Crossing Over (Film)


Crossing Over (Film)
Filmdaten
Deutscher Titel Crossing Over
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch, Spanisch
Erscheinungsjahr 2009
Länge 113 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Wayne Kramer
Drehbuch Wayne Kramer
Produktion Wayne Kramer,
Frank Marshall
Musik Mark Isham
Kamera James Whitaker
Schnitt Arthur Coburn
Besetzung

Crossing Over ist ein Spielfilm von Wayne Kramer aus dem Jahr 2009. Das Werk handelt von einzelnen Personen und Familien, die sich in den USA legal oder illegal aufhalten. Eine Hauptrolle im Film spielt dabei Harrison Ford als Max Brogan, der für die Einwanderungsbehörde arbeitet und immer wieder den Einwanderern zu helfen versucht. Episodenartig fügen sich die verschiedenen Handlungsstränge der Personen und ihre Schicksale nach und nach zusammen.

Wayne Kramer, selbst Einwanderer aus Südafrika, hat seinen gleichnamigen Kurzfilm von 1995 neu verfilmt und ist sowohl Produzent, Regisseur als auch Drehbuchautor. Der Film wurde 2007 in Los Angeles gedreht. Der Film hatte am 27. Februar 2009 in den USA Premiere.[1][2] Der deutsche Kinostart war der 25. Juni 2009.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Jeden Tag versuchen Migranten aus aller Welt, in Los Angeles ein neues Zuhause zu finden. Doch Ausländer, die eine Aufenthaltsgenehmigung für die USA bekommen wollen, haben nicht selten große Schwierigkeiten mit der dortigen Bürokratie. Der engagierte Beamte im Außendienst der Einwanderungsbehörde Max Brogan will mit regelmäßigen Razzien illegal in die USA eingewanderte Migranten fassen. Diese Razzien finden meist in Fabriken statt, in denen viele illegale Einwanderer leben. Bei einer dieser Razzien trifft er auf Mireya Sanchez, die ihn anfleht, sie nicht festzunehmen. Trotz seines schlechten Gewissens muss er sie aber auf Druck eines Kollegen trotzdem festnehmen. Sie gibt ihm einen Zettel, auf dem steht, wo ihr Sohn lebt. Mireya versucht, Max Brogan davon abzubringen, sie festzunehmen, aber ohne Erfolg. Brogan, der von seinem Gewissen geplagt wird, holt den Sohn ab und bringt ihn zu Mireyas Eltern nach Mexiko. Dort erfährt er, dass Mireya, die zwar ausgewiesen wurde, aber nicht bei ihren Eltern war, zurück in die USA einreisen wolle, um ihren Sohn nachzuholen. Brogan versucht alles, um Mireya in den USA zu finden, aber ohne Erfolg. Am Ende des Films wird gezeigt, dass Mireya den Versuch, illegal über die Grenze in die USA zu gelangen, nicht überlebt hat.

Der Beamte der Einwanderungsbehörde im Innendienst Cole Frankel, dessen Frau Denise Anwältin für Einwanderungsrecht ist, ist für die Vergabe von Green Cards zuständig, neigt aber dazu, seine Position für private Zwecke zu missbrauchen. Als er vor dem Gebäude der Einwanderungsbehörde in einen Autounfall mit Claire Shepard, die eine Filmkarriere in Hollywood anstrebt, gerät, erzählt diese ihm von ihren Problemen bezüglich ihrer Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitserlaubnis bzw. Greencard. Frankel bietet ihr an, ihren Antrag auf eine Greencard zu genehmigen, wenn diese ihm im Gegenzug gewisse Gefallen sexueller Natur erweist. In ihrer Not willigt Claire Shepard ein. Als Frankel nach einiger Zeit ankündigt, seine Frau verlassen und einen Neuanfang mit Claire starten zu wollen, gibt diese ihm zu verstehen, welche Abneigung sie gegen ihn hegt. Frankel verspricht ihr daraufhin, dass sie ihn nie wieder sehen und ihre Greencard mit der Post bekommen werde. Am Ende des Films fliegen Frankels Machenschaften auf, Frankel wird verhaftet und Claire Shepard in ihre Heimat Australien ausgewiesen.

