Wilhelm Josef Grailich

Wilhelm Josef Grailich
Wilhelm Josef Grailich

Wilhelm Josef Grailich (* 16. Februar 1829 in Pressburg; † 13. September 1859 in Wien) war ein österreichischer Mineraloge.

Er studierte ab 1847 am Polytechnischen Institut und an der Universität Wien, wo er 1854 zum Dr. phil. promoviert wurde. Anschließend war er Eleve und Assistent am physikalischen Institut der Universität. Im März 1855 habilitierte er sich für Kristallographie, Physik der Kristalle, allgemeine Physik und höhere Mathematik.

1856 wurde er Assistent und als Nachfolger von Gustav Adolf Kenngott Kustos-Adjunkt am K.k. Hof-Naturalienkabinette in Wien. 1857 wurde er a.o. Professor für höhere Physik. Seit 1859 war er Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien.

Er übersetzte William Hallowes Millers Lehrbuch der Kristallographie. Für Fluoreszenzerscheinungen bei Kristallen lieferte er eine wissenschaftliche Erklärung. Den Wheatstone’schen Schwingungsapparat verbesserte er.

Literatur

  • Wilhelm von Gümbel: Grailich, Wilh. Joseph. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 574 f.
  • Martin Kirchmayer: Grailich, Wilhelm Joseph. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, S. 735 f.
  • Daniela Angetter: Joseph Grailich (1829–1859) und seine Anschauungsweise über den naturwissenschaftlichen Unterricht. In: Tillfried Cernajsek (Hrsg.): 6. Wissenschaftshistorisches Symposium „Geschichte der Erdwissenschaften in Österreich“. Eduard Sueß (1831–1914) und die Entwicklung der Erdwissenschaften zwischen Biedermeier und Sezession. 1. – 3. Dezember 2006 (= Berichte der Geologischen Bundesanstalt. Band 69, 2006, ISSN 1017-8880, und Berichte des Institutes für Erdwissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz. Band 12, Graz 2006, ISSN 1608-8166). Geologische Bundesanstalt, Wien 2006, und Institut für Erdwissenschaften, Kral-Franzens-Universität, Graz 2006, S. 5 (pdf, 20,6 kB)

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