Breitenfeld (Altmark)


Breitenfeld (Altmark)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Breitenfeld
Breitenfeld (Altmark)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Breitenfeld hervorgehoben
52.5682711.2532173Koordinaten: 52° 34′ N, 11° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Altmarkkreis Salzwedel
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Südliche Altmark
Höhe: 73 m ü. NN
Fläche: 15,98 km²
Einwohner: 153 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km²
Postleitzahl: 39638
Vorwahl: 039085
Kfz-Kennzeichen: SAW
Gemeindeschlüssel: 15 0 81 080
Adresse der Verbandsverwaltung: Letzlinger Landstr. 6
39638 Gardelegen
Bürgermeister: Bernd Wießel (CDU)
Lage von Breitenfeld im Altmarkkreis Salzwedel
Wenze Jerchel Seethen Steimke Langenapel Höwisch Peckfitz Püggen Dönitz Schenkenhorst Wiepke Valfitz Seethen Bornsen Tylsen Steinitz Sachau Liesten Ristedt Neuferchau Hanum Wieblitz-Eversdorf Neulingen Jübar Klein Gartz Thielbeer Kläden Algenstedt Kassieck Kerkau Kaulitz Jeggau Wallstawe Vissum Schrampe Badel Jeseritz Kuhfelde Rademin Gieseritz Jerchel (bei Gardelegen) Ziemendorf Jeetze Steimke Packebusch Hottendorf Schwiesau Potzehne Altensalzwedel Estedt Binde Pretzier Roxförde Sanne-Kerkuhn Engersen Mehmke Solpke Breitenfeld Mechau Brunau Zethlingen Neuekrug Köckte Dannefeld Siedenlangenbeck Jahrstedt Hemstedt Ellenberg Riebau Kloster Neuendorf Nettgau Apenburg Chüden Kleinau Vienau Jeggeleben Immekath Lindstedt Sichau Miesterhorst Lüdelsen Winterfeld Kunrau Wannefeld Zichtau Leppin Kakerbeck Wenze Osterwohle Seebenau Berge Neuendorf Henningen Fleetmark Arendsee (Altmark) Mieste Kusey Rohrberg Jävenitz Klötze Diesdorf Letzlingen Gardelegen Dähre Beetzendorf Kalbe (Milde) SalzwedelKarte

Breitenfeld ist eine Gemeinde im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Breitenfeld liegt am Rande der Hellberge. Nördlich des Dorfes entspringt die Tarnefitzer Elbe. Westlich des Ortes, auf dem Weg nach Quarnebeck liegt der Aussichtspunkt Breitenfelder Brockenblick. Bei klarer Sicht ist von hier aus der über 90 km entfernte Brocken zu sehen.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung Breitenfelds erfolgte 1258 als Bredeult, in einem von Markgraf Johann I. von Brandenburg zwischen den Herzögen von Sachsen und Braunschweig vermittelten Vergleich.

1430 gehörte Birdenfeld zum Lehen derer von Platen, welche jedoch die Hälfte des Ortes (Breddenfelde) 1434 an die von der Schulenburg verkauften. Die andere Hälfte gehörte zu Braunschweig-Lüneburg und kam 1819 wieder zu Preußen.

In den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts starben viele zu den deutschen Streitkräften gehörende Bürger Breitenfelds. An die 17 Toten und 4 Vermissten des Ersten Weltkrieges und die 22 Toten des Zweiten Weltkrieges erinnert ein Kriegerdenkmal vor der Dorfkirche.

Gedenkstein an den Todesmarsch

Am 13. April 1945 zog ein Todesmarsch durch den Ort. Einige Gefangene konnten in die nahen Hellberge fliehen, worauf einige Männer des Dorfes bewaffnet nach ihnen suchen mussten. Mehrere Gedenksteine entlang des Weges erinnern an den Todesmarsch. Der Marsch endete in Gardelegen an der Isenschnibber Feldscheune. Dort wurden mehr als 1000 Menschen ermordet.

Nach 1990 fanden umfangreiche Arbeiten insbesondere an Straßen und Gehwegen statt. Der Dorfteich und dessen Umgebung wurden neu gestaltet. Das Jahr 2008 stand im Zeichen der 750-Jahrfeier der ersten urkundlichen Erwähnung. Bei einem Fest mit Feuerwerk am 28. Februar wurde auch eine neue Fahne mit Gemeindewappen eingeweiht. Die Gemeinde ließ im Jahre 2008 erstmals eine umfangreiche Chronik durch die Historikerin Corie Leitz aus Gladigau erarbeiten.


Politik

Bernd Wießel (CDU) ist seit 1990 Bürgermeister der Gemeinde. Der Gemeinderat besteht aus weiteren acht Mitgliedern.

Wappen

Das Wappen wurde am 31. Januar 2008 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „Gespalten von Gold und Rot, zwischen je einer vom Spalt aus schräg gestellten Ähre mit Blatt in verwechselten Tinkturen ein gesenktes Schwert mit silberner Klinge und goldenem Griff mit Knauf und Parierstange.“

In Vorbereitung seiner 750-Jahrfeier beauftragte die Gemeinde den Heraldiker Jörg Mantzsch mit der Erarbeitung eines rechtsgültigen Wappens und die Einleitung des Genehmigungsverfahrens. Die vom Heraldiker dargestellte Wappensymbolik gründet sich auf die Besonder­heit, dass die Gemeinde ca. 400 Jahre ge­teilt war. Einerseits gehörte sie zur Mark Bran­den­burg, andererseits zu Braunschweig-Lüneburg.

Während Brandenburg (Altmark) die Wap­pentinkturen Rot-Silber trug, sind die Wap­pentinkturen von Braunschweig-Lüneburg Blau-Gold. Für das Breitenfelder Wappen wurden entsprechend den Gepflogenheiten der Tingierung darum als Farbe Rot und als Metall Gold gewählt. Die Teilung des Ortes drückt der gespaltene Schild aus.

Die Urkunde der Ersterwähnung von Brei­tenfeld stammt vom Februar 1258 und enthält einen Friedensvertrag. Auf diesen historischen Fakt bezogen, wurde ein gesenktes Schwert in die Mitte des Wappens gestellt. Bezugnehmend auf die Landwirtschaft des Bauerndorfes enthält das Wappen zwei schräg gestellte Ähren in verwechselten Tinkturen.

Am 30. August 2007 beschloss der Gemeinderat in einer Diskussion, diese Elemente im neu zu gestaltenden Wappen zu verwenden. Aus mehreren stilistischen Varian­ten, die zur Ent­scheidung vorgeschlagen wurden, beschloss die Gemeinde das hier dargelegte Wappen.

Die Gemeindefarben sind Gelb-Rot.

Flagge

Die Flagge ist Rot - Gold (Gelb) (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft

Breitenfeld ist landwirtschaftlich geprägt. In überschaubarem Umfang bestehen Betriebe der Tourismus- und Beherbergungsbranche. Touristisch interessant ist der Ort durch seine ruhige Lage zwischen Altmark und Drömling und als Ausgangspunkt für Wanderungen in die nahegelegenen Hellberge.

Feste

  • um den 06. Januar werden die Weihnachtsbäume verbrannt.
  • Fasslomfest, Mitte Februar
  • Osterfeuer
  • Kinderfest am Kindertag

Vom 20. Juni bis 22. Juni 2008 feierten die Breitenfelder ihr 750-jährige Jubiläum.

Persönlichkeiten


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