Claires Freund Gavin Kossef, ein Musiker, der aus einer jüdischen Familie stammt, sich jedoch selbst als Atheist bezeichnet, möchte sich ebenfalls eine Existenz in den USA aufbauen. Durch Kontakte bekommt er die Möglichkeit, sich für eine Stelle an einer jüdischen Schule zu bewerben, wodurch er in den USA bleiben könnte. Obwohl er nicht einmal Hebräisch spricht, besteht er die Prüfung für die Stelle mit Hilfe eines anwesenden Rabbiners. Als Gavin durchschaut, auf welche Weise Claire versucht, an ihre Greencard zu gelangen, scheint die Beziehung beendet und die beiden sehen sich im Verlauf des Films nicht wieder.

Die muslimische Schülerin Taslima Jahangir hält in ihrer Klasse ein Referat über die Attentäter des 11. September und bekundet darin ihr Verständnis für diese. Ihre Mitschüler sind empört und verspotten sie. Kurze Zeit später steht die Einwanderungsbehörde vor ihrer Tür und sie steht unter Verdacht, terroristische Absichten zu haben. Da sie und ebenso ihre Eltern (im Gegensatz zu den beiden jüngeren Geschwistern) keine US-amerikanischen Staatsbürger sind, steht ihnen eine Abschiebung bevor. Taslimas Eltern handeln mit Hilfe der Anwältin Denise aus, dass Taslima und ihre Mutter das Land verlassen, ihr Vater mit den Geschwistern aber bleiben darf. Taslima verlässt die USA mit ihrer Mutter unter Tränen.

Yong Kim ist ein Einwanderer aus Südkorea, der mit seinen Eltern, seinem Bruder und seiner Schwester in die USA eingewandert ist und wenige Tage vor seiner offiziellen Einbürgerung steht. Er ist ein rechtschaffener Jugendlicher, bis er in eine koreanische Jugendgruppe gerät, die ihn zwingt, bei einem Raubüberfall mitzumachen. Die Gang überfällt mit Waffengewalt einen Schnapsladen in Koreatown, in dem zufällig gerade Hamid Baraheri, Max Brogans Partner bei der Einwanderungspolizei und Sohn iranischer Einwanderer, dessen Vater kurz vor der offiziellen Einbürgerung steht, einkauft. Dieser erschießt alle Gangmitglieder bis auf Yong, von dem er bemerkt, dass dieser eigentlich unfreiwillig an dem Überfall teilnimmt. Baraheri ermöglicht Yong Kim die Flucht und deckt ihn. Zuvor wurde Hamid Baraheris Schwester sowie deren Freund ermordet, was Hamid Baraheri ziemlich mitnimmt. Er erzählt davon auch Max Brogan, der sofort darauf Ermittlungen anstellt, um seinem Partner und Freund zu helfen. Dabei kommt heraus, dass Hamid Baraheris Bruder der Täter ist, der nicht ertragen konnte, dass seine Schwester mit einem verheirateten Latino eine Affäre hat. Hamid Baraheris Bruder wird während der Einbürgerungsfeier seines Vaters verhaftet und abgeführt.

Kritiken

  • „Manche Handlungsstränge – besonders der von Ford – sind packend und spannend erzählt, werden aber unterminiert von dem albernen Zwang, dass sich die Geschichten immer irgendwann kreuzen und beeinflussen müssen.“ (Der Spiegel[3])
  • „Vieles reißt Wayne Kramer nur an. Aber von diesen kleinen, geschickt aufs Wesentliche reduzierten Splittern, die einzelne Facetten und Schwachstellen des Systems spiegeln, geht eine enorme Wirkung aus. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Erzählungen ergeben sich ganz selbstverständlich, und die Leerstellen kann jeder Betrachter selbst füllen. Zudem lässt Kramer jede seiner Figuren zu ihrem Recht kommen. Er verurteilt nicht, aber er verleugnet auch die Schuld nicht, die jeder in dieser kaputten Welt auf sich lädt.“ (Welt Online[4])

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.cinemablend.com/reviews/Crossing-Over-3735.html
  2. http://www.zelluloid.de/filme/index.php3?id=17836
  3. Daniel Sander: Einwanderer zum Aus-dem-Kino-Wandern. In: Der Spiegel. 25. Juni 2009, abgerufen am 30. Juni 2009.
  4. Sascha Westphal: Wenn der American Dream zum Albtraum wird. In: Welt Online. 28. Juni 2009, abgerufen am 30. Juni 2009.

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