Wilhelm Halbfaß

Wilhelm Halbfaß

Wilhelm Halbfaß (* 26. Juni 1856 in Hamburg; † 29. Oktober 1938 in Jena) war ein deutscher Hydrogeograph.

Halbfaß hatte an den Universitäten Freiburg, Würzburg und Straßburg die Fächer Mathematik und Physik studiert, bevor er 1881 in Straßburg promoviert wurde. Nach dem Staatsexamen unterrichtete er an der Höheren Schule und wurde 1901 in Neuhaldensleben zum Gymnasialprofessor ernannt. 1903 (nach anderen Angaben 1905) wurde er als Mitglied in die Leopoldina aufgenommen. Aus Gesundheitsgründen trat er bereits 1910 aus dem Schuldienst aus und begab sich in den Ruhestand. 1923 habilitierte er sich an der Universität Jena für das Fachgebiet Hydrogeographie und wurde 1931 zum Honorarprofessor ernannt.

Werke (Auszug)

  • Tiefen- und Temperaturverhältnisse einiger Seen des Lechgebiets. Petermanns Geographische Mitteilungen 41, 1895.
  • Beiträge zur Kenntnis der pommerschen Seen, mit 6 Karten. Petermanns Geographische Mitteilungen, Ergänzungsheft 136, Gotha 1901, online.
  • Die Morphometrie der europäischen Seen, Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, 1903/1904.
  • Die Seen der Erde. Petermanns Geographische Mitteilungen, Ergänzungsheft 185, 1922.
  • Grundzüge der vergleichenden Seenkunde, 1923.
  • Die Seen, Gutenbergs Handbuch der Geophysik IV, 1933.

Literatur

  • Reiner Keller: Wilhelm Halbfaß. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 7, Duncker & Humblot, Berlin 1966, S. 535.
  • Müller-Navarra, S. H.: Ein vergessenes Kapitel aus der Seenforschung – Wilhelm Halbfaß (1856-1938), interne Seiches und der Madüsee (Jezioro Miedwie). Meidenbauer, München, m-press, Forum Wissenschaftsgeschichte 1, 2005. 353 S, ISBN 3-89975-540-5

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