schwarzer Kapuziner
Wissenschaftlicher Name
Cebus nigritus
(Goldfuss, 1809)

Der Schwarze Kapuziner (Cebus nigritus) ist eine Primatenart aus der Gattung der Kapuzineraffen innerhalb der Neuweltaffen. Er galt bis vor kurzem als Unterart des Gehaubten Kapuziners.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Schwarze Kapuziner sind mittelgroße Primaten, in Größe und Gewicht dürften sie mit dem Gehaubten Kapuziner vergleichbar sein. Ihr Fell ist vorwiegend dunkelbraun oder schwarz gefärbt, die Unterarme, die Unterschenkel und der Schwanz sind schwarz. Ebenfalls schwarz ist die Oberseite des Kopfes, die Haare dort bilden einen auffälligen Schopf. Das Gesicht ist dunkel und von schwarzen Haaren umrahmt.

Verbreitung und Lebensraum

Schwarze Kapuziner sind im südöstlichen Brasilien (von Bahia und Minas Gerais bis Rio Grande do Sul) sowie im äußersten Nordosten von Argentinien (Provinz Misiones) beheimatet. Ihr Lebensraum sind verschiedene Waldtypen, sowohl die Küstenregenwälder als auch höher gelegene Gebirgswälder.

Lebensweise

Diese Tiere sind tagaktive Baumbewohner, die sich meist auf allen Vieren im Geäst fortbewegen. Sie leben in Gruppen, die sich aus 6 bis 20 Tieren – mehrere Männchen und Weibchen und der gemeinsame Nachwuchs – zusammensetzen. Beide Geschlechter etablieren eine Rangordnung, diese kommt unter anderem im Zugang zu Nahrungsressourcen und im Paarungsvorrecht (das dominante Männchen zeugt die meisten Jungtiere) zum Tragen.

Sie sind Allesfresser, die aber in erster Linie Früchte zu sich nehmen. Daneben fressen sie auch andere Pflanzenteile, aber auch Insekten und kleine Wirbeltiere.

Gefährdung

Obwohl der Schwarze Kapuziner relativ weit verbreitet ist, leidet er wie viele andere Tiere Südostbrasiliens an der fortgeschrittenen Zerstörung ihres Lebensraums. Hinzu kommt die Bejagung. Mancherorts gelten sie als Schädlinge, da sie Plantagen verwüsten, und werden dementsprechend verfolgt. Außerhalb von Schutzgebieten ist die Art sehr selten geworden. Die IUCN – die die Art auf zwei Arten aufteilt – listet Cebus robustus (im Norden des Verbreitungsgebietes) als „stark gefährdet“ (endangered) und Cebus nigritus als „gering gefährdet“ (near threatened). Diese Aufteilung auf zwei Arten wird von anderen Quellen, etwa Wilson & Reeder (2005), aber nicht mitgetragen.

Literatur

  • Thomas Geissmann: Vergleichende Primatologie, Springer-Verlag 2003, ISBN 3540436456
  • D. E. Wilson & D. M. Reeder: Mammal Species of the World. Johns Hopkins University Press, 2005. ISBN 0801882214

Weblinks


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